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Schenk, Gottfried Anton: Geschicht–Beschreibung der Stadt Wißbaden. Frankfurt (Main), 1758.

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und Francken Zeiten, kraft des oben, in der ersten und zweyten Abtheilung, gegebenen Berichts, sich befunden, hat in diesem Nassauischen Zeit-Lauf gar nahmhafte Aenderungen erlitten. Denn da ist 1, fast mitten in Wißbaden ein Herrschaftliches Schloß, welches den Nassauischen Regenten zu einem Wohn-Sitz gedienet, erbauet, und mit starcken Mauern und tiefen Wasser-Gräben umgeben worden. 2, ist annoch über dieses ein gewisser, nahe bey diesem Schlosse liegender, Bezirck der Stadt, von dem Uhr-Turn an, bis an das so genannte Stadt-Thor, in einer Rundung, ebenfalls mit einer besonderen Mauer, die auch mit besonderen sehr tiefen Wasser-Gräben umschlossen und befestiget worden. 3, ist auch die gantze übrige Stadt annoch in besondere allgemeine Wasser-Gräben, welche mit ziemlich hohen Wällen versehen gewesen, eingeschlossen und verwahret worden. Wenn, oder zu welcher Zeit eigentlich eine jede dieser gemeldten Veränderungen der Stadt sich zugetragen habe? das lässt sich zwar wegen Abgang näherer Nachrichten, nicht wohl melden. So viel aber ist doch gantz glaublich, daß sie sich sämmtlich in dem Nassauischen Zeit-Begriff werden eräugnet haben. Denn diese Art der Stadt-Befestigungen durch Wasser-Gräben ist bey den Francken und Römern, wie bereits oben in der zweyten Abtheilung angemercket worden, noch

und Francken Zeiten, kraft des oben, in der ersten und zweyten Abtheilung, gegebenen Berichts, sich befunden, hat in diesem Nassauischen Zeit-Lauf gar nahmhafte Aenderungen erlitten. Denn da ist 1, fast mitten in Wißbaden ein Herrschaftliches Schloß, welches den Nassauischen Regenten zu einem Wohn-Sitz gedienet, erbauet, und mit starcken Mauern und tiefen Wasser-Gräben umgeben worden. 2, ist annoch über dieses ein gewisser, nahe bey diesem Schlosse liegender, Bezirck der Stadt, von dem Uhr-Turn an, bis an das so genannte Stadt-Thor, in einer Rundung, ebenfalls mit einer besonderen Mauer, die auch mit besonderen sehr tiefen Wasser-Gräben umschlossen und befestiget worden. 3, ist auch die gantze übrige Stadt annoch in besondere allgemeine Wasser-Gräben, welche mit ziemlich hohen Wällen versehen gewesen, eingeschlossen und verwahret worden. Wenn, oder zu welcher Zeit eigentlich eine jede dieser gemeldten Veränderungen der Stadt sich zugetragen habe? das lässt sich zwar wegen Abgang näherer Nachrichten, nicht wohl melden. So viel aber ist doch gantz glaublich, daß sie sich sämmtlich in dem Nassauischen Zeit-Begriff werden eräugnet haben. Denn diese Art der Stadt-Befestigungen durch Wasser-Gräben ist bey den Francken und Römern, wie bereits oben in der zweyten Abtheilung angemercket worden, noch

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und Francken Zeiten, kraft des oben, in der ersten und zweyten Abtheilung, gegebenen Berichts, sich befunden, hat in diesem Nassauischen Zeit-Lauf gar nahmhafte Aenderungen erlitten. Denn da ist 1, fast mitten in Wißbaden ein Herrschaftliches Schloß, welches den Nassauischen Regenten zu einem Wohn-Sitz gedienet, erbauet, und mit starcken Mauern und tiefen Wasser-Gräben umgeben worden. 2, ist annoch über dieses ein gewisser, nahe bey diesem Schlosse liegender, Bezirck der Stadt, von dem Uhr-Turn an, bis an das so genannte Stadt-Thor, in einer Rundung, ebenfalls mit einer besonderen Mauer, die auch mit besonderen sehr tiefen Wasser-Gräben umschlossen und befestiget worden. 3, ist auch die gantze übrige Stadt annoch in besondere allgemeine Wasser-Gräben, welche mit ziemlich hohen Wällen versehen gewesen, eingeschlossen und verwahret worden. Wenn, oder zu welcher Zeit eigentlich eine jede dieser gemeldten Veränderungen der Stadt sich zugetragen habe? das lässt sich zwar wegen Abgang näherer Nachrichten, nicht wohl melden. So viel aber ist doch gantz glaublich, daß sie sich sämmtlich in dem Nassauischen Zeit-Begriff werden eräugnet haben. Denn diese Art der Stadt-Befestigungen durch Wasser-Gräben ist bey den Francken und Römern, wie bereits oben in der zweyten Abtheilung angemercket worden, noch
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[204/0240] und Francken Zeiten, kraft des oben, in der ersten und zweyten Abtheilung, gegebenen Berichts, sich befunden, hat in diesem Nassauischen Zeit-Lauf gar nahmhafte Aenderungen erlitten. Denn da ist 1, fast mitten in Wißbaden ein Herrschaftliches Schloß, welches den Nassauischen Regenten zu einem Wohn-Sitz gedienet, erbauet, und mit starcken Mauern und tiefen Wasser-Gräben umgeben worden. 2, ist annoch über dieses ein gewisser, nahe bey diesem Schlosse liegender, Bezirck der Stadt, von dem Uhr-Turn an, bis an das so genannte Stadt-Thor, in einer Rundung, ebenfalls mit einer besonderen Mauer, die auch mit besonderen sehr tiefen Wasser-Gräben umschlossen und befestiget worden. 3, ist auch die gantze übrige Stadt annoch in besondere allgemeine Wasser-Gräben, welche mit ziemlich hohen Wällen versehen gewesen, eingeschlossen und verwahret worden. Wenn, oder zu welcher Zeit eigentlich eine jede dieser gemeldten Veränderungen der Stadt sich zugetragen habe? das lässt sich zwar wegen Abgang näherer Nachrichten, nicht wohl melden. So viel aber ist doch gantz glaublich, daß sie sich sämmtlich in dem Nassauischen Zeit-Begriff werden eräugnet haben. Denn diese Art der Stadt-Befestigungen durch Wasser-Gräben ist bey den Francken und Römern, wie bereits oben in der zweyten Abtheilung angemercket worden, noch

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Zitationshilfe: Schenk, Gottfried Anton: Geschicht–Beschreibung der Stadt Wißbaden. Frankfurt (Main), 1758, S. 204. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/schenck_wissbaden_1758/240>, abgerufen am 23.04.2024.