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Krafft, Guido: Lehrbuch der Landwirthschaft auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage. Bd. 2. Berlin, 1876.

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des Wassers bei der Bewässerung zu benutzen. Auf den Lombardischen Winterwiesen
wird das Quellwasser, welches aus der Tiefe kommt und im Winter daher wärmer
als die Luft ist, über die Wiesen geleitet, um die Wärmeausstrahlung und das Ge-
frieren des Bodens zu verhindern oder die Wirkung von Spätfrösten abzuschwächen.
Es ist einleuchtend, daß umgekehrt die Verwendung von kälterem Wasser eine nach-
theilige Verzögerung der Vegetation herbeiführen würde. Schließlich kann noch
erwähnt werden, daß durch ein richtig geleitetes Bewässern schädliche Thiere, wie
Mäuse, Engerlinge etc. vernichtet oder vertrieben werden können.

Von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg der Bewässerung ist die Qualität
des angewendeten Wassers. Quellwasser, welches dem Urgebirge entstammt, hat mit
Rücksicht auf die düngende Wirkung des Wassers weniger Werth als ein Quellwasser,
welches sedimentären Schichten entspringt und daher gewöhnlich reicher an gelösten
und suspendirten Mineralsubstanzen ist. Bach- und Flußwasser erhält um so
größeren Werth, je mehr Dörfer und Städte, deren Abfälle in das Wasser gelangen,
oder je reicher gedüngte Felder die Ufer umgeben. Wasser aus Moorbrüchen und
Torfstichen ist meist untauglich. Sehr kalkreiche Wasser sind wegen ihrer incrustirenden
Wirkung gleichfalls weniger zur Bewässerung geeignet. Quellen, welche aus einem von
eisenoxydulhaltigen Sandsteinen oder Quarztrümmern gebildeten Geröllboden oder einem
mit Wald bewachsenen Boden entstammen, besitzen gleichfalls wegen ihres geringen Gehaltes
an Nährstoffen wenig Werth als Rieselwasser. Zur Anfeuchtung des Bodens wird dagegen
nahezu jedes Wasser verwendbar sein. Schon einmal zur Wässerung benutztes
Wasser hat meist weniger Werth als noch unbenutztes, indem der Boden durch Absorption
dem Rieselwasser die gelösten Nährstoffe entnimmt und sich durch Absetzen der Ge-
halt an mitgeführten Schlammtheilen verringert und zwar werden die suspendirten
Stoffe nach den Untersuchungen von Bardeleben 1) in höherem Maße zurückgehalten
als die gelösten. Bei sehr reichem Boden findet nach Mayer selbst durch Aus-
waschen eine Bereicherung des Wassers statt, weshalb für diesen Fall ein mehr-
maliges Benutzen des Rieselwassers nur von Vortheil sein könnte. Bei mehrfacher
Benutzung des Rieselwassers muß durch die Art der Anlage Sorge getragen werden,
daß auch jeder Wässerungs-Abtheilung noch nicht verwendetes Wasser zugeführt
werden kann. Verläßlichen Aufschluß über den Gehalt an düngenden Substanzen
kann einzig und allein die chemische Analyse des Wassers geben. Ungefähren An-
haltspunkt für die Güte des Wassers sollen auch die im Wasser oder an dem Ufer
wachsenden Pflanzen gewähren. Das Vorkommen von Wasserfäden (Confervae),
der Brunnenkresse (Nasturtium officinale R. Br.) Jupiter, des Wasserehrenpreises
(Veronica beccabunga L.) Jupiter, des Wasserliesches (Butomus umbellatus L.) Jupiter,
des Kalmus (Acorus calamus L.) Jupiter, der Potamogetonarten, des Wasserhahnen-
fußes (Ranunculus aquatilis L.) Jupiter, des Wasserrispengrases (Glyceria aquatica
Prsl.)
Jupiter, etc., soll ein verwendbares Wasser anzeigen. Sämmtliche Scheingräser,

1) Dr. A. Mayer. Ueber die Veränderungen, welche das Bewässerungswasser in Be-
rührung mit dem Boden erleidet. Neue landw. Zeitung. 1873. S. 14.

Anhang.
des Waſſers bei der Bewäſſerung zu benutzen. Auf den Lombardiſchen Winterwieſen
wird das Quellwaſſer, welches aus der Tiefe kommt und im Winter daher wärmer
als die Luft iſt, über die Wieſen geleitet, um die Wärmeausſtrahlung und das Ge-
frieren des Bodens zu verhindern oder die Wirkung von Spätfröſten abzuſchwächen.
Es iſt einleuchtend, daß umgekehrt die Verwendung von kälterem Waſſer eine nach-
theilige Verzögerung der Vegetation herbeiführen würde. Schließlich kann noch
erwähnt werden, daß durch ein richtig geleitetes Bewäſſern ſchädliche Thiere, wie
Mäuſe, Engerlinge ꝛc. vernichtet oder vertrieben werden können.

Von weſentlicher Bedeutung für den Erfolg der Bewäſſerung iſt die Qualität
des angewendeten Waſſers. Quellwaſſer, welches dem Urgebirge entſtammt, hat mit
Rückſicht auf die düngende Wirkung des Waſſers weniger Werth als ein Quellwaſſer,
welches ſedimentären Schichten entſpringt und daher gewöhnlich reicher an gelöſten
und ſuspendirten Mineralſubſtanzen iſt. Bach- und Flußwaſſer erhält um ſo
größeren Werth, je mehr Dörfer und Städte, deren Abfälle in das Waſſer gelangen,
oder je reicher gedüngte Felder die Ufer umgeben. Waſſer aus Moorbrüchen und
Torfſtichen iſt meiſt untauglich. Sehr kalkreiche Waſſer ſind wegen ihrer incruſtirenden
Wirkung gleichfalls weniger zur Bewäſſerung geeignet. Quellen, welche aus einem von
eiſenoxydulhaltigen Sandſteinen oder Quarztrümmern gebildeten Geröllboden oder einem
mit Wald bewachſenen Boden entſtammen, beſitzen gleichfalls wegen ihres geringen Gehaltes
an Nährſtoffen wenig Werth als Rieſelwaſſer. Zur Anfeuchtung des Bodens wird dagegen
nahezu jedes Waſſer verwendbar ſein. Schon einmal zur Wäſſerung benutztes
Waſſer hat meiſt weniger Werth als noch unbenutztes, indem der Boden durch Abſorption
dem Rieſelwaſſer die gelöſten Nährſtoffe entnimmt und ſich durch Abſetzen der Ge-
halt an mitgeführten Schlammtheilen verringert und zwar werden die ſuspendirten
Stoffe nach den Unterſuchungen von Bardeleben 1) in höherem Maße zurückgehalten
als die gelöſten. Bei ſehr reichem Boden findet nach Mayer ſelbſt durch Aus-
waſchen eine Bereicherung des Waſſers ſtatt, weshalb für dieſen Fall ein mehr-
maliges Benutzen des Rieſelwaſſers nur von Vortheil ſein könnte. Bei mehrfacher
Benutzung des Rieſelwaſſers muß durch die Art der Anlage Sorge getragen werden,
daß auch jeder Wäſſerungs-Abtheilung noch nicht verwendetes Waſſer zugeführt
werden kann. Verläßlichen Aufſchluß über den Gehalt an düngenden Subſtanzen
kann einzig und allein die chemiſche Analyſe des Waſſers geben. Ungefähren An-
haltspunkt für die Güte des Waſſers ſollen auch die im Waſſer oder an dem Ufer
wachſenden Pflanzen gewähren. Das Vorkommen von Waſſerfäden (Confervae),
der Brunnenkreſſe (Nasturtium officinale R. Br.) ♃, des Waſſerehrenpreiſes
(Veronica beccabunga L.) ♃, des Waſſerlieſches (Butomus umbellatus L.) ♃,
des Kalmus (Acorus calamus L.) ♃, der Potamogetonarten, des Waſſerhahnen-
fußes (Ranunculus aquatilis L.) ♃, des Waſſerrispengraſes (Glyceria aquatica
Prsl.)
♃, ꝛc., ſoll ein verwendbares Waſſer anzeigen. Sämmtliche Scheingräſer,

1) Dr. A. Mayer. Ueber die Veränderungen, welche das Bewäſſerungswaſſer in Be-
rührung mit dem Boden erleidet. Neue landw. Zeitung. 1873. S. 14.
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[230/0244] Anhang. des Waſſers bei der Bewäſſerung zu benutzen. Auf den Lombardiſchen Winterwieſen wird das Quellwaſſer, welches aus der Tiefe kommt und im Winter daher wärmer als die Luft iſt, über die Wieſen geleitet, um die Wärmeausſtrahlung und das Ge- frieren des Bodens zu verhindern oder die Wirkung von Spätfröſten abzuſchwächen. Es iſt einleuchtend, daß umgekehrt die Verwendung von kälterem Waſſer eine nach- theilige Verzögerung der Vegetation herbeiführen würde. Schließlich kann noch erwähnt werden, daß durch ein richtig geleitetes Bewäſſern ſchädliche Thiere, wie Mäuſe, Engerlinge ꝛc. vernichtet oder vertrieben werden können. Von weſentlicher Bedeutung für den Erfolg der Bewäſſerung iſt die Qualität des angewendeten Waſſers. Quellwaſſer, welches dem Urgebirge entſtammt, hat mit Rückſicht auf die düngende Wirkung des Waſſers weniger Werth als ein Quellwaſſer, welches ſedimentären Schichten entſpringt und daher gewöhnlich reicher an gelöſten und ſuspendirten Mineralſubſtanzen iſt. Bach- und Flußwaſſer erhält um ſo größeren Werth, je mehr Dörfer und Städte, deren Abfälle in das Waſſer gelangen, oder je reicher gedüngte Felder die Ufer umgeben. Waſſer aus Moorbrüchen und Torfſtichen iſt meiſt untauglich. Sehr kalkreiche Waſſer ſind wegen ihrer incruſtirenden Wirkung gleichfalls weniger zur Bewäſſerung geeignet. Quellen, welche aus einem von eiſenoxydulhaltigen Sandſteinen oder Quarztrümmern gebildeten Geröllboden oder einem mit Wald bewachſenen Boden entſtammen, beſitzen gleichfalls wegen ihres geringen Gehaltes an Nährſtoffen wenig Werth als Rieſelwaſſer. Zur Anfeuchtung des Bodens wird dagegen nahezu jedes Waſſer verwendbar ſein. Schon einmal zur Wäſſerung benutztes Waſſer hat meiſt weniger Werth als noch unbenutztes, indem der Boden durch Abſorption dem Rieſelwaſſer die gelöſten Nährſtoffe entnimmt und ſich durch Abſetzen der Ge- halt an mitgeführten Schlammtheilen verringert und zwar werden die ſuspendirten Stoffe nach den Unterſuchungen von Bardeleben 1) in höherem Maße zurückgehalten als die gelöſten. Bei ſehr reichem Boden findet nach Mayer ſelbſt durch Aus- waſchen eine Bereicherung des Waſſers ſtatt, weshalb für dieſen Fall ein mehr- maliges Benutzen des Rieſelwaſſers nur von Vortheil ſein könnte. Bei mehrfacher Benutzung des Rieſelwaſſers muß durch die Art der Anlage Sorge getragen werden, daß auch jeder Wäſſerungs-Abtheilung noch nicht verwendetes Waſſer zugeführt werden kann. Verläßlichen Aufſchluß über den Gehalt an düngenden Subſtanzen kann einzig und allein die chemiſche Analyſe des Waſſers geben. Ungefähren An- haltspunkt für die Güte des Waſſers ſollen auch die im Waſſer oder an dem Ufer wachſenden Pflanzen gewähren. Das Vorkommen von Waſſerfäden (Confervae), der Brunnenkreſſe (Nasturtium officinale R. Br.) ♃, des Waſſerehrenpreiſes (Veronica beccabunga L.) ♃, des Waſſerlieſches (Butomus umbellatus L.) ♃, des Kalmus (Acorus calamus L.) ♃, der Potamogetonarten, des Waſſerhahnen- fußes (Ranunculus aquatilis L.) ♃, des Waſſerrispengraſes (Glyceria aquatica Prsl.) ♃, ꝛc., ſoll ein verwendbares Waſſer anzeigen. Sämmtliche Scheingräſer, 1) Dr. A. Mayer. Ueber die Veränderungen, welche das Bewäſſerungswaſſer in Be- rührung mit dem Boden erleidet. Neue landw. Zeitung. 1873. S. 14.

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Zitationshilfe: Krafft, Guido: Lehrbuch der Landwirthschaft auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage. Bd. 2. Berlin, 1876, S. 230. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/krafft_landwirthschaft02_1876/244>, abgerufen am 22.10.2019.