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Neue Rheinische Zeitung. Nr. 257. Köln, 28. März 1849. Beilage.

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Beilage zu Nr. 257 der Neuen Rheinischen Zeitung.
Organ der Demokratie.
Mittwoch, 28. März 1849.
[Französische Republik]

Blanqui. Das heißt aus Hypocrisie.

Generalprokurator (heftig). Ich verlange, daß der Angeklagte Blanqui, der sich in dieser Weise an das öffentliche Ministerium wendet...

Blanqui. Bemühen Sie sich nicht, Herr Generalprokurator, ich habe mich nicht an Sie, sondern an diejenigen Leute gewendet, welche sonst immer die Republik bekämpften und jetzt in der Gewalt sind.

Zeuge Ernst Ginoux, 40 Jahre alt, Unterbeamter in der Domänen-Verwaltung. Am 15. Mai stand ich in der Garde vor dem Gitter der Assemblee. Wir warteten bis 12 1/2 Uhr, ohne Ordre zu erhalten. Die Versammlung wurde gestürmt, und Huber proklamirte ihre Auflösung; später gelang es uns, den Saal zu räumen. Im Augenblick, wo wir eintraten, hörte ich den General Courtais rufen: "Im Namen des Volks, ich befehle der Nationalgarde, sich zu entfernen!" In demselben Augenblick verhaftete ich ihn auch und riß ihm Epanletten und Kreuz ab.

Courtais. (Aufspringend.) Dieser Mensch ist ein Elender! (Allgemeiner Tumult unter den Anwesenden.) Ich bin ein alter Soldat, ich besitze nichts als meine Ehre; und dieser Schurke, dieser Elende...

(Der greise General wird bei diesen Worten plötzlich furchtbar bleich, er ballt die Fäuste, um sich auf den Zeugen zu werfen, seine Lippen bewegen sich krampfhaft, ohne daß man ihn sprechen hört. Die Gensd'armen halten ihn mit Mühe fest.)

Generalprokutor. Ich bin gezwungen, meinen Antrag gegen den Angeklagten zu nehmen...

Courtais. Weil ich ein Mann von Ehre bin, Hr. Generalprokurator. Es gibt hier einen Menschen, der mir mein Kreuz von der Brust riß, mein Kreuz, daß ich auf dem Schlachtfelde gewann, als ich an der Spitze meines braven 17. Dragoner-Regiments eine Batterie erstürmte. Ach, ich trage es nicht, und ich würde es auch nicht getragen haben, bis ich den wiedergefunden hätte, der es mir abriß.

Barbes und Blanqui erheben sich.

Präsident schreit: Angeklagter Barbes, Sie haben das Wort nicht. Angeklagter Blanqui, Sie haben das Wort nicht. Ich gebe Niemand das Wort.

Der Angeklagte Courtais wird aufgefordert die Worte: "Elender und Schurke" zurückzunehmen.

Courtais. Nimmermehr!

Nach einer 1/4 stündigen lebhaften Diskussion versteht sich Courtais zuletzt zu der Erklärung: "In Erwägung, daß sich die hier anwesende Justiz durch meine gerechte Wuth gegen den Zeugen verletzt fühlt, nehme ich die hier im Saal unpassenden Worte zurück."

Die Sitzung wird unter großer Aufregung des Publikums nach fünf Uhr aufgehoben.

Italien.
*

Die Feindseligkeiten haben begonnen. Folgende zwei Depeschen sind in Turin veröffentlicht worden:

Novara, 2. März: Der König ist von Trekata an der Spitze seiner Armee über den Tessin gegangen. Der Uebergang wurde ihm in keiner Weise streitig gemacht.

Das General-Quartier ist noch zu Trekata. Man sagt, daß östreichische Truppen und Wagen in aller Eile über die Landstraße von Busto Arfizio nach Mailand ziehen.

Boghera, 20. März. Der Feind hat uns an der Brücke von Mezzanacorti angegriffen. Dieselbe ist von den Unsrigen mit Energie vertheidigt worden. Beim Anbruche der Nacht haben unsere Soldaten der Sicherheit halber die Brücke zerstört und die Kähne an unser Ufer gezogen, wo sie, von zwei Lombard. Batterieen unterstützt, ihre Position behaupten.

Man sagt, daß zwei Tirailleure geblieben und zwanzig andere Soldaten verwundet worden. Auf der andern Seite des Po sah man östreichische Soldaten aller Art, die bis zum gegenwärtigen Augenblick den Angriff noch nicht erneuert haben.

Diese Nachrichten werden durch eine telegraphische Depesche bestätigt, welche diesen Morgen von Alessandria gekommen.

Der Minister des Innern.

Ratazzi.

Das so eben von dem Kriegsminister veröffentlichte Bülletin bestätigt diese Nachricht. Das Bülletin lautet wie folgt:

"So eben ist dem Kriegsminister folgende vom 20. datirte und von Chzanowsky unterzeichnete Depesche zugekommen.

Der König, um sich über die Kräfte des Feindes Auskunft zu verschaffen, hat befohlen, eine Rekognoscirung auf der andern Seite des Tessin zu veranstalten. Die 4. Division, welche vom Herzog von Genua kommandirt wird, ist hiermit beauftragt worden, und sie sollte zu diesem Zwecke über die Brücke von Buffalora passiren, um auf Magenta zu marschiren.

Sobald die feindlichen Schildwachen die Bewegung unserer Avantgarde wahrnahmen, schlugen sie sich auf Ponte Nuovo di Magenta zurück. Eine kurze Weile nachher sah man von dorten ungeheure Rauchsäulen sich erheben; die Oestreicher hatten die Douane in Brand gesteckt. Darauf zog sich der Feind nach Magenta zurück; von da nach Cerbetta und Digliano, indem er einen Gefangenen in unsern Händen zurückließ.

Der König drang bis nach Magenta vor, und wurde allenthalben mit lautem Rufe begrüßt.

Als die 4te Division sich dermaßen auf dem linken Ufer des Tessin festgesetzt hatte, kehrte der König nach Trekata zurück, wo das Generalquartier sich befand.

Der Kriegsminister

Chiodo.

* Turin, 21. März.

Der Unterrichtsminister Cadorna ist als Kommissär nach dem Lager abgereist. Das hiesige Comite für Parma, Piacenza, Modena und Reggio hat einen Aufruf an die Bewohner der gedachten Landestheile erlassen, um sie zum Ausharren in ihren Anstrengungen behufs Abschüttelung des östreichischen Joches zu ermuntern. In Parma hatte die Municipalität nach Abzug der Oestreicher die Leitung aller Geschäfte in ihre Hand genommen; sie ist, als aus lauwarmen und untauglichen Leuten bestehend, durch eine Regierungs-Kommission von 5 Mitgliedern ersetzt worden. Es heißt, daß ein Courier von hier aus an die Regierung der toskanischen Republik abgegangen ist, um von ihr für den Kampf gegen das östreichische Scheusal 20,000 M. Hilfstruppen aller Waffen und eine Geldsumme von 1 Mill. Thaler zu verlangen. Ein zweiter Courier. Piemonts hat sich nach Rom begeben mit einem ähnlichen Anliegen. Die römische Republik soll 40.000 M. aller Waffengattungen zum Kriege stellen und 2 Mill. Thaler Kosten beischießen.

* Florenz, 19. März.

Das offizielle Organ der Republik bringt das Dekret wegen der gezwungen Anleihe. Der erste Art. bestimmt, daß die großen Kapitalisten und Kaufleute, sowie die Handels- und Industrie-Gesellschaften aller Art die Anleihe aufzubringen haben. Art. 2 lautet: "Die Collectiv-Personen und Korporationen werden als Individuen angesehen." Nach Art. 4 werden von einem jährlichen Netto-Einkommen von 1000 Thlr. 14 Prozent (also 140 Thlr.) und so im steigenden Verhältniß immer mehr Prozent gezahlt, bis auf der obersten Stufe diejenigen mit einem jährlichen Einkommen von 10,000 Thlrn. und darüber 50 Prozent oder die Hälfte von ihrer Einnahme beizusteuern haben. Die Anleihe wird in 4 Raten erhoben, jeden 15. der Monate April, Mai, Juni und Juli ein Viertel. Die Nationalgüter bilden die Hypothese. Die Zinsen der Anleihe betragen 5 Prozent. Jede Ungenauigkeit im Bezahlen wird durch Erhöhung des Beitrages um 6 Prozent gestraft.

Der "Corriere Livornese" will wissen, der Bourbone von Neapel habe bei der Nachricht, daß Sizilien sein Ultimatum verworfen, ausgerufen: "Gut, dann werden am 20. d. Mts. meine Truppen in Palermo wie in Rom ihren Einzug halten!"

Die sizilischen Kammern haben eine Erhebung des Volkes en masse dekretirt.

Dies die Antwort auf das bourbonische Ultimatum.

Amerika.
New-York, 7. März.

Der Congreß vertagte sich am Sonntag Morgen, den 4. März, nach einer sehr bewegten Nachtsitzung. Die große, zu entscheidende Frage war, ob Sklaverei in den neuen Territorien bestehen dürfe. Es lagen vor beiden Häusern verschiedene Gesetze über die Organisation einer Regierung in Californien; im Hause der Repräsentanten wurde am letzten Mittwoch eins angenommen, welches die Sklaverei durchaus ausschließt. Da man aber keine Ursache hatte, die Annahme eines solchen Gesetzes im Senate zu erwarten, so nahm man, um diesen Gegenstand zu erledigen, seine Zuflucht zu einem Nebenwege. Zu diesem Zwecke hing man einen Zusatz an das Gesetz, welches die nöthigen Geldbewilligungen für die Bestreitung der Regierungsunkosten macht. Dieses Amendement wurde der Mittelpunkt des ganzen Kampfes. Es wurden an seine Stelle andere Amendements vorgeschlagen, verschiedene Zusätze gemacht, und endlich trat ein Senator aus dem Norden, Hr. Walker von Wiskonsin - der als Freiboden-Mann erwählt wurde - auf, und legte, seine Versprechungen vergessend, ein Amendement vor, welches, ohne gerade den vollen Ansprüchen der Sklaverei-Partei zu genügen, wahrscheinlich die Ursache ihres endlichen Sieges gewesen sein würde. Dieser Zusatz (Amendement) bestimmte: daß die Constitution der Vereinigten Staaten, die Zollgesetze, die Gesetze über Schifffahrt, Küstenhandel, Fischereien und über die Verbindungen mit den indianischen Stämmen, auf jenes Territorium ausgedehnt werden sollten, sowie daß der Präsident mit der Ausübung dieser Gesetze beauftragt werde und volle Macht erhalte, solche Regeln und Vorschriften zu machen, wie sie zu deren Ausführung nothwendig sein möchten, und daß er auch Eintheilungen, Militär-Posten und Einrichtungen machen und die Beamten anstellen könne, denen er zu diesen Zwecke bedürfe. Die Annahme dieses Vorschlages hätte, mit einem Worte, dem Präsidenten eine absolute Herrschaft über die Territorien gegeben. - Da er überdieß keine Einschränkungen in Betreff der Sklaverei enthielt, so würde der Süden behauptet haben, daß sein Recht, Sklaven dorthin zu bringen und dort zu besitzen, wirklich anerkannt worden sei. Dieß ging daraus hervor, daß die Sklaverei-Partei diesen Plan einstimmig unterstützte, der endlich am Montag der letzten Woche, mit 29 gegen 27 Stimmen angenommen wurde.

Es handelt sich nun darum, das Haus zur Beistimmung zu zwingen. Die Frage wurde am Freitag im Hause verhandelt; nach verschiedenen Versuchen, Amendements einzuführen und nach andern parlamentarischen Kunstgriffen, setzten die Freunde der Freiheit ihren Entschluß durch, und die Bill wurde an den Senat zurückgesandt, da man dem Amendement nicht beigestimmt hatte. Der Senat weigerte sich, es zurückzuziehen; man ernannte deshalb am Samstag (dem letzten Tage des Congresses) ein vereinigtes Conferenz-Comite.

Der Samstag Abend kam und die Aufregung wurde ungeheuer. Das Comite berichtete, daß man zu keiner Uebereinkunft über diese Frage kommen könne; es schien nun als müsse eines von den beiden Häusern seine Stellung aufgeben. Die Vertheidiger der Sklaverei waren voll Vertrauen, - die Freiheitspartei unentschieden, und ruhige Zuschauer (wenn es deren gab) müssen erwartet haben, daß der Senat am Ende Sieger bleiben würde. Wir wollen hier nicht auf die Einzelheiten des Kampfes eingehen, der während der ganzen Nacht fortgesetzt wurde, und von großer Unordnung und leider auch von zwei oder drei schändlichen persönlichen Streitigkeiten begleitet war. Es genügt zu sagen, daß zum größten Glücke das Haus dahin gebracht wurde, die Bill mit einem Amendement zu passiren, welches alles sich auf die Terrutorien Beziehende ausstrich. In dieser Fassung wurde das Gesetz dem Senate zurückgesandt und auch von ihm angenommen. Zu gleicher Zeit verhandelte er ein Gesetz aus dem Hause, welches eine einfache Ausbreitung der Zollgesetze über Neu-Mexiko und Californien verordnet, und nahm es auch an. Präsident Volk, der während der ganzen Nacht im Capitol war, um die Bills, welche noch durchgingen, zu unterzeichnen, setzte seinen Namen unter beide Gesetze, und bald nachher vertagten sich beide Häuser. Die Territorial-Frage blieb also im Ganzen ohne Entscheidung.

Das Resultat, welches man soweit in Betreff der Einführung der Sklaverei in neue Territorien erreicht hat, ist nur negativ. Es ist eine unentschiedene Schlacht. Und doch ist sie fast so gut, wie eine für die Freiheit gewonnene, denn im nächsten Congresse wird die Sklaverei-Partei viel schwächer sein, wie in dem vergangenen, und dann läßt sich auch viel von der einwirkenden Bewegung des Volkes erwarten. Es ist wenig Ursache da, die Einführung der Sklaverei in die fraglichen Bezirke zu befürchten.

Neueste Nachrichten.

Unna. In Unna sind Unruhen ausgebrochen, die sich gegen den Minister Bodelschwingh zu richten scheinen. Mehrere Schüsse sind gefallen. Näheres ist noch nicht bekannt.

Der Inhalt dieses Artikels kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht angezeigt werden.
Redakteur en chef: Karl Marx.
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Auszug in Sachen der zu Köln ohne besonderes Gewerbe wohnenden Anna Catharina Berrenrath, Ehefrau des daselbst wohnenden Ackerers Peter Klemmer Klägerin Fr. Fützer und Laufenberg.

gegen

1) ihren vorgenannten Ehemann Peter Klemmer Ackerer zu Köln wohnend, Verklagter ohne Anwalt

2) den ebendaselbst wohnenden Rentner Heinrich Erkelenz, Intervenient pr. Schumacher hat das königliche Landgericht zu Köln durch Urtheil vom 26. März 1849, die zwischen der Klägerin und ihrem vorgenannten Ehemanne, bisher bestehendem gesetzliche Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt, und die Parteien zur Liquidation der Ansprüche der Klägerin vor den zu Köln wohnenden Notar Claisen verwiesen.

Für die Richtigkeit des Auszuges Köln, den 27. März 1849.

Füßer, Advokat-Anwalt.

Laufenberg, Advokat.

Die erneuten, öffentlichen, nichtswürdigen Verläumdungen der Gesellen des sich feige hinter denselben verkriechenden Freiherrn v. Eltz-Rübenach zu Wahn veranlassen mich zunächst, das Publikum zu bitten, im Urtheile darüber sich vorläufig nicht beirren zu lassen, indem jeder Mann von Rechts- und Ehrbegriffen erkennen wird, daß man mit solchen Subjekten - wie Herr so Gesell - auf einen bloßen Wortstreit nicht weiter eingehen kann, sondern andere Wege zu betreten hat; jedoch werden diese Blätter über Zwischenfälle und Erfolge ein Näheres berichten. - Da ich indeß in Nr. 233 d. Ztg., als ein dem Hrn. Freiherrn v. Eltz gleichstehender Staatsbürger, denselben öffentlich der böswilligen Entstellung, der Lüge und Verläumdung geziehen habe; so bleibt diese Schmach auf ihm für ewig sitzen, wenn derselbe keinen andern Weg zur Abwaschung derselben erwählt, als den, mich durch seine Satteliten von Neuem besudeln zu lassen.

Porz, am 26. März 1849.

Süren, Bürgermeister.

Oeffentlicher Verkauf im hiesigen Leihause.

Mittwoch den 28. März 1849 und folgenden Tag aus dem Monat März 1847.

Einladung zum Abonnement auf das zweite Quartal (1. April bis Ende Juni 1849) der Westfälischen Zeitung.

Redigirt von Dr. Ludwig Wihl und dem Abgeordneten Franz Löher.

Die Westfälische Zeitung erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags, im Formate der Leipziger Illustrirten Zeitung mit dreispaltigen Kolumnen, und kostet vierteljährlich in der Expedition 18 Sgr., durch die Post bezogen im ganzen Umfange des Preuß. Staats 22 1/2 Sgr.; außerhalb Preußens etwas mehr.

Westfalen, das erst in neuester Zeit zu politischem Leben erwacht ist, hat die Blicke Deutschlands in manchem Betracht auf sich gezogen, nachdem es lange als ein abscurer, hinter der Rheinprovinz zurückgebliebener Theil des Vaterlandes angesehen worden ist. Die junge Presse hat nicht wenig zu diesem Aufschwunge beigetragen. Die Westfälische Zeitung war die erste, welche in geharnischten Leitartikeln und in geeigneter Zusammenstellung der Weltereignisse sich der Sache, des Volkes gegenüber den verrotteten älteren Zuständen angenommen hat. Es ist ihr gelungen, in kurzer Zeit sich Ansehen und Theilnahme zu verschaffen. Sie zählt eine Reihe hochgestellter Namen zu Mitarbeitern. Die Redaktion befindet sich in bewährter Hand. Wie die Redaktion ihre Aufgabe erfaßt hat, das beweist ihre bisherige Leistung und daß sie im gleichen Geiste fortfahren wird, ihr Programm. (Siehe die Probenummern.) Durch die Vergrößerung des Formats und die Eintheilung in drei Spalten bietet sie ein reiches Material. Dem Provinziellen wird, wie bisher, eine ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Viele Correspondenten sind neu zu diesem Behufe engagirt worden. - Durch die große Verbreitung, deren sie sich jetzt schon erfreut, eignet sie sich ganz besonders für Anzeigen aller Art, um deren frühzeitige Mittheilung hiermit ganz besonders gebeten wird. - Bestellungen werden möglichst früh erbeten, damit vollständige Exemplare geliefert werden können.

Die Verlagshandlung von W. Crüwell in Paderborn.

Aufforderung.

Der Referendar G...s..b..k aus Cleve wird hiermit aufgefordert, sein jetziges Domicil anzugeben, indem sonst sein Name, unter Angabe der näheren für ihn nicht angenehmen Umstände öffentlich genannt werden soll.

I. H. Schulz & Comp. in Köln.

Die Hornisse eine im radikalsten Sinne von Heinrich Heise und Dr. Gottlieb Keller redigirte Zeitschrift erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, mindestens einen halben Bogen stark, und zwar in größerem Formate, als bisher, zum Abonnementspreis von 18 Sgr.

Pränumerirt wird bei allen kurhessischen Postanstalten, welche auch Bestellungen von auswärtigen Poststellen annehmen, für Kassel bei der unterzeichneten Stelle.

Bei der großen Verbreitung des Blattes - schon jetzt beträgt die Auflage 1750 Exemplare -, welche täglich mehr zunimmt, finden Anzeigen jeder Art, welche mit 1 Sgr. die gespaltene Petitzeile berechnet werden, die größte Verbreitung.

Kassel, Anfangs März 1849.

Die Expedition der "Hornisse."

Obere Entengasse Nr. 132.

Bürgerwehr!

Auf dem Comptoir des Schaffhausenschen Bankvereins hat ein Soldat in Uniform die Unterschriften für das feige Heulermachwerk eingesammelt, resp. einsammeln wollen. Von wem und auf wessen Ansuchen war dieser Soldat mit diesem Geschäfte beauftragt?

Bürgerwehr.

Dem Vernehmen nach beschäftigen sich die Herren: Devivre, Leiden, Nierstraß, Sadee, Sturm, Tilmes u. A. mit Unterschriftensammeln zu der berüchtigten Petition gegen die Wiedereinführung der Bürgerwehr. Zur Aufklärung der Motive dieser Herren dürfte es zweckmäßig sein, wenn die betr. Hauptleute der seeligen Bürgerwehr darüber öffentlich Auskunft geben wollten: "wo diese sauberen Herren bei den früheren Allarmirungen gesteckt haben." Es würde sich vielleicht hierdurch herausstellen, ob nicht die Feigheit der damals Richterschienenen mit dem Wunsche der jetzigen Bittsteller zusammentrifft.

Heißt dies Untergraben eines bestehenden Gesetzes nicht auch Wühlen? und ist das der so viel gerühmte Sinn für Ordnung und Gesetzlichkeit, womit diese Herren sich so gerne breit machen?

Sapienti sat.

Schleppfahrt.

Der ausschließlich zum Schleppen "hölzerner Segel-Schiffe" eingerichtete Dienst des vortrefflichen Dampfschleppschiffes "Dordrecht" hat wieder begonnen.

Nähere Auskunft über die Bedingungen und die ermäßigten Tarifsätze des Schlepplohnes ertheilen die zum Abschließen von Schlepp-Verträgen bevollmächtigten Agenten.

In Köln Herr Franz de Smet.

In Koblenz Herr J. B. Dotzler.

Dorbrecht, den 14. März 1849.

Die Direktion des Dampfschleppschiffes "Dorbrecht."

Messingene, bleierne und gußeiserne Pumpen aller Art, empfehle ich zur gefälligen Abnahme, als: eiserne freistehende Säulen, Gestell- und Dreh-Pumpen, so wie messingene und bleiernde Hauspumpen, von denen ich eine Auswahl in meinem Lager sowohl, als im Betrieb zur Ansicht ausgestellt habe. Für alle von mir gefertigten Pumpen wird eine hinlängliche Garantie geleistet.

Aug. König, Altenmarkt Nr. 56 in Köln.

In der Möbel-Fabrik von Johann Heininger Sohn, Trankgasse 27, sind zwei schön meublirte Zimmer zu vermiethen.

Beilage zu Nr. 257 der Neuen Rheinischen Zeitung.
Organ der Demokratie.
Mittwoch, 28. März 1849.
[Französische Republik]

Blanqui. Das heißt aus Hypocrisie.

Generalprokurator (heftig). Ich verlange, daß der Angeklagte Blanqui, der sich in dieser Weise an das öffentliche Ministerium wendet…

Blanqui. Bemühen Sie sich nicht, Herr Generalprokurator, ich habe mich nicht an Sie, sondern an diejenigen Leute gewendet, welche sonst immer die Republik bekämpften und jetzt in der Gewalt sind.

Zeuge Ernst Ginoux, 40 Jahre alt, Unterbeamter in der Domänen-Verwaltung. Am 15. Mai stand ich in der Garde vor dem Gitter der Assemblée. Wir warteten bis 12 1/2 Uhr, ohne Ordre zu erhalten. Die Versammlung wurde gestürmt, und Huber proklamirte ihre Auflösung; später gelang es uns, den Saal zu räumen. Im Augenblick, wo wir eintraten, hörte ich den General Courtais rufen: „Im Namen des Volks, ich befehle der Nationalgarde, sich zu entfernen!“ In demselben Augenblick verhaftete ich ihn auch und riß ihm Epanletten und Kreuz ab.

Courtais. (Aufspringend.) Dieser Mensch ist ein Elender! (Allgemeiner Tumult unter den Anwesenden.) Ich bin ein alter Soldat, ich besitze nichts als meine Ehre; und dieser Schurke, dieser Elende…

(Der greise General wird bei diesen Worten plötzlich furchtbar bleich, er ballt die Fäuste, um sich auf den Zeugen zu werfen, seine Lippen bewegen sich krampfhaft, ohne daß man ihn sprechen hört. Die Gensd'armen halten ihn mit Mühe fest.)

Generalprokutor. Ich bin gezwungen, meinen Antrag gegen den Angeklagten zu nehmen…

Courtais. Weil ich ein Mann von Ehre bin, Hr. Generalprokurator. Es gibt hier einen Menschen, der mir mein Kreuz von der Brust riß, mein Kreuz, daß ich auf dem Schlachtfelde gewann, als ich an der Spitze meines braven 17. Dragoner-Regiments eine Batterie erstürmte. Ach, ich trage es nicht, und ich würde es auch nicht getragen haben, bis ich den wiedergefunden hätte, der es mir abriß.

Barbès und Blanqui erheben sich.

Präsident schreit: Angeklagter Barbès, Sie haben das Wort nicht. Angeklagter Blanqui, Sie haben das Wort nicht. Ich gebe Niemand das Wort.

Der Angeklagte Courtais wird aufgefordert die Worte: „Elender und Schurke“ zurückzunehmen.

Courtais. Nimmermehr!

Nach einer 1/4 stündigen lebhaften Diskussion versteht sich Courtais zuletzt zu der Erklärung: „In Erwägung, daß sich die hier anwesende Justiz durch meine gerechte Wuth gegen den Zeugen verletzt fühlt, nehme ich die hier im Saal unpassenden Worte zurück.“

Die Sitzung wird unter großer Aufregung des Publikums nach fünf Uhr aufgehoben.

Italien.
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Die Feindseligkeiten haben begonnen. Folgende zwei Depeschen sind in Turin veröffentlicht worden:

Novara, 2. März: Der König ist von Trekata an der Spitze seiner Armee über den Tessin gegangen. Der Uebergang wurde ihm in keiner Weise streitig gemacht.

Das General-Quartier ist noch zu Trekata. Man sagt, daß östreichische Truppen und Wagen in aller Eile über die Landstraße von Busto Arfizio nach Mailand ziehen.

Boghera, 20. März. Der Feind hat uns an der Brücke von Mezzanacorti angegriffen. Dieselbe ist von den Unsrigen mit Energie vertheidigt worden. Beim Anbruche der Nacht haben unsere Soldaten der Sicherheit halber die Brücke zerstört und die Kähne an unser Ufer gezogen, wo sie, von zwei Lombard. Batterieen unterstützt, ihre Position behaupten.

Man sagt, daß zwei Tirailleure geblieben und zwanzig andere Soldaten verwundet worden. Auf der andern Seite des Po sah man östreichische Soldaten aller Art, die bis zum gegenwärtigen Augenblick den Angriff noch nicht erneuert haben.

Diese Nachrichten werden durch eine telegraphische Depesche bestätigt, welche diesen Morgen von Alessandria gekommen.

Der Minister des Innern.

Ratazzi.

Das so eben von dem Kriegsminister veröffentlichte Bülletin bestätigt diese Nachricht. Das Bülletin lautet wie folgt:

„So eben ist dem Kriegsminister folgende vom 20. datirte und von Chzanowsky unterzeichnete Depesche zugekommen.

Der König, um sich über die Kräfte des Feindes Auskunft zu verschaffen, hat befohlen, eine Rekognoscirung auf der andern Seite des Tessin zu veranstalten. Die 4. Division, welche vom Herzog von Genua kommandirt wird, ist hiermit beauftragt worden, und sie sollte zu diesem Zwecke über die Brücke von Buffalora passiren, um auf Magenta zu marschiren.

Sobald die feindlichen Schildwachen die Bewegung unserer Avantgarde wahrnahmen, schlugen sie sich auf Ponte Nuovo di Magenta zurück. Eine kurze Weile nachher sah man von dorten ungeheure Rauchsäulen sich erheben; die Oestreicher hatten die Douane in Brand gesteckt. Darauf zog sich der Feind nach Magenta zurück; von da nach Cerbetta und Digliano, indem er einen Gefangenen in unsern Händen zurückließ.

Der König drang bis nach Magenta vor, und wurde allenthalben mit lautem Rufe begrüßt.

Als die 4te Division sich dermaßen auf dem linken Ufer des Tessin festgesetzt hatte, kehrte der König nach Trekata zurück, wo das Generalquartier sich befand.

Der Kriegsminister

Chiodo.

* Turin, 21. März.

Der Unterrichtsminister Cadorna ist als Kommissär nach dem Lager abgereist. Das hiesige Comite für Parma, Piacenza, Modena und Reggio hat einen Aufruf an die Bewohner der gedachten Landestheile erlassen, um sie zum Ausharren in ihren Anstrengungen behufs Abschüttelung des östreichischen Joches zu ermuntern. In Parma hatte die Municipalität nach Abzug der Oestreicher die Leitung aller Geschäfte in ihre Hand genommen; sie ist, als aus lauwarmen und untauglichen Leuten bestehend, durch eine Regierungs-Kommission von 5 Mitgliedern ersetzt worden. Es heißt, daß ein Courier von hier aus an die Regierung der toskanischen Republik abgegangen ist, um von ihr für den Kampf gegen das östreichische Scheusal 20,000 M. Hilfstruppen aller Waffen und eine Geldsumme von 1 Mill. Thaler zu verlangen. Ein zweiter Courier. Piemonts hat sich nach Rom begeben mit einem ähnlichen Anliegen. Die römische Republik soll 40.000 M. aller Waffengattungen zum Kriege stellen und 2 Mill. Thaler Kosten beischießen.

* Florenz, 19. März.

Das offizielle Organ der Republik bringt das Dekret wegen der gezwungen Anleihe. Der erste Art. bestimmt, daß die großen Kapitalisten und Kaufleute, sowie die Handels- und Industrie-Gesellschaften aller Art die Anleihe aufzubringen haben. Art. 2 lautet: „Die Collectiv-Personen und Korporationen werden als Individuen angesehen.“ Nach Art. 4 werden von einem jährlichen Netto-Einkommen von 1000 Thlr. 14 Prozent (also 140 Thlr.) und so im steigenden Verhältniß immer mehr Prozent gezahlt, bis auf der obersten Stufe diejenigen mit einem jährlichen Einkommen von 10,000 Thlrn. und darüber 50 Prozent oder die Hälfte von ihrer Einnahme beizusteuern haben. Die Anleihe wird in 4 Raten erhoben, jeden 15. der Monate April, Mai, Juni und Juli ein Viertel. Die Nationalgüter bilden die Hypothese. Die Zinsen der Anleihe betragen 5 Prozent. Jede Ungenauigkeit im Bezahlen wird durch Erhöhung des Beitrages um 6 Prozent gestraft.

Der „Corriere Livornese“ will wissen, der Bourbone von Neapel habe bei der Nachricht, daß Sizilien sein Ultimatum verworfen, ausgerufen: „Gut, dann werden am 20. d. Mts. meine Truppen in Palermo wie in Rom ihren Einzug halten!“

Die sizilischen Kammern haben eine Erhebung des Volkes en masse dekretirt.

Dies die Antwort auf das bourbonische Ultimatum.

Amerika.
New-York, 7. März.

Der Congreß vertagte sich am Sonntag Morgen, den 4. März, nach einer sehr bewegten Nachtsitzung. Die große, zu entscheidende Frage war, ob Sklaverei in den neuen Territorien bestehen dürfe. Es lagen vor beiden Häusern verschiedene Gesetze über die Organisation einer Regierung in Californien; im Hause der Repräsentanten wurde am letzten Mittwoch eins angenommen, welches die Sklaverei durchaus ausschließt. Da man aber keine Ursache hatte, die Annahme eines solchen Gesetzes im Senate zu erwarten, so nahm man, um diesen Gegenstand zu erledigen, seine Zuflucht zu einem Nebenwege. Zu diesem Zwecke hing man einen Zusatz an das Gesetz, welches die nöthigen Geldbewilligungen für die Bestreitung der Regierungsunkosten macht. Dieses Amendement wurde der Mittelpunkt des ganzen Kampfes. Es wurden an seine Stelle andere Amendements vorgeschlagen, verschiedene Zusätze gemacht, und endlich trat ein Senator aus dem Norden, Hr. Walker von Wiskonsin ‒ der als Freiboden-Mann erwählt wurde ‒ auf, und legte, seine Versprechungen vergessend, ein Amendement vor, welches, ohne gerade den vollen Ansprüchen der Sklaverei-Partei zu genügen, wahrscheinlich die Ursache ihres endlichen Sieges gewesen sein würde. Dieser Zusatz (Amendement) bestimmte: daß die Constitution der Vereinigten Staaten, die Zollgesetze, die Gesetze über Schifffahrt, Küstenhandel, Fischereien und über die Verbindungen mit den indianischen Stämmen, auf jenes Territorium ausgedehnt werden sollten, sowie daß der Präsident mit der Ausübung dieser Gesetze beauftragt werde und volle Macht erhalte, solche Regeln und Vorschriften zu machen, wie sie zu deren Ausführung nothwendig sein möchten, und daß er auch Eintheilungen, Militär-Posten und Einrichtungen machen und die Beamten anstellen könne, denen er zu diesen Zwecke bedürfe. Die Annahme dieses Vorschlages hätte, mit einem Worte, dem Präsidenten eine absolute Herrschaft über die Territorien gegeben. ‒ Da er überdieß keine Einschränkungen in Betreff der Sklaverei enthielt, so würde der Süden behauptet haben, daß sein Recht, Sklaven dorthin zu bringen und dort zu besitzen, wirklich anerkannt worden sei. Dieß ging daraus hervor, daß die Sklaverei-Partei diesen Plan einstimmig unterstützte, der endlich am Montag der letzten Woche, mit 29 gegen 27 Stimmen angenommen wurde.

Es handelt sich nun darum, das Haus zur Beistimmung zu zwingen. Die Frage wurde am Freitag im Hause verhandelt; nach verschiedenen Versuchen, Amendements einzuführen und nach andern parlamentarischen Kunstgriffen, setzten die Freunde der Freiheit ihren Entschluß durch, und die Bill wurde an den Senat zurückgesandt, da man dem Amendement nicht beigestimmt hatte. Der Senat weigerte sich, es zurückzuziehen; man ernannte deshalb am Samstag (dem letzten Tage des Congresses) ein vereinigtes Conferenz-Comite.

Der Samstag Abend kam und die Aufregung wurde ungeheuer. Das Comité berichtete, daß man zu keiner Uebereinkunft über diese Frage kommen könne; es schien nun als müsse eines von den beiden Häusern seine Stellung aufgeben. Die Vertheidiger der Sklaverei waren voll Vertrauen, ‒ die Freiheitspartei unentschieden, und ruhige Zuschauer (wenn es deren gab) müssen erwartet haben, daß der Senat am Ende Sieger bleiben würde. Wir wollen hier nicht auf die Einzelheiten des Kampfes eingehen, der während der ganzen Nacht fortgesetzt wurde, und von großer Unordnung und leider auch von zwei oder drei schändlichen persönlichen Streitigkeiten begleitet war. Es genügt zu sagen, daß zum größten Glücke das Haus dahin gebracht wurde, die Bill mit einem Amendement zu passiren, welches alles sich auf die Terrutorien Beziehende ausstrich. In dieser Fassung wurde das Gesetz dem Senate zurückgesandt und auch von ihm angenommen. Zu gleicher Zeit verhandelte er ein Gesetz aus dem Hause, welches eine einfache Ausbreitung der Zollgesetze über Neu-Mexiko und Californien verordnet, und nahm es auch an. Präsident Volk, der während der ganzen Nacht im Capitol war, um die Bills, welche noch durchgingen, zu unterzeichnen, setzte seinen Namen unter beide Gesetze, und bald nachher vertagten sich beide Häuser. Die Territorial-Frage blieb also im Ganzen ohne Entscheidung.

Das Resultat, welches man soweit in Betreff der Einführung der Sklaverei in neue Territorien erreicht hat, ist nur negativ. Es ist eine unentschiedene Schlacht. Und doch ist sie fast so gut, wie eine für die Freiheit gewonnene, denn im nächsten Congresse wird die Sklaverei-Partei viel schwächer sein, wie in dem vergangenen, und dann läßt sich auch viel von der einwirkenden Bewegung des Volkes erwarten. Es ist wenig Ursache da, die Einführung der Sklaverei in die fraglichen Bezirke zu befürchten.

Neueste Nachrichten.

Unna. In Unna sind Unruhen ausgebrochen, die sich gegen den Minister Bodelschwingh zu richten scheinen. Mehrere Schüsse sind gefallen. Näheres ist noch nicht bekannt.

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Redakteur en chef: Karl Marx.
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Auszug in Sachen der zu Köln ohne besonderes Gewerbe wohnenden Anna Catharina Berrenrath, Ehefrau des daselbst wohnenden Ackerers Peter Klemmer Klägerin Fr. Fützer und Laufenberg.

gegen

1) ihren vorgenannten Ehemann Peter Klemmer Ackerer zu Köln wohnend, Verklagter ohne Anwalt

2) den ebendaselbst wohnenden Rentner Heinrich Erkelenz, Intervenient pr. Schumacher hat das königliche Landgericht zu Köln durch Urtheil vom 26. März 1849, die zwischen der Klägerin und ihrem vorgenannten Ehemanne, bisher bestehendem gesetzliche Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt, und die Parteien zur Liquidation der Ansprüche der Klägerin vor den zu Köln wohnenden Notar Claisen verwiesen.

Für die Richtigkeit des Auszuges Köln, den 27. März 1849.

Füßer, Advokat-Anwalt.

Laufenberg, Advokat.

Die erneuten, öffentlichen, nichtswürdigen Verläumdungen der Gesellen des sich feige hinter denselben verkriechenden Freiherrn v. Eltz-Rübenach zu Wahn veranlassen mich zunächst, das Publikum zu bitten, im Urtheile darüber sich vorläufig nicht beirren zu lassen, indem jeder Mann von Rechts- und Ehrbegriffen erkennen wird, daß man mit solchen Subjekten ‒ wie Herr so Gesell ‒ auf einen bloßen Wortstreit nicht weiter eingehen kann, sondern andere Wege zu betreten hat; jedoch werden diese Blätter über Zwischenfälle und Erfolge ein Näheres berichten. ‒ Da ich indeß in Nr. 233 d. Ztg., als ein dem Hrn. Freiherrn v. Eltz gleichstehender Staatsbürger, denselben öffentlich der böswilligen Entstellung, der Lüge und Verläumdung geziehen habe; so bleibt diese Schmach auf ihm für ewig sitzen, wenn derselbe keinen andern Weg zur Abwaschung derselben erwählt, als den, mich durch seine Satteliten von Neuem besudeln zu lassen.

Porz, am 26. März 1849.

Süren, Bürgermeister.

Oeffentlicher Verkauf im hiesigen Leihause.

Mittwoch den 28. März 1849 und folgenden Tag aus dem Monat März 1847.

Einladung zum Abonnement auf das zweite Quartal (1. April bis Ende Juni 1849) der Westfälischen Zeitung.

Redigirt von Dr. Ludwig Wihl und dem Abgeordneten Franz Löher.

Die Westfälische Zeitung erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags, im Formate der Leipziger Illustrirten Zeitung mit dreispaltigen Kolumnen, und kostet vierteljährlich in der Expedition 18 Sgr., durch die Post bezogen im ganzen Umfange des Preuß. Staats 22 1/2 Sgr.; außerhalb Preußens etwas mehr.

Westfalen, das erst in neuester Zeit zu politischem Leben erwacht ist, hat die Blicke Deutschlands in manchem Betracht auf sich gezogen, nachdem es lange als ein abscurer, hinter der Rheinprovinz zurückgebliebener Theil des Vaterlandes angesehen worden ist. Die junge Presse hat nicht wenig zu diesem Aufschwunge beigetragen. Die Westfälische Zeitung war die erste, welche in geharnischten Leitartikeln und in geeigneter Zusammenstellung der Weltereignisse sich der Sache, des Volkes gegenüber den verrotteten älteren Zuständen angenommen hat. Es ist ihr gelungen, in kurzer Zeit sich Ansehen und Theilnahme zu verschaffen. Sie zählt eine Reihe hochgestellter Namen zu Mitarbeitern. Die Redaktion befindet sich in bewährter Hand. Wie die Redaktion ihre Aufgabe erfaßt hat, das beweist ihre bisherige Leistung und daß sie im gleichen Geiste fortfahren wird, ihr Programm. (Siehe die Probenummern.) Durch die Vergrößerung des Formats und die Eintheilung in drei Spalten bietet sie ein reiches Material. Dem Provinziellen wird, wie bisher, eine ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Viele Correspondenten sind neu zu diesem Behufe engagirt worden. ‒ Durch die große Verbreitung, deren sie sich jetzt schon erfreut, eignet sie sich ganz besonders für Anzeigen aller Art, um deren frühzeitige Mittheilung hiermit ganz besonders gebeten wird. ‒ Bestellungen werden möglichst früh erbeten, damit vollständige Exemplare geliefert werden können.

Die Verlagshandlung von W. Crüwell in Paderborn.

Aufforderung.

Der Referendar G…s‥b‥k aus Cleve wird hiermit aufgefordert, sein jetziges Domicil anzugeben, indem sonst sein Name, unter Angabe der näheren für ihn nicht angenehmen Umstände öffentlich genannt werden soll.

I. H. Schulz & Comp. in Köln.

Die Hornisse eine im radikalsten Sinne von Heinrich Heise und Dr. Gottlieb Keller redigirte Zeitschrift erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, mindestens einen halben Bogen stark, und zwar in größerem Formate, als bisher, zum Abonnementspreis von 18 Sgr.

Pränumerirt wird bei allen kurhessischen Postanstalten, welche auch Bestellungen von auswärtigen Poststellen annehmen, für Kassel bei der unterzeichneten Stelle.

Bei der großen Verbreitung des Blattes ‒ schon jetzt beträgt die Auflage 1750 Exemplare ‒, welche täglich mehr zunimmt, finden Anzeigen jeder Art, welche mit 1 Sgr. die gespaltene Petitzeile berechnet werden, die größte Verbreitung.

Kassel, Anfangs März 1849.

Die Expedition der „Hornisse.“

Obere Entengasse Nr. 132.

Bürgerwehr!

Auf dem Comptoir des Schaffhausenschen Bankvereins hat ein Soldat in Uniform die Unterschriften für das feige Heulermachwerk eingesammelt, resp. einsammeln wollen. Von wem und auf wessen Ansuchen war dieser Soldat mit diesem Geschäfte beauftragt?

Bürgerwehr.

Dem Vernehmen nach beschäftigen sich die Herren: Devivre, Leiden, Nierstraß, Sadée, Sturm, Tilmes u. A. mit Unterschriftensammeln zu der berüchtigten Petition gegen die Wiedereinführung der Bürgerwehr. Zur Aufklärung der Motive dieser Herren dürfte es zweckmäßig sein, wenn die betr. Hauptleute der seeligen Bürgerwehr darüber öffentlich Auskunft geben wollten: „wo diese sauberen Herren bei den früheren Allarmirungen gesteckt haben.“ Es würde sich vielleicht hierdurch herausstellen, ob nicht die Feigheit der damals Richterschienenen mit dem Wunsche der jetzigen Bittsteller zusammentrifft.

Heißt dies Untergraben eines bestehenden Gesetzes nicht auch Wühlen? und ist das der so viel gerühmte Sinn für Ordnung und Gesetzlichkeit, womit diese Herren sich so gerne breit machen?

Sapienti sat.

Schleppfahrt.

Der ausschließlich zum Schleppen „hölzerner Segel-Schiffe“ eingerichtete Dienst des vortrefflichen Dampfschleppschiffes „Dordrecht“ hat wieder begonnen.

Nähere Auskunft über die Bedingungen und die ermäßigten Tarifsätze des Schlepplohnes ertheilen die zum Abschließen von Schlepp-Verträgen bevollmächtigten Agenten.

In Köln Herr Franz de Smet.

In Koblenz Herr J. B. Dotzler.

Dorbrecht, den 14. März 1849.

Die Direktion des Dampfschleppschiffes „Dorbrecht.“

Messingene, bleierne und gußeiserne Pumpen aller Art, empfehle ich zur gefälligen Abnahme, als: eiserne freistehende Säulen, Gestell- und Dreh-Pumpen, so wie messingene und bleiernde Hauspumpen, von denen ich eine Auswahl in meinem Lager sowohl, als im Betrieb zur Ansicht ausgestellt habe. Für alle von mir gefertigten Pumpen wird eine hinlängliche Garantie geleistet.

Aug. König, Altenmarkt Nr. 56 in Köln.

In der Möbel-Fabrik von Johann Heininger Sohn, Trankgasse 27, sind zwei schön meublirte Zimmer zu vermiethen.

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        <titlePart type="main">Beilage zu Nr. 257 der Neuen Rheinischen Zeitung.</titlePart>
        <titlePart type="sub">Organ der Demokratie.</titlePart>
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          <docDate>Mittwoch, 28. März 1849.</docDate>
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        <head>[Französische Republik]</head>
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          <p>Blanqui. Das heißt aus Hypocrisie.</p>
          <p>Generalprokurator (heftig). Ich verlange, daß der Angeklagte Blanqui, der sich in dieser Weise an das öffentliche Ministerium wendet&#x2026;</p>
          <p>Blanqui. Bemühen Sie sich nicht, Herr Generalprokurator, ich habe mich nicht an Sie, sondern an diejenigen Leute gewendet, welche sonst immer die Republik bekämpften und jetzt in der Gewalt sind.</p>
          <p>Zeuge Ernst Ginoux, 40 Jahre alt, Unterbeamter in der Domänen-Verwaltung. Am 15. Mai stand ich in der Garde vor dem Gitter der Assemblée. Wir warteten bis 12 1/2 Uhr, ohne Ordre zu erhalten. Die Versammlung wurde gestürmt, und Huber proklamirte ihre Auflösung; später gelang es uns, den Saal zu räumen. Im Augenblick, wo wir eintraten, hörte ich den General Courtais rufen: &#x201E;Im Namen des Volks, ich befehle der Nationalgarde, sich zu entfernen!&#x201C; In demselben Augenblick verhaftete ich ihn auch und riß ihm Epanletten und Kreuz ab.</p>
          <p>Courtais. (Aufspringend.) Dieser Mensch ist ein Elender! (Allgemeiner Tumult unter den Anwesenden.) Ich bin ein alter Soldat, ich besitze nichts als meine Ehre; und dieser Schurke, dieser Elende&#x2026;</p>
          <p>(Der greise General wird bei diesen Worten plötzlich furchtbar bleich, er ballt die Fäuste, um sich auf den Zeugen zu werfen, seine Lippen bewegen sich krampfhaft, ohne daß man ihn sprechen hört. Die Gensd'armen halten ihn mit Mühe fest.)</p>
          <p>Generalprokutor. Ich bin gezwungen, meinen Antrag gegen den Angeklagten zu nehmen&#x2026;</p>
          <p>Courtais. Weil ich ein Mann von Ehre bin, Hr. Generalprokurator. Es gibt hier einen Menschen, der mir mein Kreuz von der Brust riß, mein Kreuz, daß ich auf dem Schlachtfelde gewann, als ich an der Spitze meines braven 17. Dragoner-Regiments eine Batterie erstürmte. Ach, ich trage es nicht, und ich würde es auch nicht getragen haben, bis ich den wiedergefunden hätte, der es mir abriß.</p>
          <p>Barbès und Blanqui erheben sich.</p>
          <p>Präsident schreit: Angeklagter Barbès, Sie haben das Wort nicht. Angeklagter Blanqui, Sie haben das Wort nicht. Ich gebe Niemand das Wort.</p>
          <p>Der Angeklagte Courtais wird aufgefordert die Worte: &#x201E;Elender und Schurke&#x201C; zurückzunehmen.</p>
          <p>Courtais. Nimmermehr!</p>
          <p>Nach einer 1/4 stündigen lebhaften Diskussion versteht sich Courtais zuletzt zu der Erklärung: &#x201E;In Erwägung, daß sich die hier anwesende Justiz durch meine gerechte Wuth gegen den Zeugen verletzt fühlt, nehme ich die hier im Saal unpassenden Worte zurück.&#x201C;</p>
          <p>Die Sitzung wird unter großer Aufregung des Publikums nach fünf Uhr aufgehoben.</p>
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      <div n="1">
        <head>Italien.</head>
        <div xml:id="ar257b_002" type="jArticle">
          <bibl>
            <author>*</author>
          </bibl>
          <p>Die Feindseligkeiten haben begonnen. Folgende zwei Depeschen sind in Turin veröffentlicht worden:</p>
          <p>Novara, 2. März: Der König ist von Trekata an der Spitze seiner Armee über den Tessin gegangen. Der Uebergang wurde ihm in keiner Weise streitig gemacht.</p>
          <p>Das General-Quartier ist noch zu Trekata. Man sagt, daß östreichische Truppen und Wagen in aller Eile über die Landstraße von Busto Arfizio nach Mailand ziehen.</p>
          <p>Boghera, 20. März. Der Feind hat uns an der Brücke von Mezzanacorti angegriffen. Dieselbe ist von den Unsrigen mit Energie vertheidigt worden. Beim Anbruche der Nacht haben unsere Soldaten der Sicherheit halber die Brücke zerstört und die Kähne an unser Ufer gezogen, wo sie, von zwei Lombard. Batterieen unterstützt, ihre Position behaupten.</p>
          <p>Man sagt, daß zwei Tirailleure geblieben und zwanzig andere Soldaten verwundet worden. Auf der andern Seite des Po sah man östreichische Soldaten aller Art, die bis zum gegenwärtigen Augenblick den Angriff noch nicht erneuert haben.</p>
          <p>Diese Nachrichten werden durch eine telegraphische Depesche bestätigt, welche diesen Morgen von Alessandria gekommen.</p>
          <p>Der Minister des Innern.</p>
          <p> <hi rendition="#g">Ratazzi.</hi> </p>
          <p>Das so eben von dem Kriegsminister veröffentlichte Bülletin bestätigt diese Nachricht. Das Bülletin lautet wie folgt:</p>
          <p>&#x201E;So eben ist dem Kriegsminister folgende vom 20. datirte und von Chzanowsky unterzeichnete Depesche zugekommen.</p>
          <p>Der König, um sich über die Kräfte des Feindes Auskunft zu verschaffen, hat befohlen, eine Rekognoscirung auf der andern Seite des Tessin zu veranstalten. Die 4. Division, welche vom Herzog von Genua kommandirt wird, ist hiermit beauftragt worden, und sie sollte zu diesem Zwecke über die Brücke von Buffalora passiren, um auf Magenta zu marschiren.</p>
          <p>Sobald die feindlichen Schildwachen die Bewegung unserer Avantgarde wahrnahmen, schlugen sie sich auf Ponte Nuovo di Magenta zurück. Eine kurze Weile nachher sah man von dorten ungeheure Rauchsäulen sich erheben; die Oestreicher hatten die Douane in Brand gesteckt. Darauf zog sich der Feind nach Magenta zurück; von da nach Cerbetta und Digliano, indem er einen Gefangenen in unsern Händen zurückließ.</p>
          <p>Der König drang bis nach Magenta vor, und wurde allenthalben mit lautem Rufe begrüßt.</p>
          <p>Als die 4te Division sich dermaßen auf dem linken Ufer des Tessin festgesetzt hatte, kehrte der König nach Trekata zurück, wo das Generalquartier sich befand.</p>
          <p>Der Kriegsminister</p>
          <p> <hi rendition="#g">Chiodo.</hi> </p>
        </div>
        <div xml:id="ar257b_003" type="jArticle">
          <head><bibl><author>*</author></bibl> Turin, 21. März.</head>
          <p>Der Unterrichtsminister Cadorna ist als Kommissär nach dem Lager abgereist. Das hiesige Comite für Parma, Piacenza, Modena und Reggio hat einen Aufruf an die Bewohner der gedachten Landestheile erlassen, um sie zum Ausharren in ihren Anstrengungen behufs Abschüttelung des östreichischen Joches zu ermuntern. In Parma hatte die Municipalität nach Abzug der Oestreicher die Leitung aller Geschäfte in ihre Hand genommen; sie ist, als aus lauwarmen und untauglichen Leuten bestehend, durch eine Regierungs-Kommission von 5 Mitgliedern ersetzt worden. Es heißt, daß ein Courier von hier aus an die Regierung der toskanischen Republik abgegangen ist, um von ihr für den Kampf gegen das östreichische Scheusal 20,000 M. Hilfstruppen aller Waffen und eine Geldsumme von 1 Mill. Thaler zu verlangen. Ein zweiter Courier. Piemonts hat sich nach Rom begeben mit einem ähnlichen Anliegen. Die römische Republik soll 40.000 M. aller Waffengattungen zum Kriege stellen und 2 Mill. Thaler Kosten beischießen.</p>
        </div>
        <div xml:id="ar257b_004" type="jArticle">
          <head><bibl><author>*</author></bibl> Florenz, 19. März.</head>
          <p>Das offizielle Organ der Republik bringt das Dekret wegen der gezwungen Anleihe. Der erste Art. bestimmt, daß die großen Kapitalisten und Kaufleute, sowie die Handels- und Industrie-Gesellschaften aller Art die Anleihe aufzubringen haben. Art. 2 lautet: &#x201E;Die Collectiv-Personen und Korporationen werden als Individuen angesehen.&#x201C; Nach Art. 4 werden von einem jährlichen Netto-Einkommen von 1000 Thlr. 14 Prozent (also 140 Thlr.) und so im steigenden Verhältniß immer mehr Prozent gezahlt, bis auf der obersten Stufe diejenigen mit einem jährlichen Einkommen von 10,000 Thlrn. und darüber 50 Prozent oder die Hälfte von ihrer Einnahme beizusteuern haben. Die Anleihe wird in 4 Raten erhoben, jeden 15. der Monate April, Mai, Juni und Juli ein Viertel. Die Nationalgüter bilden die Hypothese. Die Zinsen der Anleihe betragen 5 Prozent. Jede Ungenauigkeit im Bezahlen wird durch Erhöhung des Beitrages um 6 Prozent gestraft.</p>
          <p>Der &#x201E;Corriere Livornese&#x201C; will wissen, der Bourbone von Neapel habe bei der Nachricht, daß Sizilien sein Ultimatum verworfen, ausgerufen: &#x201E;Gut, dann werden am 20. d. Mts. meine Truppen in Palermo wie in Rom ihren Einzug halten!&#x201C;</p>
          <p>Die sizilischen Kammern haben eine Erhebung des Volkes en masse dekretirt.</p>
          <p>Dies die Antwort auf das bourbonische Ultimatum.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Amerika.</head>
        <div xml:id="ar257b_005" type="jArticle">
          <head>New-York, 7. März.</head>
          <p>Der Congreß vertagte sich am Sonntag Morgen, den 4. März, nach einer sehr bewegten Nachtsitzung. Die große, zu entscheidende Frage war, ob Sklaverei in den neuen Territorien bestehen dürfe. Es lagen vor beiden Häusern verschiedene Gesetze über die Organisation einer Regierung in Californien; im Hause der Repräsentanten wurde am letzten Mittwoch eins angenommen, welches die Sklaverei durchaus ausschließt. Da man aber keine Ursache hatte, die Annahme eines solchen Gesetzes im Senate zu erwarten, so nahm man, um diesen Gegenstand zu erledigen, seine Zuflucht zu einem Nebenwege. Zu diesem Zwecke hing man einen Zusatz an das Gesetz, welches die nöthigen Geldbewilligungen für die Bestreitung der Regierungsunkosten macht. Dieses Amendement wurde der Mittelpunkt des ganzen Kampfes. Es wurden an seine Stelle andere Amendements vorgeschlagen, verschiedene Zusätze gemacht, und endlich trat ein Senator aus dem Norden, Hr. Walker von Wiskonsin &#x2012; der als Freiboden-Mann erwählt wurde &#x2012; auf, und legte, seine Versprechungen vergessend, ein Amendement vor, welches, ohne gerade den vollen Ansprüchen der Sklaverei-Partei zu genügen, wahrscheinlich die Ursache ihres endlichen Sieges gewesen sein würde. Dieser Zusatz (Amendement) bestimmte: daß die Constitution der Vereinigten Staaten, die Zollgesetze, die Gesetze über Schifffahrt, Küstenhandel, Fischereien und über die Verbindungen mit den indianischen Stämmen, auf jenes Territorium ausgedehnt werden sollten, sowie daß der Präsident mit der Ausübung dieser Gesetze beauftragt werde und volle Macht erhalte, solche Regeln und Vorschriften zu machen, wie sie zu deren Ausführung nothwendig sein möchten, und daß er auch Eintheilungen, Militär-Posten und Einrichtungen machen und die Beamten anstellen könne, denen er zu diesen Zwecke bedürfe. Die Annahme dieses Vorschlages hätte, mit einem Worte, dem Präsidenten eine absolute Herrschaft über die Territorien gegeben. &#x2012; Da er überdieß keine Einschränkungen in Betreff der Sklaverei enthielt, so würde der Süden behauptet haben, daß sein Recht, Sklaven dorthin zu bringen und dort zu besitzen, wirklich anerkannt worden sei. Dieß ging daraus hervor, daß die Sklaverei-Partei diesen Plan einstimmig unterstützte, der endlich am Montag der letzten Woche, mit 29 gegen 27 Stimmen angenommen wurde.</p>
          <p>Es handelt sich nun darum, das Haus zur Beistimmung zu zwingen. Die Frage wurde am Freitag im Hause verhandelt; nach verschiedenen Versuchen, Amendements einzuführen und nach andern parlamentarischen Kunstgriffen, setzten die Freunde der Freiheit ihren Entschluß durch, und die Bill wurde an den Senat zurückgesandt, da man dem Amendement <hi rendition="#g">nicht beigestimmt hatte.</hi> Der Senat weigerte sich, es zurückzuziehen; man ernannte deshalb am Samstag (dem letzten Tage des Congresses) ein vereinigtes Conferenz-Comite.</p>
          <p>Der Samstag Abend kam und die Aufregung wurde ungeheuer. Das Comité berichtete, daß man zu keiner Uebereinkunft über diese Frage kommen könne; es schien nun als müsse eines von den beiden Häusern seine Stellung aufgeben. Die Vertheidiger der Sklaverei waren voll Vertrauen, &#x2012; die Freiheitspartei unentschieden, und ruhige Zuschauer (wenn es deren gab) müssen erwartet haben, daß der Senat am Ende Sieger bleiben würde. Wir wollen hier nicht auf die Einzelheiten des Kampfes eingehen, der während der ganzen Nacht fortgesetzt wurde, und von großer Unordnung und leider auch von zwei oder drei schändlichen persönlichen Streitigkeiten begleitet war. Es genügt zu sagen, daß zum größten Glücke das Haus dahin gebracht wurde, die Bill mit einem Amendement zu passiren, welches alles sich auf die Terrutorien Beziehende ausstrich. In dieser Fassung wurde das Gesetz dem Senate zurückgesandt und auch von ihm angenommen. Zu gleicher Zeit verhandelte er ein Gesetz aus dem Hause, welches eine einfache Ausbreitung der Zollgesetze über Neu-Mexiko und Californien verordnet, und nahm es auch an. Präsident Volk, der während der ganzen Nacht im Capitol war, um die Bills, welche noch durchgingen, zu unterzeichnen, setzte seinen Namen unter beide Gesetze, und bald nachher vertagten sich beide Häuser. Die Territorial-Frage blieb also im Ganzen ohne Entscheidung.</p>
          <p>Das Resultat, welches man soweit in Betreff der Einführung der Sklaverei in neue Territorien erreicht hat, ist nur negativ. Es ist eine unentschiedene Schlacht. Und doch ist sie fast so gut, wie eine für die Freiheit gewonnene, denn im nächsten Congresse wird die Sklaverei-Partei viel schwächer sein, wie in dem vergangenen, und dann läßt sich auch viel von der einwirkenden Bewegung des Volkes erwarten. Es ist wenig Ursache da, die Einführung der Sklaverei in die fraglichen Bezirke zu befürchten.</p>
        </div>
      </div>
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        <head>Neueste Nachrichten.</head>
        <div xml:id="ar257b_006" type="jArticle">
          <p>Unna. In Unna sind Unruhen ausgebrochen, die sich gegen den Minister Bodelschwingh zu richten scheinen. Mehrere Schüsse sind gefallen. Näheres ist noch nicht bekannt.</p>
        </div>
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          <note type="editorial">Edition: <bibl>Friedrich Engels: Neueste Nachrichten aus Oberitalien, vorgesehen für: MEGA<hi rendition="#sup">2</hi>, I/9.         </bibl>                </note>
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        <bibl>Redakteur en chef: <editor>Karl Marx.</editor>             </bibl>
      </div><lb/>
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        <head>[Anzeigen]</head>
        <div type="jAn">
          <p>Auszug in Sachen der zu Köln ohne besonderes Gewerbe wohnenden Anna Catharina Berrenrath, Ehefrau des daselbst wohnenden Ackerers Peter Klemmer Klägerin Fr. Fützer und Laufenberg.</p>
          <p>gegen</p>
          <p>1) ihren vorgenannten Ehemann Peter Klemmer Ackerer zu Köln wohnend, Verklagter ohne Anwalt</p>
          <p>2) den ebendaselbst wohnenden Rentner Heinrich Erkelenz, Intervenient pr. Schumacher hat das königliche Landgericht zu Köln durch Urtheil vom 26. März 1849, die zwischen der Klägerin und ihrem vorgenannten Ehemanne, bisher bestehendem gesetzliche Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt, und die Parteien zur Liquidation der Ansprüche der Klägerin vor den zu Köln wohnenden Notar Claisen verwiesen.</p>
          <p>Für die Richtigkeit des Auszuges Köln, den 27. März 1849.</p>
          <p>Füßer, Advokat-Anwalt.</p>
          <p>Laufenberg, Advokat.</p>
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          <p>Die erneuten, öffentlichen, nichtswürdigen Verläumdungen der Gesellen des sich feige hinter denselben verkriechenden Freiherrn v. Eltz-Rübenach zu Wahn veranlassen mich zunächst, das Publikum zu bitten, im Urtheile darüber sich vorläufig nicht beirren zu lassen, indem jeder Mann von Rechts- und Ehrbegriffen erkennen wird, daß man mit solchen Subjekten &#x2012; wie Herr so Gesell &#x2012; auf einen bloßen Wortstreit nicht weiter eingehen kann, sondern andere Wege zu betreten hat; jedoch werden diese Blätter über Zwischenfälle und Erfolge ein Näheres berichten. &#x2012; Da ich indeß in Nr. 233 d. Ztg., als ein dem Hrn. Freiherrn v. Eltz gleichstehender Staatsbürger, denselben öffentlich der böswilligen Entstellung, der Lüge und Verläumdung geziehen habe; so bleibt diese Schmach auf ihm für ewig sitzen, wenn derselbe keinen andern Weg zur Abwaschung derselben erwählt, als den, mich durch seine Satteliten von Neuem besudeln zu lassen.</p>
          <p>Porz, am 26. März 1849.</p>
          <p>Süren, Bürgermeister.</p>
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          <p>Oeffentlicher Verkauf im hiesigen Leihause.</p>
          <p>Mittwoch den 28. März 1849 und folgenden Tag aus dem Monat März 1847.</p>
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          <p>Einladung zum Abonnement auf das zweite Quartal (1. April bis Ende Juni 1849) der Westfälischen Zeitung.</p>
          <p>Redigirt von Dr. Ludwig Wihl und dem Abgeordneten Franz Löher.</p>
          <p>Die Westfälische Zeitung erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags, im Formate der Leipziger Illustrirten Zeitung mit dreispaltigen Kolumnen, und kostet vierteljährlich in der Expedition 18 Sgr., durch die Post bezogen im ganzen Umfange des Preuß. Staats 22 1/2 Sgr.; außerhalb Preußens etwas mehr.</p>
          <p>Westfalen, das erst in neuester Zeit zu politischem Leben erwacht ist, hat die Blicke Deutschlands in manchem Betracht auf sich gezogen, nachdem es lange als ein abscurer, hinter der Rheinprovinz zurückgebliebener Theil des Vaterlandes angesehen worden ist. Die junge Presse hat nicht wenig zu diesem Aufschwunge beigetragen. Die Westfälische Zeitung war die erste, welche in geharnischten Leitartikeln und in geeigneter Zusammenstellung der Weltereignisse sich der Sache, des Volkes gegenüber den verrotteten älteren Zuständen angenommen hat. Es ist ihr gelungen, in kurzer Zeit sich Ansehen und Theilnahme zu verschaffen. Sie zählt eine Reihe hochgestellter Namen zu Mitarbeitern. Die Redaktion befindet sich in bewährter Hand. Wie die Redaktion ihre Aufgabe erfaßt hat, das beweist ihre bisherige Leistung und daß sie im gleichen Geiste fortfahren wird, ihr Programm. (Siehe die Probenummern.) Durch die Vergrößerung des Formats und die Eintheilung in drei Spalten bietet sie ein reiches Material. Dem Provinziellen wird, wie bisher, eine ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Viele Correspondenten sind neu zu diesem Behufe engagirt worden. &#x2012; Durch die große Verbreitung, deren sie sich jetzt schon erfreut, eignet sie sich ganz besonders für Anzeigen aller Art, um deren frühzeitige Mittheilung hiermit ganz besonders gebeten wird. &#x2012; Bestellungen werden möglichst früh erbeten, damit vollständige Exemplare geliefert werden können.</p>
          <p>Die Verlagshandlung von W. Crüwell in Paderborn.</p>
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          <p>Aufforderung.</p>
          <p>Der Referendar G&#x2026;s&#x2025;b&#x2025;k aus Cleve wird hiermit aufgefordert, sein jetziges Domicil anzugeben, indem sonst sein Name, unter Angabe der näheren für ihn nicht angenehmen Umstände öffentlich genannt werden soll.</p>
          <p>I. H. Schulz &amp; Comp. in Köln.</p>
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          <p>Die Hornisse eine im radikalsten Sinne von Heinrich Heise und Dr. Gottlieb Keller redigirte Zeitschrift erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, mindestens einen halben Bogen stark, und zwar in größerem Formate, als bisher, zum Abonnementspreis von 18 Sgr.</p>
          <p>Pränumerirt wird bei allen kurhessischen Postanstalten, welche auch Bestellungen von auswärtigen Poststellen annehmen, für Kassel bei der unterzeichneten Stelle.</p>
          <p>Bei der großen Verbreitung des Blattes &#x2012; schon jetzt beträgt die Auflage 1750 Exemplare &#x2012;, welche täglich mehr zunimmt, finden Anzeigen jeder Art, welche mit 1 Sgr. die gespaltene Petitzeile berechnet werden, die größte Verbreitung.</p>
          <p>Kassel, Anfangs März 1849.</p>
          <p>Die Expedition der &#x201E;Hornisse.&#x201C;</p>
          <p>Obere Entengasse Nr. 132.</p>
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          <p>Bürgerwehr!</p>
          <p>Auf dem Comptoir des Schaffhausenschen Bankvereins hat ein Soldat in Uniform die Unterschriften für das feige Heulermachwerk eingesammelt, resp. einsammeln wollen. Von wem und auf wessen Ansuchen war dieser Soldat mit diesem Geschäfte beauftragt?</p>
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        <div type="jAn">
          <p>Bürgerwehr.</p>
          <p>Dem Vernehmen nach beschäftigen sich die Herren: Devivre, Leiden, Nierstraß, Sadée, Sturm, Tilmes u. A. mit Unterschriftensammeln zu der berüchtigten Petition gegen die Wiedereinführung der Bürgerwehr. Zur Aufklärung der Motive dieser Herren dürfte es zweckmäßig sein, wenn die betr. Hauptleute der seeligen Bürgerwehr darüber öffentlich Auskunft geben wollten: &#x201E;wo diese sauberen Herren bei den früheren Allarmirungen gesteckt haben.&#x201C; Es würde sich vielleicht hierdurch herausstellen, ob nicht die Feigheit der damals Richterschienenen mit dem Wunsche der jetzigen Bittsteller zusammentrifft.</p>
          <p>Heißt dies Untergraben eines bestehenden Gesetzes nicht auch Wühlen? und ist das der so viel gerühmte Sinn für Ordnung und Gesetzlichkeit, womit diese Herren sich so gerne breit machen?</p>
          <p>Sapienti sat.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Schleppfahrt.</p>
          <p>Der ausschließlich zum Schleppen &#x201E;hölzerner Segel-Schiffe&#x201C; eingerichtete Dienst des vortrefflichen Dampfschleppschiffes &#x201E;Dordrecht&#x201C; hat wieder begonnen.</p>
          <p>Nähere Auskunft über die Bedingungen und die ermäßigten Tarifsätze des Schlepplohnes ertheilen die zum Abschließen von Schlepp-Verträgen bevollmächtigten Agenten.</p>
          <p>In Köln Herr Franz de Smet.</p>
          <p>In Koblenz Herr J. B. Dotzler.</p>
          <p>Dorbrecht, den 14. März 1849.</p>
          <p>Die Direktion des Dampfschleppschiffes &#x201E;Dorbrecht.&#x201C;</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Messingene, bleierne und gußeiserne Pumpen aller Art, empfehle ich zur gefälligen Abnahme, als: eiserne freistehende Säulen, Gestell- und Dreh-Pumpen, so wie messingene und bleiernde Hauspumpen, von denen ich eine Auswahl in meinem Lager sowohl, als im Betrieb zur Ansicht ausgestellt habe. Für alle von mir gefertigten Pumpen wird eine hinlängliche Garantie geleistet.</p>
          <p>Aug. König, Altenmarkt Nr. 56 in Köln.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>In der Möbel-Fabrik von Johann Heininger Sohn, Trankgasse 27, sind zwei schön meublirte Zimmer zu vermiethen.</p>
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[1447/0001] Beilage zu Nr. 257 der Neuen Rheinischen Zeitung. Organ der Demokratie. Mittwoch, 28. März 1849. [Französische Republik] Blanqui. Das heißt aus Hypocrisie. Generalprokurator (heftig). Ich verlange, daß der Angeklagte Blanqui, der sich in dieser Weise an das öffentliche Ministerium wendet… Blanqui. Bemühen Sie sich nicht, Herr Generalprokurator, ich habe mich nicht an Sie, sondern an diejenigen Leute gewendet, welche sonst immer die Republik bekämpften und jetzt in der Gewalt sind. Zeuge Ernst Ginoux, 40 Jahre alt, Unterbeamter in der Domänen-Verwaltung. Am 15. Mai stand ich in der Garde vor dem Gitter der Assemblée. Wir warteten bis 12 1/2 Uhr, ohne Ordre zu erhalten. Die Versammlung wurde gestürmt, und Huber proklamirte ihre Auflösung; später gelang es uns, den Saal zu räumen. Im Augenblick, wo wir eintraten, hörte ich den General Courtais rufen: „Im Namen des Volks, ich befehle der Nationalgarde, sich zu entfernen!“ In demselben Augenblick verhaftete ich ihn auch und riß ihm Epanletten und Kreuz ab. Courtais. (Aufspringend.) Dieser Mensch ist ein Elender! (Allgemeiner Tumult unter den Anwesenden.) Ich bin ein alter Soldat, ich besitze nichts als meine Ehre; und dieser Schurke, dieser Elende… (Der greise General wird bei diesen Worten plötzlich furchtbar bleich, er ballt die Fäuste, um sich auf den Zeugen zu werfen, seine Lippen bewegen sich krampfhaft, ohne daß man ihn sprechen hört. Die Gensd'armen halten ihn mit Mühe fest.) Generalprokutor. Ich bin gezwungen, meinen Antrag gegen den Angeklagten zu nehmen… Courtais. Weil ich ein Mann von Ehre bin, Hr. Generalprokurator. Es gibt hier einen Menschen, der mir mein Kreuz von der Brust riß, mein Kreuz, daß ich auf dem Schlachtfelde gewann, als ich an der Spitze meines braven 17. Dragoner-Regiments eine Batterie erstürmte. Ach, ich trage es nicht, und ich würde es auch nicht getragen haben, bis ich den wiedergefunden hätte, der es mir abriß. Barbès und Blanqui erheben sich. Präsident schreit: Angeklagter Barbès, Sie haben das Wort nicht. Angeklagter Blanqui, Sie haben das Wort nicht. Ich gebe Niemand das Wort. Der Angeklagte Courtais wird aufgefordert die Worte: „Elender und Schurke“ zurückzunehmen. Courtais. Nimmermehr! Nach einer 1/4 stündigen lebhaften Diskussion versteht sich Courtais zuletzt zu der Erklärung: „In Erwägung, daß sich die hier anwesende Justiz durch meine gerechte Wuth gegen den Zeugen verletzt fühlt, nehme ich die hier im Saal unpassenden Worte zurück.“ Die Sitzung wird unter großer Aufregung des Publikums nach fünf Uhr aufgehoben. Italien. * Die Feindseligkeiten haben begonnen. Folgende zwei Depeschen sind in Turin veröffentlicht worden: Novara, 2. März: Der König ist von Trekata an der Spitze seiner Armee über den Tessin gegangen. Der Uebergang wurde ihm in keiner Weise streitig gemacht. Das General-Quartier ist noch zu Trekata. Man sagt, daß östreichische Truppen und Wagen in aller Eile über die Landstraße von Busto Arfizio nach Mailand ziehen. Boghera, 20. März. Der Feind hat uns an der Brücke von Mezzanacorti angegriffen. Dieselbe ist von den Unsrigen mit Energie vertheidigt worden. Beim Anbruche der Nacht haben unsere Soldaten der Sicherheit halber die Brücke zerstört und die Kähne an unser Ufer gezogen, wo sie, von zwei Lombard. Batterieen unterstützt, ihre Position behaupten. Man sagt, daß zwei Tirailleure geblieben und zwanzig andere Soldaten verwundet worden. Auf der andern Seite des Po sah man östreichische Soldaten aller Art, die bis zum gegenwärtigen Augenblick den Angriff noch nicht erneuert haben. Diese Nachrichten werden durch eine telegraphische Depesche bestätigt, welche diesen Morgen von Alessandria gekommen. Der Minister des Innern. Ratazzi. Das so eben von dem Kriegsminister veröffentlichte Bülletin bestätigt diese Nachricht. Das Bülletin lautet wie folgt: „So eben ist dem Kriegsminister folgende vom 20. datirte und von Chzanowsky unterzeichnete Depesche zugekommen. Der König, um sich über die Kräfte des Feindes Auskunft zu verschaffen, hat befohlen, eine Rekognoscirung auf der andern Seite des Tessin zu veranstalten. Die 4. Division, welche vom Herzog von Genua kommandirt wird, ist hiermit beauftragt worden, und sie sollte zu diesem Zwecke über die Brücke von Buffalora passiren, um auf Magenta zu marschiren. Sobald die feindlichen Schildwachen die Bewegung unserer Avantgarde wahrnahmen, schlugen sie sich auf Ponte Nuovo di Magenta zurück. Eine kurze Weile nachher sah man von dorten ungeheure Rauchsäulen sich erheben; die Oestreicher hatten die Douane in Brand gesteckt. Darauf zog sich der Feind nach Magenta zurück; von da nach Cerbetta und Digliano, indem er einen Gefangenen in unsern Händen zurückließ. Der König drang bis nach Magenta vor, und wurde allenthalben mit lautem Rufe begrüßt. Als die 4te Division sich dermaßen auf dem linken Ufer des Tessin festgesetzt hatte, kehrte der König nach Trekata zurück, wo das Generalquartier sich befand. Der Kriegsminister Chiodo. * Turin, 21. März. Der Unterrichtsminister Cadorna ist als Kommissär nach dem Lager abgereist. Das hiesige Comite für Parma, Piacenza, Modena und Reggio hat einen Aufruf an die Bewohner der gedachten Landestheile erlassen, um sie zum Ausharren in ihren Anstrengungen behufs Abschüttelung des östreichischen Joches zu ermuntern. In Parma hatte die Municipalität nach Abzug der Oestreicher die Leitung aller Geschäfte in ihre Hand genommen; sie ist, als aus lauwarmen und untauglichen Leuten bestehend, durch eine Regierungs-Kommission von 5 Mitgliedern ersetzt worden. Es heißt, daß ein Courier von hier aus an die Regierung der toskanischen Republik abgegangen ist, um von ihr für den Kampf gegen das östreichische Scheusal 20,000 M. Hilfstruppen aller Waffen und eine Geldsumme von 1 Mill. Thaler zu verlangen. Ein zweiter Courier. Piemonts hat sich nach Rom begeben mit einem ähnlichen Anliegen. Die römische Republik soll 40.000 M. aller Waffengattungen zum Kriege stellen und 2 Mill. Thaler Kosten beischießen. * Florenz, 19. März. Das offizielle Organ der Republik bringt das Dekret wegen der gezwungen Anleihe. Der erste Art. bestimmt, daß die großen Kapitalisten und Kaufleute, sowie die Handels- und Industrie-Gesellschaften aller Art die Anleihe aufzubringen haben. Art. 2 lautet: „Die Collectiv-Personen und Korporationen werden als Individuen angesehen.“ Nach Art. 4 werden von einem jährlichen Netto-Einkommen von 1000 Thlr. 14 Prozent (also 140 Thlr.) und so im steigenden Verhältniß immer mehr Prozent gezahlt, bis auf der obersten Stufe diejenigen mit einem jährlichen Einkommen von 10,000 Thlrn. und darüber 50 Prozent oder die Hälfte von ihrer Einnahme beizusteuern haben. Die Anleihe wird in 4 Raten erhoben, jeden 15. der Monate April, Mai, Juni und Juli ein Viertel. Die Nationalgüter bilden die Hypothese. Die Zinsen der Anleihe betragen 5 Prozent. Jede Ungenauigkeit im Bezahlen wird durch Erhöhung des Beitrages um 6 Prozent gestraft. Der „Corriere Livornese“ will wissen, der Bourbone von Neapel habe bei der Nachricht, daß Sizilien sein Ultimatum verworfen, ausgerufen: „Gut, dann werden am 20. d. Mts. meine Truppen in Palermo wie in Rom ihren Einzug halten!“ Die sizilischen Kammern haben eine Erhebung des Volkes en masse dekretirt. Dies die Antwort auf das bourbonische Ultimatum. Amerika. New-York, 7. März. Der Congreß vertagte sich am Sonntag Morgen, den 4. März, nach einer sehr bewegten Nachtsitzung. Die große, zu entscheidende Frage war, ob Sklaverei in den neuen Territorien bestehen dürfe. Es lagen vor beiden Häusern verschiedene Gesetze über die Organisation einer Regierung in Californien; im Hause der Repräsentanten wurde am letzten Mittwoch eins angenommen, welches die Sklaverei durchaus ausschließt. Da man aber keine Ursache hatte, die Annahme eines solchen Gesetzes im Senate zu erwarten, so nahm man, um diesen Gegenstand zu erledigen, seine Zuflucht zu einem Nebenwege. Zu diesem Zwecke hing man einen Zusatz an das Gesetz, welches die nöthigen Geldbewilligungen für die Bestreitung der Regierungsunkosten macht. Dieses Amendement wurde der Mittelpunkt des ganzen Kampfes. Es wurden an seine Stelle andere Amendements vorgeschlagen, verschiedene Zusätze gemacht, und endlich trat ein Senator aus dem Norden, Hr. Walker von Wiskonsin ‒ der als Freiboden-Mann erwählt wurde ‒ auf, und legte, seine Versprechungen vergessend, ein Amendement vor, welches, ohne gerade den vollen Ansprüchen der Sklaverei-Partei zu genügen, wahrscheinlich die Ursache ihres endlichen Sieges gewesen sein würde. Dieser Zusatz (Amendement) bestimmte: daß die Constitution der Vereinigten Staaten, die Zollgesetze, die Gesetze über Schifffahrt, Küstenhandel, Fischereien und über die Verbindungen mit den indianischen Stämmen, auf jenes Territorium ausgedehnt werden sollten, sowie daß der Präsident mit der Ausübung dieser Gesetze beauftragt werde und volle Macht erhalte, solche Regeln und Vorschriften zu machen, wie sie zu deren Ausführung nothwendig sein möchten, und daß er auch Eintheilungen, Militär-Posten und Einrichtungen machen und die Beamten anstellen könne, denen er zu diesen Zwecke bedürfe. Die Annahme dieses Vorschlages hätte, mit einem Worte, dem Präsidenten eine absolute Herrschaft über die Territorien gegeben. ‒ Da er überdieß keine Einschränkungen in Betreff der Sklaverei enthielt, so würde der Süden behauptet haben, daß sein Recht, Sklaven dorthin zu bringen und dort zu besitzen, wirklich anerkannt worden sei. Dieß ging daraus hervor, daß die Sklaverei-Partei diesen Plan einstimmig unterstützte, der endlich am Montag der letzten Woche, mit 29 gegen 27 Stimmen angenommen wurde. Es handelt sich nun darum, das Haus zur Beistimmung zu zwingen. Die Frage wurde am Freitag im Hause verhandelt; nach verschiedenen Versuchen, Amendements einzuführen und nach andern parlamentarischen Kunstgriffen, setzten die Freunde der Freiheit ihren Entschluß durch, und die Bill wurde an den Senat zurückgesandt, da man dem Amendement nicht beigestimmt hatte. Der Senat weigerte sich, es zurückzuziehen; man ernannte deshalb am Samstag (dem letzten Tage des Congresses) ein vereinigtes Conferenz-Comite. Der Samstag Abend kam und die Aufregung wurde ungeheuer. Das Comité berichtete, daß man zu keiner Uebereinkunft über diese Frage kommen könne; es schien nun als müsse eines von den beiden Häusern seine Stellung aufgeben. Die Vertheidiger der Sklaverei waren voll Vertrauen, ‒ die Freiheitspartei unentschieden, und ruhige Zuschauer (wenn es deren gab) müssen erwartet haben, daß der Senat am Ende Sieger bleiben würde. Wir wollen hier nicht auf die Einzelheiten des Kampfes eingehen, der während der ganzen Nacht fortgesetzt wurde, und von großer Unordnung und leider auch von zwei oder drei schändlichen persönlichen Streitigkeiten begleitet war. Es genügt zu sagen, daß zum größten Glücke das Haus dahin gebracht wurde, die Bill mit einem Amendement zu passiren, welches alles sich auf die Terrutorien Beziehende ausstrich. In dieser Fassung wurde das Gesetz dem Senate zurückgesandt und auch von ihm angenommen. Zu gleicher Zeit verhandelte er ein Gesetz aus dem Hause, welches eine einfache Ausbreitung der Zollgesetze über Neu-Mexiko und Californien verordnet, und nahm es auch an. Präsident Volk, der während der ganzen Nacht im Capitol war, um die Bills, welche noch durchgingen, zu unterzeichnen, setzte seinen Namen unter beide Gesetze, und bald nachher vertagten sich beide Häuser. Die Territorial-Frage blieb also im Ganzen ohne Entscheidung. Das Resultat, welches man soweit in Betreff der Einführung der Sklaverei in neue Territorien erreicht hat, ist nur negativ. Es ist eine unentschiedene Schlacht. Und doch ist sie fast so gut, wie eine für die Freiheit gewonnene, denn im nächsten Congresse wird die Sklaverei-Partei viel schwächer sein, wie in dem vergangenen, und dann läßt sich auch viel von der einwirkenden Bewegung des Volkes erwarten. Es ist wenig Ursache da, die Einführung der Sklaverei in die fraglichen Bezirke zu befürchten. Neueste Nachrichten. Unna. In Unna sind Unruhen ausgebrochen, die sich gegen den Minister Bodelschwingh zu richten scheinen. Mehrere Schüsse sind gefallen. Näheres ist noch nicht bekannt. _ Redakteur en chef: Karl Marx. [Anzeigen] Auszug in Sachen der zu Köln ohne besonderes Gewerbe wohnenden Anna Catharina Berrenrath, Ehefrau des daselbst wohnenden Ackerers Peter Klemmer Klägerin Fr. Fützer und Laufenberg. gegen 1) ihren vorgenannten Ehemann Peter Klemmer Ackerer zu Köln wohnend, Verklagter ohne Anwalt 2) den ebendaselbst wohnenden Rentner Heinrich Erkelenz, Intervenient pr. Schumacher hat das königliche Landgericht zu Köln durch Urtheil vom 26. März 1849, die zwischen der Klägerin und ihrem vorgenannten Ehemanne, bisher bestehendem gesetzliche Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt, und die Parteien zur Liquidation der Ansprüche der Klägerin vor den zu Köln wohnenden Notar Claisen verwiesen. Für die Richtigkeit des Auszuges Köln, den 27. März 1849. Füßer, Advokat-Anwalt. Laufenberg, Advokat. Die erneuten, öffentlichen, nichtswürdigen Verläumdungen der Gesellen des sich feige hinter denselben verkriechenden Freiherrn v. Eltz-Rübenach zu Wahn veranlassen mich zunächst, das Publikum zu bitten, im Urtheile darüber sich vorläufig nicht beirren zu lassen, indem jeder Mann von Rechts- und Ehrbegriffen erkennen wird, daß man mit solchen Subjekten ‒ wie Herr so Gesell ‒ auf einen bloßen Wortstreit nicht weiter eingehen kann, sondern andere Wege zu betreten hat; jedoch werden diese Blätter über Zwischenfälle und Erfolge ein Näheres berichten. ‒ Da ich indeß in Nr. 233 d. Ztg., als ein dem Hrn. Freiherrn v. Eltz gleichstehender Staatsbürger, denselben öffentlich der böswilligen Entstellung, der Lüge und Verläumdung geziehen habe; so bleibt diese Schmach auf ihm für ewig sitzen, wenn derselbe keinen andern Weg zur Abwaschung derselben erwählt, als den, mich durch seine Satteliten von Neuem besudeln zu lassen. Porz, am 26. März 1849. Süren, Bürgermeister. Oeffentlicher Verkauf im hiesigen Leihause. Mittwoch den 28. März 1849 und folgenden Tag aus dem Monat März 1847. Einladung zum Abonnement auf das zweite Quartal (1. April bis Ende Juni 1849) der Westfälischen Zeitung. Redigirt von Dr. Ludwig Wihl und dem Abgeordneten Franz Löher. Die Westfälische Zeitung erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags, im Formate der Leipziger Illustrirten Zeitung mit dreispaltigen Kolumnen, und kostet vierteljährlich in der Expedition 18 Sgr., durch die Post bezogen im ganzen Umfange des Preuß. Staats 22 1/2 Sgr.; außerhalb Preußens etwas mehr. Westfalen, das erst in neuester Zeit zu politischem Leben erwacht ist, hat die Blicke Deutschlands in manchem Betracht auf sich gezogen, nachdem es lange als ein abscurer, hinter der Rheinprovinz zurückgebliebener Theil des Vaterlandes angesehen worden ist. Die junge Presse hat nicht wenig zu diesem Aufschwunge beigetragen. Die Westfälische Zeitung war die erste, welche in geharnischten Leitartikeln und in geeigneter Zusammenstellung der Weltereignisse sich der Sache, des Volkes gegenüber den verrotteten älteren Zuständen angenommen hat. Es ist ihr gelungen, in kurzer Zeit sich Ansehen und Theilnahme zu verschaffen. Sie zählt eine Reihe hochgestellter Namen zu Mitarbeitern. Die Redaktion befindet sich in bewährter Hand. Wie die Redaktion ihre Aufgabe erfaßt hat, das beweist ihre bisherige Leistung und daß sie im gleichen Geiste fortfahren wird, ihr Programm. (Siehe die Probenummern.) Durch die Vergrößerung des Formats und die Eintheilung in drei Spalten bietet sie ein reiches Material. Dem Provinziellen wird, wie bisher, eine ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Viele Correspondenten sind neu zu diesem Behufe engagirt worden. ‒ Durch die große Verbreitung, deren sie sich jetzt schon erfreut, eignet sie sich ganz besonders für Anzeigen aller Art, um deren frühzeitige Mittheilung hiermit ganz besonders gebeten wird. ‒ Bestellungen werden möglichst früh erbeten, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. Die Verlagshandlung von W. Crüwell in Paderborn. Aufforderung. Der Referendar G…s‥b‥k aus Cleve wird hiermit aufgefordert, sein jetziges Domicil anzugeben, indem sonst sein Name, unter Angabe der näheren für ihn nicht angenehmen Umstände öffentlich genannt werden soll. I. H. Schulz & Comp. in Köln. Die Hornisse eine im radikalsten Sinne von Heinrich Heise und Dr. Gottlieb Keller redigirte Zeitschrift erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, mindestens einen halben Bogen stark, und zwar in größerem Formate, als bisher, zum Abonnementspreis von 18 Sgr. Pränumerirt wird bei allen kurhessischen Postanstalten, welche auch Bestellungen von auswärtigen Poststellen annehmen, für Kassel bei der unterzeichneten Stelle. Bei der großen Verbreitung des Blattes ‒ schon jetzt beträgt die Auflage 1750 Exemplare ‒, welche täglich mehr zunimmt, finden Anzeigen jeder Art, welche mit 1 Sgr. die gespaltene Petitzeile berechnet werden, die größte Verbreitung. Kassel, Anfangs März 1849. Die Expedition der „Hornisse.“ Obere Entengasse Nr. 132. Bürgerwehr! Auf dem Comptoir des Schaffhausenschen Bankvereins hat ein Soldat in Uniform die Unterschriften für das feige Heulermachwerk eingesammelt, resp. einsammeln wollen. Von wem und auf wessen Ansuchen war dieser Soldat mit diesem Geschäfte beauftragt? Bürgerwehr. Dem Vernehmen nach beschäftigen sich die Herren: Devivre, Leiden, Nierstraß, Sadée, Sturm, Tilmes u. A. mit Unterschriftensammeln zu der berüchtigten Petition gegen die Wiedereinführung der Bürgerwehr. Zur Aufklärung der Motive dieser Herren dürfte es zweckmäßig sein, wenn die betr. Hauptleute der seeligen Bürgerwehr darüber öffentlich Auskunft geben wollten: „wo diese sauberen Herren bei den früheren Allarmirungen gesteckt haben.“ Es würde sich vielleicht hierdurch herausstellen, ob nicht die Feigheit der damals Richterschienenen mit dem Wunsche der jetzigen Bittsteller zusammentrifft. Heißt dies Untergraben eines bestehenden Gesetzes nicht auch Wühlen? und ist das der so viel gerühmte Sinn für Ordnung und Gesetzlichkeit, womit diese Herren sich so gerne breit machen? Sapienti sat. Schleppfahrt. Der ausschließlich zum Schleppen „hölzerner Segel-Schiffe“ eingerichtete Dienst des vortrefflichen Dampfschleppschiffes „Dordrecht“ hat wieder begonnen. Nähere Auskunft über die Bedingungen und die ermäßigten Tarifsätze des Schlepplohnes ertheilen die zum Abschließen von Schlepp-Verträgen bevollmächtigten Agenten. In Köln Herr Franz de Smet. In Koblenz Herr J. B. Dotzler. Dorbrecht, den 14. März 1849. Die Direktion des Dampfschleppschiffes „Dorbrecht.“ Messingene, bleierne und gußeiserne Pumpen aller Art, empfehle ich zur gefälligen Abnahme, als: eiserne freistehende Säulen, Gestell- und Dreh-Pumpen, so wie messingene und bleiernde Hauspumpen, von denen ich eine Auswahl in meinem Lager sowohl, als im Betrieb zur Ansicht ausgestellt habe. Für alle von mir gefertigten Pumpen wird eine hinlängliche Garantie geleistet. Aug. König, Altenmarkt Nr. 56 in Köln. In der Möbel-Fabrik von Johann Heininger Sohn, Trankgasse 27, sind zwei schön meublirte Zimmer zu vermiethen.

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Die angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Bd. 2 (Nummer 184 bis Nummer 301) Köln, 1. Januar 1849 bis 19. Mai 1849. Glashütten im Taunus, Verlag Detlev Auvermann KG 1973.




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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 257. Köln, 28. März 1849. Beilage, S. 1447. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz257b_1849/1>, abgerufen am 17.09.2019.