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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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darnieder. Auf dem Krankenlager
verlobte er sich mit einer wohlgebil-
deten Dame, und ihr zuliebe gab er
seinen Beruf auf und bereitete sich
auf das Lehramt an preußischen
Volksschulen vor, wozu er sich im Au-
gust 1880 die Qualifikation erwarb.
Seine erste Anstellung fand er in
einem armen Dorfe der Eifel, und
im folgenden Jahre gründete er sei-
nen Hausstand. Als Dirigent eines
Gesangvereins mußte St. auch mehr-
mals im Jahre die Theaterauffüh-
rungen leiten; da aber die Auswahl
der Stücke schwierig war, so kam er
auf den Gedanken, selbst passende
Theaterstücke zu schreiben, die mit
Erfolg aufgeführt wurden. Später
schrieb er dann eine Reihe von Er-
zählungen, die in katholischen Zeit-
schriften zum Abdruck gelangten. Seit
einer Reihe von Jahren ist St. Leh-
rer in Urfeld im Kreise Bonn.

S:


Die Waise (Schsp.), 1898. - Die Nich-
ten aus der Stadt, oder: Besuch auf
dem Lande (Lsp.), 1898. - Die beiden
Dämel (Milit. Lsp.), 1899. - Glück-
liche Menschen, oder: Christkindchen
in der Dachstube (Schsp.), 1899. -
Verheiratet ohne Frau (Milit. Lsp.),
1899. - Die heilige Nacht (Weih-
nachtssp.), 1904. Neue A. 1912. -
Der mutige Jäger (Lustsp.), 1904. -
Ein heiterer Weihnachtsabend (Milit.
Lsp.), 1904. 4. A. 1909. - Die Waise,
oder: St. Josephs Schutz (Schausp.),
1907.

Steffens, Feodor,

Pseudon. für
Karl Helmuth Dammas; s. d.!

*Stegemann, Hermann,

pseud.
Hermann Sentier, wurde am
30. Mai 1870 in Koblenz geboren u.
ist der Sohn des jetzigen Rechnungs-
rates W. Stegemann in Kolmar. Er
besuchte die Gymnasien zu Kolmar u.
Altkirch u. studierte darauf in Mün-
chen und seit 1899 in Zürich Philo-
sophie und Literatur. Jn der letzten
Stadt ließ er sich nach seiner Verhei-
ratung nieder. Er wurde Professor
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am Jnternationalen Jnstitut daselbst
und 1894 auch Dramaturg des Zü-
richer Theaters. Daneben war er
Chefredakteur des Züricher "Kunst-
und Theaterblatts" und seit März
1895 Redakteur der schweizerischen
literarischen Zeitschrift "Die Rhein-
quellen". Noch im Jahre 1895 ver-
ließ er Zürich, um in Basel in die
Redaktion ber "Baseler Nachrichten"
einzutreten, der er bis 1902 ange-
hörte. Dann folgte er einem Rufe
nach Berlin, wo er dem Redaktions-
verbande der "Gartenlaube" ange-
hörte, kehrte aber schon nach einem
Jahre nach Basel zurück u. übernahm
1905 in Badenweiler im Schwarz-
wald die Stelle eines Kurkommis-
sars, die er im Sommer verwaltete,
während er im Winter seinen Wohn-
sitz in Basel hatte. Von 1908-10 war
er Verleger und Chefredakteur der
"Konstanzer Abendzeitung" in Kon-
stanz.

S:

Antike Novellen, 1887. -
Strakonike (Tr.), 1888. - Weihe-
frühling (Ge.), 1888. - Gertrud
(Dr.), 1890. 2. Aufl. 1891. - Mein
Elsaß (Novellenbuch), 1891. 2. A.
1896. - Mechthildis (Ep.), 1891. -
Der Abgott (Modernes Dr.), 1891. -
Dorfdämmerung (R. aus dem Elsaß),
1892. 2. A. 1900. - Lieder zweier
Freunde (mit Viktor Hardung), 1892.
- Des Horatius schönste Lieder (Nach-
dichtungen), 1893. - Erntenovellen,
1894. - Herzog Bernhard (Tr.), 1894.
2. A. 1895. - Heimliche Liebe (3 Nn.),
1895. - Das Fest der Jugend (Dra-
mat. Jdyll), 1895. 3. A. 1896. -
Südsturm (Dr.), 1895. - Heinrich
Pestalozzi (Schsp.), 1896. - Daphnis
(D.), 1899. - Stille Wasser (R.),
1899. - Nikolaus von der Flüe
(Schweiz. Schsp.), 1901. 2 A. 1902.
- Söhne des Reichslandes (R.), 1903.
- Der Gebieter (R.), 1903. - Daniel
Junt (R.), 1. und 2. A. 1905. - Die
Befreiten (R.), 1906. - Die als Opfer
fallen (R.), 1906. 2. A. 1907. - Vita
somnium breve
(Ge.), 1907. - Die

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Ste
darnieder. Auf dem Krankenlager
verlobte er ſich mit einer wohlgebil-
deten Dame, und ihr zuliebe gab er
ſeinen Beruf auf und bereitete ſich
auf das Lehramt an preußiſchen
Volksſchulen vor, wozu er ſich im Au-
guſt 1880 die Qualifikation erwarb.
Seine erſte Anſtellung fand er in
einem armen Dorfe der Eifel, und
im folgenden Jahre gründete er ſei-
nen Hausſtand. Als Dirigent eines
Geſangvereins mußte St. auch mehr-
mals im Jahre die Theaterauffüh-
rungen leiten; da aber die Auswahl
der Stücke ſchwierig war, ſo kam er
auf den Gedanken, ſelbſt paſſende
Theaterſtücke zu ſchreiben, die mit
Erfolg aufgeführt wurden. Später
ſchrieb er dann eine Reihe von Er-
zählungen, die in katholiſchen Zeit-
ſchriften zum Abdruck gelangten. Seit
einer Reihe von Jahren iſt St. Leh-
rer in Urfeld im Kreiſe Bonn.

S:


Die Waiſe (Schſp.), 1898. – Die Nich-
ten aus der Stadt, oder: Beſuch auf
dem Lande (Lſp.), 1898. – Die beiden
Dämel (Milit. Lſp.), 1899. – Glück-
liche Menſchen, oder: Chriſtkindchen
in der Dachſtube (Schſp.), 1899. –
Verheiratet ohne Frau (Milit. Lſp.),
1899. – Die heilige Nacht (Weih-
nachtsſp.), 1904. Neue A. 1912. –
Der mutige Jäger (Luſtſp.), 1904. –
Ein heiterer Weihnachtsabend (Milit.
Lſp.), 1904. 4. A. 1909. – Die Waiſe,
oder: St. Joſephs Schutz (Schauſp.),
1907.

Steffens, Feodor,

Pſeudon. für
Karl Helmuth Dammas; ſ. d.!

*Stegemann, Hermann,

pſeud.
Hermann Sentier, wurde am
30. Mai 1870 in Koblenz geboren u.
iſt der Sohn des jetzigen Rechnungs-
rates W. Stegemann in Kolmar. Er
beſuchte die Gymnaſien zu Kolmar u.
Altkirch u. ſtudierte darauf in Mün-
chen und ſeit 1899 in Zürich Philo-
ſophie und Literatur. Jn der letzten
Stadt ließ er ſich nach ſeiner Verhei-
ratung nieder. Er wurde Profeſſor
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Ste
am Jnternationalen Jnſtitut daſelbſt
und 1894 auch Dramaturg des Zü-
richer Theaters. Daneben war er
Chefredakteur des Züricher „Kunſt-
und Theaterblatts“ und ſeit März
1895 Redakteur der ſchweizeriſchen
literariſchen Zeitſchrift „Die Rhein-
quellen“. Noch im Jahre 1895 ver-
ließ er Zürich, um in Baſel in die
Redaktion ber „Baſeler Nachrichten“
einzutreten, der er bis 1902 ange-
hörte. Dann folgte er einem Rufe
nach Berlin, wo er dem Redaktions-
verbande der „Gartenlaube“ ange-
hörte, kehrte aber ſchon nach einem
Jahre nach Baſel zurück u. übernahm
1905 in Badenweiler im Schwarz-
wald die Stelle eines Kurkommiſ-
ſars, die er im Sommer verwaltete,
während er im Winter ſeinen Wohn-
ſitz in Baſel hatte. Von 1908–10 war
er Verleger und Chefredakteur der
„Konſtanzer Abendzeitung“ in Kon-
ſtanz.

S:

Antike Novellen, 1887. –
Strakonike (Tr.), 1888. – Weihe-
frühling (Ge.), 1888. – Gertrud
(Dr.), 1890. 2. Aufl. 1891. – Mein
Elſaß (Novellenbuch), 1891. 2. A.
1896. – Mechthildis (Ep.), 1891. –
Der Abgott (Modernes Dr.), 1891. –
Dorfdämmerung (R. aus dem Elſaß),
1892. 2. A. 1900. – Lieder zweier
Freunde (mit Viktor Hardung), 1892.
– Des Horatius ſchönſte Lieder (Nach-
dichtungen), 1893. – Erntenovellen,
1894. – Herzog Bernhard (Tr.), 1894.
2. A. 1895. – Heimliche Liebe (3 Nn.),
1895. – Das Feſt der Jugend (Dra-
mat. Jdyll), 1895. 3. A. 1896. –
Südſturm (Dr.), 1895. – Heinrich
Peſtalozzi (Schſp.), 1896. – Daphnis
(D.), 1899. – Stille Waſſer (R.),
1899. – Nikolaus von der Flüe
(Schweiz. Schſp.), 1901. 2 A. 1902.
– Söhne des Reichslandes (R.), 1903.
– Der Gebieter (R.), 1903. – Daniel
Junt (R.), 1. und 2. A. 1905. – Die
Befreiten (R.), 1906. – Die als Opfer
fallen (R.), 1906. 2. A. 1907. – Vita
somnium breve
(Ge.), 1907. – Die

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[32/0036] Ste Ste darnieder. Auf dem Krankenlager verlobte er ſich mit einer wohlgebil- deten Dame, und ihr zuliebe gab er ſeinen Beruf auf und bereitete ſich auf das Lehramt an preußiſchen Volksſchulen vor, wozu er ſich im Au- guſt 1880 die Qualifikation erwarb. Seine erſte Anſtellung fand er in einem armen Dorfe der Eifel, und im folgenden Jahre gründete er ſei- nen Hausſtand. Als Dirigent eines Geſangvereins mußte St. auch mehr- mals im Jahre die Theaterauffüh- rungen leiten; da aber die Auswahl der Stücke ſchwierig war, ſo kam er auf den Gedanken, ſelbſt paſſende Theaterſtücke zu ſchreiben, die mit Erfolg aufgeführt wurden. Später ſchrieb er dann eine Reihe von Er- zählungen, die in katholiſchen Zeit- ſchriften zum Abdruck gelangten. Seit einer Reihe von Jahren iſt St. Leh- rer in Urfeld im Kreiſe Bonn. S: Die Waiſe (Schſp.), 1898. – Die Nich- ten aus der Stadt, oder: Beſuch auf dem Lande (Lſp.), 1898. – Die beiden Dämel (Milit. Lſp.), 1899. – Glück- liche Menſchen, oder: Chriſtkindchen in der Dachſtube (Schſp.), 1899. – Verheiratet ohne Frau (Milit. Lſp.), 1899. – Die heilige Nacht (Weih- nachtsſp.), 1904. Neue A. 1912. – Der mutige Jäger (Luſtſp.), 1904. – Ein heiterer Weihnachtsabend (Milit. Lſp.), 1904. 4. A. 1909. – Die Waiſe, oder: St. Joſephs Schutz (Schauſp.), 1907. Steffens, Feodor, Pſeudon. für Karl Helmuth Dammas; ſ. d.! *Stegemann, Hermann, pſeud. Hermann Sentier, wurde am 30. Mai 1870 in Koblenz geboren u. iſt der Sohn des jetzigen Rechnungs- rates W. Stegemann in Kolmar. Er beſuchte die Gymnaſien zu Kolmar u. Altkirch u. ſtudierte darauf in Mün- chen und ſeit 1899 in Zürich Philo- ſophie und Literatur. Jn der letzten Stadt ließ er ſich nach ſeiner Verhei- ratung nieder. Er wurde Profeſſor am Jnternationalen Jnſtitut daſelbſt und 1894 auch Dramaturg des Zü- richer Theaters. Daneben war er Chefredakteur des Züricher „Kunſt- und Theaterblatts“ und ſeit März 1895 Redakteur der ſchweizeriſchen literariſchen Zeitſchrift „Die Rhein- quellen“. Noch im Jahre 1895 ver- ließ er Zürich, um in Baſel in die Redaktion ber „Baſeler Nachrichten“ einzutreten, der er bis 1902 ange- hörte. Dann folgte er einem Rufe nach Berlin, wo er dem Redaktions- verbande der „Gartenlaube“ ange- hörte, kehrte aber ſchon nach einem Jahre nach Baſel zurück u. übernahm 1905 in Badenweiler im Schwarz- wald die Stelle eines Kurkommiſ- ſars, die er im Sommer verwaltete, während er im Winter ſeinen Wohn- ſitz in Baſel hatte. Von 1908–10 war er Verleger und Chefredakteur der „Konſtanzer Abendzeitung“ in Kon- ſtanz. S: Antike Novellen, 1887. – Strakonike (Tr.), 1888. – Weihe- frühling (Ge.), 1888. – Gertrud (Dr.), 1890. 2. Aufl. 1891. – Mein Elſaß (Novellenbuch), 1891. 2. A. 1896. – Mechthildis (Ep.), 1891. – Der Abgott (Modernes Dr.), 1891. – Dorfdämmerung (R. aus dem Elſaß), 1892. 2. A. 1900. – Lieder zweier Freunde (mit Viktor Hardung), 1892. – Des Horatius ſchönſte Lieder (Nach- dichtungen), 1893. – Erntenovellen, 1894. – Herzog Bernhard (Tr.), 1894. 2. A. 1895. – Heimliche Liebe (3 Nn.), 1895. – Das Feſt der Jugend (Dra- mat. Jdyll), 1895. 3. A. 1896. – Südſturm (Dr.), 1895. – Heinrich Peſtalozzi (Schſp.), 1896. – Daphnis (D.), 1899. – Stille Waſſer (R.), 1899. – Nikolaus von der Flüe (Schweiz. Schſp.), 1901. 2 A. 1902. – Söhne des Reichslandes (R.), 1903. – Der Gebieter (R.), 1903. – Daniel Junt (R.), 1. und 2. A. 1905. – Die Befreiten (R.), 1906. – Die als Opfer fallen (R.), 1906. 2. A. 1907. – Vita somnium breve (Ge.), 1907. – Die *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 7. 6. Aufl. Leipzig, 1913, S. 32. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon07_1913/36>, abgerufen am 21.10.2019.