Lange, Max: Lehrbuch des Schachspiels. Halle (Saale), 1856.wie 3. S b 8--c 6 oder 3. c 7--c 6 zu wählen, indem darauf §. 105. Die einfachste Behandlung der Laufpartie von Vierundzwanzigstes Kapitel. Das Königsgambit. §. 106. Das Königsgambit besteht nach §. 98 in der Er- wie 3. S b 8—c 6 oder 3. c 7—c 6 zu wählen, indem darauf §. 105. Die einfachste Behandlung der Laufpartie von Vierundzwanzigstes Kapitel. Das Königsgambit. §. 106. Das Königsgambit besteht nach §. 98 in der Er- <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <div n="3"> <div n="4"> <p><pb n="74" facs="#f0086"/> wie 3. S <hi rendition="#i">b</hi> 8—<hi rendition="#i">c</hi> 6 oder 3. <hi rendition="#i">c</hi> 7—<hi rendition="#i">c</hi> 6 zu wählen, indem darauf<lb/> das interessante Manöver 4. <hi rendition="#i">d</hi> 2—<hi rendition="#i">d</hi> 4, <hi rendition="#i">e</hi> 5—<hi rendition="#i">d</hi> 4:; 5. L <hi rendition="#i">c</hi> 4—<lb/><hi rendition="#i">f</hi> 7: † K <hi rendition="#i">e</hi> 8—<hi rendition="#i">f</hi> 7:; 6. D <hi rendition="#i">d</hi> 1—<hi rendition="#i">h</hi> 5 † <hi rendition="#i">g</hi> 7—<hi rendition="#i">g</hi> 6; 7. D <hi rendition="#i">h</hi> 5—<hi rendition="#i">c</hi> 5:<lb/> u. s. w. dem Schwarzen Verlust der Rochade und Positions-<lb/> nachtheil bringt.</p><lb/> <p>§. 105. Die einfachste Behandlung der Laufpartie von<lb/> Seiten des Nachziehenden geschieht durch die sogenannte<lb/> Berliner Vertheidigung 2. S <hi rendition="#i">g</hi> 8—<hi rendition="#i">f</hi> 6. Diese Variante 1. <hi rendition="#i">e</hi> 2<lb/> —<hi rendition="#i">e</hi> 4, <hi rendition="#i">e</hi> 7—<hi rendition="#i">e</hi> 5; 2. L <hi rendition="#i">f</hi> 1—<hi rendition="#i">c</hi> 4, S <hi rendition="#i">g</hi> 8—<hi rendition="#i">f</hi> 6 wird nun am leichte-<lb/> sten durch die Combination 3. <hi rendition="#i">d</hi> 2—<hi rendition="#i">d</hi> 3, L <hi rendition="#i">f</hi> 8—<hi rendition="#i">c</hi> 5; 4. S <hi rendition="#i">g</hi> 1<lb/> —<hi rendition="#i">f</hi> 3, <hi rendition="#i">d</hi> 7—<hi rendition="#i">d</hi> 6 u. s. w. fortgeführt.</p> </div><lb/> <milestone unit="section" rendition="#hr"/> <div n="4"> <head><hi rendition="#b">Vierundzwanzigstes Kapitel.</hi><lb/> Das Königsgambit.</head><lb/> <p>§. 106. Das Königsgambit besteht nach §. 98 in der Er-<lb/> öffnung 1. <hi rendition="#i">e</hi> 2—<hi rendition="#i">e</hi> 4, <hi rendition="#i">e</hi> 7—<hi rendition="#i">e</hi> 5; 2. <hi rendition="#i">f</hi> 2—<hi rendition="#i">f</hi> 4 und wird zunächst in<lb/><hi rendition="#g">angenommenes</hi> und <hi rendition="#g">abgelehntes</hi> Gambit geschieden, je<lb/> nachdem Schwarz das gebotene Opfer des Königslauferbauer<lb/> durch 2. <hi rendition="#i">e</hi> 5—<hi rendition="#i">f</hi> 4: annimmt oder durch Ausführung irgend<lb/> eines andern Zuges ablehnt. Die Theorie zog bisher das<lb/> angenommene Königsgambit vor, indem sie den Grundsatz<lb/> aufstellte, der Nachziehende könne den gewonnenen Bauer<lb/> bis an’s Ende der Partie behaupten und dadurch letztere<lb/> entscheiden. Unter den Methoden des abgelehnten Gambits<lb/> sind besonders zwei Varianten bemerkenswerth. Davon be-<lb/> steht die eine in dem Zuge des Königslaufers also im Au-<lb/> fange 1. <hi rendition="#i">e</hi> 7—<hi rendition="#i">e</hi> 5; 2. <hi rendition="#i">f</hi> 2—<hi rendition="#i">f</hi> 4, L <hi rendition="#i">f</hi> 8—<hi rendition="#i">c</hi> 5 mit der nächst<lb/> besten Fortsetzung 3. S <hi rendition="#i">g</hi> 1—<hi rendition="#i">f</hi> 3, <hi rendition="#i">d</hi> 7—<hi rendition="#i">d</hi> 6; 4. L <hi rendition="#i">f</hi> 1—<hi rendition="#i">c</hi> 4,<lb/> S <hi rendition="#i">g</hi> 8—<hi rendition="#i">f</hi> 6; 5. <hi rendition="#i">d</hi> 2—<hi rendition="#i">d</hi> 3 u. s. w. Weiss dürfte hier auf 2.<lb/><hi rendition="#i">f</hi> 2—<hi rendition="#i">f</hi> 4, L <hi rendition="#i">f</hi> 8—<hi rendition="#i">c</hi> 5 nicht den feindlichen Königsbauer durch<lb/> 3. <hi rendition="#i">f</hi> 4—<hi rendition="#i">e</hi> 5: schlagen; denn es droht in dem Falle 3. D <hi rendition="#i">d</hi> 8—<lb/> h 4 nebst 4. D <hi rendition="#i">h</hi> 4—<hi rendition="#i">e</hi> 4: †. Die andere Art das Gambit ab-<lb/> zulehnen, besteht in der Variante 1. <hi rendition="#i">e</hi> 2—<hi rendition="#i">e</hi> 4, <hi rendition="#i">e</hi> 7—<hi rendition="#i">e</hi> 5;<lb/> 2. <hi rendition="#i">f</hi> 2—<hi rendition="#i">f</hi> 4, <hi rendition="#i">d</hi> 7—<hi rendition="#i">d</hi> 5 und es kann hier folgen 3. <hi rendition="#i">e</hi> 4—<hi rendition="#i">d</hi> 5:<lb/></p> </div> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [74/0086]
wie 3. S b 8—c 6 oder 3. c 7—c 6 zu wählen, indem darauf
das interessante Manöver 4. d 2—d 4, e 5—d 4:; 5. L c 4—
f 7: † K e 8—f 7:; 6. D d 1—h 5 † g 7—g 6; 7. D h 5—c 5:
u. s. w. dem Schwarzen Verlust der Rochade und Positions-
nachtheil bringt.
§. 105. Die einfachste Behandlung der Laufpartie von
Seiten des Nachziehenden geschieht durch die sogenannte
Berliner Vertheidigung 2. S g 8—f 6. Diese Variante 1. e 2
—e 4, e 7—e 5; 2. L f 1—c 4, S g 8—f 6 wird nun am leichte-
sten durch die Combination 3. d 2—d 3, L f 8—c 5; 4. S g 1
—f 3, d 7—d 6 u. s. w. fortgeführt.
Vierundzwanzigstes Kapitel.
Das Königsgambit.
§. 106. Das Königsgambit besteht nach §. 98 in der Er-
öffnung 1. e 2—e 4, e 7—e 5; 2. f 2—f 4 und wird zunächst in
angenommenes und abgelehntes Gambit geschieden, je
nachdem Schwarz das gebotene Opfer des Königslauferbauer
durch 2. e 5—f 4: annimmt oder durch Ausführung irgend
eines andern Zuges ablehnt. Die Theorie zog bisher das
angenommene Königsgambit vor, indem sie den Grundsatz
aufstellte, der Nachziehende könne den gewonnenen Bauer
bis an’s Ende der Partie behaupten und dadurch letztere
entscheiden. Unter den Methoden des abgelehnten Gambits
sind besonders zwei Varianten bemerkenswerth. Davon be-
steht die eine in dem Zuge des Königslaufers also im Au-
fange 1. e 7—e 5; 2. f 2—f 4, L f 8—c 5 mit der nächst
besten Fortsetzung 3. S g 1—f 3, d 7—d 6; 4. L f 1—c 4,
S g 8—f 6; 5. d 2—d 3 u. s. w. Weiss dürfte hier auf 2.
f 2—f 4, L f 8—c 5 nicht den feindlichen Königsbauer durch
3. f 4—e 5: schlagen; denn es droht in dem Falle 3. D d 8—
h 4 nebst 4. D h 4—e 4: †. Die andere Art das Gambit ab-
zulehnen, besteht in der Variante 1. e 2—e 4, e 7—e 5;
2. f 2—f 4, d 7—d 5 und es kann hier folgen 3. e 4—d 5:
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Zitationshilfe: | Lange, Max: Lehrbuch des Schachspiels. Halle (Saale), 1856, S. 74. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/lange_schachspiel_1856/86>, abgerufen am 03.03.2025. |