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Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921.

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denn ich bin ein großer Sünder. Laß mir
die unendlichen Verdienste deines unschul-
digen Leidens zuteil werden und reinige
mich immer mehr von meinen Sünden und
bösen Neigungen, auf daß ich dir in Un-
schuld und Reinheit des Herzens nachfolge.

Wenn der Priester sich zu dem Volke wendet
und "Orate Fratres" spricht, betrachte, wie Jesus
dem Volke mit den Worten: "Ecce homo!" vorge-
stellt wird.

O leidender Jesus, wie tief hast du dich
meiner Sünden wegen verdemütigt! Mit
einem Spottmantel angetan, mit einer
Dornenkrone auf dem Haupte und mit
einem Rohre in der Hand lässest du dich
dem Volke vorstellen und dem Barabbas
nachsetzen. Um dieser schmerzlichen Ver-
demütigung willen bitte ich dich, schenke
mir den Geist der Demut und der Selbst-
verleugnung. Gib, daß ich dich niemals
weder der Welt, noch dem Satan, noch
der bösen Begierlichkeit nachsetze, son-
dern so lebe, daß ich am jüngsten Tage im
hochzeitlichen Kleide der Unschuld vor
deinem Angesichte erscheine.

Wenn der Priester die Präfation betet, betrachte,
wie Jesus zum Tode verurteilt wird.

O liebevoller Jesus, von Herzen danke
ich dir, daß du aus Liebe zu mir das
Urteil des schmählichen Todes über dich
hast ergehen lassen. Verleihe mir die
Gnade eines frommen, christlichen Lebens,

denn ich bin ein großer Sünder. Laß mir
die unendlichen Verdienste deines unschul-
digen Leidens zuteil werden und reinige
mich immer mehr von meinen Sünden und
bösen Neigungen, auf daß ich dir in Un-
schuld und Reinheit des Herzens nachfolge.

Wenn der Priester sich zu dem Volke wendet
und Orate Fratres spricht, betrachte, wie Jesus
dem Volke mit den Worten: Ecce homo!“ vorge-
stellt wird.

O leidender Jesus, wie tief hast du dich
meiner Sünden wegen verdemütigt! Mit
einem Spottmantel angetan, mit einer
Dornenkrone auf dem Haupte und mit
einem Rohre in der Hand lässest du dich
dem Volke vorstellen und dem Barabbas
nachsetzen. Um dieser schmerzlichen Ver-
demütigung willen bitte ich dich, schenke
mir den Geist der Demut und der Selbst-
verleugnung. Gib, daß ich dich niemals
weder der Welt, noch dem Satan, noch
der bösen Begierlichkeit nachsetze, son-
dern so lebe, daß ich am jüngsten Tage im
hochzeitlichen Kleide der Unschuld vor
deinem Angesichte erscheine.

Wenn der Priester die Präfation betet, betrachte,
wie Jesus zum Tode verurteilt wird.

O liebevoller Jesus, von Herzen danke
ich dir, daß du aus Liebe zu mir das
Urteil des schmählichen Todes über dich
hast ergehen lassen. Verleihe mir die
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[43/0044] denn ich bin ein großer Sünder. Laß mir die unendlichen Verdienste deines unschul- digen Leidens zuteil werden und reinige mich immer mehr von meinen Sünden und bösen Neigungen, auf daß ich dir in Un- schuld und Reinheit des Herzens nachfolge. Wenn der Priester sich zu dem Volke wendet und „Orate Fratres“ spricht, betrachte, wie Jesus dem Volke mit den Worten: „Ecce homo!“ vorge- stellt wird. O leidender Jesus, wie tief hast du dich meiner Sünden wegen verdemütigt! Mit einem Spottmantel angetan, mit einer Dornenkrone auf dem Haupte und mit einem Rohre in der Hand lässest du dich dem Volke vorstellen und dem Barabbas nachsetzen. Um dieser schmerzlichen Ver- demütigung willen bitte ich dich, schenke mir den Geist der Demut und der Selbst- verleugnung. Gib, daß ich dich niemals weder der Welt, noch dem Satan, noch der bösen Begierlichkeit nachsetze, son- dern so lebe, daß ich am jüngsten Tage im hochzeitlichen Kleide der Unschuld vor deinem Angesichte erscheine. Wenn der Priester die Präfation betet, betrachte, wie Jesus zum Tode verurteilt wird. O liebevoller Jesus, von Herzen danke ich dir, daß du aus Liebe zu mir das Urteil des schmählichen Todes über dich hast ergehen lassen. Verleihe mir die Gnade eines frommen, christlichen Lebens,

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Zitationshilfe: Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921, S. 43. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921/44>, abgerufen am 21.09.2020.