Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Sandrart, Joachim von: L’Academia Todesca. della Architectura, Scultura & Pittura: Oder Teutsche Academie der Edlen Bau- Bild- und Mahlerey-Künste. Bd. 2,2. Nürnberg, 1679.

Bild:
<< vorherige Seite

[Spaltenumbruch] bey diesem Strom/ auch Gebäue Ruine in vollen Brant/ oder Lohe/ wie auch der Thurn Pfaltz im Rhein stehend. Dann wie diese edle Landschafft in Fruchtbarkeit begabet/ (und den weltberühmsten/ besten/ gesunsten Rhein-Wein gibt.) Ohne einige darzu gegebne Ursachen/ deren Glückseeligkeit beraubt worden/ durch deren in Teutschland vor unerhörten crudelen Morbrennern/ viel Trangsal ausgestanden: also erhellet durch solche Anzeigung/ daß in den weltlichen Sachen/ nichts gefährlicher noch schädlicher ist/ als wann in aufrichtig und gute Freundschafft angenommen/ oder geglaubt wird. Derjenige/ welcher mit verborgner List und betrieglich das Uberfallen vorgenommen hat. Auf diese Weis werden viel hintergangen und unschuldig zum Verderben gebracht. Dann gleichwie die Taube mit dem Oelzweig in dem Kasten Noa gar lieb und angenehm gewesen/ um mitbringendes Frieden-Zeichen der Sünd-Flut Erleidigung: also wann andere diese Tauben-Gestalt vorwenden mit gewissen Versprechen/ Friedbringer zu seyn/ hingegen in der That wie der Adler/ oder Geyer/ dem Titius, oder den an Eisen geschmidten Promotheus, täglich den Leib aufgerissen und seine Leber mit dem Schnabel heraus genagt/ begegnet/ alsdann erfindet sich augenscheinlich/ wie alles in der Welt sicher zu erhalten/ besorglich ist/ und dieser schöne kunstreiche Rhein-strom/ unangesehen er Niemand beleydigt gehabt/ also übel gestümmelt und zugericht worden.

Mm Nilus.

40.Nilus. DIeses ist eine andere schöne Statua des Egyptischen Flusses Nili, welche in zweyfacher Lebens-Grösse zu Rom auf dem Capitolio sich sehen lässet.

Nn Silenus.

41. Silenus DIodorus Siculus schreibet/ die Lydier haben behauptet daß Silenus ein sehr alter König bey ihnen zu Nisa gewesen/ von dem seine Nachfolger im Reich auch den Namen geerbt/ und alle Sileni geheissen. Die Griechen aber wollen/ daß Silenus den Bacchum auferzogen/ in freyen Künsten und zum Krieg unterwiesen/ und also dessen Hofmeister gewesen: Weswegen er auch/ in dessen Gesellschafft/ in die Tempel gesetzet worden. Aelianus erzehlet von einem Gespräche/ welches König Midas mit einem Sileno gehabt/ den er gefangen/ dessen Worte gewesen: Daß einem Menschen nichts glücklichers wiederfahren könne/ als wann er entweder nicht geboren werde/ oder gleich nach der Geburt sterbe. Diese herrliche und sehr gute Statua ist zu sehen im Lustgarten des Cardinals Ludovisii zu Rom: Als ein Kunst-model eines dicken/ kurtzen/ oder untersetzten feisten Leibs gestaltnus/ und wird er hier vorgebildet/ wie er auf einer der Wein gefüllten Bockshaut liget und rastet/ auch mit Winter-grün bekrönet ist: welches so viel bedeuten will/ daß der Wein/ gleichwie dieses Laub allezeit grün ist/ auch den Menschen iedesmals erfreue. Wer von den Silenis etwas schönes lesen[Spaltenumbruch] will/ der schlage auf Erasmum Chiliad.3.Cent-3.adap.1.p.685.

Oo Ein Satyrus und Silenus.

41. Ein Satyrus und Silenus. IN gegenwärtiger Abbildung wird ein Satyrus entschlaffen vorgestellet/ mit schönen Zierheiten umgeben:ist eine vortreffliche gute Antiche Statua, bey dem Cardinal Barbarini zu Rom befindlich. Die andere aber/ als ein stehender Silenus/ zeiget sich in des Marchese Matthei Palast/ die von guter Hand verfärtigt/ und aufgerichtet stehet.

Pp Atalanta und Faunus.

42. Atalanta und Faunus. DEr berühmte Italiänische Poet Boccacius berichtet/ aus Lactantio, daß Atalanta des Arcadischen Königs Jasii Tochter gewesen/ von Jener ihr Geschichte. ihme/ als ein Kind weibliches Geschlechts/ und zwar in einen ungeheuren Wald zu den wilden Thieren/ um von denselben aufgerieben zu werden/ verstossen worden. So grausam und wild aber ihr Vatter gegen ihr sich erzeiget/ so barmhertzig waren gegen ihr die grausamste wilde Thiere: Massen eine Löwin/ deren die Jäger vor wenig Tagen ihre Jungen abgenommen hatten/ und die von der überflüssigen Milch sehr geqvälet wurde/ zu diesem kleinen Kinde gekommen/ und selbiges lange Zeit mit ihrer Milch ernähret hatte/ so lang bis man ihr solches abgenommen/ und ferner mit Kräutern und Wasser auferzogen. Als sie nun etwas erwachsen/ bliebe sie in einer Hölen/ und schlieff auf derer von ihr gefällten wilden Thiere Häuten. Sie flohe der Menschen Gemeinschafft/ hielte sich allein in Arcadiens Wäldern und Gebirgen auf/ und gebrauchte sich mehrentheils des Bogens und der Pfeile/ wider diejenigen/ so ihrer Schönheit nachstellten. Sie war auch diejenige Atalanta, die auf der Jagt den Kopf des Calydonischen Wild-Schweins/ welches sie am ersten verwundet hatte/ vom Meleager, zur Beute bekommen. Folgends wurde sie von ihrem Vatter wieder aufgenommen/ und ihr zugeredet/ daß sie sich verehlichen solte/ welches sie mit solcher Bedingnus versprochen/ wann derjenige/ so ihrer begehrte/ sie im Wettlauffen überwinden würde/ da er widrigen falls sterben solte: Dann sie war so hurtig und geschwind im Lauffen/ daß sie glaubte/ keiner würde ihr angewinnen/ und sie also wol unvermählt bleiben. Also haben nun ihrer etliche das Leben eingebüsset/ bis endlich Hippommenes im Lauffen ihr drey guldene Aepffel vorgeworffen/ welche sie dann aufgehebt/ dadurch sich verweilet/ und also das vielmals gewonnene Spiel verloren. Sie wird auch in gegenwärtiger Statua also vorgestellet/ wie sie gantz frölich und muhtig zum Wettlauff sich rüsten thut; Worbey ein Wald-Gott/ oder Faunus mit seiner Rohrpfeiffe bey einem kühlen Brunnen sitzend zu sehen: Damit vielleicht anzudeuten/ daß sie meist in Wäldern erzogen worden. Sind beyde sehr vortreffliche Bilder/ das Erste in Cardinal Caesii ; das ander in dem Lustgarten de' Medices in Rom aufgerichtet. Boccacius macht/ in erzehlter

[Spaltenumbruch] bey diesem Strom/ auch Gebäue Ruine in vollen Brant/ oder Lohe/ wie auch der Thurn Pfaltz im Rhein stehend. Dann wie diese edle Landschafft in Fruchtbarkeit begabet/ (und den weltberühmsten/ besten/ gesunsten Rhein-Wein gibt.) Ohne einige darzu gegebne Ursachen/ deren Glückseeligkeit beraubt worden/ durch deren in Teutschland vor unerhörten crudelen Morbrennern/ viel Trangsal ausgestanden: also erhellet durch solche Anzeigung/ daß in den weltlichen Sachen/ nichts gefährlicher noch schädlicher ist/ als wann in aufrichtig und gute Freundschafft angenommen/ oder geglaubt wird. Derjenige/ welcher mit verborgner List und betrieglich das Uberfallen vorgenommen hat. Auf diese Weis werden viel hintergangen und unschuldig zum Verderben gebracht. Dann gleichwie die Taube mit dem Oelzweig in dem Kasten Noa gar lieb und angenehm gewesen/ um mitbringendes Frieden-Zeichen der Sünd-Flut Erleidigung: also wann andere diese Tauben-Gestalt vorwenden mit gewissen Versprechen/ Friedbringer zu seyn/ hingegen in der That wie der Adler/ oder Geyer/ dem Titius, oder den an Eisen geschmidten Promotheus, täglich den Leib aufgerissen und seine Leber mit dem Schnabel heraus genagt/ begegnet/ alsdann erfindet sich augenscheinlich/ wie alles in der Welt sicher zu erhalten/ besorglich ist/ und dieser schöne kunstreiche Rhein-strom/ unangesehen er Niemand beleydigt gehabt/ also übel gestümmelt und zugericht worden.

Mm Nilus.

40.Nilus. DIeses ist eine andere schöne Statua des Egyptischen Flusses Nili, welche in zweyfacher Lebens-Grösse zu Rom auf dem Capitolio sich sehen lässet.

Nn Silenus.

41. Silenus DIodorus Siculus schreibet/ die Lydier haben behauptet daß Silenus ein sehr alter König bey ihnen zu Nisa gewesen/ von dem seine Nachfolger im Reich auch den Namen geerbt/ und alle Sileni geheissen. Die Griechen aber wollen/ daß Silenus den Bacchum auferzogen/ in freyen Künsten und zum Krieg unterwiesen/ und also dessen Hofmeister gewesen: Weswegen er auch/ in dessen Gesellschafft/ in die Tempel gesetzet worden. Aelianus erzehlet von einem Gespräche/ welches König Midas mit einem Sileno gehabt/ den er gefangen/ dessen Worte gewesen: Daß einem Menschen nichts glücklichers wiederfahren könne/ als wann er entweder nicht geboren werde/ oder gleich nach der Geburt sterbe. Diese herrliche und sehr gute Statua ist zu sehen im Lustgarten des Cardinals Ludovisii zu Rom: Als ein Kunst-model eines dicken/ kurtzen/ oder untersetzten feisten Leibs gestaltnus/ und wird er hier vorgebildet/ wie er auf einer der Wein gefüllten Bockshaut liget und rastet/ auch mit Winter-grün bekrönet ist: welches so viel bedeuten will/ daß der Wein/ gleichwie dieses Laub allezeit grün ist/ auch den Menschen iedesmals erfreue. Wer von den Silenis etwas schönes lesen[Spaltenumbruch] will/ der schlage auf Erasmum Chiliad.3.Cent-3.adap.1.p.685.

Oo Ein Satyrus und Silenus.

41. Ein Satyrus und Silenus. IN gegenwärtiger Abbildung wird ein Satyrus entschlaffen vorgestellet/ mit schönen Zierheiten umgeben:ist eine vortreffliche gute Antiche Statua, bey dem Cardinal Barbarini zu Rom befindlich. Die andere aber/ als ein stehender Silenus/ zeiget sich in des Marchese Matthei Palast/ die von guter Hand verfärtigt/ und aufgerichtet stehet.

Pp Atalanta und Faunus.

42. Atalanta und Faunus. DEr berühmte Italiänische Poet Boccacius berichtet/ aus Lactantio, daß Atalanta des Arcadischen Königs Jasii Tochter gewesen/ von Jener ihr Geschichte. ihme/ als ein Kind weibliches Geschlechts/ und zwar in einen ungeheuren Wald zu den wilden Thieren/ um von denselben aufgerieben zu werden/ verstossen worden. So grausam und wild aber ihr Vatter gegen ihr sich erzeiget/ so barmhertzig waren gegen ihr die grausamste wilde Thiere: Massen eine Löwin/ deren die Jäger vor wenig Tagen ihre Jungen abgenommen hatten/ und die von der überflüssigen Milch sehr geqvälet wurde/ zu diesem kleinen Kinde gekommen/ und selbiges lange Zeit mit ihrer Milch ernähret hatte/ so lang bis man ihr solches abgenommen/ und ferner mit Kräutern und Wasser auferzogen. Als sie nun etwas erwachsen/ bliebe sie in einer Hölen/ und schlieff auf derer von ihr gefällten wilden Thiere Häuten. Sie flohe der Menschen Gemeinschafft/ hielte sich allein in Arcadiens Wäldern und Gebirgen auf/ und gebrauchte sich mehrentheils des Bogens und der Pfeile/ wider diejenigen/ so ihrer Schönheit nachstellten. Sie war auch diejenige Atalanta, die auf der Jagt den Kopf des Calydonischen Wild-Schweins/ welches sie am ersten verwundet hatte/ vom Meleager, zur Beute bekommen. Folgends wurde sie von ihrem Vatter wieder aufgenommen/ und ihr zugeredet/ daß sie sich verehlichen solte/ welches sie mit solcher Bedingnus versprochen/ wann derjenige/ so ihrer begehrte/ sie im Wettlauffen überwinden würde/ da er widrigen falls sterben solte: Dann sie war so hurtig und geschwind im Lauffen/ daß sie glaubte/ keiner würde ihr angewinnen/ und sie also wol unvermählt bleiben. Also haben nun ihrer etliche das Leben eingebüsset/ bis endlich Hippommenes im Lauffen ihr drey guldene Aepffel vorgeworffen/ welche sie dann aufgehebt/ dadurch sich verweilet/ und also das vielmals gewonnene Spiel verloren. Sie wird auch in gegenwärtiger Statua also vorgestellet/ wie sie gantz frölich und muhtig zum Wettlauff sich rüsten thut; Worbey ein Wald-Gott/ oder Faunus mit seiner Rohrpfeiffe bey einem kühlen Brunnen sitzend zu sehen: Damit vielleicht anzudeuten/ daß sie meist in Wäldern erzogen worden. Sind beyde sehr vortreffliche Bilder/ das Erste in Cardinal Caesii ; das ander in dem Lustgarten de’ Medices in Rom aufgerichtet. Boccacius macht/ in erzehlter

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <p xml:id="p887.3"><pb facs="#f0011" xml:id="pb-888" n="[II (Skulptur), S. 13]"/><cb/>
bey diesem Strom/ auch Gebäue <hi rendition="#aq">Ruine</hi> in vollen Brant/ oder Lohe/ wie auch der Thurn Pfaltz  im <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-4 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7012611">Rhein</placeName> stehend. Dann wie diese edle Landschafft in Fruchtbarkeit begabet/ (und den weltberühmsten/ besten/ gesunsten Rhein-Wein gibt.) Ohne einige darzu gegebne Ursachen/ deren Glückseeligkeit beraubt worden/ durch deren in <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-257 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7000084">Teutschland</placeName> vor unerhörten <hi rendition="#aq">crudel</hi>en Morbrennern/ viel Trangsal ausgestanden: also erhellet durch solche Anzeigung/ daß in den weltlichen Sachen/ nichts gefährlicher noch schädlicher ist/ als wann in aufrichtig und gute Freundschafft angenommen/ oder geglaubt wird. Derjenige/ welcher mit verborgner List und betrieglich das Uberfallen vorgenommen hat. Auf diese Weis werden viel hintergangen und unschuldig zum Verderben gebracht. Dann gleichwie die Taube mit dem Oelzweig in dem Kasten <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-96 http://d-nb.info/gnd/118641328 http://viaf.org/viaf/8180840">Noa</persName> gar lieb und angenehm gewesen/ um mitbringendes Frieden-Zeichen der Sünd-Flut Erleidigung: also wann andere diese Tauben-Gestalt vorwenden mit gewissen Versprechen/ Friedbringer zu seyn/ hingegen in der That wie der Adler/ oder Geyer/ dem <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-2482 http://d-nb.info/gnd/12971268X http://viaf.org/viaf/77401349">Titius</persName>,</hi> oder den an Eisen geschmidten <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-121 http://d-nb.info/gnd/118596756 http://viaf.org/viaf/3263350">Promotheus</persName>,</hi> täglich den Leib aufgerissen und seine Leber mit dem Schnabel heraus genagt/ begegnet/ alsdann erfindet sich augenscheinlich/ wie alles in der Welt sicher zu erhalten/ besorglich ist/ und dieser schöne kunstreiche <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-4 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7012611">Rhein-strom</placeName>/ unangesehen er Niemand beleydigt gehabt/ also übel gestümmelt und zugericht worden.</p>
        <p rendition="#c" xml:id="p888.1"><note place="right"><hi rendition="#aq"><ref target="http://ta.sandrart.net/de/text/873#figure-0873.1">Mm</ref></hi></note><hi rendition="#aq"><placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-83 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=1127805">Nilus</placeName></hi>.</p>
        <p><note place="right">40.<hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1449">Nilus</persName></hi>.</note> DIeses ist eine andere schöne <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-559 http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/18129 http://census.bbaw.de/easydb/censusID=151737" type="artificialWork"><hi rendition="#aq">Statua</hi> des Egyptischen Flusses <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1449">Nili</persName></hi></name>, welche in zweyfacher Lebens-Grösse zu <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-6 http://www.geonames.org/3169070/ http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7000874">Rom</placeName> auf dem <hi rendition="#aq"><placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-444 http://www.geonames.org/8015029/">Capitolio</placeName></hi> sich sehen lässet.</p>
        <p rendition="#c" xml:id="p888.2"><note place="right"><hi rendition="#aq"><ref target="http://ta.sandrart.net/de/text/874#figure-0874.1">Nn</ref></hi></note><hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi>.</p>
        <p><note place="right">41. <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi></note><hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-97 http://d-nb.info/gnd/118679627 http://viaf.org/viaf/10639948">DIodorus Siculus</persName></hi> schreibet/ die <hi rendition="#aq">Lydier</hi> haben behauptet daß <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi> ein sehr alter König bey ihnen zu <hi rendition="#aq"><placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-1012">Nisa</placeName></hi> gewesen/ von dem seine Nachfolger im Reich auch den Namen geerbt/ und alle <hi rendition="#aq">Sileni</hi> geheissen. Die Griechen aber wollen/ daß <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi> den <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-133 http://d-nb.info/gnd/118651439 http://viaf.org/viaf/27864934">Bacchum</persName></hi> auferzogen/ in freyen Künsten und zum Krieg unterwiesen/ und also dessen Hofmeister gewesen: Weswegen er auch/ in dessen Gesellschafft/ in die Tempel gesetzet worden. <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-2035 http://d-nb.info/gnd/119160285 http://viaf.org/viaf/100219416">Aelianus</persName></hi> erzehlet von einem Gespräche/ welches <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-666 http://d-nb.info/gnd/118924176 http://viaf.org/viaf/30335859">König <hi rendition="#aq">Midas</hi></persName> mit einem <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Sileno</persName></hi> gehabt/ den er gefangen/ dessen Worte gewesen: Daß einem Menschen nichts glücklichers wiederfahren könne/ als wann er entweder nicht geboren werde/ oder gleich nach der Geburt sterbe. <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-959 http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/28138" type="artificialWork">Diese herrliche und sehr gute <hi rendition="#aq">Statua</hi> ist zu sehen im <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-208">Lustgarten des <hi rendition="#aq">Cardinals Ludovisii</hi></placeName> zu <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-6 http://www.geonames.org/3169070/ http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7000874">Rom</placeName>: Als ein Kunst-model eines dicken/ kurtzen/ oder untersetzten feisten Leibs gestaltnus/ und wird er hier vorgebildet/ wie er auf einer der Wein gefüllten Bockshaut liget und rastet/ auch mit Winter-grün bekrönet ist</name>: welches so viel bedeuten will/ daß der Wein/ gleichwie dieses Laub allezeit grün ist/ auch den Menschen iedesmals erfreue. Wer von den <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-3784">Silenis</persName></hi> etwas schönes lesen<cb/>
will/ der schlage auf <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-557 http://d-nb.info/gnd/118530666 http://viaf.org/viaf/87673996">Erasmum</persName><bibl><ref target="http://ta.sandrart.net/-bibliography-2118">Chiliad</ref></bibl>.3.Cent-3.adap.1.p</hi>.685.</p>
        <p rendition="#c" xml:id="p888.3"><note place="right"><hi rendition="#aq"><ref target="http://ta.sandrart.net/de/text/875#figure-0875.1">Oo</ref></hi></note> Ein <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-4584">Satyrus</persName></hi> und <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi>.</p>
        <p><note place="right">41. Ein <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-772" type="artificialWork"><hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-4584">Satyrus</persName></hi></name> und <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi>.</note> IN gegenwärtiger <choice><sic>Bbbildung</sic><corr>Abbildung</corr></choice> wird <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-772" type="artificialWork">ein <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-4584">Satyrus</persName></hi> entschlaffen vorgestellet/ mit schönen Zierheiten umgeben:ist eine vortreffliche gute <hi rendition="#aq">Antiche Statua,</hi> bey dem <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-4542">Cardinal Barbarini</persName></hi> zu <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-6 http://www.geonames.org/3169070/ http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7000874">Rom</placeName> befindlich</name>. Die andere aber/ als <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-2296" type="artificialWork">ein stehender <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1097">Silenus</persName></hi></name>/ zeiget sich in des <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-1716"><hi rendition="#aq">Marchese Matthei</hi> Palast</placeName>/ die von guter Hand verfärtigt/ und aufgerichtet stehet.</p>
        <p rendition="#c" xml:id="p888.4"><note place="right"><hi rendition="#aq"><ref target="http://ta.sandrart.net/de/text/876#figure-0876.1">Pp</ref></hi></note><hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1436 http://d-nb.info/gnd/122641124 http://viaf.org/viaf/25489909">Atalanta</persName></hi> und <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-605 http://d-nb.info/gnd/11892088X http://viaf.org/viaf/74652040">Faunus</persName></hi>.</p>
        <p><note place="right">42. <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1436 http://d-nb.info/gnd/122641124 http://viaf.org/viaf/25489909">Atalanta</persName></hi> und <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-605 http://d-nb.info/gnd/11892088X http://viaf.org/viaf/74652040">Faunus</persName></hi>.</note> DEr berühmte Italiänische Poet <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1067 http://d-nb.info/gnd/11851217X http://viaf.org/viaf/64002165">Boccacius</persName></hi> berichtet/ aus <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-609 http://d-nb.info/gnd/118725831 http://viaf.org/viaf/100198064">Lactantio</persName></hi>, daß <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1436 http://d-nb.info/gnd/122641124 http://viaf.org/viaf/25489909">Atalanta</persName></hi> des Arcadischen Königs <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-4798">Jasii</persName></hi> Tochter gewesen/ von <note place="right">Jener ihr Geschichte.</note> ihme/ als ein Kind weibliches Geschlechts/ und zwar in einen ungeheuren Wald zu den wilden Thieren/ um von denselben aufgerieben zu werden/ verstossen worden. So grausam und wild aber ihr Vatter gegen ihr sich erzeiget/ so barmhertzig waren gegen ihr die grausamste wilde Thiere: Massen eine Löwin/ deren die Jäger vor wenig Tagen ihre Jungen abgenommen hatten/ und die von der überflüssigen Milch sehr geqvälet wurde/ zu diesem kleinen Kinde gekommen/ und selbiges lange Zeit mit ihrer Milch ernähret hatte/ so lang bis man ihr solches abgenommen/ und ferner mit Kräutern und Wasser auferzogen. Als sie nun etwas erwachsen/ bliebe sie in einer Hölen/ und schlieff auf derer von ihr gefällten wilden Thiere Häuten. Sie flohe der Menschen Gemeinschafft/ hielte sich allein in <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-806 http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7002735">Arcadiens</placeName> Wäldern und Gebirgen auf/ und gebrauchte sich mehrentheils des Bogens und der Pfeile/ wider diejenigen/ so ihrer Schönheit nachstellten. Sie war auch diejenige <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1436 http://d-nb.info/gnd/122641124 http://viaf.org/viaf/25489909">Atalanta</persName>,</hi> die auf der Jagt den Kopf des <hi rendition="#aq">Calydoni</hi>schen Wild-Schweins/ welches sie am ersten verwundet hatte/ vom <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-480 http://d-nb.info/gnd/122695712 http://viaf.org/viaf/64895515">Meleager</persName>,</hi> zur Beute bekommen. Folgends wurde sie von ihrem Vatter wieder aufgenommen/ und ihr zugeredet/ daß sie sich verehlichen solte/ welches sie mit solcher Bedingnus versprochen/ wann derjenige/ so ihrer begehrte/ sie im Wettlauffen überwinden würde/ da er widrigen falls sterben solte: Dann sie war so hurtig und geschwind im Lauffen/ daß sie glaubte/ keiner würde ihr angewinnen/ und sie also wol unvermählt bleiben. Also haben nun ihrer etliche das Leben eingebüsset/ bis endlich <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1921">Hippommenes</persName></hi> im Lauffen ihr drey guldene Aepffel vorgeworffen/ welche sie dann aufgehebt/ dadurch sich verweilet/ und also das vielmals gewonnene Spiel verloren. <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-961" type="artificialWork">Sie wird auch in gegenwärtiger <hi rendition="#aq">Statua</hi> also vorgestellet/ wie sie gantz frölich und muhtig zum Wettlauff sich rüsten thut</name>; Worbey <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-962 http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/5799 http://census.bbaw.de/easydb/censusID=156151" type="artificialWork">ein Wald-Gott/ oder <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-605 http://d-nb.info/gnd/11892088X http://viaf.org/viaf/74652040">Faunus</persName></hi> mit seiner Rohrpfeiffe bey einem kühlen Brunnen sitzend zu sehen</name>: Damit vielleicht anzudeuten/ daß sie meist in Wäldern erzogen worden. Sind beyde sehr vortreffliche Bilder/ <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-961" type="artificialWork">das Erste in <persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-5627"><hi rendition="#aq">Cardinal Caesii</hi></persName></name> ; <name ref="http://ta.sandrart.net/-artwork-962 http://arachne.uni-koeln.de/item/objekt/5799 http://census.bbaw.de/easydb/censusID=156151" type="artificialWork">das ander in dem <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-365">Lustgarten <hi rendition="#aq">de&#x2019; Medices</hi></placeName> in <placeName ref="http://ta.sandrart.net/-place-6 http://www.geonames.org/3169070/ http://www.getty.edu/vow/TGNFullDisplay?find=&amp;place=&amp;nation=&amp;subjectid=7000874">Rom</placeName> aufgerichtet</name>. <hi rendition="#aq"><persName ref="http://ta.sandrart.net/-person-1067 http://d-nb.info/gnd/11851217X http://viaf.org/viaf/64002165">Boccacius</persName></hi> macht/ in erzehlter
</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[II (Skulptur), S. 13]/0011] bey diesem Strom/ auch Gebäue Ruine in vollen Brant/ oder Lohe/ wie auch der Thurn Pfaltz im Rhein stehend. Dann wie diese edle Landschafft in Fruchtbarkeit begabet/ (und den weltberühmsten/ besten/ gesunsten Rhein-Wein gibt.) Ohne einige darzu gegebne Ursachen/ deren Glückseeligkeit beraubt worden/ durch deren in Teutschland vor unerhörten crudelen Morbrennern/ viel Trangsal ausgestanden: also erhellet durch solche Anzeigung/ daß in den weltlichen Sachen/ nichts gefährlicher noch schädlicher ist/ als wann in aufrichtig und gute Freundschafft angenommen/ oder geglaubt wird. Derjenige/ welcher mit verborgner List und betrieglich das Uberfallen vorgenommen hat. Auf diese Weis werden viel hintergangen und unschuldig zum Verderben gebracht. Dann gleichwie die Taube mit dem Oelzweig in dem Kasten Noa gar lieb und angenehm gewesen/ um mitbringendes Frieden-Zeichen der Sünd-Flut Erleidigung: also wann andere diese Tauben-Gestalt vorwenden mit gewissen Versprechen/ Friedbringer zu seyn/ hingegen in der That wie der Adler/ oder Geyer/ dem Titius, oder den an Eisen geschmidten Promotheus, täglich den Leib aufgerissen und seine Leber mit dem Schnabel heraus genagt/ begegnet/ alsdann erfindet sich augenscheinlich/ wie alles in der Welt sicher zu erhalten/ besorglich ist/ und dieser schöne kunstreiche Rhein-strom/ unangesehen er Niemand beleydigt gehabt/ also übel gestümmelt und zugericht worden. Nilus. Mm DIeses ist eine andere schöne Statua des Egyptischen Flusses Nili, welche in zweyfacher Lebens-Grösse zu Rom auf dem Capitolio sich sehen lässet. 40.Nilus. Silenus. Nn DIodorus Siculus schreibet/ die Lydier haben behauptet daß Silenus ein sehr alter König bey ihnen zu Nisa gewesen/ von dem seine Nachfolger im Reich auch den Namen geerbt/ und alle Sileni geheissen. Die Griechen aber wollen/ daß Silenus den Bacchum auferzogen/ in freyen Künsten und zum Krieg unterwiesen/ und also dessen Hofmeister gewesen: Weswegen er auch/ in dessen Gesellschafft/ in die Tempel gesetzet worden. Aelianus erzehlet von einem Gespräche/ welches König Midas mit einem Sileno gehabt/ den er gefangen/ dessen Worte gewesen: Daß einem Menschen nichts glücklichers wiederfahren könne/ als wann er entweder nicht geboren werde/ oder gleich nach der Geburt sterbe. Diese herrliche und sehr gute Statua ist zu sehen im Lustgarten des Cardinals Ludovisii zu Rom: Als ein Kunst-model eines dicken/ kurtzen/ oder untersetzten feisten Leibs gestaltnus/ und wird er hier vorgebildet/ wie er auf einer der Wein gefüllten Bockshaut liget und rastet/ auch mit Winter-grün bekrönet ist: welches so viel bedeuten will/ daß der Wein/ gleichwie dieses Laub allezeit grün ist/ auch den Menschen iedesmals erfreue. Wer von den Silenis etwas schönes lesen will/ der schlage auf Erasmum Chiliad.3.Cent-3.adap.1.p.685. 41. Silenus Ein Satyrus und Silenus. Oo IN gegenwärtiger Abbildung wird ein Satyrus entschlaffen vorgestellet/ mit schönen Zierheiten umgeben:ist eine vortreffliche gute Antiche Statua, bey dem Cardinal Barbarini zu Rom befindlich. Die andere aber/ als ein stehender Silenus/ zeiget sich in des Marchese Matthei Palast/ die von guter Hand verfärtigt/ und aufgerichtet stehet. 41. Ein Satyrus und Silenus. Atalanta und Faunus. Pp DEr berühmte Italiänische Poet Boccacius berichtet/ aus Lactantio, daß Atalanta des Arcadischen Königs Jasii Tochter gewesen/ von ihme/ als ein Kind weibliches Geschlechts/ und zwar in einen ungeheuren Wald zu den wilden Thieren/ um von denselben aufgerieben zu werden/ verstossen worden. So grausam und wild aber ihr Vatter gegen ihr sich erzeiget/ so barmhertzig waren gegen ihr die grausamste wilde Thiere: Massen eine Löwin/ deren die Jäger vor wenig Tagen ihre Jungen abgenommen hatten/ und die von der überflüssigen Milch sehr geqvälet wurde/ zu diesem kleinen Kinde gekommen/ und selbiges lange Zeit mit ihrer Milch ernähret hatte/ so lang bis man ihr solches abgenommen/ und ferner mit Kräutern und Wasser auferzogen. Als sie nun etwas erwachsen/ bliebe sie in einer Hölen/ und schlieff auf derer von ihr gefällten wilden Thiere Häuten. Sie flohe der Menschen Gemeinschafft/ hielte sich allein in Arcadiens Wäldern und Gebirgen auf/ und gebrauchte sich mehrentheils des Bogens und der Pfeile/ wider diejenigen/ so ihrer Schönheit nachstellten. Sie war auch diejenige Atalanta, die auf der Jagt den Kopf des Calydonischen Wild-Schweins/ welches sie am ersten verwundet hatte/ vom Meleager, zur Beute bekommen. Folgends wurde sie von ihrem Vatter wieder aufgenommen/ und ihr zugeredet/ daß sie sich verehlichen solte/ welches sie mit solcher Bedingnus versprochen/ wann derjenige/ so ihrer begehrte/ sie im Wettlauffen überwinden würde/ da er widrigen falls sterben solte: Dann sie war so hurtig und geschwind im Lauffen/ daß sie glaubte/ keiner würde ihr angewinnen/ und sie also wol unvermählt bleiben. Also haben nun ihrer etliche das Leben eingebüsset/ bis endlich Hippommenes im Lauffen ihr drey guldene Aepffel vorgeworffen/ welche sie dann aufgehebt/ dadurch sich verweilet/ und also das vielmals gewonnene Spiel verloren. Sie wird auch in gegenwärtiger Statua also vorgestellet/ wie sie gantz frölich und muhtig zum Wettlauff sich rüsten thut; Worbey ein Wald-Gott/ oder Faunus mit seiner Rohrpfeiffe bey einem kühlen Brunnen sitzend zu sehen: Damit vielleicht anzudeuten/ daß sie meist in Wäldern erzogen worden. Sind beyde sehr vortreffliche Bilder/ das Erste in Cardinal Caesii ; das ander in dem Lustgarten de’ Medices in Rom aufgerichtet. Boccacius macht/ in erzehlter 42. Atalanta und Faunus. Jener ihr Geschichte.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Sandrart.net: Bereitstellung der Texttranskription in XML/TEI. (2013-05-21T09:54:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus sandrart.net entsprechen muss.
Sandrart.net: Bereitstellung der Bilddigitalisate. (2013-05-21T09:54:31Z)
Frederike Neuber: Konvertierung nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2013-05-21T09:54:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Der Zeilenfall wurde nicht übernommen.
  • Bei Worttrennungen am Spalten- oder Seitenumbruch, steht das gesamte Wort auf der vorhergehenden Spalte bzw. Seite.
  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0202_1679
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0202_1679/11
Zitationshilfe: Sandrart, Joachim von: L’Academia Todesca. della Architectura, Scultura & Pittura: Oder Teutsche Academie der Edlen Bau- Bild- und Mahlerey-Künste. Bd. 2,2. Nürnberg, 1679, S. [II (Skulptur), S. 13]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/sandrart_academie0202_1679/11>, abgerufen am 09.08.2020.