[Französische Republik]
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[Fortsetzung] dem Titel (Union) der ehemaligen Quotidienne? Und diese unschuldigen Personen wollen sich schlagen, um das, was besteht, zu zerstören, unter dem Vorbehalt sich morgen wieder zu schlagen wegen
dessen, was bestehen wird. — So die „Republique.“
Diese einen Augenblick gegen die Republik vereinigten „Männer der Ordnung“, die Männer der verschiednen dynastischen Interessen fallen sich schon jetzt in die Haare, den Tag vor dem
Siege. Die Republik wird sie um so spielender vernichten.
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Paris, 15. Feb.
Proudhon's gerichtliche Verfolgung und die Berichte aus Italien bilden den Gegenstand aller Gespräche. (S. unten Italien.)
Nächst den beiden italienischen Republiken, welche den Brüsseler Verhandlungen eine ganz andere „Basis“ geben durften, als die Verträge von 1815; beschäftigen sich alle Journale mehr
oder weniger mit der Criminalisirung Proudhons, die in der gestrigen Nationalversammlung verhandelt wurde.
Die „Débats“ wollen es mit dem Präsidenten Bonaparte nicht verderben, sie verhüllen ihr Antlitz und sagen:
„Wir haben von dem Diskours, den Proudhon zu seiner Vertheidigung aussprach, nichts zu sagen. Es ist nicht unsere Gewohnheit, uns in Prozesse zu mischen. Gute oder schlechte
Vertheidigungsreden liegen außer dem Bereich der Kritik. Proudhon sprach gestern als Angeklagter. Dies gebietet uns Stillschweigen.“
Der Constitutionnel protestirt gegen die Theorie, daß die Existenz der Präsidentschaft außerhalb der Nationalversammlung mit der Republikanischen Regierungsform unverträglich sei; ebenso daß das
Zweikammersystem in der Republik ein Unsinn sei.
„La Presse“ sagt: Proudhons dürre Worte lassen den Zuhörer kalt; seine Stimme hat Nichts, was die Seele bewegt. Dennoch dringt dieser Syllogismus wie die Spitze eines Messers in die
Brust.
Die „Assemblée“ sagt: „Wir fanden den Ton des sozialistischen Mahomeds herabgestimmt (NB. Proudhon war krank). Vergebens suchte er Höhen zu erklettern, die ihn gegen die
Verfolgung schützen sollten. Aber die Versammlung riß den sozialistischen Ajax herunter, indem sie seine Criminalisirung mit großem Mehr gewährte etc.
Das Univers erklärt die Theorie Proudhons über die Stellung des Präsidenten im höchsten Grade staatsgefährlich und verfassungswidrig. Der Präsident sei kein bloßer Commis etc.
Der National frägt die Royalisten, ob sie von ihrem alten Grundsatze nicht endlich nachlassen werden? Der Präsident gouvernire, aber er herrsche nicht.
Siècle widerspricht der Behauptung Proudhons: daß ihm das Votum der motivirten Tagesordnung vom 3. Feb. volles Recht gegeben hätte, im Peuple auszurufen, das Ministerium sei gestürzt! Soweit
gehe Hr. Perrée nicht. Der Schluß der Proudhonschen Vertheidigung (daß er wohl bekämpft und widersprochen, aber nicht bestraft werden könne) dünkt ihm ein Streben nach päbstlicher
Unfehlbarkeit, die er energisch bekämpft.
Courrier findet, daß bei Proudhon der Redner tiefer stehe als der Schriftsteller. Sein trockenes Organ finde bei Niemanden Anklang.
„Revolution“ tadelt den Berg, daß er keine Sylbe zu Gunsten des Angeklagten gesprochen etc.
Reforme: „Statt sich in Proudhon angegriffen zu fühlen, überliefert die Nationalversammlung ihn dem Großschächter Baroche, der nun seinen Präsidialprozeß glücklich erhascht hat. Doch wird
hoffentlich die Jury die Presse und die Volkssouveränetät zu wahren wissen.
Das Gebell der übrigen Journale übergehen wir.
— Nationatversammlung. Sitzung vom 15. Febr. Anfang 1 1/4 Uhr. Präsident Marrast. Das Protokoll wird vorgelesen.
König überreicht eine zweite Petition aus Colmar, welche Wahrung des Vereinsrechts und Anklage der Minister verlangt.
Marrast: Ich werde noch heute der Versammlung vorschlagen, ihre Sitzungen schon Mittags zu beginnen, um noch eine Menge schwebender Anträge zu erledigen.
Pascal Duprat überreicht sein Gutacht[e]n über den beabsichtigten Preßprozeß gegen das Metzer Legitimistenblatt Le Voeu National. Der Ausschuß läßt den Antrag auf Verfolgung fallen. (Zum Druck
überwiesen.
Die Versammlung geht nun zur Genehmigung mehrerer Lokal-Anträge über.
Leon Faucher, Minister des Innern, überreicht den Entwurf der Revolutionsfeier am 24. Februar. (Lesen Sie! Lesen Sie!) Faucher liest den Entwurf vor. Derselbe ordnet am 24. Febr. eine Art Requiem
in allen Kirchen der Republik an und verschiebt die eigentliche Feier auf den 4. Mai, als dem Tage der öffentlichen Proklamation der Republik. (Stimmen links: Das ist eine Begräbnißfeier des 24. Febr.
und keine Revolutionsfeier!) Faucher geht sehr entmuthigt auf seinen Platz in der Ministerbank zurück.
Flocon: Ich trage darauf an, daß der Antrag des Bürgers Portalis zur Diskussion gebracht und der des Ministers verworfen werde. Faucher's Programm sei eine Leichen- keine Revolutionsfeier.
(Agitation.)
Eine lebhafte Debatte entspinnt sich zwischen Houel, Babaud Laribière und Baze, der darauf anträgt, beide Programme an den Ausschuß des Innern zur Verschmelzung zu weisen und dem Ausschuß zu
befehlen, sofort darüber zu berichten. (Angenommen.)
Der Ausschuß geht in seinen Saal ab.
An der Tagesordnung steht zunächst eine Petition der Februar-Verwundeten, die auf Rechnungsablegung über die für sie gesammelten Fonds dringen.
Frichon, Berichterstatter in der Sache, erzählt, daß die Beiträge 1,345,000 Franken erreichten, zu denen die provisor. Regierung 2 Millionen fügte. Die Rechnungsführung scheint richtig. Der
Ausschuß beantragt Ueberweisung der sämmtlichen Quittungen an das Ministerium des Innern, um sie zu verifiziren.
Mortimer Ternaux, pariser Stadtrath, der die Sache gern zu neuem Skandal gegen Albert in Vincennes ausbrüten möchte, behauptet, mit jenen Geldern sei Unfug getrieben worden. Albert allein habe
70,000 Franken verausgabt, über die keine Quittungen vorlägen. (Oh! Oh!)
Faucher verspricht, als Minister des Innern, diese Angelegenheit zu reguliren.
Buchez: Es ist möglich, daß eine große Zahl Individuen die Aufmerksamkeit Alberts wünschten. Aber von Unterschleifen ist keine Spur. (An's Ministerium gewiesen.)
Emanuel Arago regt die von der Reaktion in Lyon gegen ihn gerichteten Angriffe an, als habe er als damaliger Kommissär tyrannisch eine Steuer von 75 Centimen erhoben u. s. w. Er sagt: 45,000
Arbeiter standen in der Guillotiere unter den Waffen und die Stadtkasse war leer. Die von mir erhobenen 500,000 Franken wurden in die Nat.-Bank-Komptoirs abgeführt. (Zur Tagesordnung! Zur
Tagesordnung! Ihre Ehre ist gerettet!)
Die Versammlung geht zur 2. Deliberation des Wahlgesetzes über.
Art. I. des Wahlgesetzes lautet: „Zehn Tage nach Promulgation sind die Wahllisten in jeder Gemeinde durch den Maire anzulegen.“
Wird nach kurzer Debatte an die Kommission zurückgewiesen, da seine Fassung der gestern beendigten Rateau-Lanjuinais-Debatte gemäß geändert werden müsse.
Art. II.: „Die Namen sind alphabetisch zu ordnen. Jeder Franzose, der 21 Jahre alt und mindestens 6 Monate in der Gemeinde ist, ist darauf zu setzen.“
Champvaus schlägt vor: „Ein Jahr.“
Wird verworfen. Art. II. geht durch.
Charton stellt den Zusatz: „Von 1855 an muß jeder stimmfähige Bürger lesen und schreiben können.“ (Gelächter.)
Freslon bekämpft den Antrag. Er sei hauptsächlich gegen die Bauern gerichtet, deren Uebergewicht man beim Allgemeinen Stimmrecht fürchte. (Ah! Ah!) Er solle das Fabrik- und Stadtproletariat
begünstigen. (Lärm.)
Mehr bedurfte es nicht, um den Zusatz mit enormem Mehr zu verwerfen.
Art. III. schließt 1) die laut der Kriminalgesetze Verurtheilten, 2) die Wucherer, 3) die Blödsinnigen, 4) die Bankerouteurs und die sogenannten nicht Rehabilitirten aus.
Zu diesem Artikel werden nicht weniger als 12 Amendements gestellt.
Die weitere Debatte vorbehalten.
Artikel IV (die Affichache oder das Ankleben betreffend), wird angenommen.
Ebenso Artikel VI., VII. und VIII., die von den Förmlichkeiten handeln
Die Debatte wird unterbrochen.
1/4 vor 6 Uhr besteigt Babaud-Laribiere die Bühne mit dem verschmolzenen Rapport: „Der Ausschuß,“ beginnt er, „hat beide Programme geprüft und schlägt vor: a) der 24. Februar
und 4. Mai sind Nationalfeiertage; b) am 24. Februar wohnt die Nationalversammlung, die Bürgerwehr, die Armee etc. einem Hochamte bei, das mit Kanonenschüssen angezeigt wird. (Oh! Oh! Stürmische
Unterbrechung vom Berge.)
Flocon beantragt nachmalige Vorlesung der Entwürfe (Marrast liest den ersten Artieel vor. Taschereau unterstützt den ministeriellen Entwurf.
Flocon: Man solle der Ausschuss-Redaktion den Vorzug geben.
Dies geschieht und der 24. Februar und 4. Mai sind Nationalfeiertage und die Fauchersche Trauerfeier fällt ins Wasser.
Jonin beantragt Amnestie. Lagrange unterstützt dies. (Schluß 7Uhr.)
@type | jAnnouncements |
@facs | 1240 |
Bekanntmachung.
Eine Portion der Stiftung CURTIANA für studirende Verwandte oder Gebürtige aus Eschweiler und Golzheim ist erledigt. Wir veranlassen die Betheiligten, ihre Ansprüche bis zum 26. Februar c. bei uns
nachzuweisen.
Köln, den 26. Januar 1849.
Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen.
Bekanntmachung.
Eine Portion der Stiftung SCHEIFF für in Köln oder Neuß gebürtige studirende Verwandte ist erledigt. Die Beth[e]iligten wollen ihre Ansprüche bis zum 26. Februar c. bei uns nachweisen.
Köln, den 26. Januar 1849.
Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen.
Bekanntmachung.
Eine Portion der Stiftung CRONENBURG für studirende Verwandte ist erledigt. Die Betheiligten wollen ihre Ansprüche bis zum 26. Februar c. bei uns nachweisen.
Köln, den 26. Januar 1849.
Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen.
VAN EETEN & Cmp. in Antwerpen.
Nachfolger des Herrn JULES VAN EETEN.
Bureau zur Beförderung Auswanderer nach Amerika.
Regelmässige Schifffahrt zwischen Antwerpen und New-York für Passagiere und Güter, durch schöne, gekupferte und kupferfeste gut seegelnde Dreimast-Schiffe, deren Namen zur Zeit werden angezeigt
werden.
Die Abfahrten von Antwerpen sind auf den 1., 10. und 20. jeden Monats bestimmt, und nehmen vom 1 März 1849 Anfang
Diese Gesellschaft übernimmt den Transport der Auswanderer nach Amerika mit oder ohne Beköstigung für jede oben erwähnte Abfahrt während 1849, liefert Contrakte für alle Plätze im Inneren der
Vereinigten Staaten per Eisenbahn und Dampfschiffe, und expedirt ebenfalls Schiffe nach Baltimore, New-Orleans, Galveston, Rio-Grande, Rio-Janeiro etc und zwar unter den vortheilhaftesten Bedingungen
u zu den billigst möglichsten Preisen.
Nähere Nachricht ertheilen auf frankirte Anfragen die Herren VAN EETEN et Comp. in Antwerpen, und alle Agenten dieser Gesellschaft in Deutschland.
Antwerpen, den 27. December 1848.
VAN EETEN et Comp
Saamen-Anzeige.
Unterzeichneter empfiehlt Gemüse-, Garten-, Feld-, Wald-, Luststräucher- und Blumen-Saamen, ingleichen die neuesten englischen, französischen und deutschen Pracht-Georginen, Warm-, Kalthaus- und
ein schönes Sortiment Schling-Pflanzen, auch Land- und Topfrosen, Kartoffeln, Wein- und andere Pflanzen, welche in der Handels-Gärtnerei vorkommen. Besonders empfehle ich Zucker-Fabriken besten weißen
Zucker-Runkelrüben-, und den Cichorien-Fabriken beste, kurze, dicke und lange glatte Cichorien-Saamen, unter Versicherung prompter, reelster Bedienung zu geneigten Aufträgen.
Bestellungen werden angenommen, und aufs prompteste, durch die Handlung der Herren W. Arndt und Comp. in Breslau, wo die diesjährigen Kataloge gratis verabreicht werden.
Martin Grashoff, Kunst- u. Handels-Gärtner in Quedlinburg.
Agentur-Gesuch.
Für ein lukratives Geschäft, welches ohne Fonds in allen Ländern betrieben werden kann. Die Provision ist 25 Prozent und wird nur ausgebreitete Bekanntschaft und Reellität verlangt. Besonders
Bewohnern kleiner Orte anzuempfehlen. Reflektirende wollen sich nur an Unterzeichneten wenden, der darüber Auskunft ertheilt.
Hildesheim. Carl Müller
Das vom Staat errichtete und von den Landesständen garantirte Badische Staats-Eisenbahn-Anlehen von 14 Millionen fl. ist rückzahlbar durch Gew. von 14mal 50,000, 54mal 40,000, 12mal
35,000, 23mal 15,000, 2mal 12,000, 55mal 10,000, fl. Niedrigste Prämie ist 42 fl. Die nächste Verloosung findet am 28. Februar 1849 statt, und sind hiezu bei unterzeichnetem Handlungshause
Originalloose für alle Ziehungen gültig à Rthlr. 18, und für die bevorstehende Ziehung allein à Rthlr. 1, zu beziehen. Plan liegt auf dem Comptoir dieser Blätter zur Einsicht offen. Jede
Auskunft gratis.
Julius Stiebel junior, Banquier in Frankfurt a. M. Bureau Wollgraben.
Solide Männer, die eine Agentur zu übernehmen gesonnen sind, belieben sich zu melden.
Das neu hergestellte und auf's Eleganteste, im ersten Stock mit einem Divan und 3 Billards versehene Café Suisse, dem Theater de la Monnaie gegenüber, empfiehlt der
Eigenthümer desselben um so mehr allen resp. deutschen Reisenden, da in demselben außer den französischen, englischen, belgischen und holländischen Journalen, auch noch folgende deutsche Blatter, in
keinem sonstigen hiesigen Kaffehause vorräthig, zu finden sind:
Die Neue Rheinische Zeitung.
Weser Zeitung.
Zeitungs-Halle.
Frankfurter Journal und Kladderadatsch.
Brüssel, 23. Januar 1849.
ANANAS PUNSCHSYRUP.
Jamaica Rum.
Alter Cognac.
Mandarin Arrak.
Holl. Magenbitter und Anisette etc.
bei FRANZ JOS. DANIELS, Sternengasse Nr. 9 u. 11.
[Spaltenumbruch]
- Jamaica-Rum,
- Batavia-Arrac,
- Cognac, (alter)
- Punsch-Syrup,
- Bischof-Essenz,
- Cardinal-Essenz,
- Madeira,
- Malaga,
- Bordeaux,
- Champagner,
- Limonade gazeuse,
[Spaltenumbruch]
-
- Anisette,
- Curaçao,
- Magenbitter,
- Genever,
holländ.
- Absinth, schweizer,
- Kirschwasser, id.
- Maraschino di Zara,
- Provencer-Oel,
- Bordeaux-Essig,
- Capern und Oliven,
- Stearinlichter,
[Spaltenumbruch]
alles in vorzüglicher Qualität zu haben bei W. HENNEKENS, Breitstrasse 159.
und in dessen Niederlagen bei F. WILHELMI, Malzmühle Nr. 2, M. W. A. JMHOFF, Bolzengasse Nr. 9.
Bei Abnahme von grösseren Quantitäten, resp. fassweise, sind die Preise bedeutend billiger als im Detail.
In Amsterdam liegen in Ladung nach:
New-York: Fosca Helena, Cpt. Post. holl. Fl.
Malta, Constantinopel: Allison, Cpt. Robson, engl. Fl.
Syra, Smyrna: Oscar, Cpt. Tonnesen, norw. Fl.
Triest: Alida Elisabeth, Cpt. Schuur, holl. Fl.
Livorno, Genua: Wonder, Cpt. Hunter, engl. Fl.
Marseille, Marseille: Cpt. Oltmans, engl. Fl.
Gibraltar: Geerdina, Cpt. Doewes, holl. Fl.
Bordeaux: Amsterdam, Cpt. Smit, holl. Fl.
Petersburg: Elisabeth Johanna, Cpt. Ekens, holl. Fl.
Riga, Riga: Cpt, Korter, holl. Fl.
Königsberg: Alida, Cpt. Boeling, holl. Fl.
Danzig: Dieverdina, Cpt. Meints, holl. Fl.
Stettin: Johanna Maria, Cpt. Masker, holl. Fl.
Californien: Fremad, Cpt. Smith, norw. Fl.
Nach Lissabon, Porto, Rostock, Kopenhagen, Hamburg, Bremen, verschiedene Gelegenheiten unter holl. Flagge.
Zur Beförderung von Waaren empfehlen sich THOLEN, & Cp. in Amsterdam.
Hauptverein für Auswanderung in Koblenz.
Um den Auswanderern stets die wohlfeilsten und sichersten Reisegelegenheiten zu bieten, hat sich der Verein nach eingeholter Genehmigung der Behörden mit Antwerpen, Bremen, Hamburg und Havre in
Verbindung gesetzt und expedirt monatlich mehrere Dreimastschiffe aus diesen Häfen nach New-York und New-Orleans. Auch nach St. Francisco in Californien geht im Laufe März von Bremen ein Schiff in
See, für welches noch Reisende angenommen werden können.
Joh. Ant. Leroy und Eckstein u. Müller in Koblenz.
Niederländische Handels-Gesellschaft.
Die Direktion macht bekannt, daß von ihr zu Rotterdam:
am Donnerstag den 1. März 1849, des Nachmittags um 1 Uhr, im Konzertsaale in der Bierstraat verkauft werden sollen:
33938 Bündel Stuhlrohr, lagernd daselbst, 3[unleserlicher Text]366 Bündel Stuhlrohr, lagernd in Amsterdam, durch diverse Schiffe direkt von Java angebracht.
Der Verkauf soll in Partieen Statt finden, wie diese in den Notizen näher gezeichnet werden.
Die Notizen mit den Ver[k]aufsbedingungen werden zeitig ausgegeben.
Amsterdam, 1. Februar 1849.
Van der Oudermeulen, Präsident.
Goudswaard, Dir., d. Z. Sekretär.
Niederländische Handels-Gesellschaft.
Die Direktion macht bekannt, daß ihre Frühjahrs-Auktionen für 1849 an den hierunten näher bezeichneten Tagen und Orten abgehalten und aus folgenden Quantitäten bestehen werden:
Zu Amsterdam:
am Montag den 12. März 1849,
198494 Ballen Java-Kaffee, lagernd daselbst, |
18360 Ballen Java-Kaffee, lagernd in Dordrecht. |
Zu Rotterdam:
am Donnerstag den 15. März 1849,
161245 Ballen Java-Kaffee, lagernd daselbst, |
3801 Ballen Sumatra-Kaffee, lagernd daselbst, |
710 Ballen Macassar-Kaffee, lagernd daselbst, |
16393 Ballen Java-Kaffee, lagernd daselbst in Middelburg. |
Die Direktion gibt die Versicherung, daß sie vor ihren gewöhnlichen Herbst-Auktionen für 1849 keinen anderen Kaffee, als den in den oben angeführten Quantitäten, an den Markt bringen wird.
Die Muster sind am Dienstag den 13. dieses Monats zu bekommen, und sollen die Notizen mit den Auktions-Bedingungen zeitig ausgegeben werden.
Amsterdam, den 3. Februar 1849.
Van der Oudermeulen, Präsident.
Goudswaard, Dir., d. Z. Sekretär.
Gesuch eines Maschinenmeisters.
In der Buchdruckerei des Unterzeichneten wird an eine einfache Schnellpresse ein solider Maschinenmeister gesucht, welcher gleich eintreten kann.
J. W. Dietz in Köln.
Echte westph. Schinken Höhle Nr. 28, E[unleserlicher Text]e von St. Alban.
Durch meine Verehelichung mit Frau Wittwe Pauli geborne Bilstein hierselbst, ist die durch dieselbe geführte Restauration „zum goldenen Kreuze“, Gereonsstraße Nr. 38 und 40,
auf mich übergegangen, und habe ich mit derselben eine Weinhandlung en gros unter der Firma:
Schmitz-Bilstein verbunden, welche beide Geschäfte ich einem verehrlichen Publikum unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung bestens empfehle, und um geneigten Zuspruch bitte.
Köln, 15. Februar 1849.
Peter Joseph Schmitz.
Ein in jeder Hinsicht im kaufmännischen Fache routinirter Mann von gesetztem Alter, welcher die französische und deutsche Sprache genau kennt, schön schreibt und guter Rechner ist, sucht
eine Stelle in einem Handlungshause in irgend einer Stadt des linken Rheinufers. Empfehlende Z[e]ugnisse.
Nachfragen an G. A. Nro. 123 in der Expedition der Zeitung gütigst zu machen.
Möbel-Fabrik von H. & A. Rauch in Mainz.
Die Verlegung unseres Möbel-Magazins aus der Herzogstraße Nro. 7 nach Oben-Marspforten Nr. 7, beehren wir uns Freunden und Gönnern mit dem Bemerken anzuzeigen, daß wir daselbst stets eine
reichhaltig assortirte Niederlage jedweder Möbel, für deren solide und dauerhafte Arbeit wir garantiren, vorräthig halten, und die Einrichtung ganzer Häuser in kürzester Frist und zu reellen Preisen
ausführen.
Köln, im Februar 1849.
H. & A. Rauch.
Großherzoglich Badisches Staats-Anlehen von fl. 14,000,000 Ziehung am 28. Februar in Karlsruhe. Hauptgewinne: fl. 50,000, fl. 15,000, fl. 5000, 4 à fl. 2000, 13 à fl. 1000
etc. etc. Aktien à 1 Preuß. Thlr. empfiehlt das unterzeichnete Handlungshaus, unter Zusicherung der pünktlichsten Vesorgung so wie der Einsendung der amtlichen Ziehungslisten nach
stattgefundener Ziehung. Verloosungsplan gratis.
Moriz J. Stiebel, Banquier in Frankfurt am Main.
N. S. Der Verloosungsplan liegt auf dem Comptoir dieser Blätter zur Einsicht auf.
Für Passagiere u. Auswanderer nach New-York.
Die Schiffe der Hamburg-Amerik.-Paketfahrt-Aktien-Gesellschaft unter der Direktion der Häuser Ad. Godeffroy, H J. Merk et Cp. und F. Laeisz in Hamburg werden unfehlbar an folgenden Tagen von
Hamburg expedirt:
1. Das Schiff Rhein | Kapt. Ehlers | am 24. März 1849. |
2. Das Schiff Deutschland | Kapt. Hancker | am 21. April 1849. |
3. Das Schiff Nordamerika | Kapt. Rathje | am 19. Mai 1849. |
4. Das Schiff Elbe | Kapt. Heitmann | am 23. Juni 1849. |
Ueber obige neuen, dreimastigen, gekupferten Schiffe, welche durch hohes, luftiges Zwischendeck und elegant eingerichtete Kajüten sich auszeichnen, so wie über die billigst gestellten
Ueberfahrts-Preise und Bedingungen ertheilt nähere Auskunft der Schiffsmakler August Bolten, Wm. Millers, Nachfolger in Hamburg, und Franz Carl Mainone in Cöln, Haupt-Agent für die Rhein-Provinz.
Central-Verein für Auswanderer.
Am 1. und 15. eines jeden Monats, mit März beginnend, expediren wir von Bremen ab, vorzügliche, gekupferte Dreimast-Schiffe erster Klasse nach New-York, Baltimore, Galveston in Texas, und
New-Orleans, ferner nach
Philadelphia von 6 zu 6 Wochen,
Quebeck in Canada am 15 April,
San Francesco in Californien am 1[unleserlicher Text]. und 20. März,
Port Adelaide in Südaustralien im April und Mai.
Wir übernehmen die Beförderung der Auswanderer zu festen Preisen von hier ab bis zum Bestimmungsort inclusive der Fahrt bis Bremen, der Schiffsbeköstigung und des Kopfgeldes, so wie einer festen
Versicherungssumme für die Effekten und das Passagegeld.
Die näheren Bedingungen enthält der Prospektus, welcher bei uns und unsern Agenten unentgeldlich entgegen zu nehmen ist.
Köln und Düsseldorf, im Januar 1849.
Der Central-Verein für Auswanderung:
Joh. Ad. Roeder. Chr. Fremery. L. Spiegelthal.
Geschäftslokal in Köln, Friedrich-Wilhelmstraße Nr. 6-8.
Geschäftslokal in Düsseldorf, Hochstraße Nr. 911.
Zu sehr billigen Preisen wird verkauft:
Westenstoffe, neueste Muster, in Wolle, Seide, Cashemir, Sammet, die vollkommene Weste 8 Silbergroschen bis 2 Thaler; feinste Tuch und Burking, die vollkommene Hose 2 Thlr. bis 4 Thlr.
Sommerburking, die ganze Hose 20 Sgr. bis 2 Thlr. Stoffe zu Sommerröcke, die Elle 5 Sgr. bis 15 Sgr. Regenschirme in schwerer Seide, pr. Stück 2 Thlr. bis 3 Thlr. 15 Silbergroschen. Regenschirme in
feinem Zeug, pr. Stück 22 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr. Große Reisesäcke mit starkem Bügel und Schloß, pr. Stück 25 Sgr. bis 2 1/2 Thlr. Crawatten in Atlas und Lasting, pr. Stück 10 Sgr. bis 1 Thlr.
Herrenbinden in Wolle und Seide, pr. Stück 10 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr. Aecht ostindische Foulards, pr. Stück 18 Sgr. bis 1 Thlr. 15 Sgr. Unterhosen und Unterjacken, pr. Stück 14 Sgr. bis 1 Thlr.
Gummihosenträger, sehr elastisch, das Paar 3 Sgr. bis 20 Sgr. Ferner PorteMonnaie, Cigarren-Etuis, Börsen u.s.w.
Haus- und Schlafröcke, gut wattirt, per Stück 2 Thlr. bis 6 Thlr.
Joseph Sacks aus Frankfurt a. M., im Hause des Herrn Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatz.
Tabak- und Cigarren-Handlung, Columbastraße 11.
Vorzügliche Havanna, Bremer und Hamburger Cigarren und sonstige Tabake empfiehlt bestens I. Gillig.
In einer hiesigen Druck- und Färberei wird ein Lehrling gesucht. Die Expedition sagt wo.
Ganz reiner Moselwein (Zeltinger) per Quart 2 1/2 Sgr.
Ganz reiner Moselwein per große Flasche 5 Sgr.
Ganz reiner Ahrbleichart per Quart 2 1/2 Sgr.
Ganz reiner Ahrbleichart per große Flasche 5 Sgr. in und außer dem Hause, so wie gut zubereitete Speisen per Portion bei Franz Brückmann, Zollstraße 5—.
Während der Karnevalstage, ganz vorzüglicher Maiwein per Quart 8 Sgr. bei Franz Brückmann, Zollstraße Nr. 5—.
Bürgerlicher Dombau-Verein.
Heute am ersten Karnevalstage Versammlung um 7 Uhr Abends mit musikalischer Unterhaltung. Morgen Montag und Dienstag findet ein Ball Statt, wobei eine gut besetzte Musik sein wird.
Der Anfang ist um 8 Uhr.
Im Vereinslokale, Löwengasse Nro. 11.
Der Vorstand.
Geselliger Cuniberts Bau-Verein.
Morgen Abend 7 Uhr bei Herrn Nakatenus Eigelstein.
Minoriten Reparatur Bau-Verein.
Bei Jüsgen, jeden Dienstag Abend Versammlung.
Vereinigter 1. und 2. gesell. Dombau-Verein.
Heute Abend 7 Uhr Versammlung. Breitstraße bei Menzen, im Palast.
Theatralische Abend-Unterhaltung.
Bürger- u. Handwerker-Gesang-Verein.
Versammlung heute Nachmittags 2 Uhr, Mühlengasse Nr. 1.
pr. Direktion:
W. Herx, Lehrer.
Fröhlicher St. Cuniberts-Bau-Verein.
Heute Abend theatralisch-deklamatorische Abend-Unterhaltung bei Herrn Kleefisch, Eigelstein 51.
Missions-Verein Sternengasse Nr. 30.
Heute Sonntag Abend, 7 Uhr, Versammlung, wozu alle Mitglieder und Freunde höflichst eingeladen werden
Der Vorstand.
Bei den bevorstehenden Karnevalstagen empfiehlt mit gut zubereiteten Speisen und preiswürdigen Getränken seine Restauration und Weinschenke bestens Pek. Grohé, Kattenbuch Nr.
37.
Champagner, in Kommission, pr. Flasche 15 Sgr., bei Franz Brückmann, Zollstraße 5—.
Restauration, Bock-Bier und echt baierisch Bier vorzüglicher Qualität, so wie zu jeder Tageszeit zubereitete Speisen empfiehlt J. Obladen, Streitzeuggasse 19B, nächst der Herzogstraße.
Frischer Maitrank, die große Flasche 4 Sgr., Rohrgasse Nr. 6 bei Wilh. Müller.
Coaks ist wieder in sehr guter Qualität vorräthig, in der Gas-Erleuchtungs-Anstalt, Buschgasse 11.