Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. Nr. XII, 6. Woche, Erfurt (Thüringen), 7. Februar 1744.Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. No. [Abbildung] XII. 6. Woche. Freytags den 7. Hornung, MDCCXLIV. WEnn wir uns vorgesetzt hätten, mit dem vortrefflichen Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. No. [Abbildung] XII. 6. Woche. Freytags den 7. Hornung, MDCCXLIV. WEnn wir uns vorgesetzt hätten, mit dem vortrefflichen <TEI> <text> <front> <pb facs="#f0001" n="89"/> <titlePart rendition="#c" type="main"><hi rendition="#g">Der allerneuesten</hi><lb/><hi rendition="#fr">Europäischen<lb/> Welt- und Staats-Geschichte</hi><lb/><hi rendition="#aq">II</hi>. <hi rendition="#fr"><hi rendition="#g">Theil</hi>.</hi></titlePart> <titlePart rendition="#c" type="sub"> <hi rendition="#aq">No.<lb/><figure/>XII.</hi> </titlePart><lb/> <titlePart rendition="#c" type="sub">6. Woche.</titlePart><lb/> <docDate rendition="#c">Freytags den 7. Hornung, <hi rendition="#aq">MDCCXLIV.</hi></docDate><lb/> </front> <body> <div type="jArticle"> <p><hi rendition="#in">W</hi>Enn wir uns vorgesetzt hätten, mit dem vortrefflichen<lb/> Plutarchus <hi rendition="#aq">Vitas Parallelas</hi> zu schreiben, würde sich<lb/> der grosse <hi rendition="#fr">Pyrrhus</hi>, ein berühmter König des Al-<lb/> terthums, auf ietzige Zeiten und Europäische Vor-<lb/> fallenheiten ungemein wohl schicken, ohne daß wir nöthig hätten,<lb/> seines gleichen mit einer Frantzösischen Feder aus Constantinopel<lb/> in der Person des Perfischen Schach Nadyrs zu suchen. Schon<lb/> gedachter Griechische Printz hatte eine unglaubliche Ehrsucht und<lb/> unmäßige Begierde mit denen Römern anzubinden, und, oh-<lb/> ne zu wissen warum, mit Krieg zu überziehen. Solchen Ruhms-<lb/> schwangeren Gedancken hienge er mehr als ein Jahr bey sich selbst<lb/> nach, und legte sie von einer Zeit zur andern unaufhörlich durch unter-<lb/> schiedliche Reden und Unternehmungen zu Tage; Sein vornehmster<lb/> und getreuester Minister, Cyneas, bemühete sich zwar sehr, doch allemal<lb/> vergeblich, ihn davon abzubringen, daß er ihn so gar einsmahls fragte:<lb/></p> </div> </body> </text> </TEI> [89/0001]
Der allerneuesten
Europäischen
Welt- und Staats-Geschichte
II. Theil. No.
[Abbildung]
XII.
6. Woche.
Freytags den 7. Hornung, MDCCXLIV.
WEnn wir uns vorgesetzt hätten, mit dem vortrefflichen
Plutarchus Vitas Parallelas zu schreiben, würde sich
der grosse Pyrrhus, ein berühmter König des Al-
terthums, auf ietzige Zeiten und Europäische Vor-
fallenheiten ungemein wohl schicken, ohne daß wir nöthig hätten,
seines gleichen mit einer Frantzösischen Feder aus Constantinopel
in der Person des Perfischen Schach Nadyrs zu suchen. Schon
gedachter Griechische Printz hatte eine unglaubliche Ehrsucht und
unmäßige Begierde mit denen Römern anzubinden, und, oh-
ne zu wissen warum, mit Krieg zu überziehen. Solchen Ruhms-
schwangeren Gedancken hienge er mehr als ein Jahr bey sich selbst
nach, und legte sie von einer Zeit zur andern unaufhörlich durch unter-
schiedliche Reden und Unternehmungen zu Tage; Sein vornehmster
und getreuester Minister, Cyneas, bemühete sich zwar sehr, doch allemal
vergeblich, ihn davon abzubringen, daß er ihn so gar einsmahls fragte:
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Zitationshilfe: | Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. Nr. XII, 6. Woche, Erfurt (Thüringen), 7. Februar 1744, S. 89. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/nn_weltgeschichte0212_1744/1>, abgerufen am 26.02.2025. |