Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schönberg, Abraham von: Ausführliche Berg-Information, Zur dienlichen Nachricht vor Alle, Die Bey dem Berg- und Schmeltzwesen zu schaffen. Leipzig u. a., 1693.

Bild:
<< vorherige Seite

Abtreiber.
1.
ABtreiber sind solche Persohnen/ die
das aus denen Ertzen ins Werck-gebrachte
Silber auff dem Treibe-Herd von Bley
zu separiren wissen/ es darff aber dessen nie-
mands/ als der es redlich erlernet/ und dar-
auff sonderlich an- und in Pflicht genom-
men worden/ sich unterfangen.
2. Wem nun diese Verrichtung untergeben/ der soll die
Herde mit gebührenden Fleiß und guter Vorsichtigkeit machen/
dieselben recht stoßen/ und das Spur in gehöriger Größe nicht
zu abhängig/ noch zu tieff schneiden.
3. Mit getreuen und verständigen Helfferknechten und
Schürern sich versehen/ und die gebührliche Herdprobe bey ied-
weden Treiben/ in des Vorläuffers Gegenwart/ nehmen/ und ihm
zu probiren ausstellen.
4. Die Wercke mit guten Bedacht treiben/ damit durch ih-
ren Unverstand und Nachläßigkeit/ durch Aufstehung des Herds/
oder andere Zufälle/ denen Gewercken an ihren Silber kein Scha-
de zugefüget werde.
5. Nicht mehr als ihres geordneten Lohns gewarten/ und
sind die Treiben bey dem Freybergischen Hütten folgender gestalt
zu verhütten Kosten:
1. fl. 10. gr. 6. pf. vor Asch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. - - Treibebier.
Von 1. biß 4. Centner.
2. fl. - - - vor Asch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. - - Treibebier.
Von 4. biß 8. Centner.
2. fl. 10. gr. 6. pf. vor Asch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. - - Treibebier.
Von 8. biß 15. Centner.
3. fl.
A

Abtreiber.
1.
ABtreiber ſind ſolche Perſohnen/ die
das aus denen Ertzen ins Werck-gebrachte
Silber auff dem Treibe-Herd von Bley
zu ſepariren wiſſen/ es darff aber deſſen nie-
mands/ als der es redlich erlernet/ und dar-
auff ſonderlich an- und in Pflicht genom-
men worden/ ſich unterfangen.
2. Wem nun dieſe Verrichtung untergeben/ der ſoll die
Herde mit gebuͤhrenden Fleiß und guter Vorſichtigkeit machen/
dieſelben recht ſtoßen/ und das Spur in gehoͤriger Groͤße nicht
zu abhaͤngig/ noch zu tieff ſchneiden.
3. Mit getreuen und verſtaͤndigen Helfferknechten und
Schuͤrern ſich verſehen/ und die gebuͤhrliche Herdprobe bey ied-
weden Treiben/ in des Vorlaͤuffers Gegenwart/ nehmen/ und ihm
zu probiren ausſtellen.
4. Die Wercke mit guten Bedacht treiben/ damit durch ih-
ren Unverſtand und Nachlaͤßigkeit/ durch Aufſtehung des Herds/
oder andere Zufaͤlle/ denen Gewercken an ihren Silber kein Scha-
de zugefuͤget werde.
5. Nicht mehr als ihres geordneten Lohns gewarten/ und
ſind die Treiben bey dem Freybergiſchen Huͤtten folgender geſtalt
zu verhuͤtten Koſten:
1. fl. 10. gr. 6. pf. vor Aſch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. ‒ ‒ Treibebier.
Von 1. biß 4. Centner.
2. fl. ‒ ‒ ‒ vor Aſch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. ‒ ‒ Treibebier.
Von 4. biß 8. Centner.
2. fl. 10. gr. 6. pf. vor Aſch und Holtz.
17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.
2. gr. ‒ ‒ Treibebier.
Von 8. biß 15. Centner.
3. fl.
A
<TEI>
  <text>
    <body>
      <pb facs="#f0013" n="[1]"/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">Abtreiber.</hi> </head><lb/>
        <list>
          <item><hi rendition="#c">1.</hi><lb/><hi rendition="#in">A</hi>Btreiber &#x017F;ind &#x017F;olche Per&#x017F;ohnen/ die<lb/>
das aus denen Ertzen ins Werck-gebrachte<lb/>
Silber auff dem Treibe-Herd von Bley<lb/>
zu <hi rendition="#aq">&#x017F;epariren</hi> wi&#x017F;&#x017F;en/ es darff aber de&#x017F;&#x017F;en nie-<lb/>
mands/ als der es redlich erlernet/ und dar-<lb/>
auff &#x017F;onderlich an- und in Pflicht genom-<lb/>
men worden/ &#x017F;ich unterfangen.</item><lb/>
          <item>2. Wem nun die&#x017F;e Verrichtung untergeben/ der &#x017F;oll die<lb/>
Herde mit gebu&#x0364;hrenden Fleiß und guter Vor&#x017F;ichtigkeit machen/<lb/>
die&#x017F;elben recht &#x017F;toßen/ und das Spur in geho&#x0364;riger Gro&#x0364;ße nicht<lb/>
zu abha&#x0364;ngig/ noch zu tieff &#x017F;chneiden.</item><lb/>
          <item>3. Mit getreuen und ver&#x017F;ta&#x0364;ndigen Helfferknechten und<lb/>
Schu&#x0364;rern &#x017F;ich ver&#x017F;ehen/ und die gebu&#x0364;hrliche Herdprobe bey ied-<lb/>
weden Treiben/ in des Vorla&#x0364;uffers Gegenwart/ nehmen/ und ihm<lb/>
zu probiren aus&#x017F;tellen.</item><lb/>
          <item>4. Die Wercke mit guten Bedacht treiben/ damit durch ih-<lb/>
ren Unver&#x017F;tand und Nachla&#x0364;ßigkeit/ durch Auf&#x017F;tehung des Herds/<lb/>
oder andere Zufa&#x0364;lle/ denen Gewercken an ihren Silber kein Scha-<lb/>
de zugefu&#x0364;get werde.</item><lb/>
          <item>5. Nicht mehr als ihres geordneten Lohns gewarten/ und<lb/>
&#x017F;ind die Treiben bey dem Freybergi&#x017F;chen Hu&#x0364;tten folgender ge&#x017F;talt<lb/>
zu verhu&#x0364;tten Ko&#x017F;ten:<lb/><list><item><list><item>1. fl. 10. gr. 6. pf. vor A&#x017F;ch und Holtz.</item><lb/><item>17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.</item><lb/><item>2. gr. &#x2012; &#x2012; Treibebier.</item><trailer rendition="#leftBraced">Von 1. biß 4. Centner.</trailer></list><list><item>2. fl. &#x2012; &#x2012; &#x2012; vor A&#x017F;ch und Holtz.</item><lb/><item>17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.</item><lb/><item>2. gr. &#x2012; &#x2012; Treibebier.</item><trailer rendition="#leftBraced">Von 4. biß 8. Centner.</trailer></list><lb/><list><item>2. fl. 10. gr. 6. pf. vor A&#x017F;ch und Holtz.</item><lb/><item>17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn.</item><lb/><item>2. gr. &#x2012; &#x2012; Treibebier.</item><trailer rendition="#leftBraced">Von 8. biß 15. Centner.</trailer></list><lb/>
<fw place="bottom" type="sig">A</fw><fw place="bottom" type="catch">3. fl.</fw><lb/></item></list></item>
        </list>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[1]/0013] Abtreiber. 1. ABtreiber ſind ſolche Perſohnen/ die das aus denen Ertzen ins Werck-gebrachte Silber auff dem Treibe-Herd von Bley zu ſepariren wiſſen/ es darff aber deſſen nie- mands/ als der es redlich erlernet/ und dar- auff ſonderlich an- und in Pflicht genom- men worden/ ſich unterfangen. 2. Wem nun dieſe Verrichtung untergeben/ der ſoll die Herde mit gebuͤhrenden Fleiß und guter Vorſichtigkeit machen/ dieſelben recht ſtoßen/ und das Spur in gehoͤriger Groͤße nicht zu abhaͤngig/ noch zu tieff ſchneiden. 3. Mit getreuen und verſtaͤndigen Helfferknechten und Schuͤrern ſich verſehen/ und die gebuͤhrliche Herdprobe bey ied- weden Treiben/ in des Vorlaͤuffers Gegenwart/ nehmen/ und ihm zu probiren ausſtellen. 4. Die Wercke mit guten Bedacht treiben/ damit durch ih- ren Unverſtand und Nachlaͤßigkeit/ durch Aufſtehung des Herds/ oder andere Zufaͤlle/ denen Gewercken an ihren Silber kein Scha- de zugefuͤget werde. 5. Nicht mehr als ihres geordneten Lohns gewarten/ und ſind die Treiben bey dem Freybergiſchen Huͤtten folgender geſtalt zu verhuͤtten Koſten: 1. fl. 10. gr. 6. pf. vor Aſch und Holtz. 17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn. 2. gr. ‒ ‒ Treibebier.Von 1. biß 4. Centner. 2. fl. ‒ ‒ ‒ vor Aſch und Holtz. 17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn. 2. gr. ‒ ‒ Treibebier.Von 4. biß 8. Centner. 2. fl. 10. gr. 6. pf. vor Aſch und Holtz. 17. gr. 6. pf. Abtreiberlohn. 2. gr. ‒ ‒ Treibebier.Von 8. biß 15. Centner. 3. fl. A

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/schoenberg_berginformation_1693
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/schoenberg_berginformation_1693/13
Zitationshilfe: Schönberg, Abraham von: Ausführliche Berg-Information, Zur dienlichen Nachricht vor Alle, Die Bey dem Berg- und Schmeltzwesen zu schaffen. Leipzig u. a., 1693, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schoenberg_berginformation_1693/13>, abgerufen am 21.09.2019.