Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Has, Kunz: Hierin vindet mon die vrsach wodurch alle hendel yetz in der welt verkert und verderbt werden. Nürnberg, ca. 1500 (GW-Nr.: 12135).

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite

Vnd ziren das mit einem krantz. die selben wolt ich an dem tantz
Vor den frummen da beschemen. vnd das krentzlen ir ab nemen
Mit gewalt ein schleyr vmb pinden. gedecht die ander auch
dort hinden. Behüt mir got die ere mein. das sol mir yetz
ein warnung sein Das ich mich hin für hüten wil. geschee der
hendel nit als vil. Junckfrau schwechen kint vertreiben. got
der wil den frummen weiben. Jr zucht vnd ere vor laster fristen.
nun sol ich sagen von iüristen Die das recht zu vnrecht ma/
chen. so pin ich mit den selben sachen In der kunst ein we/
nig zu schlecht. dy weils die herren duncket recht Die es wol
zu straffen heten. vnd es auch gar pillig theten Got geb in
hie vnd dort den lan. kem auch menger frummmer arm man.
Nicht so gar pöslich vmb sein gelt. es stünd furwar in al/
ler welt. mit allen dingen dester pas. darümb bit ich dich
Contz has. Wen du kumbst wider auß dem wag. das du
mit fleissicklicher frag. Auß wandern wolst in alle land. nach
erenholt vnd parschefand Wa du dy waist vnd finden magst.
das du in also fleissig sagst. Das sy sich yetz recht erzeigen.
vnd der warheit nit verschweigen Vor den daland vnd leüt
an leit. vnd das sie an sehen dy schweren zeit. Den iamer den
dy armen leiden. nit an einander also neiden. Krieg vnd hader
sy legen hin. das geb in got in iren sin. Gedult frid vnd auch
einigkeit. helf vns maria die reyne meit. Die ist ein muter al/
ler gnaden. behüt vns arm leut vor schaden Dort dy sel vnd
hy den leib. her wyder kom das wasser weib. Das mich hin
vnder het gezückt. dy sprach es hat dir hie geluckt Vil weiß/
heit hastu hy erfarn. kum her so wil ich dich bewarn Vnd
an schaden auß hin weysen. auch vnser lob soltu preysen
Wirstu von vns gar wol genisen. darumb so las dich nit
verdryssen. Verkund es weiter in die welt. das man nit durch
das schnöde gelt. Das vbel vngestroffet laß. Also hat ge/
dicht Contz haß.
Gedruckt zu Nürenberck Von Ambrosio Huber.

Vnd ziren das mit einem krantz. die selben wolt ich an dem tantz
Vor den frummen da beschemen. vnd das krentzlen ir ab nemen
Mit gewalt ein schleyr vmb pinden. gedecht die ander auch
dort hinden. Behuͤt mir got die ere mein. das sol mir yetz
ein warnung sein Das ich mich hin fuͤr huͤten wil. geschee der
hendel nit als vil. Junckfrau schwechen kint vertreiben. got
der wil den frummen weiben. Jr zucht vnd ere vor laster fristen.
nun sol ich sagen von iuͤristen Die das recht zu vnrecht ma/
chen. so pin ich mit den selben sachen In der kunst ein we/
nig zu schlecht. dy weils die herren duncket recht Die es wol
zu straffen heten. vnd es auch gar pillig theten Got geb in
hie vnd dort den lan. kem auch menger frummmer arm man.
Nicht so gar poͤslich vmb sein gelt. es stuͤnd furwar in al/
ler welt. mit allen dingen dester pas. daruͤmb bit ich dich
Contz has. Wen du kumbst wider auß dem wag. das du
mit fleissicklicher frag. Auß wandern wolst in alle land. nach
erenholt vnd parschefand Wa du dy waist vnd finden magst.
das du in also fleissig sagst. Das sy sich yetz recht erzeigen.
vnd der warheit nit verschweigen Vor den daland vnd leuͤt
an leit. vnd das sie an sehen dy schweren zeit. Den iamer den
dy armen leiden. nit an einander also neiden. Krieg vnd hader
sy legen hin. das geb in got in iren sin. Gedult frid vnd auch
einigkeit. helf vns maria die reyne meit. Die ist ein muter al/
ler gnaden. behuͤt vns arm leut vor schaden Dort dy sel vnd
hy den leib. her wyder kom das wasser weib. Das mich hin
vnder het gezuͤckt. dy sprach es hat dir hie geluckt Vil weiß/
heit hastu hy erfarn. kum her so wil ich dich bewarn Vnd
an schaden auß hin weysen. auch vnser lob soltu preysen
Wirstu von vns gar wol genisen. darumb so las dich nit
verdryssen. Verkund es weiter in die welt. das man nit durch
das schnoͤde gelt. Das vbel vngestroffet laß. Also hat ge/
dicht Contz haß.
Gedruckt zu Nuͤrenberck Von Ambrosio Huber.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <p><pb facs="#f0008" n="4v"/>
Vnd ziren das mit einem krantz. die selben wolt ich an dem tantz<lb/>
Vor den frummen da beschemen. vnd das krentzlen ir ab nemen<lb/>
Mit gewalt ein schleyr vmb pinden. gedecht die ander auch<lb/>
dort hinden. Behu&#x0364;t mir got die ere mein. das sol mir yetz<lb/>
ein warnung sein Das ich mich hin fu&#x0364;r hu&#x0364;ten wil. geschee der<lb/>
hendel nit als vil. Junckfrau schwechen kint vertreiben. got<lb/>
der wil den frummen weiben. Jr zucht vnd ere vor laster fristen.<lb/>
nun sol ich sagen von iu&#x0364;risten Die das recht zu vnrecht ma/<lb/>
chen. so pin ich mit den selben sachen In der kunst ein we<choice><orig/><reg>/</reg></choice><lb/>
nig zu schlecht. dy weils die herren duncket recht Die es wol<lb/>
zu straffen heten. vnd es auch gar pillig theten Got geb in<lb/>
hie vnd dort den lan. kem auch menger frummmer arm man.<lb/>
Nicht so gar po&#x0364;slich vmb sein gelt. es stu&#x0364;nd furwar in al/<lb/>
ler welt. mit allen dingen dester pas. daru&#x0364;mb bit ich dich<lb/>
Contz has. Wen du kumbst wider auß dem wag. das du<lb/>
mit fleissicklicher frag. Auß wandern wolst in alle land. nach<lb/>
erenholt vnd parschefand Wa du dy waist vnd finden magst.<lb/>
das du in also fleissig sagst. Das sy sich yetz recht erzeigen.<lb/>
vnd der warheit nit verschweigen Vor den daland vnd leu&#x0364;t<lb/>
an leit. vnd das sie an sehen dy schweren zeit. Den iamer den<lb/>
dy armen leiden. nit an einander also neiden. Krieg vnd hader<lb/>
sy legen hin. das geb in got in iren sin. Gedult frid vnd auch<lb/>
einigkeit. helf vns maria die reyne meit. Die ist ein muter al<choice><orig/><reg>/</reg></choice><lb/>
ler gnaden. behu&#x0364;t vns arm leut vor schaden Dort dy sel vnd<lb/>
hy den leib. her wyder kom das wasser weib. Das mich hi<choice><sic>u</sic><corr>n</corr></choice><lb/>
vnder het gezu&#x0364;ckt. dy sprach es hat dir hie geluckt Vil weiß/<lb/>
heit hastu hy erfarn. kum her so wil ich dich bewarn Vnd<lb/>
an schaden auß hin weysen. auch vnser lob solt<choice><sic>n</sic><corr>u</corr></choice> preysen<lb/>
Wirstu von vns gar wol genisen. darumb so las dich nit<lb/>
verdryssen. Verkund es weiter in die welt. das man nit durch<lb/>
das schno&#x0364;de gelt. Das vbel vngestroffet laß. Also hat ge/<lb/>
dicht Contz haß.<lb/>
Gedruckt zu Nu&#x0364;renberck Von Ambrosio Huber.<lb/></p>
    </body>
  </text>
</TEI>
[4v/0008] Vnd ziren das mit einem krantz. die selben wolt ich an dem tantz Vor den frummen da beschemen. vnd das krentzlen ir ab nemen Mit gewalt ein schleyr vmb pinden. gedecht die ander auch dort hinden. Behuͤt mir got die ere mein. das sol mir yetz ein warnung sein Das ich mich hin fuͤr huͤten wil. geschee der hendel nit als vil. Junckfrau schwechen kint vertreiben. got der wil den frummen weiben. Jr zucht vnd ere vor laster fristen. nun sol ich sagen von iuͤristen Die das recht zu vnrecht ma/ chen. so pin ich mit den selben sachen In der kunst ein we nig zu schlecht. dy weils die herren duncket recht Die es wol zu straffen heten. vnd es auch gar pillig theten Got geb in hie vnd dort den lan. kem auch menger frummmer arm man. Nicht so gar poͤslich vmb sein gelt. es stuͤnd furwar in al/ ler welt. mit allen dingen dester pas. daruͤmb bit ich dich Contz has. Wen du kumbst wider auß dem wag. das du mit fleissicklicher frag. Auß wandern wolst in alle land. nach erenholt vnd parschefand Wa du dy waist vnd finden magst. das du in also fleissig sagst. Das sy sich yetz recht erzeigen. vnd der warheit nit verschweigen Vor den daland vnd leuͤt an leit. vnd das sie an sehen dy schweren zeit. Den iamer den dy armen leiden. nit an einander also neiden. Krieg vnd hader sy legen hin. das geb in got in iren sin. Gedult frid vnd auch einigkeit. helf vns maria die reyne meit. Die ist ein muter al ler gnaden. behuͤt vns arm leut vor schaden Dort dy sel vnd hy den leib. her wyder kom das wasser weib. Das mich hin vnder het gezuͤckt. dy sprach es hat dir hie geluckt Vil weiß/ heit hastu hy erfarn. kum her so wil ich dich bewarn Vnd an schaden auß hin weysen. auch vnser lob soltu preysen Wirstu von vns gar wol genisen. darumb so las dich nit verdryssen. Verkund es weiter in die welt. das man nit durch das schnoͤde gelt. Das vbel vngestroffet laß. Also hat ge/ dicht Contz haß. Gedruckt zu Nuͤrenberck Von Ambrosio Huber.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Der Gesamtkatalog der Wiegendrucke gibt als Titel… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Jan Christian Schaffert, DFG-Projekt: Literaturexplosion und Intertextualität. Bedingungen und Merkmale der 'Verschriftlichung des Lebens' in Nürnberg: Transkription
Simon Caspari, Heike Sahm, DFG-Projekt: Literaturexplosion und Intertextualität. Bedingungen und Merkmale der 'Verschriftlichung des Lebens' in Nürnberg: Kontrolle der Transkription
Jan Christian Schaffert, DFG-Projekt: Literaturexplosion und Intertextualität. Bedingungen und Merkmale der 'Verschriftlichung des Lebens' in Nürnberg: Konvertierung nach TEI-XML (2015-07-01T00:00:00Z)

Weitere Informationen:

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien in XML/TEI P5 nach dem DTA-Basisformat codiert. Abbreviaturen wurden kommentarlos aufgelöst, Graphiefehler mittels dem Element <choice> korrigiert und Sonderzeichen, mit Ausnahme der Superskripte, vereinheitlicht. Eine Ausnahme bildet die Abbreviatur "dn", die nicht mit einer allgemeinen Regel erfasst werden und somit letztlich nicht immer zweifelsfrei aufgelöst werden kann.

Die Zeilenumbrüche des Drucks wurden beibehalten. Verspaare sind anhand der Initialen zu erkennen.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/has_welt_1500
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/has_welt_1500/8
Zitationshilfe: Has, Kunz: Hierin vindet mon die vrsach wodurch alle hendel yetz in der welt verkert und verderbt werden. Nürnberg, ca. 1500 (GW-Nr.: 12135), S. 4v. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/has_welt_1500/8>, abgerufen am 17.09.2019.