sere Ende befestige man an einen Auslader und entlade die Flasche; so wird man an jedem Gelenke der Kette einen schönen Funken sehen. Man kann durch eine solche Kette eine unzählbare Menge verschiedener Illuminationen her- vorbringen.
222. Versuch.
Man klebe Stücken Stanniol, in gleichen Entfernun- gen von einander, auf einen gebognen Glasstab, dessen beyde Enden mit messingenen Kugeln versehen sind, und befestige an die Mitte dieses Stabs einen gläsernen Hand- griff. Dieses Instrument, als Auslader gebraucht, zeigt zu gleicher Zeit das elektrische Licht an jeder Lücke zwischen den Stanniolstücken.
Jch habe seit einigen Jahren verschiedene solche leuchtende Auslader gemacht, um dadurch zu beweisen, daß die elektrische Materie bey jeder Entladung sowohl aus der negativen als aus der positiven Belegung ausgehe, der Idee gemäß, welche Herrn Atwood's Versuche angeben (man s. den 118. - 120. Versuch). Jch fand aber bald, daß der Umfang eines Ausladers zu dieser Ab- sicht viel zu klein und zu unbeträchtlich sey.
223. Versuch.
Fig. 98 zeigt einige Spiralröhren, welche in der Runde auf einem Brete stehen. Jn der Mitte des Brets steht eine Glassäule, worauf eine messingene Haube geküt- tet ist, in welcher eine kleine stählerne Spitze steckt; auf dieser Spitze balancirt ein messingener Drath, der an jedem Ende mit einer Kugel versehen ist. Man stelle die Mitte dieses Draths unter eine vom Conductor der Maschine hervorgehende Kugel, so daß der Drath beständige Fun- ken aus dem Conductor erhält; dann gebe man dem Dra- the eine umdrehende Bewegung, so werden die Kugeln bey der Umdrehung jedem Knopfe der Spiralröhren einen Funken geben, der sich durch den Stanniol der Röhren
Sechszehntes Capitel.
ſere Ende befeſtige man an einen Auslader und entlade die Flaſche; ſo wird man an jedem Gelenke der Kette einen ſchönen Funken ſehen. Man kann durch eine ſolche Kette eine unzählbare Menge verſchiedener Illuminationen her- vorbringen.
222. Verſuch.
Man klebe Stücken Stanniol, in gleichen Entfernun- gen von einander, auf einen gebognen Glasſtab, deſſen beyde Enden mit meſſingenen Kugeln verſehen ſind, und befeſtige an die Mitte dieſes Stabs einen gläſernen Hand- griff. Dieſes Inſtrument, als Auslader gebraucht, zeigt zu gleicher Zeit das elektriſche Licht an jeder Lücke zwiſchen den Stanniolſtücken.
Jch habe ſeit einigen Jahren verſchiedene ſolche leuchtende Auslader gemacht, um dadurch zu beweiſen, daß die elektriſche Materie bey jeder Entladung ſowohl aus der negativen als aus der poſitiven Belegung ausgehe, der Idee gemäß, welche Herrn Atwood’s Verſuche angeben (man ſ. den 118. – 120. Verſuch). Jch fand aber bald, daß der Umfang eines Ausladers zu dieſer Ab- ſicht viel zu klein und zu unbeträchtlich ſey.
223. Verſuch.
Fig. 98 zeigt einige Spiralröhren, welche in der Runde auf einem Brete ſtehen. Jn der Mitte des Brets ſteht eine Glasſäule, worauf eine meſſingene Haube geküt- tet iſt, in welcher eine kleine ſtählerne Spitze ſteckt; auf dieſer Spitze balancirt ein meſſingener Drath, der an jedem Ende mit einer Kugel verſehen iſt. Man ſtelle die Mitte dieſes Draths unter eine vom Conductor der Maſchine hervorgehende Kugel, ſo daß der Drath beſtändige Fun- ken aus dem Conductor erhält; dann gebe man dem Dra- the eine umdrehende Bewegung, ſo werden die Kugeln bey der Umdrehung jedem Knopfe der Spiralröhren einen Funken geben, der ſich durch den Stanniol der Röhren
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Sechszehntes Capitel.
ſere Ende befeſtige man an einen Auslader und entlade die
Flaſche; ſo wird man an jedem Gelenke der Kette einen
ſchönen Funken ſehen. Man kann durch eine ſolche Kette
eine unzählbare Menge verſchiedener Illuminationen her-
vorbringen.
222. Verſuch.
Man klebe Stücken Stanniol, in gleichen Entfernun-
gen von einander, auf einen gebognen Glasſtab, deſſen
beyde Enden mit meſſingenen Kugeln verſehen ſind, und
befeſtige an die Mitte dieſes Stabs einen gläſernen Hand-
griff. Dieſes Inſtrument, als Auslader gebraucht, zeigt
zu gleicher Zeit das elektriſche Licht an jeder Lücke zwiſchen
den Stanniolſtücken.
Jch habe ſeit einigen Jahren verſchiedene ſolche
leuchtende Auslader gemacht, um dadurch zu beweiſen,
daß die elektriſche Materie bey jeder Entladung ſowohl
aus der negativen als aus der poſitiven Belegung ausgehe,
der Idee gemäß, welche Herrn Atwood’s Verſuche
angeben (man ſ. den 118. – 120. Verſuch). Jch fand
aber bald, daß der Umfang eines Ausladers zu dieſer Ab-
ſicht viel zu klein und zu unbeträchtlich ſey.
223. Verſuch.
Fig. 98 zeigt einige Spiralröhren, welche in der
Runde auf einem Brete ſtehen. Jn der Mitte des Brets
ſteht eine Glasſäule, worauf eine meſſingene Haube geküt-
tet iſt, in welcher eine kleine ſtählerne Spitze ſteckt; auf
dieſer Spitze balancirt ein meſſingener Drath, der an jedem
Ende mit einer Kugel verſehen iſt. Man ſtelle die Mitte
dieſes Draths unter eine vom Conductor der Maſchine
hervorgehende Kugel, ſo daß der Drath beſtändige Fun-
ken aus dem Conductor erhält; dann gebe man dem Dra-
the eine umdrehende Bewegung, ſo werden die Kugeln
bey der Umdrehung jedem Knopfe der Spiralröhren einen
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Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte: Bereitstellung der Texttranskription.
(2013-06-18T11:17:52Z)
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Elena Kirillova: Bearbeitung der digitalen Edition.
(2013-06-18T11:17:52Z)
Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785, S. 220. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/240>, abgerufen am 26.02.2025.
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