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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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[Spaltenumbruch]

Schm
in Kolonos (1857); Euripides’ Bac-
chantinnen (1869); Ariſtophanes’
Vögel (1869).

Schmidt, Emilie,

ſiehe Emilie
dell’ Buffalo!

*Schmidt, E(mma),

geb. am 2.
März 1846 in Jtzehoe (Holſtein) als
die jüngſte Tochter des Kantors und
Hauptlehrers Schm., erhielt ihre
Ausbildung, beſonders wegen an-
dauernder Kränklichkeit, nur durch
Privatunterricht und begann früh-
zeitig in Erzählungen und Gedichten
niederzuſchreiben, was ihre Phan-
taſie bewegte. Nach dem Tode ihres
Vaters (1872) eröffnete ſie in Jtzehoe
einen Fröbelſchen Kindergarten, mit
dem ſie eine Privatſchule für ſchul-
pflichtige Kinder verband. Beide
haben ſich unter ihrer Leitung, die
ſie heute noch führt, zu ſchöner Blüte
entwickelt. Außer mehreren Kinder-
ſchriften veröffentlichte ſie

S:

Ein
Strauß Gottesblumen (Gedanken
beim Bibelleſen), 1893. – Chriſtkinds
Schweſterlein (E.), 1894. – Jm Schat-
ten erblüht (A. d. Leben f. d. Leben),
1895. – Funken (En. f. d. Volk), 2.
A. 1895. – Aus der Enge in die Weite
(Lebensbilder fürs Volk), 1896. –
Des Chriſten Lieb’ und Leben (Ge.),
1897. – Blätter von der Doppeleiche
(20 En.), 1898. – Lichtbilder (En.),
1901. – Aus Jtzehoes Vergangen-
heit (zur 1100-jähr. Jubelfeier der
Stadt), 1910.

*Schmidt(-Viereck), Erna,

be-
kannt unter ihrem Mädchennamen
Erna Viereck, wurde am 23. Okt.
1869 in Reitendorf (Mähren) als die
Tochter eines deutſchen Reichsange-
hörigen geboren, lebte ſeit 1886 als
die Gattin des Fabrikbeſitzers Richard
Schmidt in Groß Ullersdorf in Mäh-
ren und folgte ihm ſpäter nach Wei-
kersdorf (Mähren). Obwohl ſeit
ihrem 15. Jahre ſchriftſtelleriſch tätig,
iſt ſie doch erſt ſeit 1896 an die
Öffentlichkeit getreten.

S:

Gedichte,
1900. – Auf Befehl Sr. Hoheit
[Spaltenumbruch]

Schm
(Schſp.), 1903. – Sanſara (Sk. und
Nn.), 1904. – Matres dolorosae
(Schſp.), 1906.

*Schmidt, P. Expeditus,

pſeud.
P. Fr. Revocatus, wurde am 3.
Juli 1868 zu Zittau in Sachſen von
proteſtantiſchen Eltern geboren, be-
ſuchte daſelbſt die Bürgerſchule und
das Gymnaſium, verließ dieſe An-
ſtalt aber als Unterprimaner infolge
eines Zerwürfniſſes mit einem ſeiner
Lehrer freiwillig (1885) und trat als
Volontär in eine Maſchinenfabrik
und Eiſengießerei ein. Aber ſchon
nach einem Jahre ſah er ein, daß
ſein Mangel an zeichneriſcher Fähig-
keit ihn in dem Beruf eines Jn-
genieurs nicht vorwärts bringen
würde, und ſo beſchloß er, ſich der
Praxis zuzuwenden. Er ging im
Mai 1886 nach Hamburg, um Schiffs-
maſchiniſt zu werden, doch wollte es
ihm nicht gelingen, ein Unterkommen
zu finden, und ſo mußte er in die
Heimat zurückkehren. Lebenserfah-
rungen beſonderer Art hatten ihn
zum Katholizismus hingezogen, und
um denſelben an ſeiner Zentrale
kennen zu lernen, beſchloß er nach
Rom zu pilgern. Er kam aber nur
bis Jnnsbruck, kehrte dann nach
Bayern zurück u. warf hier in Lands-
hut Anker. Jm Februar 1887 trat
er zur katholiſchen Kirche über und
in die bayeriſche Provinz der Fratres
Minores
(Franziskaner) ein, bezog
im Septbr. 1887 die Oberprima des
dortigen Gymnaſiums, beſtand im
folgenden Jahre die Abſolutorial-
prüfung, legte 1888–89 ſein Probe-
jahr im Kloſter Dietfurt a. d. Alt-
mühl ab und abſolvierte 1889–93
die philoſophiſchen und theologiſchen
Studien zu Tölz und München. Be-
reits 1892 hatte er die Prieſterweihe
empfangen. Seit Auguſt 1893 war
er in der Seelſorge tätig, zuerſt in
Jngolſtadt und ſeit 1895 in Kloſter
Engelberg in Unterfranken, wurde
dann 1900 zur Fortſetzung ſeiner

*

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 6. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 226. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon06_1913/230>, abgerufen am 27.02.2025.