Java, westlicher Theil bei Tjiringin, Zollinger C?) b) und Tjiminjae, v. Hasselt; Java, ohne näheren Fundort, von F. Jagor dem Berliner Museum eingesandt, C) f), wahrscheinlich aus dem südlichen mittleren Theil, Residentschaft Banjumas; Java ohne näheren Fundort, eine grosse und flache Form in Cuming's Sammlung.
Borneo, westlicher Theil, auf dem Weg von Bengkajang nach Prigi, an der Gränze zwischen dem Gebiet des Kapuas- und des Sambasflusses, nicht häufig von mir gefunden, A) g), ohne Bänder; Insel Labuan bei Borneo, Low., B) a), mit zwei deutlichen dunklen Bändern zu den Seiten des Kiels, der Kiel selbst weiss.
Celebes bei Makassar, Wallace.
Molukken, auf Ternate zuerst von Guillou beobachtet, scheint durch die ganze Gruppe der eigentlichen Molukken verbreitet: ich fand sie auf den Inseln Ternate B) c), Tidore, Mareh, Klein-Tawalli und Batjan, sowie zu Dodinga auf Halmahera. Bernstein schickte sie auch von Batjan dem Leydener Museum ein, C) e) dunkelbraun mit weissem Kiel. Wallace fand sie ebenfalls auf Batjan.
Philippinen, in Cuming's Sammlung, Oberseite verhältniss- mässig hoch konisch, kein braunes Band.
Aruinseln, Wallace.
Neu-Guinea, Lesson.
Im Leydener Museum ist auch Amboina, von Forsten ge- sammelt, für C) d) angegeben; es ist mir das nicht recht sicher, da ich selbst auf Amboina nie diese Art, sondern nur lardea gefunden, und Forsten bekanntlich auch im nördlichen Celebes bei Manado gesammelt hat, eine Gegend, die gerade von den eben aufgeführten Fundorten der T. planorbis umschlossen wird.
Aeussere Weichtheile: Kopf und Fuss schwarz, Mantel hell und schwärzlich marmorirt, durch die Schale durchscheinend, wie bei Helix incarnata und fruticum, Fussrand mit zwei vertieften Linien.
Dass Lesson's Helix planorbis hieher gehört, scheint mir nach der Vergleichung seiner Abbildung mit meinen Exemplaren nicht zweifelhaft. Die Schale wird zwar als "olivenfarbig marmorirt" angegeben, aber in der Abbildung ist davon nichts zu sehen, wahr- scheinlich wurde Lesson durch das Durchscheinen der Weichtheile oder ihrer Ueberbleibsel zu diesem Ausdruck veranlasst.
Guillou l. c. gibt für seine Helix approximata zugleich Hogolen (eine der Carolinen) und Ternate als Vaterland an; seine Beschreibung passt ziemlich auf meine Exemplare von Ternate, die Dimensionen
Trochomorpha planorbis
Java, westlicher Theil bei Tjiringin, Zollinger C?) b) und Tjiminjae, v. Hasselt; Java, ohne näheren Fundort, von F. Jagor dem Berliner Museum eingesandt, C) f), wahrscheinlich aus dem südlichen mittleren Theil, Residentschaft Banjumas; Java ohne näheren Fundort, eine grosse und flache Form in Cuming’s Sammlung.
Borneo, westlicher Theil, auf dem Weg von Bengkajang nach Prigi, an der Gränze zwischen dem Gebiet des Kapuas- und des Sambasflusses, nicht häufig von mir gefunden, A) g), ohne Bänder; Insel Labuan bei Borneo, Low., B) a), mit zwei deutlichen dunklen Bändern zu den Seiten des Kiels, der Kiel selbst weiss.
Celebes bei Makassar, Wallace.
Molukken, auf Ternate zuerst von Guillou beobachtet, scheint durch die ganze Gruppe der eigentlichen Molukken verbreitet: ich fand sie auf den Inseln Ternate B) c), Tidore, Mareh, Klein-Tawalli und Batjan, sowie zu Dodinga auf Halmahera. Bernstein schickte sie auch von Batjan dem Leydener Museum ein, C) e) dunkelbraun mit weissem Kiel. Wallace fand sie ebenfalls auf Batjan.
Philippinen, in Cuming’s Sammlung, Oberseite verhältniss- mässig hoch konisch, kein braunes Band.
Aruinseln, Wallace.
Neu-Guinea, Lesson.
Im Leydener Museum ist auch Amboina, von Forsten ge- sammelt, für C) d) angegeben; es ist mir das nicht recht sicher, da ich selbst auf Amboina nie diese Art, sondern nur lardea gefunden, und Forsten bekanntlich auch im nördlichen Celebes bei Manado gesammelt hat, eine Gegend, die gerade von den eben aufgeführten Fundorten der T. planorbis umschlossen wird.
Aeussere Weichtheile: Kopf und Fuss schwarz, Mantel hell und schwärzlich marmorirt, durch die Schale durchscheinend, wie bei Helix incarnata und fruticum, Fussrand mit zwei vertieften Linien.
Dass Lesson’s Helix planorbis hieher gehört, scheint mir nach der Vergleichung seiner Abbildung mit meinen Exemplaren nicht zweifelhaft. Die Schale wird zwar als »olivenfarbig marmorirt« angegeben, aber in der Abbildung ist davon nichts zu sehen, wahr- scheinlich wurde Lesson durch das Durchscheinen der Weichtheile oder ihrer Ueberbleibsel zu diesem Ausdruck veranlasst.
Guillou l. c. gibt für seine Helix approximata zugleich Hogolen (eine der Carolinen) und Ternate als Vaterland an; seine Beschreibung passt ziemlich auf meine Exemplare von Ternate, die Dimensionen
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[250/0270]
Trochomorpha planorbis
Java, westlicher Theil bei Tjiringin, Zollinger C?) b) und
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dem Berliner Museum eingesandt, C) f), wahrscheinlich aus dem
südlichen mittleren Theil, Residentschaft Banjumas; Java ohne
näheren Fundort, eine grosse und flache Form in Cuming’s Sammlung.
Borneo, westlicher Theil, auf dem Weg von Bengkajang nach
Prigi, an der Gränze zwischen dem Gebiet des Kapuas- und des
Sambasflusses, nicht häufig von mir gefunden, A) g), ohne Bänder;
Insel Labuan bei Borneo, Low., B) a), mit zwei deutlichen dunklen
Bändern zu den Seiten des Kiels, der Kiel selbst weiss.
Celebes bei Makassar, Wallace.
Molukken, auf Ternate zuerst von Guillou beobachtet, scheint
durch die ganze Gruppe der eigentlichen Molukken verbreitet: ich
fand sie auf den Inseln Ternate B) c), Tidore, Mareh, Klein-Tawalli
und Batjan, sowie zu Dodinga auf Halmahera. Bernstein schickte
sie auch von Batjan dem Leydener Museum ein, C) e) dunkelbraun
mit weissem Kiel. Wallace fand sie ebenfalls auf Batjan.
Philippinen, in Cuming’s Sammlung, Oberseite verhältniss-
mässig hoch konisch, kein braunes Band.
Aruinseln, Wallace.
Neu-Guinea, Lesson.
Im Leydener Museum ist auch Amboina, von Forsten ge-
sammelt, für C) d) angegeben; es ist mir das nicht recht sicher, da
ich selbst auf Amboina nie diese Art, sondern nur lardea gefunden,
und Forsten bekanntlich auch im nördlichen Celebes bei Manado
gesammelt hat, eine Gegend, die gerade von den eben aufgeführten
Fundorten der T. planorbis umschlossen wird.
Aeussere Weichtheile: Kopf und Fuss schwarz, Mantel hell
und schwärzlich marmorirt, durch die Schale durchscheinend, wie
bei Helix incarnata und fruticum, Fussrand mit zwei vertieften Linien.
Dass Lesson’s Helix planorbis hieher gehört, scheint mir
nach der Vergleichung seiner Abbildung mit meinen Exemplaren
nicht zweifelhaft. Die Schale wird zwar als »olivenfarbig marmorirt«
angegeben, aber in der Abbildung ist davon nichts zu sehen, wahr-
scheinlich wurde Lesson durch das Durchscheinen der Weichtheile
oder ihrer Ueberbleibsel zu diesem Ausdruck veranlasst.
Guillou l. c. gibt für seine Helix approximata zugleich Hogolen
(eine der Carolinen) und Ternate als Vaterland an; seine Beschreibung
passt ziemlich auf meine Exemplare von Ternate, die Dimensionen
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Martens, Eduard von: Die preussische Expedition nach Ost-Asien. Nach amtlichen Quellen. Zoologischer Teil. Zweiter Band. Berlin, 1867, S. 250. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/berg_ostasienzoologie02_1867/270>, abgerufen am 24.11.2024.
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