Moser, Friedrich Carl von: Politische Wahrheiten. Bd. 1. Zürich, 1796.oder eingeschlafenem Gewissen; von der Kunst, So entstund dann in mir der innere Drang, oder eingeschlafenem Gewissen; von der Kunst, So entstund dann in mir der innere Drang, <TEI> <text> <body> <div n="1"> <div n="2"> <p><pb facs="#f0014" n="VIII"/> oder eingeschlafenem Gewissen; von der Kunst,<lb/> Art und Graden des Gehorsams und Ungehor-<lb/> sams; welche Fragen insgesamt um desto wichti-<lb/> ger und interessanter vor mich wurden, je un-<lb/> mittelbarer sie mit meiner ganzen Lage und je-<lb/> zigem Schicksal verbunden und vor meine Be-<lb/> ruhigung und künftigen Lebensgang schlechter-<lb/> dings entscheidend waren.</p><lb/> <p>So entstund dann in mir der innere Drang,<lb/> die Lehre <hi rendition="#i"><hi rendition="#g">von dem Gehorsam in dem<lb/> Dienst der Könige und Fürsten</hi></hi> in ihrem<lb/> ganzen Zusammenhang zu untersuchen oder ei-<lb/> gentlich in ihren ersten Gründen zu studiren.<lb/> Ich habe bey der vielen Musse, die mir der<lb/> Schneckengang der Reichs-Justiz verschafte, be-<lb/> reits im Jahr 1782. in Wien den Anfang dazu<lb/> gemacht und dieses Studium während der acht<lb/> Jahre meines Aufenthalts in Mannheim und der<lb/> fernern fünf Jahre in meinem Würtembergi-<lb/> schen Vaterlande fortgesezt. Eigene Belehrung<lb/> und Beruhigung über meine bisherige in That<lb/> und Leben behauptete Art zu dienen waren<lb/></p> </div> </div> </body> </text> </TEI> [VIII/0014]
oder eingeschlafenem Gewissen; von der Kunst,
Art und Graden des Gehorsams und Ungehor-
sams; welche Fragen insgesamt um desto wichti-
ger und interessanter vor mich wurden, je un-
mittelbarer sie mit meiner ganzen Lage und je-
zigem Schicksal verbunden und vor meine Be-
ruhigung und künftigen Lebensgang schlechter-
dings entscheidend waren.
So entstund dann in mir der innere Drang,
die Lehre von dem Gehorsam in dem
Dienst der Könige und Fürsten in ihrem
ganzen Zusammenhang zu untersuchen oder ei-
gentlich in ihren ersten Gründen zu studiren.
Ich habe bey der vielen Musse, die mir der
Schneckengang der Reichs-Justiz verschafte, be-
reits im Jahr 1782. in Wien den Anfang dazu
gemacht und dieses Studium während der acht
Jahre meines Aufenthalts in Mannheim und der
fernern fünf Jahre in meinem Würtembergi-
schen Vaterlande fortgesezt. Eigene Belehrung
und Beruhigung über meine bisherige in That
und Leben behauptete Art zu dienen waren
Suche im WerkInformationen zum Werk
Download dieses Werks
XML (TEI P5) ·
HTML ·
Text Metadaten zum WerkTEI-Header · CMDI · Dublin Core Ansichten dieser Seite
Voyant Tools ?Language Resource Switchboard?FeedbackSie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden. Kommentar zur DTA-AusgabeDieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.
|
Insbesondere im Hinblick auf die §§ 86a StGB und 130 StGB wird festgestellt, dass die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte weder in irgendeiner Form propagandistischen Zwecken dienen, oder Werbung für verbotene Organisationen oder Vereinigungen darstellen, oder nationalsozialistische Verbrechen leugnen oder verharmlosen, noch zum Zwecke der Herabwürdigung der Menschenwürde gezeigt werden. Die auf diesen Seiten abgebildeten Inhalte (in Wort und Bild) dienen im Sinne des § 86 StGB Abs. 3 ausschließlich historischen, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Forschungszwecken. Ihre Veröffentlichung erfolgt in der Absicht, Wissen zur Anregung der intellektuellen Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft des Staatsbürgers zu vermitteln und damit der Förderung seiner Mündigkeit zu dienen.
2007–2024 Deutsches Textarchiv, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
Kontakt: redaktion(at)deutschestextarchiv.de. |