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Kosegarten, Ludwig Gotthard: Poesieen. Bd. 3. Leipzig, 1802.

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Chor.
Ach mildert ihren Harm
Mit euren weichsten Tönen,
Bis die ergrimmten Völker sich versöhnen,
Und treu und siegreich ihr in Arm
Der Liebling wiederkehrt, um nimmer sie zu lassen,
Um ihr an treuer Brust einst liebend zu erblassen.
VIII.
Genug, Urania, Himmlische!
Magst nun zurück zum Regiment der Sphären,
Zurück zur Sternenheymath kehren.
Cäcilia kommt, die Hochbegeisterte,
Cäcilia, die göttlichste der Musen,
Und zündet Himmelsglut in jedem Menschenbusen.
Melpomene reicht ihr den Preis,
Ihr Polyhymnia das Lorbeerreis,
Selbst Cynthius, der Meister hoher Lieder,
Legt Harf' und Kranz zu ihren Füssen nieder,
Der Lyra weichlicher Gesang erstummt.
Aus zehnmal tausend regen Kehlen summt,
Haucht, wehet, schwillt zum schmetternden Orkan
Der Melodieen Sturm und brauset himmelan.
Cäcilia, erhabne Meisterinn,
Nie wird der Hymnus deines Ruhms verklingen.
Für immer wird dein Lob, des Tonreichs Königinn,
Der Zungen Myrias, die du vereintest, singen.
Chor.
Ach mildert ihren Harm
Mit euren weichsten Tönen,
Bis die ergrimmten Völker sich versöhnen,
Und treu und siegreich ihr in Arm
Der Liebling wiederkehrt, um nimmer sie zu lassen,
Um ihr an treuer Brust einst liebend zu erblassen.
VIII.
Genug, Urania, Himmlische!
Magst nun zurück zum Regiment der Sphären,
Zurück zur Sternenheymath kehren.
Cäcilia kommt, die Hochbegeisterte,
Cäcilia, die göttlichste der Musen,
Und zündet Himmelsglut in jedem Menschenbusen.
Melpomene reicht ihr den Preis,
Ihr Polyhymnia das Lorbeerreis,
Selbst Cynthius, der Meister hoher Lieder,
Legt Harf' und Kranz zu ihren Füssen nieder,
Der Lyra weichlicher Gesang erstummt.
Aus zehnmal tausend regen Kehlen summt,
Haucht, wehet, schwillt zum schmetternden Orkan
Der Melodieen Sturm und brauset himmelan.
Cäcilia, erhabne Meisterinn,
Nie wird der Hymnus deines Ruhms verklingen.
Für immer wird dein Lob, des Tonreichs Königinn,
Der Zungen Myrias, die du vereintest, singen.
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[24/0044] Chor. Ach mildert ihren Harm Mit euren weichsten Tönen, Bis die ergrimmten Völker sich versöhnen, Und treu und siegreich ihr in Arm Der Liebling wiederkehrt, um nimmer sie zu lassen, Um ihr an treuer Brust einst liebend zu erblassen. VIII. Genug, Urania, Himmlische! Magst nun zurück zum Regiment der Sphären, Zurück zur Sternenheymath kehren. Cäcilia kommt, die Hochbegeisterte, Cäcilia, die göttlichste der Musen, Und zündet Himmelsglut in jedem Menschenbusen. Melpomene reicht ihr den Preis, Ihr Polyhymnia das Lorbeerreis, Selbst Cynthius, der Meister hoher Lieder, Legt Harf' und Kranz zu ihren Füssen nieder, Der Lyra weichlicher Gesang erstummt. Aus zehnmal tausend regen Kehlen summt, Haucht, wehet, schwillt zum schmetternden Orkan Der Melodieen Sturm und brauset himmelan. Cäcilia, erhabne Meisterinn, Nie wird der Hymnus deines Ruhms verklingen. Für immer wird dein Lob, des Tonreichs Königinn, Der Zungen Myrias, die du vereintest, singen.

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Zitationshilfe: Kosegarten, Ludwig Gotthard: Poesieen. Bd. 3. Leipzig, 1802, S. 24. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/kosegarten_poesieen03_1802/44>, abgerufen am 18.04.2019.