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Glück, Christian Friedrich von: Verbesserungen und Zusätze zum ersten Bande des Glückischen Kommentars über die Pandecten. Für die Besitzer der ersten Ausgabe. Erlangen, 1798.

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ist, also nicht nur die Verbindlichkeit des Schuldners, sondern
auch das Forderungsrecht des Gläubigers. So z. B. kommt in
den Gesetzen der Ausdruck ius obligationis vor. §. 2. I. de reb.
corp. et incorp.
und wenn die Gesetze sagen: obligationem perimit
casus,
so reden sie immer vom Gläubiger, wenn das Forde-
rungsrecht desselben aufhört, denn vom Schuldner sagen sie:
liberatur ab obligatione. §. 1. I. de duob. reis stip. et promitt.
S. huber in Digression. iustinian. Lib. IV. Cap. X. p. 318. sqq.
und Hugo's civilistisches Magazin 1. B. 1. Heft. S. 126. f.

S. 25. Z. 9. nach soll streiche aus bis -- liesse.

S. 26. Z. 4 -- 20. muß ausgestrichen werden.

-- sind auch beyde Noten 36. und 37. wegzustreichen.

S. 30. Z. 3. streiche aus: die -- Gesetzen.

-- Z. 19. u. 20. anstatt: daß ich -- finde, lies: daß nicht
der mindeste Zweifel übrig bleibt.

S. 31. Z. 1. v. u. in den Noten, nach Lib. XII. c. 5. lies:
und Andr. Guil. cramer in Dispunctionum iuris civ. libro singul.
(Suerini et Wismariae 1792. 8.) Cap.
3.

-- Z. 16. nach dem Worte habe, lies: Da indessen Gajus
alle übrige Verbindlichkeiten, deren Grund weder aus einem
Contract, noch aus einem Verbrechen herzuleiten ist, zuletzt
unter eine Hauptclasse bringt, so glaube ich wenigstens nicht,
daß es dem Sinne seiner Worte entgegen sey, wenn man auch
die unmittelbaren Verbindlichkeiten, so wie auch die obligatio-
nem ex voto et pollicitatione
unter den variis causarum figuris
mit versteht.

S. 32. Z. 3. nach dem Wort angemessen streiche aus bis
zu dem Wort Handlungen incl. Z. 4. v. u. im Text, und lies:
Denn wir müssen bemerken, daß die römischen Rechtsgelehr-
ten immer nur in Beziehung auf das ius in personam von
der obligatione zu reden gewohnt sind; daher in den Titeln
de obligationibus nicht sowohl von Verbindlichkeiten überhaupt
nach dem Begriffe, den wir mit diesem Ausdruck verbinden,
sondern nur von persönlichen Rechten gegen ein gewisses Sub-

ject

iſt, alſo nicht nur die Verbindlichkeit des Schuldners, ſondern
auch das Forderungsrecht des Glaͤubigers. So z. B. kommt in
den Geſetzen der Ausdruck ius obligationis vor. §. 2. I. de reb.
corp. et incorp.
und wenn die Geſetze ſagen: obligationem perimit
caſus,
ſo reden ſie immer vom Glaͤubiger, wenn das Forde-
rungsrecht deſſelben aufhoͤrt, denn vom Schuldner ſagen ſie:
liberatur ab obligatione. §. 1. I. de duob. reis ſtip. et promitt.
S. huber in Digreſſion. iustinian. Lib. IV. Cap. X. p. 318. ſqq.
und Hugo’s civiliſtiſches Magazin 1. B. 1. Heft. S. 126. f.

S. 25. Z. 9. nach ſoll ſtreiche aus bis — lieſſe.

S. 26. Z. 4 — 20. muß ausgeſtrichen werden.

— ſind auch beyde Noten 36. und 37. wegzuſtreichen.

S. 30. Z. 3. ſtreiche aus: die — Geſetzen.

— Z. 19. u. 20. anſtatt: daß ich — finde, lies: daß nicht
der mindeſte Zweifel uͤbrig bleibt.

S. 31. Z. 1. v. u. in den Noten, nach Lib. XII. c. 5. lies:
und Andr. Guil. cramer in Diſpunctionum iuris civ. libro ſingul.
(Suerini et Wiſmariae 1792. 8.) Cap.
3.

— Z. 16. nach dem Worte habe, lies: Da indeſſen Gajus
alle uͤbrige Verbindlichkeiten, deren Grund weder aus einem
Contract, noch aus einem Verbrechen herzuleiten iſt, zuletzt
unter eine Hauptclaſſe bringt, ſo glaube ich wenigſtens nicht,
daß es dem Sinne ſeiner Worte entgegen ſey, wenn man auch
die unmittelbaren Verbindlichkeiten, ſo wie auch die obligatio-
nem ex voto et pollicitatione
unter den variis cauſarum figuris
mit verſteht.

S. 32. Z. 3. nach dem Wort angemeſſen ſtreiche aus bis
zu dem Wort Handlungen incl. Z. 4. v. u. im Text, und lies:
Denn wir muͤſſen bemerken, daß die roͤmiſchen Rechtsgelehr-
ten immer nur in Beziehung auf das ius in perſonam von
der obligatione zu reden gewohnt ſind; daher in den Titeln
de obligationibus nicht ſowohl von Verbindlichkeiten uͤberhaupt
nach dem Begriffe, den wir mit dieſem Ausdruck verbinden,
ſondern nur von perſoͤnlichen Rechten gegen ein gewiſſes Sub-

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[10/0018] iſt, alſo nicht nur die Verbindlichkeit des Schuldners, ſondern auch das Forderungsrecht des Glaͤubigers. So z. B. kommt in den Geſetzen der Ausdruck ius obligationis vor. §. 2. I. de reb. corp. et incorp. und wenn die Geſetze ſagen: obligationem perimit caſus, ſo reden ſie immer vom Glaͤubiger, wenn das Forde- rungsrecht deſſelben aufhoͤrt, denn vom Schuldner ſagen ſie: liberatur ab obligatione. §. 1. I. de duob. reis ſtip. et promitt. S. huber in Digreſſion. iustinian. Lib. IV. Cap. X. p. 318. ſqq. und Hugo’s civiliſtiſches Magazin 1. B. 1. Heft. S. 126. f. S. 25. Z. 9. nach ſoll ſtreiche aus bis — lieſſe. S. 26. Z. 4 — 20. muß ausgeſtrichen werden. — ſind auch beyde Noten 36. und 37. wegzuſtreichen. S. 30. Z. 3. ſtreiche aus: die — Geſetzen. — Z. 19. u. 20. anſtatt: daß ich — finde, lies: daß nicht der mindeſte Zweifel uͤbrig bleibt. S. 31. Z. 1. v. u. in den Noten, nach Lib. XII. c. 5. lies: und Andr. Guil. cramer in Diſpunctionum iuris civ. libro ſingul. (Suerini et Wiſmariae 1792. 8.) Cap. 3. — Z. 16. nach dem Worte habe, lies: Da indeſſen Gajus alle uͤbrige Verbindlichkeiten, deren Grund weder aus einem Contract, noch aus einem Verbrechen herzuleiten iſt, zuletzt unter eine Hauptclaſſe bringt, ſo glaube ich wenigſtens nicht, daß es dem Sinne ſeiner Worte entgegen ſey, wenn man auch die unmittelbaren Verbindlichkeiten, ſo wie auch die obligatio- nem ex voto et pollicitatione unter den variis cauſarum figuris mit verſteht. S. 32. Z. 3. nach dem Wort angemeſſen ſtreiche aus bis zu dem Wort Handlungen incl. Z. 4. v. u. im Text, und lies: Denn wir muͤſſen bemerken, daß die roͤmiſchen Rechtsgelehr- ten immer nur in Beziehung auf das ius in perſonam von der obligatione zu reden gewohnt ſind; daher in den Titeln de obligationibus nicht ſowohl von Verbindlichkeiten uͤberhaupt nach dem Begriffe, den wir mit dieſem Ausdruck verbinden, ſondern nur von perſoͤnlichen Rechten gegen ein gewiſſes Sub- ject

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Zitationshilfe: Glück, Christian Friedrich von: Verbesserungen und Zusätze zum ersten Bande des Glückischen Kommentars über die Pandecten. Für die Besitzer der ersten Ausgabe. Erlangen, 1798, S. 10. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/glueck_pandecten01verbesserungen_1798/18>, abgerufen am 23.03.2019.