de Hochtidlüt beten.' Do kamen alle Hochtidlüt zosam'm. (Wer waren dann die Hochzeitsleute? das kann ich dir sagen, wie mirs ein anderer erzählt hat: das waren alle Hasen, und die Krähe war als Pfarrer dabei, die Brautleute zu trauen, und der Fuchs als Küster, und der Altar war unterm Regenbogen.)
Mäken aober was trurig, do se so alleene was. Kummts Häsichen und seit 'thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn fresch (frisch, lustig).' De Braut seit nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt weder, und seit 'thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn hongrig.' De Braut seit weder nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt, und seit 'thu uf, thu uf, de Hochtidlüt waorten.' Do seit de Braut nischt, und Häsichen gäht fort, aober se macht ene Puppen von Stroah met eren Kleedern, und giebt er eenen Röhrleppel, und set se an den Kessel med Hersche, und gäht zor Motter. Häsichen kummt noch ämahl und seit 'thu uf, thu uf,' und macht uf, und smet die Puppe an Kopp, daß er de Hube abfällt.
Do set Häsichen daß sine Braut nech es, und gäht fort, und es trurig.
de Hochtidlüt beten.’ Do kamen alle Hochtidlüt zosam’m. (Wer waren dann die Hochzeitsleute? das kann ich dir sagen, wie mirs ein anderer erzählt hat: das waren alle Hasen, und die Krähe war als Pfarrer dabei, die Brautleute zu trauen, und der Fuchs als Küster, und der Altar war unterm Regenbogen.)
Mäken aober was trurig, do se so alleene was. Kummts Häsichen und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn fresch (frisch, lustig).’ De Braut seit nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt weder, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn hongrig.’ De Braut seit weder nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt waorten.’ Do seit de Braut nischt, und Häsichen gäht fort, aober se macht ene Puppen von Stroah met eren Kleedern, und giebt er eenen Röhrleppel, und set se an den Kessel med Hersche, und gäht zor Motter. Häsichen kummt noch ämahl und seit ‘thu uf, thu uf,’ und macht uf, und smet die Puppe an Kopp, daß er de Hube abfällt.
Do set Häsichen daß sine Braut nech es, und gäht fort, und es trurig.
<TEI><text><body><divn="1"><p><pbfacs="#f0457"n="419"/>
de Hochtidlüt beten.’ Do kamen alle Hochtidlüt zosam’m. (Wer waren dann die Hochzeitsleute? das kann ich dir sagen, wie mirs ein anderer erzählt hat: das waren alle Hasen, und die Krähe war als Pfarrer dabei, die Brautleute zu trauen, und der Fuchs als Küster, und der Altar war unterm Regenbogen.)</p><lb/><p>Mäken aober was trurig, do se so alleene was. Kummts Häsichen und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn fresch (frisch, lustig).’ De Braut seit nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt weder, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn hongrig.’ De Braut seit weder nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt waorten.’ Do seit de Braut nischt, und Häsichen gäht fort, aober se macht ene Puppen von Stroah met eren Kleedern, und giebt er eenen Röhrleppel, und set se an den Kessel med Hersche, und gäht zor Motter. Häsichen kummt noch ämahl und seit ‘thu uf, thu uf,’ und macht uf, und smet die Puppe an Kopp, daß er de Hube abfällt.</p><lb/><p>Do set Häsichen daß sine Braut nech es, und gäht fort, und es trurig.</p></div><lb/><milestonerendition="#hr"unit="section"/><lb/></body></text></TEI>
[419/0457]
de Hochtidlüt beten.’ Do kamen alle Hochtidlüt zosam’m. (Wer waren dann die Hochzeitsleute? das kann ich dir sagen, wie mirs ein anderer erzählt hat: das waren alle Hasen, und die Krähe war als Pfarrer dabei, die Brautleute zu trauen, und der Fuchs als Küster, und der Altar war unterm Regenbogen.)
Mäken aober was trurig, do se so alleene was. Kummts Häsichen und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn fresch (frisch, lustig).’ De Braut seit nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt weder, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt senn hongrig.’ De Braut seit weder nischt, und wint. Häsichen gäht fort, Häsichen kummt, und seit ‘thu uf, thu uf, de Hochtidlüt waorten.’ Do seit de Braut nischt, und Häsichen gäht fort, aober se macht ene Puppen von Stroah met eren Kleedern, und giebt er eenen Röhrleppel, und set se an den Kessel med Hersche, und gäht zor Motter. Häsichen kummt noch ämahl und seit ‘thu uf, thu uf,’ und macht uf, und smet die Puppe an Kopp, daß er de Hube abfällt.
Do set Häsichen daß sine Braut nech es, und gäht fort, und es trurig.
Informationen zur CAB-Ansicht
Diese Ansicht bietet Ihnen die Darstellung des Textes in normalisierter Orthographie.
Diese Textvariante wird vollautomatisch erstellt und kann aufgrund dessen auch Fehler enthalten.
Alle veränderten Wortformen sind grau hinterlegt. Als fremdsprachliches Material erkannte
Textteile sind ausgegraut dargestellt.
Sie haben einen Fehler gefunden?
Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform
DTAQ melden.
Kommentar zur DTA-Ausgabe
Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert.
Weitere Informationen …
Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax.
(2015-05-11T18:40:00Z)
Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
Grimm, Jacob; Grimm, Wilhelm: Kinder und Hausmärchen. 5. Aufl. Bd. 1. Göttingen, 1843, S. 419. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/grimm_maerchen01_1843/457>, abgerufen am 16.02.2025.
Alle Inhalte dieser Seite unterstehen, soweit nicht anders gekennzeichnet, einer
Creative-Commons-Lizenz.
Die Rechte an den angezeigten Bilddigitalisaten, soweit nicht anders gekennzeichnet, liegen bei den besitzenden Bibliotheken.
Weitere Informationen finden Sie in den DTA-Nutzungsbedingungen.
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf
diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken
dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder
nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der
Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden.
Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des
§ 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen
Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung
der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu
vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2025 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
(Kontakt).
Zitierempfehlung: Deutsches Textarchiv. Grundlage für ein Referenzkorpus der neuhochdeutschen Sprache. Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2025. URL: https://www.deutschestextarchiv.de/.