Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

Bild:
<< vorherige Seite


[Spaltenumbruch]

Seu
klamat., Couplets, komiſche Szenen
uſw.); II, 1892–99. – Humoriſtiſche
Poſtkartenverſe, 1901. – Des Glau-
bens Abgründe (Tr.), 1902. – Urfidel!
(Couplet-Lr. und Vorträge), 1905.
– Faſchingsluft (Neue heitere Lr. für
karnevaliſtiſche Sitzungen uſw.), 1907.
– Poetiſche Anſichtskarten-Grüße aus
Heimat u. Ferne (Orig.-Dn.), 1908. –
Der heitere Telegrammdichter (Orig.-
Dn.), 1909.

*Seuberlich, Rudolf

Wilhelm,
wurde am 13. Dezbr. 1841 zu Riga
als der Sohn des dortigen Bürger-
meiſters, eines durch Gaben des Gei-
ſtes und Herzens gleich ausgezeich-
neten Mannes, geboren, hatte ur-
ſprünglich die Abſicht, ſeiner Nei-
gung zur Muſik zu folgen, entſchied
ſich aber nach des Vaters frühem
Tode (1856) für den kaufmänniſchen
Beruf und machte eine ſechsjährige
Lehrzeit durch, worauf er ſich zur
Vervollkommnung in ſeinem Berufe
ins Ausland begab. Nach einem
zweijährigen Aufenthalt in Frank-
reich und Spanien, kehrte er in die
Heimat zurück, wo er einige Jahre
als Komptoiriſt Beſchäftigung fand
und ſich darauf 1867 ſelbſtändig als
Agent für ausländiſche Häuſer eta-
blierte. Er lebt noch jetzt in Riga.

S:

Meine Muſe. 1. Teil: Lieder
und Gedichte, 1878. 2. Tl.: Baltiſche
Schnurren, 1878. – Eine tolle Ge-
ſchichte (Lſp.), 1880. – Wilder Garten
(Neue Ge.), 1882. – Der Prinz wider
Willen (Op.), 1890. – Baltiſche
Schnurren, 2. Folge, 1895. 3. Folge,
1902. – Kompoſitionen ohne Noten,
1896. – Señor Kduckduckduck (Luſtige
Sommergeſch.), 1903. – Eſtniſche
Schnurren und andere ſchnurrige
Sachen in Vers und Proſa, 1905. –
Aus alter und neuer Zeit (Orig-Ge.
und Überſetzungen), 1907. – Nach-
klänge ans trüben u. heiteren Tagen,
1911.

*Seubert, Friedrich Adolf v.,

*
am 9. Juni 1819 zu Stuttgart, be-
[Spaltenumbruch]

Seu
ſuchte das dortige Gymnaſium u. die
Gewerbeſchule, trat 1835 in die Of-
fizier-Bildungsanſtalt zu Ludwigs-
burg, wurde 1838 Unterleutnant,
1840 Oberleutnant, als ſolcher 1842
nach Stuttgart verſetzt, 1846 Bri-
gadeadjutant und machte als ſolcher
1848 den Feldzug in Baden mit.
1853 zum Hauptmann befördert,
wurde er ſeitdem mit verſchiedenen
beſonderen Aufträgen als Platzadju-
tant, Diviſionsadjutant, Direktor
der königl. Privatbibliothek betraut,
1864 zum Major u. Adjutanten des
Kriegsminiſters befördert, machte
den Feldzug von 1866 als Chef des
inneren Dienſtes der württemberg.
Diviſion mit, erhielt 1867 das Kom-
mando eines Bataillons in Ludwigs-
burg und 1870 als Oberſt das Kom-
mando des 6. Jnfanterie-Regiments
König Wilhelm. Jm Feldzuge von
1870–71 kommandierte er ein aus
allen Waffengattungen zuſammenge-
ſetztes ſelbſtändiges Detachement zur
Deckung des Schwarzwaldes u. ſpä-
ter zur Deckung der Etappenlinie der
II. Armee anfangs von Bar-le-Duc
bis Vitry, dann von Montmirail
über Coulommiers bis vor Melun.
Jm Jahre 1872 trat er in den Ruhe-
ſtand, u. lebte er ſeitdem als Schrift-
ſteller in Kannſtatt, wo er am 4. Fe-
bruar 1880 ſtarb. Über ſeine zu
militäriſchen und Kunſtzwecken 1846
nach Jtalien, 1852–53 nach Nord-
afrika, Spanien und Portugal, 1861
nach Dänemark, Schweden und Nor-
wegen unternommenen Reiſen ver-
öffentlichte er intereſſante Reiſebe-
richte. Auch gab er von Müllers
Künſtlerlexikon den 3. und 4. Band
(Stuttg. 1864–70) und das „Allge-
meine Künſtlerlexikon“ (Ebd. 1878
ff.) heraus.

S:

Die Tochter Jephthas
(O.), 1841. – Zwei Trauerſpiele (Stolz
u. Liebe. – Die Schauſpielerin), 1845.
– Ein Duell (Tr.), 1848. – Herzog
Ulrich (Dr., nach Hauffs Lichtenſtein
bearbeitet), 1849. – Prinz Chriſtoph

*

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913/420
Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 416. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913/420>, abgerufen am 26.02.2025.