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Klüber, Johann Ludwig: Öffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten. Frankfurt (Main), 1817.

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in geograph. u. politischer Beziehung.
a) Vor tausend Jahren, gab Eginhart, Carls des Grossen
Geheimschreiber, (de vita et gestis Caroli M., c. XVI.
p. 83. edit. Schminckii, Traj. ad Rhen. 1711. 4.)
den Rath: ton phragkon philon ekhes, geitona ou'k
ekhes, d. h. den Franken magst du wohl zum Freunde
haben, zum Nachbar hab' ihn nicht. -- Dagegen konn-
ten die Teutschen schon zu des Tacitus Zeit von sich
rühmen: "nullos mortalium armis aut fide ante Ger-
manos esse".
b) Eigentlich sollte es die Achse des Thalwegs seyn, eine
Linie ohne Breite.
c) Der Rhein, Frankreichs Grenze; in E. L. Posselts
europ. Annalen, 1798. VI. 237--264. Ueber Frankreichs
Militärgrenzen gegen Italien und Teutschland; in den
Europ. Annalen, 1804, VI, 261. VII. 55. J. T.
Roths Literatur d. Staatsverhältnisse zwisch. Teutschl.
u. Frankr., Bd. I. (Die Schriften von Verträgen u.
Friedensschlüssen, von 843 bis 1795). Weisseub. 1798.
8. Bildet der Rhein die natürliche und schützende
Grenze von Teutschland? (Von Pilat) Mainz, Strasb.
n. Luxemb. 1813. 8. Welches ist die ächte u. natür-
liche Grenze zwischen Teutschl. u. Frankr.? Eine mi-
litär. Betrachtung. (Ohne Druckort) 1813. 31 S. 8.
E. M. Aendt, der Rhein, Teutschlands Strom, aber
nicht Teutschlands Grenze. Leipz. 1813. 92. S. 8. Wo
ist die natürl. u. sichere GrenzLinie für die mit Frankr.
benachbarten Staaten? Germanien 1814. 8. Der Rhein-
strom, Teutschlands Weinstrom, nicht Teutschlands
Rainstrom. (Ohne Druckort. 1814.) 8. J. F. Ockhart,
der Rhein, nach der Länge seines Laufs u. der Beschaf-
fenheit seines Strombettes. Mainz 1816. 8.
d) -- "bis dahin, wo er in das batavische (holländische)
Territorium eintritt", lautete die Grenzbestimmung,
welche in dem lüneviller Frieden v. 9. Febr. 1801,
Art. 6. gemacht ward, als Folge der an Frankreich ge-
in geograph. u. politischer Beziehung.
a) Vor tausend Jahren, gab Eginhart, Carls des Groſsen
Geheimschreiber, (de vita et gestis Caroli M., c. XVI.
p. 83. edit. Schminckii, Traj. ad Rhen. 1711. 4.)
den Rath: τὸν φραγκὸν φίλον ἔχης, γείτονα ȣ᾿ϰ
ἔχης, d. h. den Franken magst du wohl zum Freunde
haben, zum Nachbar hab’ ihn nicht. — Dagegen konn-
ten die Teutschen schon zu des Tacitus Zeit von sich
rühmen: „nullos mortalium armis aut fide ante Ger-
manos esse“.
b) Eigentlich sollte es die Achse des Thalwegs seyn, eine
Linie ohne Breite.
c) Der Rhein, Frankreichs Grenze; in E. L. Posselts
europ. Annalen, 1798. VI. 237—264. Ueber Frankreichs
Militärgrenzen gegen Italien und Teutschland; in den
Europ. Annalen, 1804, VI, 261. VII. 55. J. T.
Roths Literatur d. Staatsverhältnisse zwisch. Teutschl.
u. Frankr., Bd. I. (Die Schriften von Verträgen u.
Friedensschlüssen, von 843 bis 1795). Weisseub. 1798.
8. Bildet der Rhein die natürliche und schützende
Grenze von Teutschland? (Von Pilat) Mainz, Strasb.
n. Luxemb. 1813. 8. Welches ist die ächte u. natür-
liche Grenze zwischen Teutschl. u. Frankr.? Eine mi-
litär. Betrachtung. (Ohne Druckort) 1813. 31 S. 8.
E. M. Aendt, der Rhein, Teutschlands Strom, aber
nicht Teutschlands Grenze. Leipz. 1813. 92. S. 8. Wo
ist die natürl. u. sichere GrenzLinie für die mit Frankr.
benachbarten Staaten? Germanien 1814. 8. Der Rhein-
strom, Teutschlands Weinstrom, nicht Teutschlands
Rainstrom. (Ohne Druckort. 1814.) 8. J. F. Ockhart,
der Rhein, nach der Länge seines Laufs u. der Beschaf-
fenheit seines Strombettes. Mainz 1816. 8.
d) — „bis dahin, wo er in das batavische (holländische)
Territorium eintritt“, lautete die Grenzbestimmung,
welche in dem lünéviller Frieden v. 9. Febr. 1801,
Art. 6. gemacht ward, als Folge der an Frankreich ge-
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[141/0165] in geograph. u. politischer Beziehung. a⁾ Vor tausend Jahren, gab Eginhart, Carls des Groſsen Geheimschreiber, (de vita et gestis Caroli M., c. XVI. p. 83. edit. Schminckii, Traj. ad Rhen. 1711. 4.) den Rath: τὸν φραγκὸν φίλον ἔχης, γείτονα ȣ᾿ϰ ἔχης, d. h. den Franken magst du wohl zum Freunde haben, zum Nachbar hab’ ihn nicht. — Dagegen konn- ten die Teutschen schon zu des Tacitus Zeit von sich rühmen: „nullos mortalium armis aut fide ante Ger- manos esse“. b⁾ Eigentlich sollte es die Achse des Thalwegs seyn, eine Linie ohne Breite. c⁾ Der Rhein, Frankreichs Grenze; in E. L. Posselts europ. Annalen, 1798. VI. 237—264. Ueber Frankreichs Militärgrenzen gegen Italien und Teutschland; in den Europ. Annalen, 1804, VI, 261. VII. 55. J. T. Roths Literatur d. Staatsverhältnisse zwisch. Teutschl. u. Frankr., Bd. I. (Die Schriften von Verträgen u. Friedensschlüssen, von 843 bis 1795). Weisseub. 1798. 8. Bildet der Rhein die natürliche und schützende Grenze von Teutschland? (Von Pilat) Mainz, Strasb. n. Luxemb. 1813. 8. Welches ist die ächte u. natür- liche Grenze zwischen Teutschl. u. Frankr.? Eine mi- litär. Betrachtung. (Ohne Druckort) 1813. 31 S. 8. E. M. Aendt, der Rhein, Teutschlands Strom, aber nicht Teutschlands Grenze. Leipz. 1813. 92. S. 8. Wo ist die natürl. u. sichere GrenzLinie für die mit Frankr. benachbarten Staaten? Germanien 1814. 8. Der Rhein- strom, Teutschlands Weinstrom, nicht Teutschlands Rainstrom. (Ohne Druckort. 1814.) 8. J. F. Ockhart, der Rhein, nach der Länge seines Laufs u. der Beschaf- fenheit seines Strombettes. Mainz 1816. 8. d⁾ — „bis dahin, wo er in das batavische (holländische) Territorium eintritt“, lautete die Grenzbestimmung, welche in dem lünéviller Frieden v. 9. Febr. 1801, Art. 6. gemacht ward, als Folge der an Frankreich ge-

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Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Öffentliches Recht des teutschen Bundes und der Bundesstaaten. Frankfurt (Main), 1817, S. 141. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_recht_1817/165>, abgerufen am 17.09.2019.