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Neue Rheinische Zeitung. Nr. 114. Köln, 12. Oktober 1848.

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Neue Rheinische Zeitung
Organ der Demokratie.
No. 114. Köln, Donnerstag den 12. Oktober. 1848.

Durch die Theilnahme, die sich namentlich in Köln für die Aufrechthaltung der "Neuen Rheinischen Zeitung" gezeigt, ist es gelungen, die von dem Belagerungszustande herbeigeführten finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden und sie wiedererscheinen zu lassen. Das Redaktionscomite bleibt dasselbe. Ferdinand Freiligrath ist neu eingetreten.

Karl Marx, Redakteur en chef d. R. Rh. Z.

Uebersicht.

Deutschland. Köln. (Revolution in Wien.) Wien. (Revolution.- Stellung der Magyaren. - Jellachich's Heer.) Siebenbürgen. (Die Czechen auf dem Reichstag. - Jellachich. - Ein Schreiben aus Agram. - Der hohe magyarische Adel. - Stellung der Croaten zu Jellachich - Vorfälle an der slavonischen Militärgränze.) Frankfurt. (National-Versammlung.) Berlin. (National-Versammlung. - Eine Enthüllung. - Des Königs Geburtstag.) Eisenach. (Truppenzusammenziehungen. - Verhaftungen.)

Ungarn. Pesth. (Neueste Nachrichten vom Kriegsschauplatze.)

Belgien. Brüssel. (Neueste Nachrichten aus dem Musterstaat)

Frankreich. Paris. (Zwei Bülletins der Republik. - Giradin contra Cavaignac - Die Flüchtlinge von Frankfurt nicht ausgeliefert. - Nationalversammlung.

Großbritannien. London. (Nachrichten über Italien.) Clonmel. (Smith O'Brien verurtheilt.)

Deutschland.
* Köln, 11. Oktober.
Der Inhalt dieses Artikels kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht angezeigt werden.
61 Wien, 6. Oktbr.

Indem ich zu schreiben beginnen will, wird der Generalmarsch geschlagen. Folgendes soll ihm zum Grunde liegen. Das hier stehende Militär fängt an, sich mit dem Volke zu befreunden und wird sich immer mehr bewußt, daß es ebenfalls zum Volke gehört und Rechte fordern kann wie dieses. Gestern hielten Mannschaften des Regiments Ceccapieri, wie es heißt, eine Versammlung an einem öffentlichen Dete, wo sie über ihre Stellung als Soldaten sich besprochen und endlich sich zu einer Eingabe an den Kriegsminister vereinbart haben sollen. Sofort ließ Latour dem Regiment den Befehl ertheilen, nach Ungarn abzumarschiren. Die Soldaten widersetzten sich diesem Befehle und drohten, ihre Offiziere, wenn sie Miene machten, denselben zur Ausführung zu bringen, erschießen zu wollen. So verging die Nacht. Jetzt aber soll das Militär mit Gewalt dennoch auf der Nordbahn fortgeschafft werden. Die Widersetzlichkeit erhebt sich von Neuem, indem die Soldaten sich weigern, Wien zu verlassen. Volk und Nationalgarde treten hinzu, die Soldaten stürzen den Leuten in die Arme und so wird der Generalmarsch geschlagen. Ein großer Theil, ja die Mehrheit der Nationalgarde will nicht, daß die Regimenter sich entfernen. Latour ist außer sich und bestellt mit dem Telegraphen das zunächst gelegene Militär, lauter Czechen, die er ohnehin statt des brüderlichen deutschen und italienischen Militärs hieher zu ziehen schon längst beabsichtigte. Die Schienen und Brücken der Eisenbahn sollen darauf, um die Ankunft des böhmischen Militärs zu verhindern, aufgerissen worden sein und der Zustand sich immer drohender gestalten.

Die Pesther Zeitung vom 3. Oktbr. ist so eben, aber nur auf einem halben Bogen, angekommen. Sie erklärt, bis zur Beilegung des Kampfes nur in dieser Weise erscheinen zu können, weil ihr Druckerpersonal fast sämmtlich vor dem Feinde stehe. Sie enthält einen Aufruf an alle Magyaren, sich der Sache des Vaterlandes mit Gut und Blut zu weihen und berichtet über die Sitzung des Repräsentantenhauses vom 1. Okt., worin unter Anderm der Präsident den Rapport des Generallieutenant Moga aus dem Sukorver Lager über den Kampf vom 29. Sept. vorlesen läßt. Am Schlusse desselben heißt es: "Obwohl unser Heer einen vollständigen Sieg errungen hat, indem es sich in seiner ersten Stellung behauptete, so ist doch vom militärischen Gesichtspunkte das Resultat dieses Treffens gering. Der Kriegsminister Meßares sprach über den fruchtlos gebliebenen Versuch, den bei St. Thomas verschanzten Feind zu vertreiben und gab Hoffnung, daß die Anstrengungen der ungarischen Armee daselbst dennoch zuletzt von Erfolg werden müßtee. Es wird in und um Pesth Alles aufgeboten, die ganze Bevölkerung zu bewaffnen. Die Kossuth'schen Blätter, Köstlöng und Hilapya, sind dagegen heute ausgeblieben.

Einem Gerüchte zufolge soll Jellachich gestern in Schönbrunn zur Tafel gewesen sein. Unmöglich ist die Sache nicht; das Ministerium wie die Camarilla werden sich mit ihm besprochen haben. Nach heutigen Nachrichten rückt er mit der Armee gen Preßburg, und es wird sich also bestätigen, was ich gestern geschrieben, daß er sich mit der czechisch-mährischen Armee, an deren Spitze Windischgräß stehen soll, vereinigt. Gestern wurden die Werbungen für Ungarn hier noch fortgesetzt und hatten auch noch guten Erfolg; auf Grund des absolutistischen Manifests, welches ganz Ungarn in Belagerungszustand erklärt, sind dieselben jedoch heute unterdrückt worden.

Der Eindruck den sowohl das italienische wie das ungarische Manifest der Camarilla hier hervorgebracht haben, ist durchaus ungünstig. Die Konstitution sagt darüber: " Hr. Adam Recksey kontrafignirt seine eigene Ernennung zum ungarischen Ministerpräsidenten, und den Auftrag, ein neues Ministerium zu bilden! Nun aber ist es gewiß, daß der hier anwesende Batthyany um die Gegenzeichnung der Ernennung angegangen wurde, sie jedoch verweigert hat. Daß Unglaublichste ist jedoch, daß Hr. Recksey am nämlichen Tage, als er sich gleichsam auf eigene Faust zum Minister gemacht, sich selbst wieder faktisch abgesetzt hat, indem er Jelachich zum umbeschränkten Herrn und Gebieter von Ungarn, Siebenbürgen und allen Nebenländern gemacht und dem Bau mehr Rechte übertragen, als der König selbst besitzt."

Nach der an Lamberg und den beiden Zichy geübten Volksjustitz ist es den hohen Herren in Ungarn übel zu Muthe geworden. Sie strömen schaarenweise hieher; gestern begegnete ich schweren Frachtwagen von Koffern, die von dem Preßburger Bahnhof kamen.

Nachschrift. Eben höre ich, daß es an der Nordbahn furchtbar hergehen soll; die Läden werden geschlossen, alle Märkte werden gesäubert. Wahrscheinlich haben wir ehe eine Stunde vergeht, Belagerungszustand und Standrecht; die Generalmarsch-Trommel erschallt fürchterlicher wieder, selbst die Glocken ertönen. Ich eile, um Näheres zu erfahren, in die Leopoldstadt.

61 Wien, 6. Okt.

1 Uhr Mittags. Es war nicht möglich auf den Schauplatz des Kampfes zu gelangen; die Thore der Stadt sind gesperrt; die Nationalgarde umstellt den Stephansdom und läßt Sturm läuten; Verwundete werden in die Stadt gebracht. Der Telegraph, alle Brücken der Nordbahn sind zerstört; die deutschen Grenadiere feuern mit der akademischen Legion und mit der Nationalgarde wider die polnischen Regimenter, namentlich wider das Regiment Nassau. Ein General ist gefallen, ebenso ein Hauptmann der akademischen Legion. Stiederhaben, einer der würdigsten Redakteure der Konstitution, den man Lychnowski's wegen mit einem Preßprozeß verfolgt, soll verwundet sein. Die Nationalgarde steht auf allen Plätzen, füllt alle Straßen. Von meinem Gange zur Post und zur Leopoldstadt begab ich mich zum Reichstag; alles leer, bis auf einige Abgeordnete, die erklärten, Strobach wolle keine Sitzung halten. Diese Czechen stecken mit

[Feuilleton]
"Kein schöner Ding ist auf der Welt Als seine Feinde zu beißen."
I.
Kein schöner Ding ist auf der Welt
Als seine Feinde zu beißen;
Als über all' die plumpen Gesell'n
Seine lustigen Witze zu reißen.
So dacht' ich und stimmte die Saiten schon:
Da ward ich versetzt in Ruhstand.
Aus war der Spaß; die heil'ge Stadt Köln
Ward erklärt in Belagerungszustand.
Von Bajonetten starrte die Stadt
Wie ein Stachel'schwein. Rings um den Neumarkt
Wogten die preußischen Erzengel bis
Zum Hahnenthor und zum Heumarkt.
Und ein Leutnant zog vor unsere Thür
In kriegerischer Begleitung.
Und proklamirte trommelnd den Tod
Der Neuen Rheinischen Zeitung.- -
Da griff ich zum Stab und ich eilte fort,
Die Brust voller Kummer und Aerger.
Zu Herrn Soherr nach Bingen floh ich; dort trinkt
Man vorzüglichen Scharlachberger.
Herr Soherr, der ist ein fröhlicher Mann,
Und im ganzen Lande wird sich
Kein Scharlachberger finden wie der
Des Herrn Soherr von sechs und vierzig.
Herr Soherr ist vier und sechszig alt
Und sein Wein ist von sechs und vierzig;
Er duftet nach Veilchen und Rosen und schmeckt
Wie die Liebe erquickend und würzig.
II.
Herr Soherr wohnt im weißen Roß-
(Daß ich je ihn verließ, ich bereu' es-)
"Willkommen!" so sprach er, "mein lieber Herr Werrth,
Willkommen! Was haben Sie Neues?
Sie seh'n so verstört und so flüchtig aus,
Wie ein Mann ohne Geld und Kurage.
Wie kommt's, daß Sie reisen im schwarzen Frack?
Wo ließen Sie Ihre Bagage?
Sie haben gewiß in Ems gespielt!
Oder haben Sie sich duelliret?
Oder haben Sie gar zu Köln am Rhein
Sich politisch kompromittiret? -"
"Mein Vater Soherr!" versetzte ich da,
"Erbärmlich sind die Zeiten.
Doch kompromittir' ich mich nie, denn das
Ueberlaß ich anderen Leuten.
Mit schönen Frau'n hab' ich lieber zu thun
Als mit schönen preuß'schen Soldaten.
Und als ich am Lurlei vorüber kam:
Da war ich verkauft und verrathen.
Ich sah sie sitzen die nackte Fee
Und ich hörte ihr lüsternes Singen;
Und mit Koffer und Reisesack sank ich hinab
Ihren wonnigen Leib zu umschlingen.
Das war eine Barrikadenschlacht
Auf ihren schneeweißen Brüsten!
Mit heiler Haut kam ich eben davon,
Doch verlor ich Koffer und Kisten.-"
Da lachte Herr Soherr und zeigte mir
Seinen letzten Zahn - alleine
Steht der in seiner Kinnlade, wie
Der Mäusethurm im Rheine.
III.
Und im Morgendufte wandelten wir
Durch die herbstlichen Rebenlauben,
Es rauschte märchenmurmelnd der Rhein-
Rubinfarben glühten die Trauben.
"In Köln war wirklich ein arger Skandal-"
Begann ich zum alten Herrn Soherr-
"Barrikaden kamen in Masse, man wußt'
Bei Gott nicht, von wannen und woher.
Sie wurden im Nu emporgebaut
Von Händen, energischen, raschen,
Aus Dombausteinen und Kirchenstühl'n
Und aus ausgetrunkenen Flaschen.
Es wehte die Fahne der Republik,
Und ein Tag war's ein fürchterlicher.
Steckbrieflich werden die Häupter verfolgt,
Kein ehrlicher Mann ist mehr sicher.
Die Insurgenten wurden verjagt
Und proklamirt ward eilig das Standrecht;
Das ist wahrhaftig noch schlimmer als
Das alte preußische Landrecht.
Herr Engels, der ist Diktator von Köln
Bis wieder die Sonne der Ruh' scheint;
Der Stadtkommandant, Herr Engels, der hat
Die Bürgerwehr Köln's entkuhbeint.
Neue Rheinische Zeitung
Organ der Demokratie.
No. 114. Köln, Donnerstag den 12. Oktober. 1848.

Durch die Theilnahme, die sich namentlich in Köln für die Aufrechthaltung der „Neuen Rheinischen Zeitung“ gezeigt, ist es gelungen, die von dem Belagerungszustande herbeigeführten finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden und sie wiedererscheinen zu lassen. Das Redaktionscomite bleibt dasselbe. Ferdinand Freiligrath ist neu eingetreten.

Karl Marx, Redakteur en chef d. R. Rh. Z.

Uebersicht.

Deutschland. Köln. (Revolution in Wien.) Wien. (Revolution.‒ Stellung der Magyaren. ‒ Jellachich's Heer.) Siebenbürgen. (Die Czechen auf dem Reichstag. ‒ Jellachich. ‒ Ein Schreiben aus Agram. ‒ Der hohe magyarische Adel. ‒ Stellung der Croaten zu Jellachich ‒ Vorfälle an der slavonischen Militärgränze.) Frankfurt. (National-Versammlung.) Berlin. (National-Versammlung. ‒ Eine Enthüllung. ‒ Des Königs Geburtstag.) Eisenach. (Truppenzusammenziehungen. ‒ Verhaftungen.)

Ungarn. Pesth. (Neueste Nachrichten vom Kriegsschauplatze.)

Belgien. Brüssel. (Neueste Nachrichten aus dem Musterstaat)

Frankreich. Paris. (Zwei Bülletins der Republik. ‒ Giradin contra Cavaignac ‒ Die Flüchtlinge von Frankfurt nicht ausgeliefert. ‒ Nationalversammlung.

Großbritannien. London. (Nachrichten über Italien.) Clonmel. (Smith O'Brien verurtheilt.)

Deutschland.
* Köln, 11. Oktober.
Der Inhalt dieses Artikels kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht angezeigt werden.
61 Wien, 6. Oktbr.

Indem ich zu schreiben beginnen will, wird der Generalmarsch geschlagen. Folgendes soll ihm zum Grunde liegen. Das hier stehende Militär fängt an, sich mit dem Volke zu befreunden und wird sich immer mehr bewußt, daß es ebenfalls zum Volke gehört und Rechte fordern kann wie dieses. Gestern hielten Mannschaften des Regiments Ceccapieri, wie es heißt, eine Versammlung an einem öffentlichen Dete, wo sie über ihre Stellung als Soldaten sich besprochen und endlich sich zu einer Eingabe an den Kriegsminister vereinbart haben sollen. Sofort ließ Latour dem Regiment den Befehl ertheilen, nach Ungarn abzumarschiren. Die Soldaten widersetzten sich diesem Befehle und drohten, ihre Offiziere, wenn sie Miene machten, denselben zur Ausführung zu bringen, erschießen zu wollen. So verging die Nacht. Jetzt aber soll das Militär mit Gewalt dennoch auf der Nordbahn fortgeschafft werden. Die Widersetzlichkeit erhebt sich von Neuem, indem die Soldaten sich weigern, Wien zu verlassen. Volk und Nationalgarde treten hinzu, die Soldaten stürzen den Leuten in die Arme und so wird der Generalmarsch geschlagen. Ein großer Theil, ja die Mehrheit der Nationalgarde will nicht, daß die Regimenter sich entfernen. Latour ist außer sich und bestellt mit dem Telegraphen das zunächst gelegene Militär, lauter Czechen, die er ohnehin statt des brüderlichen deutschen und italienischen Militärs hieher zu ziehen schon längst beabsichtigte. Die Schienen und Brücken der Eisenbahn sollen darauf, um die Ankunft des böhmischen Militärs zu verhindern, aufgerissen worden sein und der Zustand sich immer drohender gestalten.

Die Pesther Zeitung vom 3. Oktbr. ist so eben, aber nur auf einem halben Bogen, angekommen. Sie erklärt, bis zur Beilegung des Kampfes nur in dieser Weise erscheinen zu können, weil ihr Druckerpersonal fast sämmtlich vor dem Feinde stehe. Sie enthält einen Aufruf an alle Magyaren, sich der Sache des Vaterlandes mit Gut und Blut zu weihen und berichtet über die Sitzung des Repräsentantenhauses vom 1. Okt., worin unter Anderm der Präsident den Rapport des Generallieutenant Moga aus dem Sukorver Lager über den Kampf vom 29. Sept. vorlesen läßt. Am Schlusse desselben heißt es: „Obwohl unser Heer einen vollständigen Sieg errungen hat, indem es sich in seiner ersten Stellung behauptete, so ist doch vom militärischen Gesichtspunkte das Resultat dieses Treffens gering. Der Kriegsminister Meßares sprach über den fruchtlos gebliebenen Versuch, den bei St. Thomas verschanzten Feind zu vertreiben und gab Hoffnung, daß die Anstrengungen der ungarischen Armee daselbst dennoch zuletzt von Erfolg werden müßtee. Es wird in und um Pesth Alles aufgeboten, die ganze Bevölkerung zu bewaffnen. Die Kossuth'schen Blätter, Köstlöng und Hilapya, sind dagegen heute ausgeblieben.

Einem Gerüchte zufolge soll Jellachich gestern in Schönbrunn zur Tafel gewesen sein. Unmöglich ist die Sache nicht; das Ministerium wie die Camarilla werden sich mit ihm besprochen haben. Nach heutigen Nachrichten rückt er mit der Armee gen Preßburg, und es wird sich also bestätigen, was ich gestern geschrieben, daß er sich mit der czechisch-mährischen Armee, an deren Spitze Windischgräß stehen soll, vereinigt. Gestern wurden die Werbungen für Ungarn hier noch fortgesetzt und hatten auch noch guten Erfolg; auf Grund des absolutistischen Manifests, welches ganz Ungarn in Belagerungszustand erklärt, sind dieselben jedoch heute unterdrückt worden.

Der Eindruck den sowohl das italienische wie das ungarische Manifest der Camarilla hier hervorgebracht haben, ist durchaus ungünstig. Die Konstitution sagt darüber: „ Hr. Adam Recksey kontrafignirt seine eigene Ernennung zum ungarischen Ministerpräsidenten, und den Auftrag, ein neues Ministerium zu bilden! Nun aber ist es gewiß, daß der hier anwesende Batthyany um die Gegenzeichnung der Ernennung angegangen wurde, sie jedoch verweigert hat. Daß Unglaublichste ist jedoch, daß Hr. Recksey am nämlichen Tage, als er sich gleichsam auf eigene Faust zum Minister gemacht, sich selbst wieder faktisch abgesetzt hat, indem er Jelachich zum umbeschränkten Herrn und Gebieter von Ungarn, Siebenbürgen und allen Nebenländern gemacht und dem Bau mehr Rechte übertragen, als der König selbst besitzt.“

Nach der an Lamberg und den beiden Zichy geübten Volksjustitz ist es den hohen Herren in Ungarn übel zu Muthe geworden. Sie strömen schaarenweise hieher; gestern begegnete ich schweren Frachtwagen von Koffern, die von dem Preßburger Bahnhof kamen.

Nachschrift. Eben höre ich, daß es an der Nordbahn furchtbar hergehen soll; die Läden werden geschlossen, alle Märkte werden gesäubert. Wahrscheinlich haben wir ehe eine Stunde vergeht, Belagerungszustand und Standrecht; die Generalmarsch-Trommel erschallt fürchterlicher wieder, selbst die Glocken ertönen. Ich eile, um Näheres zu erfahren, in die Leopoldstadt.

61 Wien, 6. Okt.

1 Uhr Mittags. Es war nicht möglich auf den Schauplatz des Kampfes zu gelangen; die Thore der Stadt sind gesperrt; die Nationalgarde umstellt den Stephansdom und läßt Sturm läuten; Verwundete werden in die Stadt gebracht. Der Telegraph, alle Brücken der Nordbahn sind zerstört; die deutschen Grenadiere feuern mit der akademischen Legion und mit der Nationalgarde wider die polnischen Regimenter, namentlich wider das Regiment Nassau. Ein General ist gefallen, ebenso ein Hauptmann der akademischen Legion. Stiederhaben, einer der würdigsten Redakteure der Konstitution, den man Lychnowski's wegen mit einem Preßprozeß verfolgt, soll verwundet sein. Die Nationalgarde steht auf allen Plätzen, füllt alle Straßen. Von meinem Gange zur Post und zur Leopoldstadt begab ich mich zum Reichstag; alles leer, bis auf einige Abgeordnete, die erklärten, Strobach wolle keine Sitzung halten. Diese Czechen stecken mit

[Feuilleton]
„Kein schöner Ding ist auf der Welt Als seine Feinde zu beißen.“
I.
Kein schöner Ding ist auf der Welt
Als seine Feinde zu beißen;
Als über all' die plumpen Gesell'n
Seine lustigen Witze zu reißen.
So dacht' ich und stimmte die Saiten schon:
Da ward ich versetzt in Ruhstand.
Aus war der Spaß; die heil'ge Stadt Köln
Ward erklärt in Belagerungszustand.
Von Bajonetten starrte die Stadt
Wie ein Stachel'schwein. Rings um den Neumarkt
Wogten die preußischen Erzengel bis
Zum Hahnenthor und zum Heumarkt.
Und ein Leutnant zog vor unsere Thür
In kriegerischer Begleitung.
Und proklamirte trommelnd den Tod
Der Neuen Rheinischen Zeitung.‒ ‒
Da griff ich zum Stab und ich eilte fort,
Die Brust voller Kummer und Aerger.
Zu Herrn Soherr nach Bingen floh ich; dort trinkt
Man vorzüglichen Scharlachberger.
Herr Soherr, der ist ein fröhlicher Mann,
Und im ganzen Lande wird sich
Kein Scharlachberger finden wie der
Des Herrn Soherr von sechs und vierzig.
Herr Soherr ist vier und sechszig alt
Und sein Wein ist von sechs und vierzig;
Er duftet nach Veilchen und Rosen und schmeckt
Wie die Liebe erquickend und würzig.
II.
Herr Soherr wohnt im weißen Roß‒
(Daß ich je ihn verließ, ich bereu' es‒)
„Willkommen!“ so sprach er, „mein lieber Herr Werrth,
Willkommen! Was haben Sie Neues?
Sie seh'n so verstört und so flüchtig aus,
Wie ein Mann ohne Geld und Kurage.
Wie kommt's, daß Sie reisen im schwarzen Frack?
Wo ließen Sie Ihre Bagage?
Sie haben gewiß in Ems gespielt!
Oder haben Sie sich duelliret?
Oder haben Sie gar zu Köln am Rhein
Sich politisch kompromittiret? ‒“
„Mein Vater Soherr!“ versetzte ich da,
„Erbärmlich sind die Zeiten.
Doch kompromittir' ich mich nie, denn das
Ueberlaß ich anderen Leuten.
Mit schönen Frau'n hab' ich lieber zu thun
Als mit schönen preuß'schen Soldaten.
Und als ich am Lurlei vorüber kam:
Da war ich verkauft und verrathen.
Ich sah sie sitzen die nackte Fee
Und ich hörte ihr lüsternes Singen;
Und mit Koffer und Reisesack sank ich hinab
Ihren wonnigen Leib zu umschlingen.
Das war eine Barrikadenschlacht
Auf ihren schneeweißen Brüsten!
Mit heiler Haut kam ich eben davon,
Doch verlor ich Koffer und Kisten.‒“
Da lachte Herr Soherr und zeigte mir
Seinen letzten Zahn ‒ alleine
Steht der in seiner Kinnlade, wie
Der Mäusethurm im Rheine.
III.
Und im Morgendufte wandelten wir
Durch die herbstlichen Rebenlauben,
Es rauschte märchenmurmelnd der Rhein‒
Rubinfarben glühten die Trauben.
„In Köln war wirklich ein arger Skandal‒“
Begann ich zum alten Herrn Soherr‒
„Barrikaden kamen in Masse, man wußt'
Bei Gott nicht, von wannen und woher.
Sie wurden im Nu emporgebaut
Von Händen, energischen, raschen,
Aus Dombausteinen und Kirchenstühl'n
Und aus ausgetrunkenen Flaschen.
Es wehte die Fahne der Republik,
Und ein Tag war's ein fürchterlicher.
Steckbrieflich werden die Häupter verfolgt,
Kein ehrlicher Mann ist mehr sicher.
Die Insurgenten wurden verjagt
Und proklamirt ward eilig das Standrecht;
Das ist wahrhaftig noch schlimmer als
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[0567/0001] Neue Rheinische Zeitung Organ der Demokratie. No. 114. Köln, Donnerstag den 12. Oktober. 1848. Durch die Theilnahme, die sich namentlich in Köln für die Aufrechthaltung der „Neuen Rheinischen Zeitung“ gezeigt, ist es gelungen, die von dem Belagerungszustande herbeigeführten finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden und sie wiedererscheinen zu lassen. Das Redaktionscomite bleibt dasselbe. Ferdinand Freiligrath ist neu eingetreten. Karl Marx, Redakteur en chef d. R. Rh. Z. Uebersicht. Deutschland. Köln. (Revolution in Wien.) Wien. (Revolution.‒ Stellung der Magyaren. ‒ Jellachich's Heer.) Siebenbürgen. (Die Czechen auf dem Reichstag. ‒ Jellachich. ‒ Ein Schreiben aus Agram. ‒ Der hohe magyarische Adel. ‒ Stellung der Croaten zu Jellachich ‒ Vorfälle an der slavonischen Militärgränze.) Frankfurt. (National-Versammlung.) Berlin. (National-Versammlung. ‒ Eine Enthüllung. ‒ Des Königs Geburtstag.) Eisenach. (Truppenzusammenziehungen. ‒ Verhaftungen.) Ungarn. Pesth. (Neueste Nachrichten vom Kriegsschauplatze.) Belgien. Brüssel. (Neueste Nachrichten aus dem Musterstaat) Frankreich. Paris. (Zwei Bülletins der Republik. ‒ Giradin contra Cavaignac ‒ Die Flüchtlinge von Frankfurt nicht ausgeliefert. ‒ Nationalversammlung. Großbritannien. London. (Nachrichten über Italien.) Clonmel. (Smith O'Brien verurtheilt.) Deutschland. * Köln, 11. Oktober. _ 61 Wien, 6. Oktbr. Indem ich zu schreiben beginnen will, wird der Generalmarsch geschlagen. Folgendes soll ihm zum Grunde liegen. Das hier stehende Militär fängt an, sich mit dem Volke zu befreunden und wird sich immer mehr bewußt, daß es ebenfalls zum Volke gehört und Rechte fordern kann wie dieses. Gestern hielten Mannschaften des Regiments Ceccapieri, wie es heißt, eine Versammlung an einem öffentlichen Dete, wo sie über ihre Stellung als Soldaten sich besprochen und endlich sich zu einer Eingabe an den Kriegsminister vereinbart haben sollen. Sofort ließ Latour dem Regiment den Befehl ertheilen, nach Ungarn abzumarschiren. Die Soldaten widersetzten sich diesem Befehle und drohten, ihre Offiziere, wenn sie Miene machten, denselben zur Ausführung zu bringen, erschießen zu wollen. So verging die Nacht. Jetzt aber soll das Militär mit Gewalt dennoch auf der Nordbahn fortgeschafft werden. Die Widersetzlichkeit erhebt sich von Neuem, indem die Soldaten sich weigern, Wien zu verlassen. Volk und Nationalgarde treten hinzu, die Soldaten stürzen den Leuten in die Arme und so wird der Generalmarsch geschlagen. Ein großer Theil, ja die Mehrheit der Nationalgarde will nicht, daß die Regimenter sich entfernen. Latour ist außer sich und bestellt mit dem Telegraphen das zunächst gelegene Militär, lauter Czechen, die er ohnehin statt des brüderlichen deutschen und italienischen Militärs hieher zu ziehen schon längst beabsichtigte. Die Schienen und Brücken der Eisenbahn sollen darauf, um die Ankunft des böhmischen Militärs zu verhindern, aufgerissen worden sein und der Zustand sich immer drohender gestalten. Die Pesther Zeitung vom 3. Oktbr. ist so eben, aber nur auf einem halben Bogen, angekommen. Sie erklärt, bis zur Beilegung des Kampfes nur in dieser Weise erscheinen zu können, weil ihr Druckerpersonal fast sämmtlich vor dem Feinde stehe. Sie enthält einen Aufruf an alle Magyaren, sich der Sache des Vaterlandes mit Gut und Blut zu weihen und berichtet über die Sitzung des Repräsentantenhauses vom 1. Okt., worin unter Anderm der Präsident den Rapport des Generallieutenant Moga aus dem Sukorver Lager über den Kampf vom 29. Sept. vorlesen läßt. Am Schlusse desselben heißt es: „Obwohl unser Heer einen vollständigen Sieg errungen hat, indem es sich in seiner ersten Stellung behauptete, so ist doch vom militärischen Gesichtspunkte das Resultat dieses Treffens gering. Der Kriegsminister Meßares sprach über den fruchtlos gebliebenen Versuch, den bei St. Thomas verschanzten Feind zu vertreiben und gab Hoffnung, daß die Anstrengungen der ungarischen Armee daselbst dennoch zuletzt von Erfolg werden müßtee. Es wird in und um Pesth Alles aufgeboten, die ganze Bevölkerung zu bewaffnen. Die Kossuth'schen Blätter, Köstlöng und Hilapya, sind dagegen heute ausgeblieben. Einem Gerüchte zufolge soll Jellachich gestern in Schönbrunn zur Tafel gewesen sein. Unmöglich ist die Sache nicht; das Ministerium wie die Camarilla werden sich mit ihm besprochen haben. Nach heutigen Nachrichten rückt er mit der Armee gen Preßburg, und es wird sich also bestätigen, was ich gestern geschrieben, daß er sich mit der czechisch-mährischen Armee, an deren Spitze Windischgräß stehen soll, vereinigt. Gestern wurden die Werbungen für Ungarn hier noch fortgesetzt und hatten auch noch guten Erfolg; auf Grund des absolutistischen Manifests, welches ganz Ungarn in Belagerungszustand erklärt, sind dieselben jedoch heute unterdrückt worden. Der Eindruck den sowohl das italienische wie das ungarische Manifest der Camarilla hier hervorgebracht haben, ist durchaus ungünstig. Die Konstitution sagt darüber: „ Hr. Adam Recksey kontrafignirt seine eigene Ernennung zum ungarischen Ministerpräsidenten, und den Auftrag, ein neues Ministerium zu bilden! Nun aber ist es gewiß, daß der hier anwesende Batthyany um die Gegenzeichnung der Ernennung angegangen wurde, sie jedoch verweigert hat. Daß Unglaublichste ist jedoch, daß Hr. Recksey am nämlichen Tage, als er sich gleichsam auf eigene Faust zum Minister gemacht, sich selbst wieder faktisch abgesetzt hat, indem er Jelachich zum umbeschränkten Herrn und Gebieter von Ungarn, Siebenbürgen und allen Nebenländern gemacht und dem Bau mehr Rechte übertragen, als der König selbst besitzt.“ Nach der an Lamberg und den beiden Zichy geübten Volksjustitz ist es den hohen Herren in Ungarn übel zu Muthe geworden. Sie strömen schaarenweise hieher; gestern begegnete ich schweren Frachtwagen von Koffern, die von dem Preßburger Bahnhof kamen. Nachschrift. Eben höre ich, daß es an der Nordbahn furchtbar hergehen soll; die Läden werden geschlossen, alle Märkte werden gesäubert. Wahrscheinlich haben wir ehe eine Stunde vergeht, Belagerungszustand und Standrecht; die Generalmarsch-Trommel erschallt fürchterlicher wieder, selbst die Glocken ertönen. Ich eile, um Näheres zu erfahren, in die Leopoldstadt. 61 Wien, 6. Okt. 1 Uhr Mittags. Es war nicht möglich auf den Schauplatz des Kampfes zu gelangen; die Thore der Stadt sind gesperrt; die Nationalgarde umstellt den Stephansdom und läßt Sturm läuten; Verwundete werden in die Stadt gebracht. Der Telegraph, alle Brücken der Nordbahn sind zerstört; die deutschen Grenadiere feuern mit der akademischen Legion und mit der Nationalgarde wider die polnischen Regimenter, namentlich wider das Regiment Nassau. Ein General ist gefallen, ebenso ein Hauptmann der akademischen Legion. Stiederhaben, einer der würdigsten Redakteure der Konstitution, den man Lychnowski's wegen mit einem Preßprozeß verfolgt, soll verwundet sein. Die Nationalgarde steht auf allen Plätzen, füllt alle Straßen. Von meinem Gange zur Post und zur Leopoldstadt begab ich mich zum Reichstag; alles leer, bis auf einige Abgeordnete, die erklärten, Strobach wolle keine Sitzung halten. Diese Czechen stecken mit [Feuilleton] „Kein schöner Ding ist auf der Welt Als seine Feinde zu beißen.“ I. Kein schöner Ding ist auf der Welt Als seine Feinde zu beißen; Als über all' die plumpen Gesell'n Seine lustigen Witze zu reißen. So dacht' ich und stimmte die Saiten schon: Da ward ich versetzt in Ruhstand. Aus war der Spaß; die heil'ge Stadt Köln Ward erklärt in Belagerungszustand. Von Bajonetten starrte die Stadt Wie ein Stachel'schwein. Rings um den Neumarkt Wogten die preußischen Erzengel bis Zum Hahnenthor und zum Heumarkt. Und ein Leutnant zog vor unsere Thür In kriegerischer Begleitung. Und proklamirte trommelnd den Tod Der Neuen Rheinischen Zeitung.‒ ‒ Da griff ich zum Stab und ich eilte fort, Die Brust voller Kummer und Aerger. Zu Herrn Soherr nach Bingen floh ich; dort trinkt Man vorzüglichen Scharlachberger. Herr Soherr, der ist ein fröhlicher Mann, Und im ganzen Lande wird sich Kein Scharlachberger finden wie der Des Herrn Soherr von sechs und vierzig. Herr Soherr ist vier und sechszig alt Und sein Wein ist von sechs und vierzig; Er duftet nach Veilchen und Rosen und schmeckt Wie die Liebe erquickend und würzig. II. Herr Soherr wohnt im weißen Roß‒ (Daß ich je ihn verließ, ich bereu' es‒) „Willkommen!“ so sprach er, „mein lieber Herr Werrth, Willkommen! Was haben Sie Neues? Sie seh'n so verstört und so flüchtig aus, Wie ein Mann ohne Geld und Kurage. Wie kommt's, daß Sie reisen im schwarzen Frack? Wo ließen Sie Ihre Bagage? Sie haben gewiß in Ems gespielt! Oder haben Sie sich duelliret? Oder haben Sie gar zu Köln am Rhein Sich politisch kompromittiret? ‒“ „Mein Vater Soherr!“ versetzte ich da, „Erbärmlich sind die Zeiten. Doch kompromittir' ich mich nie, denn das Ueberlaß ich anderen Leuten. Mit schönen Frau'n hab' ich lieber zu thun Als mit schönen preuß'schen Soldaten. Und als ich am Lurlei vorüber kam: Da war ich verkauft und verrathen. Ich sah sie sitzen die nackte Fee Und ich hörte ihr lüsternes Singen; Und mit Koffer und Reisesack sank ich hinab Ihren wonnigen Leib zu umschlingen. Das war eine Barrikadenschlacht Auf ihren schneeweißen Brüsten! Mit heiler Haut kam ich eben davon, Doch verlor ich Koffer und Kisten.‒“ Da lachte Herr Soherr und zeigte mir Seinen letzten Zahn ‒ alleine Steht der in seiner Kinnlade, wie Der Mäusethurm im Rheine. III. Und im Morgendufte wandelten wir Durch die herbstlichen Rebenlauben, Es rauschte märchenmurmelnd der Rhein‒ Rubinfarben glühten die Trauben. „In Köln war wirklich ein arger Skandal‒“ Begann ich zum alten Herrn Soherr‒ „Barrikaden kamen in Masse, man wußt' Bei Gott nicht, von wannen und woher. Sie wurden im Nu emporgebaut Von Händen, energischen, raschen, Aus Dombausteinen und Kirchenstühl'n Und aus ausgetrunkenen Flaschen. Es wehte die Fahne der Republik, Und ein Tag war's ein fürchterlicher. Steckbrieflich werden die Häupter verfolgt, Kein ehrlicher Mann ist mehr sicher. Die Insurgenten wurden verjagt Und proklamirt ward eilig das Standrecht; Das ist wahrhaftig noch schlimmer als Das alte preußische Landrecht. Herr Engels, der ist Diktator von Köln Bis wieder die Sonne der Ruh' scheint; Der Stadtkommandant, Herr Engels, der hat Die Bürgerwehr Köln's entkuhbeint.

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Die angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Ausgabe: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Bd. 1 (Nummer 1 bis Nummer 183) Köln, 1. Juni 1848 bis 31. Dezember 1848. Glashütten im Taunus, Verlag Detlev Auvermann KG 1973.




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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 114. Köln, 12. Oktober 1848, S. 0567. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz114_1848/1>, abgerufen am 25.06.2019.