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Kheil, Matthias: Patientia Hiobi, Die geduldige Jobbe. Liegnitz, 1614.

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Zum andern/ ſo leſt es Hiob nicht bey der
bloſſen wiſſenſchafft in ſeinem Glauben blei-
ben/ Denn die Teufel gleuben auch/ vnd er-
zittern/ ſaget Jacob am 2. cap. vnd viel grund-
loſe boͤſe Leute/ auch Rotten vnd Secten/ die
wiſſen fein von Gott vnd ſeinem Wort zu re-
den vnd zu ſagen/ die doch nichts deſto weniger
mit Leib vnd Seel in Nobskrug/ vnd zu allen
Teufeln in die Hell hineinfahren/ ewig ver-
lohren/ vnd verdambt werden/ die bloſſe wiſ-
ſenſchafft macht niemanden ſelig. Das hat
Hiob wol gewuſt/ drumb ſo befindet ſich auch
bey jhm fiducia ein hertzliches vertrawen/ daß
er nicht allein weis/ vnd fuͤr wahr helt/ was
Moſes vnd die Propheten von dem Meſſia
geſchrieben/ ſondern auch ſein vertrawen auff
jhn ſetzet/ ſeinen Glauben einig vnd allein auf
Chriſtum fundiret vnd gruͤndet. Denn ſol-
chen nennet er einen Erloͤſer/ vnd ruͤhmet
von Ihm/ daß Er lebet. Weil Chriſtus ſein
Erloͤſer lebet/ ſo iſt auch ſein Glaube nicht ein
todter/ ſondern ein lebendiger/ ſondern ein ſe-
ligmachender Glaube. Vnd zwar in dem er
Chriſtum/ oder aber den Meſſiam/ iſt gleich
ſo viel/ einen Erloͤſer/ oder aber ſeinen Goel/

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Zitationshilfe: Kheil, Matthias: Patientia Hiobi, Die geduldige Jobbe. Liegnitz, 1614, S. [23]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/510589/23>, abgerufen am 26.02.2025.