Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

N. N.: Ritter Gottfried. Nürnberg, um 1497 (GW-Nr.: 1257350N).

Bild:
<< vorherige Seite

Er sprach du liebste frawe mein
Warumb ist so pitter dein pein
Sy sprach wolt ir mich mercken eben
Mir ward ein hab zu euch geben
Die nam mein vater mit gewalt
Vnrechtlich von eim kloster palt
Das kloster heist zu pertingen
Des mus mir ymer misselingen
Wenn ich klag meiner sele nicht
Sy ist verlorn vnd gantz entwicht
Er sprach wenn ich dir helfen kunt
Das du von der not wurst gesunt
Die hab wolt ich wider geben
wer es deinen kinden eben
Er sprach woltens mein kind nit thon
Jch geb in iren teil dar von
Vnd wolt dir helfen aus der not
Darumb geb ich mein teil durch got
Jn ein geistlich ordn will ich farn
Ob ich vnser sel möcht bewarn
Des gib ich euch mein stette trew
Sy sprach es müst mich ymer rew
Das ir hie berürt meine hant

Er sprach du liebste frawe mein
Warumb ist so pitter dein pein
Sy sprach wolt ir mich mercken eben
Mir ward ein hab zu euch geben
Die nam mein vater mit gewalt
Vnrechtlich von eim kloster palt
Das kloster heist zu pertingen
Des mus mir ymer misselingen
Wenn ich klag meiner sele nicht
Sy ist verlorn vnd gantz entwicht
Er sprach wenn ich dir helfen kunt
Das du von der not wurst gesunt
Die hab wolt ich wider geben
wer es deinen kinden eben
Er sprach woltens mein kind nit thon
Jch geb in iren teil dar von
Vnd wolt dir helfen aus der not
Darumb geb ich mein teil durch got
Jn ein geistlich ordn will ich farn
Ob ich vnser sel möcht bewarn
Des gib ich euch mein stette trew
Sy sprach es müst mich ymer rew
Das ir hie berürt meine hant

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0015" n="327"/>
Er sprach du liebste frawe mein<lb/>
Warumb ist so pitter dein pein<lb/>
Sy sprach wolt ir mich mercken eben<lb/>
Mir ward ein hab zu euch geben<lb/>
Die nam mein vater mit gewalt<lb/>
Vnrechtlich von eim kloster palt<lb/>
Das kloster heist zu pertingen<lb/>
Des mus mir ymer misselingen<lb/>
Wenn ich klag meiner sele nicht<lb/>
Sy ist verlorn vnd gantz entwicht<lb/>
Er sprach wenn ich dir helfen kunt<lb/>
Das du von der not wurst gesunt<lb/>
Die hab wolt ich wider geben<lb/>
wer es deinen kinden eben<lb/>
Er sprach woltens mein kind nit thon<lb/>
Jch geb in iren teil dar von<lb/>
Vnd wolt dir helfen aus der not<lb/>
Darumb geb ich mein teil durch got<lb/>
Jn ein geistlich ordn will ich farn<lb/>
Ob ich vnser sel möcht bewarn<lb/>
Des gib ich euch mein stette trew<lb/>
Sy sprach es müst mich ymer rew<lb/>
Das ir hie berürt meine hant<lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[327/0015] Er sprach du liebste frawe mein Warumb ist so pitter dein pein Sy sprach wolt ir mich mercken eben Mir ward ein hab zu euch geben Die nam mein vater mit gewalt Vnrechtlich von eim kloster palt Das kloster heist zu pertingen Des mus mir ymer misselingen Wenn ich klag meiner sele nicht Sy ist verlorn vnd gantz entwicht Er sprach wenn ich dir helfen kunt Das du von der not wurst gesunt Die hab wolt ich wider geben wer es deinen kinden eben Er sprach woltens mein kind nit thon Jch geb in iren teil dar von Vnd wolt dir helfen aus der not Darumb geb ich mein teil durch got Jn ein geistlich ordn will ich farn Ob ich vnser sel möcht bewarn Des gib ich euch mein stette trew Sy sprach es müst mich ymer rew Das ir hie berürt meine hant

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Werktitel nach Gesamtkatalog der Wiegendrucke und… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Tim Holetzek, DFG-Projekt: Literaturexplosion und Intertextualiteät. Bedingungen und Merkmale der 'Verschriftlichung des Lebens' in Nürnberg: Transkription
Jan Christian Schaffert, Simon Caspari: Kontrolle der Transkription
Tim Holetzek: Konvertierung nach TEI-XML (2015-07-01T00:00:00Z)

Weitere Informationen:

Dieses Werk wurde im Rahmen des DFG-Projektes ‚Literaturexplosion und Intertextualität. Bedingungen und Merkmale der Verschriftlichung des Lebens in Nürnberg‘ transkribiert, kontrolliert und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert. Sämtliche Abbreviaturen und Graphiefehler wurden im Element <choice> korrigiert und die Sonderzeichen, mit Ausnahme der Superskripte, vereinheitlicht.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_gottfried_1497
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_gottfried_1497/15
Zitationshilfe: N. N.: Ritter Gottfried. Nürnberg, um 1497 (GW-Nr.: 1257350N), S. 327. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_gottfried_1497/15>, abgerufen am 15.09.2019.