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Langen, Samuel: Die Selige Glaubitzin. Schlichtingsheim, 1693.

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Christliche
künfftigen Dingen/ den Jacob und Esau -- Durch den Glau-
ben/ segnete Jacob/ da er starb/ beyde Söhne Josephs--
Durch den Glauben/ redet Joseph/ vom Außgang der Kin-
der Jsrael -- Durch den Glauben/ ward Moses, da er ge-
bohren ward/ drey Monden verborgeu/ von seinen El-
tern -- Durch den Glauben/ giengen sie/ durch das rothe
Meer/ etc. Die selbste Eva ist eine/ von Glaubiz/ gewesen.
Dann sie tröstete sich des Messiae, wann sie/ bey der Ge-
burth des ruchlosen Bruder-Mörders/ beweglich außrieff:
Jch habe den Mann/ den HERRN/ eth-Jehovah, den
HERRN/ nicht des HERRN/ oder/ von dem HERRN/
[Nullum enim est dubium, sicuti Gen. 4, 1. 2. illa Praepositio Ac-
cusativi nota est, in reliqvis ibi contentis; qvod ita etiam sit Ac-
cusativi nota, in hoc ipso, de qvo agimus: Et Adam cognovit
eth-Hhavah, Evam, uxorem suam, & peperit eth-Kajin, Cainum.
& dixit acqvisivi virum, eth-Jehovah Jehovam, & addidit, ut pa-
reret eth-achiv, fratrem ejus, &c. Franzius, in Schola Sacrif.
Disp. Theol. II. Thesi XCIIX.

Es sey nun/ daß hiemit die Ertz-Mutter/ als/ zum mehrern
Theile/ dafür gehalten wird/ auf den neugebohrnen Sohn/
gezielet/ und denselben/ wiewol/ zur Ungebühr/ vor den ver-
sprochenen Weibes-Samen/ angesehen; Oder/ daß sie nur/
bey jenes Geburt/ sich/ der Menschwerdung des letzteren/
erinnert/ als andere erachten; So hat man doch/ an dem
Glauben dieser Gottseeligen Matron, keines weges zu zweif-
feln. [Etsi autem veneranda mulier falsa est spe sua--tamen
perspicue significat, se, magna fide, accepisse Evangelium, de se-
mine mulieris, &, ex hoc Evangelio, omnem consolationem suam
concepisse, ac aeternam suam salutem unico semini mulieris h. e.
Christo, Filio Dei, acceptam tulisse. Brentius, Comm. in Gen. IV.
f. 66.
) Hier stehet der grosse und eigene Nahme GOttes/

Jeho-

Chriſtliche
kuͤnfftigen Dingen/ den Jacob und Eſau — Durch den Glau-
ben/ ſegnete Jacob/ da er ſtarb/ beyde Soͤhne Joſephs—
Durch den Glauben/ redet Joſeph/ vom Außgang der Kin-
der Jſrael — Durch den Glauben/ ward Moſes, da er ge-
bohren ward/ drey Monden verborgeu/ von ſeinen El-
tern — Durch den Glauben/ giengen ſie/ durch das rothe
Meer/ ꝛc. Die ſelbſte Eva iſt eine/ von Glaubiz/ geweſen.
Dann ſie troͤſtete ſich des Meſſiæ, wann ſie/ bey der Ge-
burth des ruchloſen Bruder-Moͤrders/ beweglich außrieff:
Jch habe den Mann/ den HERRN/ eth-Jehovah, den
HERRN/ nicht des HERRN/ oder/ von dem HERRN/
[Nullum enim eſt dubium, ſicuti Gen. 4, 1. 2. illa Præpoſitio Ac-
cuſativi nota eſt, in reliqvis ibi contentis; qvod ita etiam ſit Ac-
cuſativi nota, in hoc ipſo, de qvo agimus: Et Adam cognovit
eth-Hhavah, Evam, uxorem ſuam, & peperit eth-Kajin, Cainum.
& dixit acqviſivi virum, eth-Jehovah Jehovam, & addidit, ut pa-
reret eth-achiv, fratrem ejus, &c. Franzius, in Schola Sacrif.
Diſp. Theol. II. Theſi XCIIX.

Es ſey nun/ daß hiemit die Ertz-Mutter/ als/ zum mehrern
Theile/ dafuͤr gehalten wird/ auf den neugebohrnen Sohn/
gezielet/ und denſelben/ wiewol/ zur Ungebuͤhr/ vor den ver-
ſprochenen Weibes-Samen/ angeſehen; Oder/ daß ſie nur/
bey jenes Geburt/ ſich/ der Menſchwerdung des letzteren/
erinnert/ als andere erachten; So hat man doch/ an dem
Glauben dieſer Gottſeeligen Matron, keines weges zu zweif-
feln. [Etſi autem veneranda mulier falſa eſt ſpe ſua—tamen
perſpicuè ſignificat, ſe, magnâ fide, accepiſſe Evangelium, de ſe-
mine mulieris, &, ex hoc Evangelio, omnem conſolationem ſuam
concepiſſe, ac æternam ſuam ſalutem unico ſemini mulieris h. e.
Chriſto, Filio Dei, acceptam tuliſſe. Brentius, Comm. in Gen. IV.
f. 66.
) Hier ſtehet der groſſe und eigene Nahme GOttes/

Jeho-
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[12/0012] Chriſtliche kuͤnfftigen Dingen/ den Jacob und Eſau — Durch den Glau- ben/ ſegnete Jacob/ da er ſtarb/ beyde Soͤhne Joſephs— Durch den Glauben/ redet Joſeph/ vom Außgang der Kin- der Jſrael — Durch den Glauben/ ward Moſes, da er ge- bohren ward/ drey Monden verborgeu/ von ſeinen El- tern — Durch den Glauben/ giengen ſie/ durch das rothe Meer/ ꝛc. Die ſelbſte Eva iſt eine/ von Glaubiz/ geweſen. Dann ſie troͤſtete ſich des Meſſiæ, wann ſie/ bey der Ge- burth des ruchloſen Bruder-Moͤrders/ beweglich außrieff: Jch habe den Mann/ den HERRN/ eth-Jehovah, den HERRN/ nicht des HERRN/ oder/ von dem HERRN/ [Nullum enim eſt dubium, ſicuti Gen. 4, 1. 2. illa Præpoſitio Ac- cuſativi nota eſt, in reliqvis ibi contentis; qvod ita etiam ſit Ac- cuſativi nota, in hoc ipſo, de qvo agimus: Et Adam cognovit eth-Hhavah, Evam, uxorem ſuam, & peperit eth-Kajin, Cainum. & dixit acqviſivi virum, eth-Jehovah Jehovam, & addidit, ut pa- reret eth-achiv, fratrem ejus, &c. Franzius, in Schola Sacrif. Diſp. Theol. II. Theſi XCIIX. Es ſey nun/ daß hiemit die Ertz-Mutter/ als/ zum mehrern Theile/ dafuͤr gehalten wird/ auf den neugebohrnen Sohn/ gezielet/ und denſelben/ wiewol/ zur Ungebuͤhr/ vor den ver- ſprochenen Weibes-Samen/ angeſehen; Oder/ daß ſie nur/ bey jenes Geburt/ ſich/ der Menſchwerdung des letzteren/ erinnert/ als andere erachten; So hat man doch/ an dem Glauben dieſer Gottſeeligen Matron, keines weges zu zweif- feln. [Etſi autem veneranda mulier falſa eſt ſpe ſua—tamen perſpicuè ſignificat, ſe, magnâ fide, accepiſſe Evangelium, de ſe- mine mulieris, &, ex hoc Evangelio, omnem conſolationem ſuam concepiſſe, ac æternam ſuam ſalutem unico ſemini mulieris h. e. Chriſto, Filio Dei, acceptam tuliſſe. Brentius, Comm. in Gen. IV. f. 66.) Hier ſtehet der groſſe und eigene Nahme GOttes/ Jeho-

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Zitationshilfe: Langen, Samuel: Die Selige Glaubitzin. Schlichtingsheim, 1693, S. 12. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/359520/12>, abgerufen am 19.09.2020.