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Staats- und Gelehrte Zeitung des hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 177, Hamburg, 5. November 1813.

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[Spaltenumbruch] zusetzen, wobey zugleich Anstalten getroffen wor-
den, die sie am Verkehr mit dem Feinde hindern. --
Man macht hier die Bemerkung, daß jetzt alle
Kaufleute wetteifern, ihre Colonial-Producte immer
wohlfeiler, wie die andern, loszuschlagen und in
den Zeitungen anzubieten. Caffee und Zucker,
welche vor 6 Wochen 38 Rthlr. kosteten, werden
nun zu 14 und 13 Rthlr. pr. Pfund ausgeboten.
Doch findet noch einige große Verschiedenheit in
der Stadt selbst statt, so daß man an einem Orte
5 Rthlr. mehr für ein Pfund Zucker verlangt, als
an einem andern. Der Cours steht zwischen 5000
und 6000. -- Der General-Quartiermeister Haffner
ist nach Flensburg abgereiset. -- Se. Maj. haben
geruhet, den Seconde Lieutenant von den Jütschen
Dragonern, von Wichers, und den Oberstlieute-
nant vom Schleswigschen Jnfanterie-Regiment, von
Schaumburg, zu Dannebrogs-Rittern zu ernennen.
-- Bey Bornholm sind 12 Englische und Schwe-
dische Prisen aufgebracht. -- Jn Helfingör wurde
vor kurzem ein Pferd nach dem Gewichte verkauft.
Der Käufer wollte es nicht für 250 Rthlr. anneh-
men, gieng den Vorschlag des Verkäufers ein,
10 Rthlr. für das Liespfund vom Gewichte des
Pferdes zu geben, und fand sich in seiner Erwar-
tung sehr getäuscht, als dieses 34 Liespfund und
7 Pfund wog.




Verordnung,

betreffend die bey Wiedereinführung der Silber-
münze, als gesetzlichen Zahlung in den Her-
zogthümern Schleswig und Holstein erforder-
lichen Bestimmungen über das Geldwesen, und
die dasselbe angehenden Verpflichtungen.

Wir Frederik der Sechste etc. etc. Thun kund
hiemit: Jn Unserm allerhöchsten Patent vom 30sten
Jul. d. J. das Bank- und Geldwesen in Unseren
Königreichen und Herzogthümern betreffend, sind
diejenigen Vorschriften, welche durch die Wieder-
einführung des baaren Silbers als gesetzlichen Zah-
lungsmittels in Unsern Herzogthümern erforderlich
werden, einer näheren Verfügung vorbehalten.
Wir haben demnach über die hieher gehörigen Be-
stimmungen, sowol in Rücksicht des Geldwesens in
Unseren Herzogthümern für die Zukunft, als in
Ansehung der Erfüllung der daselbst bereits be-
stehenden Verpflichtungen zu Geldleistungen, so wie
über die von Unsern Unterthanen in den Species
übernommenen Verbindlichkeiten, Unsere aller-
höchsten Beschlüsse gefaßt, und setzen und ordnen
hiedurch wie folgt:

§. 1. Das gesetzliche Zahlungsmittel in Unseren
Herzogthümern Schleswig und Holstein ist, außer
der kupfernen Scheidemünze, nach den im §. 3 und 4
enthaltenen Bestimmungen, baares Silbergeld.
Mithin ist niemand, mit Ausnahme der in dieser
Verordnung angegebenen Fälle, verpflichtet, die
bisher daselbst im Umlauf befindlichen Bankzettel
oder andere Repräsentative in Zahlung anzuneh-
men. Unter den von der Bank künftig äuszustel-
lenden Zetteln werden diejenigen, welche auf An-
fordern gegen baares Silber umzuwechseln sind,
als baares Silber in Unseren Cassen angenommen.
Jn Zahlungen zwischen Mann und Mann können
[Spaltenumbruch] sie indessen niemandem wider seinen Willen auf-
gedrungen werden.

(Die Fortsetzung folgt.)




Edictal-Citation.

Der hiesige Weber Joachim Friedrich Fabian hat
wider die Schwester seines verstorbenen Vaters, des We-
bers Joachim Christian Fabian, Namens Beate Fabian,
welche früher an den Maler Schönberg und demnächst an
den Maler Hansbaum verheyrathet gewesen, und gegen
deren Sohn Jacob Christian Schönberg, welche beyde sich
im Jahr 1775 von hier nach Liegnitz und demnächst nach
Wien begeben, und von deren Leben und Aufenthalt seit
der Zeit keine Nachrichten eingegangen sind, auf Todes-
Erklärung angetragen, und werden deshalb die genannte
Beate Fabian, zuletzt verehelicht gewesene Maler Hans-
baum, und deren Sohn erster Ehe Jacob Christian Schön-
berg, so wie deren etwanige unbekannte Erben und Erb-
nehmere, hiedurch aufgefordert, sich binnen 9 Monaten
und spätestens in dem auf den 31sten December, V. M.
10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Assessor Ballhorn, im
hiesigen Stadtgericht angesetzten Termin entweder schrift-
lich oder persönlich zu melden und ihre Vernehmung oder
weitere Anweisung, bey ihrem gänzlichen Ausbleiben oder
Stillschweigen aber zu gewärtigen, daß mit der Todes-
Erklärung verfahren und ihr hieselbst vorhandenes Ver-
mögen den sich gemeldeten Erben zugesprochen werden
wird.


Königl. Preuß. Stadtgericht.



Wann auf die geschehene Jnsolvenz-Erklärung des ent-
wichenen 1integral4 Hufeners, Elias Hinrich Schröder, in Lezen,
über dessen Güter, salvis tamen creditorum exceptio-
nibus,
das Concurs-Verfahren eröffnet worden; so wer-
den, mit gesetzlicher Ausnahme der protocollirten Credito-
ren, welche nur die rückständigen Zinsen angeben dürfen,
alle sonstige Gläubiger, Schuldner und Pfand-Jnhaber
des benannten Elias Hinrich Schröder, resp. sub poena
praeclusi et perpetui silentii, dupli et amissi juris,

hiemit befehligt, ihre Angaben, Einheimische binnen 6,
Auswärtige aber, unter gehöriger Bestellung eines Procu-
ratoris ad Acta,
binnen 12 Wochen, unter Vorzeigung
und Zurücklassung beglaubter Abschriften der ihre Forde-
rungen begründenden Documente, im Actuariat des Con-
cursgerichts auf der Segeberger Amtstube zu beschaffen und
weiterer Verfügung zu gewärtigen.

Und da zum öffentlichen Verkauf der zu Lezen belegenen
1integral4 Hufe des Cedenten der 30ste November dieses Jahrs,
als der Dienstag nach dem ersten Advent Sonntage, anbe-
rahmet worden, so können die Kaufliebhaber sich an ge-
dachtem Tage, Morgens um 10 Uhr, in dem Hause des
Bauervogts Möller in Lezen einfinden, die Verkaufs-Con-
ditiones hören, und erwarten, daß dem Höchstbietenden,
bis auf Approbation, der Zuschlag geschehen werde.

Wornach alle, die es angeht, sich zu achten.
L. S.
J.

Präses und Assessores Judicii.



Die Wittwe des verstorbenen weyl. hiesigen Bürgers
und Tabulettkrämers Anton Siebert, Elisabeth, gebohrne
Schulz, hat sich für insolvent erklärt.

Von Bürgermeister und Rath dieser Stadt werden da-
her alle und jede, welche an deren Habe und Güter aus
irgend einem Grunde Ansprüche zu haben vermeynen, der-
selben mit Schulden verhaftet sind, oder etwas pfand-
weise von ihr besitzen, resp. bey Strafe der Präclusion,
doppelter Zahlung und Verlust des Pfandrechts, perem-
torisch geladen, daß sie, die Einheimischen spätestens am
10ten December d. J., die Auswärtigen aber, unter Be-
stellung eines Procuratoris ad acta, spätestens am
28sten Januar 1814, hieselbst auf dem Rathhause sich ge-
hörig angeben, die zur Begründung ihrer Ansprüche die-
nenden Documente im Originale produciren und davon
beglaubte Abschriften bey den Acten zurücklassen.


Bürgermeister und Rath der Stadt Kiel.
[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] zuſetzen, wobey zugleich Anſtalten getroffen wor-
den, die ſie am Verkehr mit dem Feinde hindern. —
Man macht hier die Bemerkung, daß jetzt alle
Kaufleute wetteifern, ihre Colonial-Producte immer
wohlfeiler, wie die andern, loszuſchlagen und in
den Zeitungen anzubieten. Caffee und Zucker,
welche vor 6 Wochen 38 Rthlr. koſteten, werden
nun zu 14 und 13 Rthlr. pr. Pfund ausgeboten.
Doch findet noch einige große Verſchiedenheit in
der Stadt ſelbſt ſtatt, ſo daß man an einem Orte
5 Rthlr. mehr fuͤr ein Pfund Zucker verlangt, als
an einem andern. Der Cours ſteht zwiſchen 5000
und 6000. — Der General-Quartiermeiſter Haffner
iſt nach Flensburg abgereiſet. — Se. Maj. haben
geruhet, den Seconde Lieutenant von den Juͤtſchen
Dragonern, von Wichers, und den Oberſtlieute-
nant vom Schleswigſchen Jnfanterie-Regiment, von
Schaumburg, zu Dannebrogs-Rittern zu ernennen.
— Bey Bornholm ſind 12 Engliſche und Schwe-
diſche Priſen aufgebracht. — Jn Helfingoͤr wurde
vor kurzem ein Pferd nach dem Gewichte verkauft.
Der Kaͤufer wollte es nicht fuͤr 250 Rthlr. anneh-
men, gieng den Vorſchlag des Verkaͤufers ein,
10 Rthlr. fuͤr das Liespfund vom Gewichte des
Pferdes zu geben, und fand ſich in ſeiner Erwar-
tung ſehr getaͤuſcht, als dieſes 34 Liespfund und
7 Pfund wog.




Verordnung,

betreffend die bey Wiedereinfuͤhrung der Silber-
muͤnze, als geſetzlichen Zahlung in den Her-
zogthuͤmern Schleswig und Holſtein erforder-
lichen Beſtimmungen uͤber das Geldweſen, und
die daſſelbe angehenden Verpflichtungen.

Wir Frederik der Sechste ꝛc. ꝛc. Thun kund
hiemit: Jn Unſerm allerhoͤchſten Patent vom 30ſten
Jul. d. J. das Bank- und Geldweſen in Unſeren
Koͤnigreichen und Herzogthuͤmern betreffend, ſind
diejenigen Vorſchriften, welche durch die Wieder-
einfuͤhrung des baaren Silbers als geſetzlichen Zah-
lungsmittels in Unſern Herzogthuͤmern erforderlich
werden, einer naͤheren Verfuͤgung vorbehalten.
Wir haben demnach uͤber die hieher gehoͤrigen Be-
ſtimmungen, ſowol in Ruͤckſicht des Geldweſens in
Unſeren Herzogthuͤmern fuͤr die Zukunft, als in
Anſehung der Erfuͤllung der daſelbſt bereits be-
ſtehenden Verpflichtungen zu Geldleiſtungen, ſo wie
uͤber die von Unſern Unterthanen in den Species
uͤbernommenen Verbindlichkeiten, Unſere aller-
hoͤchſten Beſchluͤſſe gefaßt, und ſetzen und ordnen
hiedurch wie folgt:

§. 1. Das geſetzliche Zahlungsmittel in Unſeren
Herzogthuͤmern Schleswig und Holſtein iſt, außer
der kupfernen Scheidemuͤnze, nach den im §. 3 und 4
enthaltenen Beſtimmungen, baares Silbergeld.
Mithin iſt niemand, mit Ausnahme der in dieſer
Verordnung angegebenen Faͤlle, verpflichtet, die
bisher daſelbſt im Umlauf befindlichen Bankzettel
oder andere Repraͤſentative in Zahlung anzuneh-
men. Unter den von der Bank kuͤnftig aͤuszuſtel-
lenden Zetteln werden diejenigen, welche auf An-
fordern gegen baares Silber umzuwechſeln ſind,
als baares Silber in Unſeren Caſſen angenommen.
Jn Zahlungen zwiſchen Mann und Mann koͤnnen
[Spaltenumbruch] ſie indeſſen niemandem wider ſeinen Willen auf-
gedrungen werden.

(Die Fortſetzung folgt.)




Edictal-Citation.

Der hieſige Weber Joachim Friedrich Fabian hat
wider die Schweſter ſeines verſtorbenen Vaters, des We-
bers Joachim Chriſtian Fabian, Namens Beate Fabian,
welche früher an den Maler Schönberg und demnächſt an
den Maler Hansbaum verheyrathet geweſen, und gegen
deren Sohn Jacob Chriſtian Schönberg, welche beyde ſich
im Jahr 1775 von hier nach Liegnitz und demnächſt nach
Wien begeben, und von deren Leben und Aufenthalt ſeit
der Zeit keine Nachrichten eingegangen ſind, auf Todes-
Erklärung angetragen, und werden deshalb die genannte
Beate Fabian, zuletzt verehelicht geweſene Maler Hans-
baum, und deren Sohn erſter Ehe Jacob Chriſtian Schön-
berg, ſo wie deren etwanige unbekannte Erben und Erb-
nehmere, hiedurch aufgefordert, ſich binnen 9 Monaten
und ſpäteſtens in dem auf den 31ſten December, V. M.
10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Aſſeſſor Ballhorn, im
hieſigen Stadtgericht angeſetzten Termin entweder ſchrift-
lich oder perſoͤnlich zu melden und ihre Vernehmung oder
weitere Anweiſung, bey ihrem gänzlichen Ausbleiben oder
Stillſchweigen aber zu gewärtigen, daß mit der Todes-
Erklärung verfahren und ihr hieſelbſt vorhandenes Ver-
mögen den ſich gemeldeten Erben zugeſprochen werden
wird.


Königl. Preuß. Stadtgericht.



Wann auf die geſchehene Jnſolvenz-Erklärung des ent-
wichenen 14 Hufeners, Elias Hinrich Schröder, in Lezen,
über deſſen Güter, ſalvis tamen creditorum exceptio-
nibus,
das Concurs-Verfahren eröffnet worden; ſo wer-
den, mit geſetzlicher Ausnahme der protocollirten Credito-
ren, welche nur die rückſtändigen Zinſen angeben dürfen,
alle ſonſtige Gläubiger, Schuldner und Pfand-Jnhaber
des benannten Elias Hinrich Schröder, reſp. ſub poena
praecluſi et perpetui ſilentii, dupli et amiſſi juris,

hiemit befehligt, ihre Angaben, Einheimiſche binnen 6,
Auswärtige aber, unter gehöriger Beſtellung eines Procu-
ratoris ad Acta,
binnen 12 Wochen, unter Vorzeigung
und Zurücklaſſung beglaubter Abſchriften der ihre Forde-
rungen begründenden Documente, im Actuariat des Con-
cursgerichts auf der Segeberger Amtſtube zu beſchaffen und
weiterer Verfügung zu gewärtigen.

Und da zum öffentlichen Verkauf der zu Lezen belegenen
14 Hufe des Cedenten der 30ſte November dieſes Jahrs,
als der Dienſtag nach dem erſten Advent Sonntage, anbe-
rahmet worden, ſo können die Kaufliebhaber ſich an ge-
dachtem Tage, Morgens um 10 Uhr, in dem Hauſe des
Bauervogts Möller in Lezen einfinden, die Verkaufs-Con-
ditiones hören, und erwarten, daß dem Höchſtbietenden,
bis auf Approbation, der Zuſchlag geſchehen werde.

Wornach alle, die es angeht, ſich zu achten.
L. S.
J.

Präſes und Aſſeſſores Judicii.



Die Wittwe des verſtorbenen weyl. hieſigen Bürgers
und Tabulettkrämers Anton Siebert, Eliſabeth, gebohrne
Schulz, hat ſich für inſolvent erklärt.

Von Bürgermeiſter und Rath dieſer Stadt werden da-
her alle und jede, welche an deren Habe und Güter aus
irgend einem Grunde Anſprüche zu haben vermeynen, der-
ſelben mit Schulden verhaftet ſind, oder etwas pfand-
weiſe von ihr beſitzen, reſp. bey Strafe der Präcluſion,
doppelter Zahlung und Verluſt des Pfandrechts, perem-
toriſch geladen, daß ſie, die Einheimiſchen ſpäteſtens am
10ten December d. J., die Auswärtigen aber, unter Be-
ſtellung eines Procuratoris ad acta, ſpäteſtens am
28ſten Januar 1814, hieſelbſt auf dem Rathhauſe ſich ge-
hörig angeben, die zur Begründung ihrer Anſprüche die-
nenden Documente im Originale produciren und davon
beglaubte Abſchriften bey den Acten zurücklaſſen.


Bürgermeiſter und Rath der Stadt Kiel.
[Ende Spaltensatz]
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[[8]/0008] zuſetzen, wobey zugleich Anſtalten getroffen wor- den, die ſie am Verkehr mit dem Feinde hindern. — Man macht hier die Bemerkung, daß jetzt alle Kaufleute wetteifern, ihre Colonial-Producte immer wohlfeiler, wie die andern, loszuſchlagen und in den Zeitungen anzubieten. Caffee und Zucker, welche vor 6 Wochen 38 Rthlr. koſteten, werden nun zu 14 und 13 Rthlr. pr. Pfund ausgeboten. Doch findet noch einige große Verſchiedenheit in der Stadt ſelbſt ſtatt, ſo daß man an einem Orte 5 Rthlr. mehr fuͤr ein Pfund Zucker verlangt, als an einem andern. Der Cours ſteht zwiſchen 5000 und 6000. — Der General-Quartiermeiſter Haffner iſt nach Flensburg abgereiſet. — Se. Maj. haben geruhet, den Seconde Lieutenant von den Juͤtſchen Dragonern, von Wichers, und den Oberſtlieute- nant vom Schleswigſchen Jnfanterie-Regiment, von Schaumburg, zu Dannebrogs-Rittern zu ernennen. — Bey Bornholm ſind 12 Engliſche und Schwe- diſche Priſen aufgebracht. — Jn Helfingoͤr wurde vor kurzem ein Pferd nach dem Gewichte verkauft. Der Kaͤufer wollte es nicht fuͤr 250 Rthlr. anneh- men, gieng den Vorſchlag des Verkaͤufers ein, 10 Rthlr. fuͤr das Liespfund vom Gewichte des Pferdes zu geben, und fand ſich in ſeiner Erwar- tung ſehr getaͤuſcht, als dieſes 34 Liespfund und 7 Pfund wog. Verordnung, betreffend die bey Wiedereinfuͤhrung der Silber- muͤnze, als geſetzlichen Zahlung in den Her- zogthuͤmern Schleswig und Holſtein erforder- lichen Beſtimmungen uͤber das Geldweſen, und die daſſelbe angehenden Verpflichtungen. Wir Frederik der Sechste ꝛc. ꝛc. Thun kund hiemit: Jn Unſerm allerhoͤchſten Patent vom 30ſten Jul. d. J. das Bank- und Geldweſen in Unſeren Koͤnigreichen und Herzogthuͤmern betreffend, ſind diejenigen Vorſchriften, welche durch die Wieder- einfuͤhrung des baaren Silbers als geſetzlichen Zah- lungsmittels in Unſern Herzogthuͤmern erforderlich werden, einer naͤheren Verfuͤgung vorbehalten. Wir haben demnach uͤber die hieher gehoͤrigen Be- ſtimmungen, ſowol in Ruͤckſicht des Geldweſens in Unſeren Herzogthuͤmern fuͤr die Zukunft, als in Anſehung der Erfuͤllung der daſelbſt bereits be- ſtehenden Verpflichtungen zu Geldleiſtungen, ſo wie uͤber die von Unſern Unterthanen in den Species uͤbernommenen Verbindlichkeiten, Unſere aller- hoͤchſten Beſchluͤſſe gefaßt, und ſetzen und ordnen hiedurch wie folgt: §. 1. Das geſetzliche Zahlungsmittel in Unſeren Herzogthuͤmern Schleswig und Holſtein iſt, außer der kupfernen Scheidemuͤnze, nach den im §. 3 und 4 enthaltenen Beſtimmungen, baares Silbergeld. Mithin iſt niemand, mit Ausnahme der in dieſer Verordnung angegebenen Faͤlle, verpflichtet, die bisher daſelbſt im Umlauf befindlichen Bankzettel oder andere Repraͤſentative in Zahlung anzuneh- men. Unter den von der Bank kuͤnftig aͤuszuſtel- lenden Zetteln werden diejenigen, welche auf An- fordern gegen baares Silber umzuwechſeln ſind, als baares Silber in Unſeren Caſſen angenommen. Jn Zahlungen zwiſchen Mann und Mann koͤnnen ſie indeſſen niemandem wider ſeinen Willen auf- gedrungen werden. (Die Fortſetzung folgt.) Edictal-Citation. Der hieſige Weber Joachim Friedrich Fabian hat wider die Schweſter ſeines verſtorbenen Vaters, des We- bers Joachim Chriſtian Fabian, Namens Beate Fabian, welche früher an den Maler Schönberg und demnächſt an den Maler Hansbaum verheyrathet geweſen, und gegen deren Sohn Jacob Chriſtian Schönberg, welche beyde ſich im Jahr 1775 von hier nach Liegnitz und demnächſt nach Wien begeben, und von deren Leben und Aufenthalt ſeit der Zeit keine Nachrichten eingegangen ſind, auf Todes- Erklärung angetragen, und werden deshalb die genannte Beate Fabian, zuletzt verehelicht geweſene Maler Hans- baum, und deren Sohn erſter Ehe Jacob Chriſtian Schön- berg, ſo wie deren etwanige unbekannte Erben und Erb- nehmere, hiedurch aufgefordert, ſich binnen 9 Monaten und ſpäteſtens in dem auf den 31ſten December, V. M. 10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Aſſeſſor Ballhorn, im hieſigen Stadtgericht angeſetzten Termin entweder ſchrift- lich oder perſoͤnlich zu melden und ihre Vernehmung oder weitere Anweiſung, bey ihrem gänzlichen Ausbleiben oder Stillſchweigen aber zu gewärtigen, daß mit der Todes- Erklärung verfahren und ihr hieſelbſt vorhandenes Ver- mögen den ſich gemeldeten Erben zugeſprochen werden wird. Anclam, den 31ſten Maͤrz 1813. Königl. Preuß. Stadtgericht. Wann auf die geſchehene Jnſolvenz-Erklärung des ent- wichenen 1∫4 Hufeners, Elias Hinrich Schröder, in Lezen, über deſſen Güter, ſalvis tamen creditorum exceptio- nibus, das Concurs-Verfahren eröffnet worden; ſo wer- den, mit geſetzlicher Ausnahme der protocollirten Credito- ren, welche nur die rückſtändigen Zinſen angeben dürfen, alle ſonſtige Gläubiger, Schuldner und Pfand-Jnhaber des benannten Elias Hinrich Schröder, reſp. ſub poena praecluſi et perpetui ſilentii, dupli et amiſſi juris, hiemit befehligt, ihre Angaben, Einheimiſche binnen 6, Auswärtige aber, unter gehöriger Beſtellung eines Procu- ratoris ad Acta, binnen 12 Wochen, unter Vorzeigung und Zurücklaſſung beglaubter Abſchriften der ihre Forde- rungen begründenden Documente, im Actuariat des Con- cursgerichts auf der Segeberger Amtſtube zu beſchaffen und weiterer Verfügung zu gewärtigen. Und da zum öffentlichen Verkauf der zu Lezen belegenen 1∫4 Hufe des Cedenten der 30ſte November dieſes Jahrs, als der Dienſtag nach dem erſten Advent Sonntage, anbe- rahmet worden, ſo können die Kaufliebhaber ſich an ge- dachtem Tage, Morgens um 10 Uhr, in dem Hauſe des Bauervogts Möller in Lezen einfinden, die Verkaufs-Con- ditiones hören, und erwarten, daß dem Höchſtbietenden, bis auf Approbation, der Zuſchlag geſchehen werde. Wornach alle, die es angeht, ſich zu achten. Gegeben Segeberg im Concursgericht, den 29ſten October 1813. L. S. J. Präſes und Aſſeſſores Judicii. Die Wittwe des verſtorbenen weyl. hieſigen Bürgers und Tabulettkrämers Anton Siebert, Eliſabeth, gebohrne Schulz, hat ſich für inſolvent erklärt. Von Bürgermeiſter und Rath dieſer Stadt werden da- her alle und jede, welche an deren Habe und Güter aus irgend einem Grunde Anſprüche zu haben vermeynen, der- ſelben mit Schulden verhaftet ſind, oder etwas pfand- weiſe von ihr beſitzen, reſp. bey Strafe der Präcluſion, doppelter Zahlung und Verluſt des Pfandrechts, perem- toriſch geladen, daß ſie, die Einheimiſchen ſpäteſtens am 10ten December d. J., die Auswärtigen aber, unter Be- ſtellung eines Procuratoris ad acta, ſpäteſtens am 28ſten Januar 1814, hieſelbſt auf dem Rathhauſe ſich ge- hörig angeben, die zur Begründung ihrer Anſprüche die- nenden Documente im Originale produciren und davon beglaubte Abſchriften bey den Acten zurücklaſſen. Decretum Kiel in Curia, den 22ſten October 1813. Bürgermeiſter und Rath der Stadt Kiel.

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Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-28T10:00:34Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 177, Hamburg, 5. November 1813, S. [8]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1770511_1813/8>, abgerufen am 22.11.2019.