Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Die Bayerische Presse. Nr. 240. Würzburg, 7. Oktober 1850.

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite

[Spaltenumbruch] Erde ausgruben, um sie in den Gärten zu ver-
wenden, welche die Trümmer jener einst hochbe-
rühmten Priesterstadt bedecken, stießen auf zwei
Steinpfeiler welche einst einen Eingang, vielleicht
zu einem Tempel, gebildet zu haben scheinen.
( Pylonen? ) Die darauf befindlichen Hieroglyphen
sind schön eingegraben und trefflich erhalten; auf
der Einfassung ( cartouche ) steht der Name
Thothmes III, unter dessen Regierung im Jahre
1491 v. Chr., nach Wilkinson, der Auszug der
Jsraeliten stattfand. Auch fand man einen Theil
einer Mauer, auf welchem jeder Backstein densel-
ben Cartouche zeigt. Man hofft durch diesen Fund
neue Aufschlüsse zu erhalten über die Geschichte
einer Stadt, deren einziges bisheriges Denkmal
der Obelisk Osirtadens I war, unter dessen Re-
gierung im J. 1740 v. Chr. Joseph nach Aegyp-
ten kam. Die Pfeiler und andere alterthümliche
Reste die man dort gefunden, wurden leider ent-
fernt und, wie ich glaube, in den neuen Palast
des Abbas Pascha, dieses unwissenden und wohl-
lüstigen Despoten, versetzt, wo sie jedem Auge
verschlossen und in aller Hinsicht nicht an ihrem
Platze sein werden."

Neuestes.

Stuttgart, 4. Okt. Diesen Abend 4 Uhr
war schon die erste Sitzung, worin Hr. v. Linden
als Abgeordneter von Spaichingen vom Alters-
präsidenten Schott beeidigt wurde. Zum Präsi-
denten wurde sofort wieder Schoder mit 37, zum
Vicepräsidenten Rödinger mit 36 Stimmen ge-
wählt: beide nehmen sofort ihre Sitze ein. Zu
Sekretären werden gewählt 5 von der Majorität
( Winter, Ruoff von Balingen, Vogel von Bra-
ckenheim, Riecke Zech ) und 2 von der Minorität
( Wieland Notter, Mäulen.

Darmstadt, 5. Okt. Das heute erschienene
Regierungsblatt bringt in 32 Artikel eine äußerst
beschränkende "Verordnung über die Vervielfältig-
ung und Verbreitung von Druckschriften und ver-
schiedene durch Druck, Rede, bildliche oder andere
Darstellungen begangene strafbare Handlungen.

Alsfeld, 3. Okt. Ein Zwischenakt des
Stauff=Görlitzschen Prozesses hat hier gestern be-
gonnen und heute ausgespielt. Wir hatten ge-
stern Markt und zwar von bedeutender Frequenz.
Unter den Verkäufern war auch ein Quincaillerie-
händler Namens Braun aus Winterberg im
Sauerland da, der im Gasthaus zur Krone feil
hielt. Zu ihm kam des Morgens gegen 10
Uhr ein älterer Mann und bot ihm mehrere Ju-
welen, verschiedenen Schmuck, Braceletts, Bro-
chen ec. zum Kauf an. Des Schmuckes war
viel und derselbe kostbar, was bei Braun, der
als ehrlicher Mann bekannt ist, sogleich Verdacht
arregte. Er entgegnete dem Verkäufer, er kaufe
eallerdings solche Dinge, könne sie aber nur dann
taxiren, wenn Ueberbringer ihm einige Stunden
Zeit ließe, wenn derselbe etwa gegen 12 Uhr
wiederkomme, wo sie dann bald Handels einig
werden würden. Der Alte, treuherzig gemacht,
ging in die Falle, überließ an Braun sämmtlichen
Schmuck sammt dessen Behälter, eine alte lederne
Brieftasche. Braun, durch die Umstände neugie-
rig gemacht, untersuchte den ganzen Jnhalt der-
selben und fand darin zu seiner Ueberraschung
einen Heimatschein von -- Heinrich Stauff, Oel-
händler. Sein erstes war nun, die Anzeige bei
Gericht zu machen, sein Nächstes ruhig zu Hause
zu verweilen, während vom Gericht in die an-
grenzenden Zimmer Gendarmen postirt wurden,
um Stauff Vater, die treue redliche Seele, welche
bei den Darmstädter Assisensitzungen gewöhnlich
so gemüthlich schlummerte, zu greifen. Al-
lein Stauff kam nicht um 12 Uhr, noch
später: die Geschichte war vielleicht ausge-
schwätzt, oder er roch Lunte, kurz er kam gar
nicht. Jetzt steckte die Gendarmerie alle Segel
aus, um den Verdächtigen der vielleicht Alsfeld
schon verlassen, einzubringen. Der Gesammt-
schmuck aus sieben größeren Stücken befand sich
[Spaltenumbruch] nebst Brieftasche in Aufbewahrung des Kronen-
wirths. Da erschien im Hause ein Postillon und
erzählte, Stauff, dem diese Dinge gehören, habe
ihn soeben ersucht, er solle Hrn. Braun sagen,
dieser möge doch zu ihm kommen und ihm Geld
oder sein Eigenthum zurückgeben. Auf Befragen,
wo Stauff logire, wies der Postillon auf das
gegenüber liegende Haus und Stauff Vater sah
ganz verstohlen durch die Fensterscheiben nach
Brauns Wohnung herüber. Was hierauf er-
folgte, ergibt sich von selbst; Heinrich Stauff
steht so eben, 9 Uhr Morgens, vor Gericht und
wird nun auf Nummer Sicher gebracht.

   

Wiesbaden, 5. Okt. Sicherm Vernehmen nach
haben sich die hier wohnenden Engländer um einen
geeigneten Platz zur Erbauung einer englischen
Kirche an das Staatsministerium gewendet. Die-
se Kirche soll zu einer Art Episcopalkirche für alle
englischen Kirchen in Deutschland erhoben werden.

Leipzig, 2. Okt. Der akademische Senat hat
eine Sitzung gehalten und beschlossen, sich wegen
Niederschlagung der Disciplinaruntersuchung gegen
die wegen ihres Verhaltens bei der Wahl eines
Abgeordneten der Universität zum Landtage sus-
pendirten Mitglieder desselben, sowie um Aufhe-
bung dieser Suspension an das Ministerium zu
wenden.    ( D. J. )

Hamburg, 3. Okt. Friedrichstadt wurde ge-
stern noch stark beschossen. Bei der Kirche brennt
es; das Pulvermagazin ist in die Luft gesprengt;
die Einwohner sollen meistens geflohen sein.

   

Wien, 1. Okt. Jn Ofen ist ein Verbot ge-
gen das Anfertigen von Braceletten, Busennadeln
und sonstigen Schmucksachen aus ungarischen Du-
katen und Sechskreuzerstücken erlassen worden, da
mit diesen Arbeiten ein immer mehr zunehmender
"Mißbrauch und Unfug" getrieben werde.

Wien, 3. Okt. Die letzten Nachrichten über
die schleswigholsteinische Frage melden eine fast
unerwartet günstige Wendung der Dinge. Oe-
sterreich ist mit seinen Anträgen in Kopenhagen
durchgedrungen. und hat auch die Cabinette von
Paris London und St. Petersburg für seine An-
sichten zu stimmen gewußt. Der König ist ge-
neigt den Schleswig=Holsteinern Amnestie zu er-
theilen, und die politische Verfassung der Herzog-
thümer im Verein mit dem Bundestag festzu-
stellen, unter der Bedingung daß sofort alle
Feindseligkeiten eingestellt werden. Die Erklär-
ung des Bundestags vom 17. Sept 1846 wird
als Grundlage angenommen werden. ( A. Z. )

Salzburg, 3. Okt. Gestern Abend8 1 / 2 Uhr
traf Se. Maj. der Kaiser Franz Joseph, von
Jschl kommend, hier ein. Heute sehen wir großen
Festlichkeiten entgegen.

   

Kopenhagen, 1. Okt. Die Sache mit der
"Gefion" soll veranlaßt haben, daß eine öster-
reichische Note an den hiesigen Gesandten gerichtet
worden ist, um von der hiesigen Regierung Auf-
klärung darüber zu verlangen. Oesterreich ver-
langt eine solche Aufklärung im Namen des deut-
schen Bundes.

C Paris, 2. Okt. -- Biele Abgeordnete zur
gesetzgebenden Versammlung werden dieser den
Antrag stellen, zur Versetzung der sterblichen Reste
des Königs Ludwig Philipp in das Familienbe-
grabniß zu Dreux die Ermächtigung zu ertheilen.
Die Regierung scheint zur Bewilligung dieses Be-
gehrens geneigt und das Ministerium soll schon
an die dabei zu begehenden Ceremonien denken,
bei welcher die Prinzen der Familie Orleans
anwesend sein würden, jedoch unter Begleitung höh-
erer Offiziere, welche einerseits den Auftrag hät-
ten, ein würdiges Leichengefolge zu bilden, und
anderseits jeden Grund zu Gerüchten über Mani-
festationen zu vernichten.

Paris, 4. Oktober. Der Erzbischof Fran-
soni wird in Lyon bleiben.

London, 2. Okt. "Times" und "Globe" ver-
sichern, daß die Königin Jsabella abermals in
interessanten Umständen sich befinde.

[Spaltenumbruch]

Turin, 26. Sept. Die Mordthaten mehren
sich auf der Jnsel Sardinien in schrecklicher Weise.
Jm Bezirke Sassari allein wurden seit dem Jan.
zwanzig Personen ermordet. Die Mörder bleiben
meist straflos, da Niemand es wagt, Zeugniß zu
geben.

Turin, 29. Sept. Der erzbischöfliche Palast
ist unter Siegel gelegt und an dessen Hauptthür
eine Verkündigung angeheftet, welche den Schuld-
nern des Erzbisthums verbietet, in eine andere
als die kgl. Oekonomiekassen Summen abzuliefern.

"Petersburg, 20. Sept. Ein vor kurzem
erschienener kaiserl. Ukas verbietet in diesem Jahre
die Ausfuhr des Roggens aus Polen gänzlich.

T. D. 1 ) Berlin, 4. Okt. Auf den Wunsch
der großherzoglich badenschen Regierung werden
die badenschen Truppen, welche sich jetzt in der
Mark Brandenburg befinden, und die noch aus
Baden zu erwartenden ihre Garnisonen in West-
phalen erhalten.

2 ) Hamburg, 3. Okt. Auf dem Kriegsschau-
platze ist bis jetzt immer noch keine entscheidende
Wendung eingetreten. Die Beschießung von Friede-
tichstadt wird fortgesetzt. Tönning ist weder von
dänischen noch von schleswig=holsteinischen Truppen
besetzt.

3 ) Kassel, 5. Okt. Das Generalauditoriat
hat, auf Anklage des ständischen Ausschusses, Unter-
suchung gegen den Generallieutenant v. Haynau,
wegen Vergewaltigung, erkannt und das weitere
Verfahren dem Garnisonsgericht aufgetragen.
Oberstlieutenant Hildebrand ist im Auftrage der
verfassungsgetreuen Officiere nach Wilhelmsbad
gereist, um den Landesherrn Vorstellungen zu ma-
chen. Generallieutenant v. Haynau hat sein Eh-
renwort gegeben, daß er vor der Rückkehr Hilde-
brands nichts mehr unternehmen werde.

4 ) Wien, 4. Okt. Dem Vernehmen nach
soll zwischen Oesterreich, Bayern, Sachsen und
Württemberg ein Offensiv= und Defensivbündniß
geschlossen sein.

5 ) Kiel, 2. Okt. Sämmtliche russische Kriegs-
schiffe haben den Kieler Meerbusen verlassen.

6 ) Kopenhagen, 3. Okt. Der König ist
gestern hier wieder eingetroffen. Bei der Abreise
von Flensburg hat Se. Maj. erklärt: Flensburg
solle künftig der Hauptsitz der Regierung des Her-
zogthums Schleswig sein und die erste Magistrats-
person werde den Titel Oberpräsident führen. F.Op.Z.



Verantwortlicher Redakteur u. Verleger:
Franz v. Faber.



Mittelpreise hiesiger Schranne vom 5. Oktob.

Weizen 13 fl. 6 kr. Korn 9 fl. 34 kr.
Gerste 8 fl. 38 kr. Haber 4 fl. 13 kr.

Eben ist wieder eingetroffen:

Einsiedler=Kalender
für das Jahr 1851
mit vielen Kupfern. -- Preis: 12 kr.

Zur Abnahme empfiehlt

    Neue fränkische Buchhandlung.

Theater=Anzeige

Montag den 7. Oktober:
Martha,
oder:
Der Markt zu Richmond,
romantisch=komische Oper in 4 Abtheilungen
von F. v. Flotow.
Montag den 7. Okt. ist der Anfang des
Theaters um 6 Uhr.

Gestorbene:

Den 6. Oktober.

Jos. Klüpfel, Pfründner, 48 J. alt. -- Jos.
Hänle, Redakteurssohn, 8 J. 6 M. alt.

[Ende Spaltensatz]

Druck von Joseph Steib in Würzburg.

[Spaltenumbruch] Erde ausgruben, um sie in den Gärten zu ver-
wenden, welche die Trümmer jener einst hochbe-
rühmten Priesterstadt bedecken, stießen auf zwei
Steinpfeiler welche einst einen Eingang, vielleicht
zu einem Tempel, gebildet zu haben scheinen.
( Pylonen? ) Die darauf befindlichen Hieroglyphen
sind schön eingegraben und trefflich erhalten; auf
der Einfassung ( cartouche ) steht der Name
Thothmes III, unter dessen Regierung im Jahre
1491 v. Chr., nach Wilkinson, der Auszug der
Jsraeliten stattfand. Auch fand man einen Theil
einer Mauer, auf welchem jeder Backstein densel-
ben Cartouche zeigt. Man hofft durch diesen Fund
neue Aufschlüsse zu erhalten über die Geschichte
einer Stadt, deren einziges bisheriges Denkmal
der Obelisk Osirtadens I war, unter dessen Re-
gierung im J. 1740 v. Chr. Joseph nach Aegyp-
ten kam. Die Pfeiler und andere alterthümliche
Reste die man dort gefunden, wurden leider ent-
fernt und, wie ich glaube, in den neuen Palast
des Abbas Pascha, dieses unwissenden und wohl-
lüstigen Despoten, versetzt, wo sie jedem Auge
verschlossen und in aller Hinsicht nicht an ihrem
Platze sein werden.“

Neuestes.

Stuttgart, 4. Okt. Diesen Abend 4 Uhr
war schon die erste Sitzung, worin Hr. v. Linden
als Abgeordneter von Spaichingen vom Alters-
präsidenten Schott beeidigt wurde. Zum Präsi-
denten wurde sofort wieder Schoder mit 37, zum
Vicepräsidenten Rödinger mit 36 Stimmen ge-
wählt: beide nehmen sofort ihre Sitze ein. Zu
Sekretären werden gewählt 5 von der Majorität
( Winter, Ruoff von Balingen, Vogel von Bra-
ckenheim, Riecke Zech ) und 2 von der Minorität
( Wieland Notter, Mäulen.

Darmstadt, 5. Okt. Das heute erschienene
Regierungsblatt bringt in 32 Artikel eine äußerst
beschränkende „Verordnung über die Vervielfältig-
ung und Verbreitung von Druckschriften und ver-
schiedene durch Druck, Rede, bildliche oder andere
Darstellungen begangene strafbare Handlungen.

Alsfeld, 3. Okt. Ein Zwischenakt des
Stauff=Görlitzschen Prozesses hat hier gestern be-
gonnen und heute ausgespielt. Wir hatten ge-
stern Markt und zwar von bedeutender Frequenz.
Unter den Verkäufern war auch ein Quincaillerie-
händler Namens Braun aus Winterberg im
Sauerland da, der im Gasthaus zur Krone feil
hielt. Zu ihm kam des Morgens gegen 10
Uhr ein älterer Mann und bot ihm mehrere Ju-
welen, verschiedenen Schmuck, Braceletts, Bro-
chen ec. zum Kauf an. Des Schmuckes war
viel und derselbe kostbar, was bei Braun, der
als ehrlicher Mann bekannt ist, sogleich Verdacht
arregte. Er entgegnete dem Verkäufer, er kaufe
eallerdings solche Dinge, könne sie aber nur dann
taxiren, wenn Ueberbringer ihm einige Stunden
Zeit ließe, wenn derselbe etwa gegen 12 Uhr
wiederkomme, wo sie dann bald Handels einig
werden würden. Der Alte, treuherzig gemacht,
ging in die Falle, überließ an Braun sämmtlichen
Schmuck sammt dessen Behälter, eine alte lederne
Brieftasche. Braun, durch die Umstände neugie-
rig gemacht, untersuchte den ganzen Jnhalt der-
selben und fand darin zu seiner Ueberraschung
einen Heimatschein von -- Heinrich Stauff, Oel-
händler. Sein erstes war nun, die Anzeige bei
Gericht zu machen, sein Nächstes ruhig zu Hause
zu verweilen, während vom Gericht in die an-
grenzenden Zimmer Gendarmen postirt wurden,
um Stauff Vater, die treue redliche Seele, welche
bei den Darmstädter Assisensitzungen gewöhnlich
so gemüthlich schlummerte, zu greifen. Al-
lein Stauff kam nicht um 12 Uhr, noch
später: die Geschichte war vielleicht ausge-
schwätzt, oder er roch Lunte, kurz er kam gar
nicht. Jetzt steckte die Gendarmerie alle Segel
aus, um den Verdächtigen der vielleicht Alsfeld
schon verlassen, einzubringen. Der Gesammt-
schmuck aus sieben größeren Stücken befand sich
[Spaltenumbruch] nebst Brieftasche in Aufbewahrung des Kronen-
wirths. Da erschien im Hause ein Postillon und
erzählte, Stauff, dem diese Dinge gehören, habe
ihn soeben ersucht, er solle Hrn. Braun sagen,
dieser möge doch zu ihm kommen und ihm Geld
oder sein Eigenthum zurückgeben. Auf Befragen,
wo Stauff logire, wies der Postillon auf das
gegenüber liegende Haus und Stauff Vater sah
ganz verstohlen durch die Fensterscheiben nach
Brauns Wohnung herüber. Was hierauf er-
folgte, ergibt sich von selbst; Heinrich Stauff
steht so eben, 9 Uhr Morgens, vor Gericht und
wird nun auf Nummer Sicher gebracht.

   

Wiesbaden, 5. Okt. Sicherm Vernehmen nach
haben sich die hier wohnenden Engländer um einen
geeigneten Platz zur Erbauung einer englischen
Kirche an das Staatsministerium gewendet. Die-
se Kirche soll zu einer Art Episcopalkirche für alle
englischen Kirchen in Deutschland erhoben werden.

Leipzig, 2. Okt. Der akademische Senat hat
eine Sitzung gehalten und beschlossen, sich wegen
Niederschlagung der Disciplinaruntersuchung gegen
die wegen ihres Verhaltens bei der Wahl eines
Abgeordneten der Universität zum Landtage sus-
pendirten Mitglieder desselben, sowie um Aufhe-
bung dieser Suspension an das Ministerium zu
wenden.    ( D. J. )

Hamburg, 3. Okt. Friedrichstadt wurde ge-
stern noch stark beschossen. Bei der Kirche brennt
es; das Pulvermagazin ist in die Luft gesprengt;
die Einwohner sollen meistens geflohen sein.

   

Wien, 1. Okt. Jn Ofen ist ein Verbot ge-
gen das Anfertigen von Braceletten, Busennadeln
und sonstigen Schmucksachen aus ungarischen Du-
katen und Sechskreuzerstücken erlassen worden, da
mit diesen Arbeiten ein immer mehr zunehmender
„Mißbrauch und Unfug“ getrieben werde.

Wien, 3. Okt. Die letzten Nachrichten über
die schleswigholsteinische Frage melden eine fast
unerwartet günstige Wendung der Dinge. Oe-
sterreich ist mit seinen Anträgen in Kopenhagen
durchgedrungen. und hat auch die Cabinette von
Paris London und St. Petersburg für seine An-
sichten zu stimmen gewußt. Der König ist ge-
neigt den Schleswig=Holsteinern Amnestie zu er-
theilen, und die politische Verfassung der Herzog-
thümer im Verein mit dem Bundestag festzu-
stellen, unter der Bedingung daß sofort alle
Feindseligkeiten eingestellt werden. Die Erklär-
ung des Bundestags vom 17. Sept 1846 wird
als Grundlage angenommen werden. ( A. Z. )

Salzburg, 3. Okt. Gestern Abend8 1 / 2 Uhr
traf Se. Maj. der Kaiser Franz Joseph, von
Jschl kommend, hier ein. Heute sehen wir großen
Festlichkeiten entgegen.

   

Kopenhagen, 1. Okt. Die Sache mit der
„Gefion„ soll veranlaßt haben, daß eine öster-
reichische Note an den hiesigen Gesandten gerichtet
worden ist, um von der hiesigen Regierung Auf-
klärung darüber zu verlangen. Oesterreich ver-
langt eine solche Aufklärung im Namen des deut-
schen Bundes.

C Paris, 2. Okt. -- Biele Abgeordnete zur
gesetzgebenden Versammlung werden dieser den
Antrag stellen, zur Versetzung der sterblichen Reste
des Königs Ludwig Philipp in das Familienbe-
grabniß zu Dreux die Ermächtigung zu ertheilen.
Die Regierung scheint zur Bewilligung dieses Be-
gehrens geneigt und das Ministerium soll schon
an die dabei zu begehenden Ceremonien denken,
bei welcher die Prinzen der Familie Orleans
anwesend sein würden, jedoch unter Begleitung höh-
erer Offiziere, welche einerseits den Auftrag hät-
ten, ein würdiges Leichengefolge zu bilden, und
anderseits jeden Grund zu Gerüchten über Mani-
festationen zu vernichten.

Paris, 4. Oktober. Der Erzbischof Fran-
soni wird in Lyon bleiben.

London, 2. Okt. „Times“ und „Globe“ ver-
sichern, daß die Königin Jsabella abermals in
interessanten Umständen sich befinde.

[Spaltenumbruch]

Turin, 26. Sept. Die Mordthaten mehren
sich auf der Jnsel Sardinien in schrecklicher Weise.
Jm Bezirke Sassari allein wurden seit dem Jan.
zwanzig Personen ermordet. Die Mörder bleiben
meist straflos, da Niemand es wagt, Zeugniß zu
geben.

Turin, 29. Sept. Der erzbischöfliche Palast
ist unter Siegel gelegt und an dessen Hauptthür
eine Verkündigung angeheftet, welche den Schuld-
nern des Erzbisthums verbietet, in eine andere
als die kgl. Oekonomiekassen Summen abzuliefern.

„Petersburg, 20. Sept. Ein vor kurzem
erschienener kaiserl. Ukas verbietet in diesem Jahre
die Ausfuhr des Roggens aus Polen gänzlich.

T. D. 1 ) Berlin, 4. Okt. Auf den Wunsch
der großherzoglich badenschen Regierung werden
die badenschen Truppen, welche sich jetzt in der
Mark Brandenburg befinden, und die noch aus
Baden zu erwartenden ihre Garnisonen in West-
phalen erhalten.

2 ) Hamburg, 3. Okt. Auf dem Kriegsschau-
platze ist bis jetzt immer noch keine entscheidende
Wendung eingetreten. Die Beschießung von Friede-
tichstadt wird fortgesetzt. Tönning ist weder von
dänischen noch von schleswig=holsteinischen Truppen
besetzt.

3 ) Kassel, 5. Okt. Das Generalauditoriat
hat, auf Anklage des ständischen Ausschusses, Unter-
suchung gegen den Generallieutenant v. Haynau,
wegen Vergewaltigung, erkannt und das weitere
Verfahren dem Garnisonsgericht aufgetragen.
Oberstlieutenant Hildebrand ist im Auftrage der
verfassungsgetreuen Officiere nach Wilhelmsbad
gereist, um den Landesherrn Vorstellungen zu ma-
chen. Generallieutenant v. Haynau hat sein Eh-
renwort gegeben, daß er vor der Rückkehr Hilde-
brands nichts mehr unternehmen werde.

4 ) Wien, 4. Okt. Dem Vernehmen nach
soll zwischen Oesterreich, Bayern, Sachsen und
Württemberg ein Offensiv= und Defensivbündniß
geschlossen sein.

5 ) Kiel, 2. Okt. Sämmtliche russische Kriegs-
schiffe haben den Kieler Meerbusen verlassen.

6 ) Kopenhagen, 3. Okt. Der König ist
gestern hier wieder eingetroffen. Bei der Abreise
von Flensburg hat Se. Maj. erklärt: Flensburg
solle künftig der Hauptsitz der Regierung des Her-
zogthums Schleswig sein und die erste Magistrats-
person werde den Titel Oberpräsident führen. F.Op.Z.



Verantwortlicher Redakteur u. Verleger:
Franz v. Faber.



Mittelpreise hiesiger Schranne vom 5. Oktob.

Weizen 13 fl. 6 kr. Korn 9 fl. 34 kr.
Gerste 8 fl. 38 kr. Haber 4 fl. 13 kr.

Eben ist wieder eingetroffen:

Einsiedler=Kalender
für das Jahr 1851
mit vielen Kupfern. -- Preis: 12 kr.

Zur Abnahme empfiehlt

    Neue fränkische Buchhandlung.

Theater=Anzeige

Montag den 7. Oktober:
Martha,
oder:
Der Markt zu Richmond,
romantisch=komische Oper in 4 Abtheilungen
von F. v. Flotow.
Montag den 7. Okt. ist der Anfang des
Theaters um 6 Uhr.

Gestorbene:

Den 6. Oktober.

Jos. Klüpfel, Pfründner, 48 J. alt. -- Jos.
Hänle, Redakteurssohn, 8 J. 6 M. alt.

[Ende Spaltensatz]

Druck von Joseph Steib in Würzburg.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0004"/><cb/>
Erde ausgruben, um sie in den Gärten zu ver-<lb/>
wenden, welche die Trümmer jener einst hochbe-<lb/>
rühmten Priesterstadt bedecken, stießen auf zwei<lb/>
Steinpfeiler welche einst einen Eingang, vielleicht<lb/>
zu einem Tempel, gebildet zu haben scheinen.<lb/>
( Pylonen? ) Die darauf befindlichen Hieroglyphen<lb/>
sind schön eingegraben und trefflich erhalten; auf<lb/>
der Einfassung ( <hi rendition="#aq">cartouche</hi> ) steht der Name<lb/>
Thothmes <hi rendition="#aq">III</hi>, unter dessen Regierung im Jahre<lb/>
1491 v. Chr., nach Wilkinson, der Auszug der<lb/>
Jsraeliten stattfand. Auch fand man einen Theil<lb/>
einer Mauer, auf welchem jeder Backstein densel-<lb/>
ben Cartouche zeigt. Man hofft durch diesen Fund<lb/>
neue Aufschlüsse zu erhalten über die Geschichte<lb/>
einer Stadt, deren einziges bisheriges Denkmal<lb/>
der Obelisk Osirtadens <hi rendition="#aq">I</hi> war, unter dessen Re-<lb/>
gierung im J. 1740 v. Chr. Joseph nach Aegyp-<lb/>
ten kam. Die Pfeiler und andere alterthümliche<lb/>
Reste die man dort gefunden, wurden leider ent-<lb/>
fernt und, wie ich glaube, in den neuen Palast<lb/>
des Abbas Pascha, dieses unwissenden und wohl-<lb/>
lüstigen Despoten, versetzt, wo sie jedem Auge<lb/>
verschlossen und in aller Hinsicht nicht an ihrem<lb/>
Platze sein werden.&#x201C;</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#c #fr"><hi rendition="#g">Neuestes</hi>.</hi> </head><lb/>
        <div n="2">
          <p>Stuttgart, 4. Okt. Diesen Abend 4 Uhr<lb/>
war schon die erste Sitzung, worin Hr. v. Linden<lb/>
als Abgeordneter von Spaichingen vom Alters-<lb/>
präsidenten Schott beeidigt wurde. Zum Präsi-<lb/>
denten wurde sofort wieder Schoder mit 37, zum<lb/>
Vicepräsidenten Rödinger mit 36 Stimmen ge-<lb/>
wählt: beide nehmen sofort ihre Sitze ein. Zu<lb/>
Sekretären werden gewählt 5 von der Majorität<lb/>
( Winter, Ruoff von Balingen, Vogel von Bra-<lb/>
ckenheim, Riecke Zech ) und 2 von der Minorität<lb/>
( Wieland Notter, Mäulen.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Darmstadt, 5. Okt. Das heute erschienene<lb/>
Regierungsblatt bringt in 32 Artikel eine äußerst<lb/>
beschränkende &#x201E;Verordnung über die Vervielfältig-<lb/>
ung und Verbreitung von Druckschriften und ver-<lb/>
schiedene durch Druck, Rede, bildliche oder andere<lb/>
Darstellungen begangene strafbare Handlungen.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Alsfeld, 3. Okt. Ein Zwischenakt des<lb/>
Stauff=Görlitzschen Prozesses hat hier gestern be-<lb/>
gonnen und heute ausgespielt. Wir hatten ge-<lb/>
stern Markt und zwar von bedeutender Frequenz.<lb/>
Unter den Verkäufern war auch ein Quincaillerie-<lb/>
händler Namens Braun aus Winterberg im<lb/>
Sauerland da, der im Gasthaus zur Krone feil<lb/>
hielt. Zu ihm kam des Morgens gegen 10<lb/>
Uhr ein älterer Mann und bot ihm mehrere Ju-<lb/>
welen, verschiedenen Schmuck, Braceletts, Bro-<lb/>
chen <abbr>ec.</abbr> zum Kauf an. Des Schmuckes war<lb/>
viel und derselbe kostbar, was bei Braun, der<lb/>
als ehrlicher Mann bekannt ist, sogleich Verdacht<lb/>
arregte. Er entgegnete dem Verkäufer, er kaufe<lb/>
eallerdings solche Dinge, könne sie aber nur dann<lb/>
taxiren, wenn Ueberbringer ihm einige Stunden<lb/>
Zeit ließe, wenn derselbe etwa gegen 12 Uhr<lb/>
wiederkomme, wo sie dann bald Handels einig<lb/>
werden würden. Der Alte, treuherzig gemacht,<lb/>
ging in die Falle, überließ an Braun sämmtlichen<lb/>
Schmuck sammt dessen Behälter, eine alte lederne<lb/>
Brieftasche. Braun, durch die Umstände neugie-<lb/>
rig gemacht, untersuchte den ganzen Jnhalt der-<lb/>
selben und fand darin zu seiner Ueberraschung<lb/>
einen Heimatschein von -- Heinrich Stauff, Oel-<lb/>
händler. Sein erstes war nun, die Anzeige bei<lb/>
Gericht zu machen, sein Nächstes ruhig zu Hause<lb/>
zu verweilen, während vom Gericht in die an-<lb/>
grenzenden Zimmer Gendarmen postirt wurden,<lb/>
um Stauff Vater, die treue redliche Seele, welche<lb/>
bei den Darmstädter Assisensitzungen gewöhnlich<lb/>
so gemüthlich schlummerte, zu greifen. Al-<lb/>
lein Stauff kam nicht um 12 Uhr, noch<lb/>
später: die Geschichte war vielleicht ausge-<lb/>
schwätzt, oder er roch Lunte, kurz er kam gar<lb/>
nicht. Jetzt steckte die Gendarmerie alle Segel<lb/>
aus, um den Verdächtigen der vielleicht Alsfeld<lb/>
schon verlassen, einzubringen. Der Gesammt-<lb/>
schmuck aus sieben größeren Stücken befand sich<lb/><cb/>
nebst Brieftasche in Aufbewahrung des Kronen-<lb/>
wirths. Da erschien im Hause ein Postillon und<lb/>
erzählte, Stauff, dem diese Dinge gehören, habe<lb/>
ihn soeben ersucht, er solle Hrn. Braun sagen,<lb/>
dieser möge doch zu ihm kommen und ihm Geld<lb/>
oder sein Eigenthum zurückgeben. Auf Befragen,<lb/>
wo Stauff logire, wies der Postillon auf das<lb/>
gegenüber liegende Haus und Stauff Vater sah<lb/>
ganz verstohlen durch die Fensterscheiben nach<lb/>
Brauns Wohnung herüber. Was hierauf er-<lb/>
folgte, ergibt sich von selbst; Heinrich Stauff<lb/>
steht so eben, 9 Uhr Morgens, vor Gericht und<lb/>
wird nun auf Nummer Sicher gebracht.</p><lb/>
          <space dim="horizontal"/>
          <byline>( Darmst. Z. ) </byline>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Wiesbaden, 5. Okt. Sicherm Vernehmen nach<lb/>
haben sich die hier wohnenden Engländer um einen<lb/>
geeigneten Platz zur Erbauung einer englischen<lb/>
Kirche an das Staatsministerium gewendet. Die-<lb/>
se Kirche soll zu einer Art Episcopalkirche für alle<lb/>
englischen Kirchen in Deutschland erhoben werden.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Leipzig, 2. Okt. Der akademische Senat hat<lb/>
eine Sitzung gehalten und beschlossen, sich wegen<lb/>
Niederschlagung der Disciplinaruntersuchung gegen<lb/>
die wegen ihres Verhaltens bei der Wahl eines<lb/>
Abgeordneten der Universität zum Landtage sus-<lb/>
pendirten Mitglieder desselben, sowie um Aufhe-<lb/>
bung dieser Suspension an das Ministerium zu<lb/>
wenden.<space dim="horizontal"/> ( D. J. ) </p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Hamburg, 3. Okt. Friedrichstadt wurde ge-<lb/>
stern noch stark beschossen. Bei der Kirche brennt<lb/>
es; das Pulvermagazin ist in die Luft gesprengt;<lb/>
die Einwohner sollen meistens geflohen sein.</p><lb/>
          <space dim="horizontal"/>
          <byline>( Z. f. N. ) </byline>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Wien, 1. Okt. Jn Ofen ist ein Verbot ge-<lb/>
gen das Anfertigen von Braceletten, Busennadeln<lb/>
und sonstigen Schmucksachen aus ungarischen Du-<lb/>
katen und Sechskreuzerstücken erlassen worden, da<lb/>
mit diesen Arbeiten ein immer mehr zunehmender<lb/>
&#x201E;Mißbrauch und Unfug&#x201C; getrieben werde.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Wien, 3. Okt. Die letzten Nachrichten über<lb/>
die schleswigholsteinische Frage melden eine fast<lb/>
unerwartet günstige Wendung der Dinge. Oe-<lb/>
sterreich ist mit seinen Anträgen in Kopenhagen<lb/>
durchgedrungen. und hat auch die Cabinette von<lb/>
Paris London und St. Petersburg für seine An-<lb/>
sichten zu stimmen gewußt. Der König ist ge-<lb/>
neigt den Schleswig=Holsteinern Amnestie zu er-<lb/>
theilen, und die politische Verfassung der Herzog-<lb/>
thümer im Verein mit dem Bundestag festzu-<lb/>
stellen, unter der Bedingung daß sofort alle<lb/>
Feindseligkeiten eingestellt werden. Die Erklär-<lb/>
ung des Bundestags vom 17. Sept 1846 wird<lb/>
als Grundlage angenommen werden. ( A. Z. ) </p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Salzburg, 3. Okt. Gestern Abend8 1 / 2 Uhr<lb/>
traf Se. Maj. der Kaiser Franz Joseph, von<lb/>
Jschl kommend, hier ein. Heute sehen wir großen<lb/>
Festlichkeiten entgegen.</p>
          <space dim="horizontal"/>
          <byline>( A. Z. )</byline>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Kopenhagen, 1. Okt. Die Sache mit der<lb/>
&#x201E;Gefion&#x201E; soll veranlaßt haben, daß eine öster-<lb/>
reichische Note an den hiesigen Gesandten gerichtet<lb/>
worden ist, um von der hiesigen Regierung Auf-<lb/>
klärung darüber zu verlangen. Oesterreich ver-<lb/>
langt eine solche Aufklärung im Namen des deut-<lb/>
schen Bundes.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p><hi rendition="#aq">C</hi> Paris, 2. Okt. -- Biele Abgeordnete zur<lb/>
gesetzgebenden Versammlung werden dieser den<lb/>
Antrag stellen, zur Versetzung der sterblichen Reste<lb/>
des Königs Ludwig Philipp in das Familienbe-<lb/>
grabniß zu Dreux die Ermächtigung zu ertheilen.<lb/>
Die Regierung scheint zur Bewilligung dieses Be-<lb/>
gehrens geneigt und das Ministerium soll schon<lb/>
an die dabei zu begehenden Ceremonien denken,<lb/>
bei welcher die Prinzen der Familie Orleans<lb/>
anwesend sein würden, jedoch unter Begleitung höh-<lb/>
erer Offiziere, welche einerseits den Auftrag hät-<lb/>
ten, ein würdiges Leichengefolge zu bilden, und<lb/>
anderseits jeden Grund zu Gerüchten über Mani-<lb/>
festationen zu vernichten.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Paris, 4. Oktober. Der Erzbischof Fran-<lb/>
soni wird in Lyon bleiben.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>London, 2. Okt. &#x201E;Times&#x201C; und &#x201E;Globe&#x201C; ver-<lb/>
sichern, daß die Königin Jsabella abermals in<lb/>
interessanten Umständen sich befinde.</p>
        </div><lb/>
        <cb/>
        <div n="2">
          <p>Turin, 26. Sept. Die Mordthaten mehren<lb/>
sich auf der Jnsel Sardinien in schrecklicher Weise.<lb/>
Jm Bezirke Sassari allein wurden seit dem Jan.<lb/>
zwanzig Personen ermordet. Die Mörder bleiben<lb/>
meist straflos, da Niemand es wagt, Zeugniß zu<lb/>
geben.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>Turin, 29. Sept. Der erzbischöfliche Palast<lb/>
ist unter Siegel gelegt und an dessen Hauptthür<lb/>
eine Verkündigung angeheftet, welche den Schuld-<lb/>
nern des Erzbisthums verbietet, in eine andere<lb/>
als die kgl. Oekonomiekassen Summen abzuliefern.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>&#x201E;Petersburg, 20. Sept. Ein vor kurzem<lb/>
erschienener kaiserl. Ukas verbietet in diesem Jahre<lb/>
die Ausfuhr des Roggens aus Polen gänzlich.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p><hi rendition="#aq">T. D</hi>. 1 ) Berlin, 4. Okt. Auf den Wunsch<lb/>
der großherzoglich badenschen Regierung werden<lb/>
die badenschen Truppen, welche sich jetzt in der<lb/>
Mark Brandenburg befinden, und die noch aus<lb/>
Baden zu erwartenden ihre Garnisonen in West-<lb/>
phalen erhalten.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>2 ) Hamburg, 3. Okt. Auf dem Kriegsschau-<lb/>
platze ist bis jetzt immer noch keine entscheidende<lb/>
Wendung eingetreten. Die Beschießung von Friede-<lb/>
tichstadt wird fortgesetzt. Tönning ist weder von<lb/>
dänischen noch von schleswig=holsteinischen Truppen<lb/>
besetzt.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>3 ) Kassel, 5. Okt. Das Generalauditoriat<lb/>
hat, auf Anklage des ständischen Ausschusses, Unter-<lb/>
suchung gegen den Generallieutenant v. Haynau,<lb/>
wegen Vergewaltigung, erkannt und das weitere<lb/>
Verfahren dem Garnisonsgericht aufgetragen.<lb/>
Oberstlieutenant Hildebrand ist im Auftrage der<lb/>
verfassungsgetreuen Officiere nach Wilhelmsbad<lb/>
gereist, um den Landesherrn Vorstellungen zu ma-<lb/>
chen. Generallieutenant v. Haynau hat sein Eh-<lb/>
renwort gegeben, daß er vor der Rückkehr Hilde-<lb/>
brands nichts mehr unternehmen werde.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>4 ) Wien, 4. Okt. Dem Vernehmen nach<lb/>
soll zwischen Oesterreich, Bayern, Sachsen und<lb/>
Württemberg ein Offensiv= und Defensivbündniß<lb/>
geschlossen sein.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>5 ) Kiel, 2. Okt. Sämmtliche russische Kriegs-<lb/>
schiffe haben den Kieler Meerbusen verlassen.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <p>6 ) Kopenhagen, 3. Okt. Der König ist<lb/>
gestern hier wieder eingetroffen. Bei der Abreise<lb/>
von Flensburg hat Se. Maj. erklärt: Flensburg<lb/>
solle künftig der Hauptsitz der Regierung des Her-<lb/>
zogthums Schleswig sein und die erste Magistrats-<lb/>
person werde den Titel Oberpräsident führen. F.Op.Z.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      <div n="1">
        <p> <hi rendition="#c"><hi rendition="#g">Verantwortlicher Redakteur</hi> u. <hi rendition="#g">Verleger:</hi><lb/>
Franz v. <hi rendition="#g">Faber</hi>.   </hi> </p>
      </div><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      <div type="jFinancialNews">
        <div type="jArticle">
          <p>Mittelpreise hiesiger Schranne vom 5. Oktob.</p><lb/>
          <p>Weizen 13 fl. 6 kr. Korn 9 fl. 34 kr.<lb/>
Gerste 8 fl. 38 kr. Haber 4 fl. 13 kr.</p><lb/>
          <p>Eben ist wieder eingetroffen:</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="jAnnouncements">
        <div type="jAn">
          <p rendition="#c"><hi rendition="#fr">Einsiedler=Kalender</hi><lb/>
für das Jahr 1851<lb/>
mit vielen Kupfern. -- Preis: 12 kr.</p><lb/>
          <p>Zur Abnahme empfiehlt</p><lb/>
          <p>
            <space dim="horizontal"/> <hi rendition="#fr">Neue fränkische Buchhandlung.</hi> </p>
        </div><lb/>
        <div type="jAn">
          <head> <hi rendition="#c #fr">Theater=Anzeige</hi> </head><lb/>
          <p> <hi rendition="#c">Montag den 7. Oktober:<lb/><hi rendition="#g">Martha,</hi><lb/>
oder:<lb/><hi rendition="#g">Der Markt zu Richmond,</hi><lb/>
romantisch=komische Oper in 4 Abtheilungen<lb/>
von F. v. Flotow.<lb/>
Montag den 7. Okt. ist der Anfang des<lb/>
Theaters um 6 Uhr.</hi> </p>
        </div><lb/>
        <div type="jAn">
          <head> <hi rendition="#c #g">Gestorbene:</hi> </head><lb/>
          <p> <hi rendition="#c">Den 6. Oktober.</hi> </p><lb/>
          <p> <hi rendition="#c">Jos. Klüpfel, Pfründner, 48 J. alt. -- Jos.<lb/>
Hänle, Redakteurssohn, 8 J. 6 M. alt.</hi> </p>
        </div>
      </div><lb/>
      <cb type="end"/>
      <div type="imprint">
        <p> <hi rendition="#c">Druck von Joseph Steib in Würzburg.</hi> </p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0004] Erde ausgruben, um sie in den Gärten zu ver- wenden, welche die Trümmer jener einst hochbe- rühmten Priesterstadt bedecken, stießen auf zwei Steinpfeiler welche einst einen Eingang, vielleicht zu einem Tempel, gebildet zu haben scheinen. ( Pylonen? ) Die darauf befindlichen Hieroglyphen sind schön eingegraben und trefflich erhalten; auf der Einfassung ( cartouche ) steht der Name Thothmes III, unter dessen Regierung im Jahre 1491 v. Chr., nach Wilkinson, der Auszug der Jsraeliten stattfand. Auch fand man einen Theil einer Mauer, auf welchem jeder Backstein densel- ben Cartouche zeigt. Man hofft durch diesen Fund neue Aufschlüsse zu erhalten über die Geschichte einer Stadt, deren einziges bisheriges Denkmal der Obelisk Osirtadens I war, unter dessen Re- gierung im J. 1740 v. Chr. Joseph nach Aegyp- ten kam. Die Pfeiler und andere alterthümliche Reste die man dort gefunden, wurden leider ent- fernt und, wie ich glaube, in den neuen Palast des Abbas Pascha, dieses unwissenden und wohl- lüstigen Despoten, versetzt, wo sie jedem Auge verschlossen und in aller Hinsicht nicht an ihrem Platze sein werden.“ Neuestes. Stuttgart, 4. Okt. Diesen Abend 4 Uhr war schon die erste Sitzung, worin Hr. v. Linden als Abgeordneter von Spaichingen vom Alters- präsidenten Schott beeidigt wurde. Zum Präsi- denten wurde sofort wieder Schoder mit 37, zum Vicepräsidenten Rödinger mit 36 Stimmen ge- wählt: beide nehmen sofort ihre Sitze ein. Zu Sekretären werden gewählt 5 von der Majorität ( Winter, Ruoff von Balingen, Vogel von Bra- ckenheim, Riecke Zech ) und 2 von der Minorität ( Wieland Notter, Mäulen. Darmstadt, 5. Okt. Das heute erschienene Regierungsblatt bringt in 32 Artikel eine äußerst beschränkende „Verordnung über die Vervielfältig- ung und Verbreitung von Druckschriften und ver- schiedene durch Druck, Rede, bildliche oder andere Darstellungen begangene strafbare Handlungen. Alsfeld, 3. Okt. Ein Zwischenakt des Stauff=Görlitzschen Prozesses hat hier gestern be- gonnen und heute ausgespielt. Wir hatten ge- stern Markt und zwar von bedeutender Frequenz. Unter den Verkäufern war auch ein Quincaillerie- händler Namens Braun aus Winterberg im Sauerland da, der im Gasthaus zur Krone feil hielt. Zu ihm kam des Morgens gegen 10 Uhr ein älterer Mann und bot ihm mehrere Ju- welen, verschiedenen Schmuck, Braceletts, Bro- chen ec. zum Kauf an. Des Schmuckes war viel und derselbe kostbar, was bei Braun, der als ehrlicher Mann bekannt ist, sogleich Verdacht arregte. Er entgegnete dem Verkäufer, er kaufe eallerdings solche Dinge, könne sie aber nur dann taxiren, wenn Ueberbringer ihm einige Stunden Zeit ließe, wenn derselbe etwa gegen 12 Uhr wiederkomme, wo sie dann bald Handels einig werden würden. Der Alte, treuherzig gemacht, ging in die Falle, überließ an Braun sämmtlichen Schmuck sammt dessen Behälter, eine alte lederne Brieftasche. Braun, durch die Umstände neugie- rig gemacht, untersuchte den ganzen Jnhalt der- selben und fand darin zu seiner Ueberraschung einen Heimatschein von -- Heinrich Stauff, Oel- händler. Sein erstes war nun, die Anzeige bei Gericht zu machen, sein Nächstes ruhig zu Hause zu verweilen, während vom Gericht in die an- grenzenden Zimmer Gendarmen postirt wurden, um Stauff Vater, die treue redliche Seele, welche bei den Darmstädter Assisensitzungen gewöhnlich so gemüthlich schlummerte, zu greifen. Al- lein Stauff kam nicht um 12 Uhr, noch später: die Geschichte war vielleicht ausge- schwätzt, oder er roch Lunte, kurz er kam gar nicht. Jetzt steckte die Gendarmerie alle Segel aus, um den Verdächtigen der vielleicht Alsfeld schon verlassen, einzubringen. Der Gesammt- schmuck aus sieben größeren Stücken befand sich nebst Brieftasche in Aufbewahrung des Kronen- wirths. Da erschien im Hause ein Postillon und erzählte, Stauff, dem diese Dinge gehören, habe ihn soeben ersucht, er solle Hrn. Braun sagen, dieser möge doch zu ihm kommen und ihm Geld oder sein Eigenthum zurückgeben. Auf Befragen, wo Stauff logire, wies der Postillon auf das gegenüber liegende Haus und Stauff Vater sah ganz verstohlen durch die Fensterscheiben nach Brauns Wohnung herüber. Was hierauf er- folgte, ergibt sich von selbst; Heinrich Stauff steht so eben, 9 Uhr Morgens, vor Gericht und wird nun auf Nummer Sicher gebracht. ( Darmst. Z. ) Wiesbaden, 5. Okt. Sicherm Vernehmen nach haben sich die hier wohnenden Engländer um einen geeigneten Platz zur Erbauung einer englischen Kirche an das Staatsministerium gewendet. Die- se Kirche soll zu einer Art Episcopalkirche für alle englischen Kirchen in Deutschland erhoben werden. Leipzig, 2. Okt. Der akademische Senat hat eine Sitzung gehalten und beschlossen, sich wegen Niederschlagung der Disciplinaruntersuchung gegen die wegen ihres Verhaltens bei der Wahl eines Abgeordneten der Universität zum Landtage sus- pendirten Mitglieder desselben, sowie um Aufhe- bung dieser Suspension an das Ministerium zu wenden. ( D. J. ) Hamburg, 3. Okt. Friedrichstadt wurde ge- stern noch stark beschossen. Bei der Kirche brennt es; das Pulvermagazin ist in die Luft gesprengt; die Einwohner sollen meistens geflohen sein. ( Z. f. N. ) Wien, 1. Okt. Jn Ofen ist ein Verbot ge- gen das Anfertigen von Braceletten, Busennadeln und sonstigen Schmucksachen aus ungarischen Du- katen und Sechskreuzerstücken erlassen worden, da mit diesen Arbeiten ein immer mehr zunehmender „Mißbrauch und Unfug“ getrieben werde. Wien, 3. Okt. Die letzten Nachrichten über die schleswigholsteinische Frage melden eine fast unerwartet günstige Wendung der Dinge. Oe- sterreich ist mit seinen Anträgen in Kopenhagen durchgedrungen. und hat auch die Cabinette von Paris London und St. Petersburg für seine An- sichten zu stimmen gewußt. Der König ist ge- neigt den Schleswig=Holsteinern Amnestie zu er- theilen, und die politische Verfassung der Herzog- thümer im Verein mit dem Bundestag festzu- stellen, unter der Bedingung daß sofort alle Feindseligkeiten eingestellt werden. Die Erklär- ung des Bundestags vom 17. Sept 1846 wird als Grundlage angenommen werden. ( A. Z. ) Salzburg, 3. Okt. Gestern Abend8 1 / 2 Uhr traf Se. Maj. der Kaiser Franz Joseph, von Jschl kommend, hier ein. Heute sehen wir großen Festlichkeiten entgegen. ( A. Z. ) Kopenhagen, 1. Okt. Die Sache mit der „Gefion„ soll veranlaßt haben, daß eine öster- reichische Note an den hiesigen Gesandten gerichtet worden ist, um von der hiesigen Regierung Auf- klärung darüber zu verlangen. Oesterreich ver- langt eine solche Aufklärung im Namen des deut- schen Bundes. C Paris, 2. Okt. -- Biele Abgeordnete zur gesetzgebenden Versammlung werden dieser den Antrag stellen, zur Versetzung der sterblichen Reste des Königs Ludwig Philipp in das Familienbe- grabniß zu Dreux die Ermächtigung zu ertheilen. Die Regierung scheint zur Bewilligung dieses Be- gehrens geneigt und das Ministerium soll schon an die dabei zu begehenden Ceremonien denken, bei welcher die Prinzen der Familie Orleans anwesend sein würden, jedoch unter Begleitung höh- erer Offiziere, welche einerseits den Auftrag hät- ten, ein würdiges Leichengefolge zu bilden, und anderseits jeden Grund zu Gerüchten über Mani- festationen zu vernichten. Paris, 4. Oktober. Der Erzbischof Fran- soni wird in Lyon bleiben. London, 2. Okt. „Times“ und „Globe“ ver- sichern, daß die Königin Jsabella abermals in interessanten Umständen sich befinde. Turin, 26. Sept. Die Mordthaten mehren sich auf der Jnsel Sardinien in schrecklicher Weise. Jm Bezirke Sassari allein wurden seit dem Jan. zwanzig Personen ermordet. Die Mörder bleiben meist straflos, da Niemand es wagt, Zeugniß zu geben. Turin, 29. Sept. Der erzbischöfliche Palast ist unter Siegel gelegt und an dessen Hauptthür eine Verkündigung angeheftet, welche den Schuld- nern des Erzbisthums verbietet, in eine andere als die kgl. Oekonomiekassen Summen abzuliefern. „Petersburg, 20. Sept. Ein vor kurzem erschienener kaiserl. Ukas verbietet in diesem Jahre die Ausfuhr des Roggens aus Polen gänzlich. T. D. 1 ) Berlin, 4. Okt. Auf den Wunsch der großherzoglich badenschen Regierung werden die badenschen Truppen, welche sich jetzt in der Mark Brandenburg befinden, und die noch aus Baden zu erwartenden ihre Garnisonen in West- phalen erhalten. 2 ) Hamburg, 3. Okt. Auf dem Kriegsschau- platze ist bis jetzt immer noch keine entscheidende Wendung eingetreten. Die Beschießung von Friede- tichstadt wird fortgesetzt. Tönning ist weder von dänischen noch von schleswig=holsteinischen Truppen besetzt. 3 ) Kassel, 5. Okt. Das Generalauditoriat hat, auf Anklage des ständischen Ausschusses, Unter- suchung gegen den Generallieutenant v. Haynau, wegen Vergewaltigung, erkannt und das weitere Verfahren dem Garnisonsgericht aufgetragen. Oberstlieutenant Hildebrand ist im Auftrage der verfassungsgetreuen Officiere nach Wilhelmsbad gereist, um den Landesherrn Vorstellungen zu ma- chen. Generallieutenant v. Haynau hat sein Eh- renwort gegeben, daß er vor der Rückkehr Hilde- brands nichts mehr unternehmen werde. 4 ) Wien, 4. Okt. Dem Vernehmen nach soll zwischen Oesterreich, Bayern, Sachsen und Württemberg ein Offensiv= und Defensivbündniß geschlossen sein. 5 ) Kiel, 2. Okt. Sämmtliche russische Kriegs- schiffe haben den Kieler Meerbusen verlassen. 6 ) Kopenhagen, 3. Okt. Der König ist gestern hier wieder eingetroffen. Bei der Abreise von Flensburg hat Se. Maj. erklärt: Flensburg solle künftig der Hauptsitz der Regierung des Her- zogthums Schleswig sein und die erste Magistrats- person werde den Titel Oberpräsident führen. F.Op.Z. Verantwortlicher Redakteur u. Verleger: Franz v. Faber. Mittelpreise hiesiger Schranne vom 5. Oktob. Weizen 13 fl. 6 kr. Korn 9 fl. 34 kr. Gerste 8 fl. 38 kr. Haber 4 fl. 13 kr. Eben ist wieder eingetroffen: Einsiedler=Kalender für das Jahr 1851 mit vielen Kupfern. -- Preis: 12 kr. Zur Abnahme empfiehlt Neue fränkische Buchhandlung. Theater=Anzeige Montag den 7. Oktober: Martha, oder: Der Markt zu Richmond, romantisch=komische Oper in 4 Abtheilungen von F. v. Flotow. Montag den 7. Okt. ist der Anfang des Theaters um 6 Uhr. Gestorbene: Den 6. Oktober. Jos. Klüpfel, Pfründner, 48 J. alt. -- Jos. Hänle, Redakteurssohn, 8 J. 6 M. alt. Druck von Joseph Steib in Würzburg.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Institut für Deutsche Sprache, Mannheim: Bereitstellung der Bilddigitalisate und TEI Transkription
Peter Fankhauser: Transformation von TUSTEP nach TEI P5. Transformation von TEI P5 in das DTA TEI P5 Format.

Weitere Informationen:

Siehe Dokumentation




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_bayerische240_1850
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_bayerische240_1850/4
Zitationshilfe: Die Bayerische Presse. Nr. 240. Würzburg, 7. Oktober 1850, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_bayerische240_1850/4>, abgerufen am 13.10.2019.