Die Grenzboten. Jg. 4, 1845, II. Semester. II. Band.jeht Wollböden, Kartoffelkellcr, Kasernen) ze. sind! Betrachtet die un¬ Wie schön mußte es aber in jener alten Welt sein! In ihr jeht Wollböden, Kartoffelkellcr, Kasernen) ze. sind! Betrachtet die un¬ Wie schön mußte es aber in jener alten Welt sein! In ihr <TEI> <text> <body> <div> <div n="1"> <div n="2"> <pb facs="#f0175" corresp="http://brema.suub.uni-bremen.de/grenzboten/periodical/pageview/271436"/> <p xml:id="ID_445" prev="#ID_444"> jeht Wollböden, Kartoffelkellcr, Kasernen) ze. sind! Betrachtet die un¬<lb/> terirdische Kirche zu Memleben, daS Schloß zu Weißenfels und viele<lb/> andere Denkmäler!</p><lb/> <p xml:id="ID_446"> Wie schön mußte es aber in jener alten Welt sein! In ihr<lb/> kannte nur die Sage Drachen, und zwar nur etwa hier oder dort<lb/> einen. In unserer Welt aber kennt die Wirklichkeit die Drachen,<lb/> und zwar nicht hier und dort einen, sondern überall Legionen. Ja,<lb/> ist nicht Alles Drache, Eins gegen das Andere? Ich habe jüngst<lb/> ein belletristisches Werk vollendet. Jahre lang hatte ich mit einer<lb/> heiligen Wollust daran gearbeitet und jauchzte der Veröffentlichung<lb/> desselben entgegen. Ich bot es einem Herrn Verleger an. Er be¬<lb/> trachtete es auf etwa fünf oder sechs Blättern (das Werk hat aber<lb/> mehr als vierhundert), und meinte achselzuckend: „Ja, wenn Sie eS<lb/> in Eugen Sue'scher Manier geschrieben hätten." — Hier war mir<lb/> also Eugen Sue und dieser Herr Verleger dazu ein Drache.</p><lb/> <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/> </div> </div> </div> </body> </text> </TEI> [0175]
jeht Wollböden, Kartoffelkellcr, Kasernen) ze. sind! Betrachtet die un¬
terirdische Kirche zu Memleben, daS Schloß zu Weißenfels und viele
andere Denkmäler!
Wie schön mußte es aber in jener alten Welt sein! In ihr
kannte nur die Sage Drachen, und zwar nur etwa hier oder dort
einen. In unserer Welt aber kennt die Wirklichkeit die Drachen,
und zwar nicht hier und dort einen, sondern überall Legionen. Ja,
ist nicht Alles Drache, Eins gegen das Andere? Ich habe jüngst
ein belletristisches Werk vollendet. Jahre lang hatte ich mit einer
heiligen Wollust daran gearbeitet und jauchzte der Veröffentlichung
desselben entgegen. Ich bot es einem Herrn Verleger an. Er be¬
trachtete es auf etwa fünf oder sechs Blättern (das Werk hat aber
mehr als vierhundert), und meinte achselzuckend: „Ja, wenn Sie eS
in Eugen Sue'scher Manier geschrieben hätten." — Hier war mir
also Eugen Sue und dieser Herr Verleger dazu ein Drache.
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