Am Dienstag, dem 19. November 2019, finden von 9 bis 14 Uhr Wartungsarbeiten an unseren Servern statt. Bitte beachten Sie, dass die DTA-Seiten in dieser Zeit nicht erreichbar sein werden.
Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Brockes, Barthold Heinrich: Jrdisches Vergnügen in Gott. Bd. 2. Hamburg, 1727.

Bild:
<< vorherige Seite

Vorrede.
bare Zeiten gegeben/ unsere Herzen
erfüllet mit Speise und Freuden.
(l)

Vornemlich ist es merkwürdig, daß
GOtt Selber, wenn die Bibel in Seinem
Namen redet, Sich besonders auf Seine
Werke zu beziehen, und sie den Menschen,
als ein unleugbares Zeugniß Seiner All-
macht, vor Augen zu stellen pfleget. Jch
bin der HErr/
sind Seine Worte, Der
alles thut; Der den Himmel ausbrei-
tet allein/ und die Erde weit machet
ohne Gehülfen.
(*) Jch habe die Er-
de gemacht/ und den Menschen darauf
geschaffen. Jch bins/ Dessen Hände
den Himmel ausgebreitet haben/ und
habe alle seinem Heer geboten.
(+)

Durch dieß alles aber hat der lieb-
reiche GOTT nicht allein seit einigen tau-
send Jahren Sich den Menschen gezeiget,
sondern auch hauptsächlich dabey den End-
zweck gehabt, daß sie Jhn daraus erkennen
sollten, oder, wie die Schrift selbst redet,
daß sie den HERRN suchen sollten/
ob sie doch Jhn fülen und finden mög-
ten.
(m) Er hat ihnen Vernunft/
Sprache/ Augen/ Ohren/ Verstand

und
(l) Act. XIV, 17.
(*) Es. XLIV, 24.
(+) Es. XLV, 12.
(m) Act. XVII, 27.

Vorrede.
bare Zeiten gegeben/ unſere Herzen
erfuͤllet mit Speiſe und Freuden.
(l)

Vornemlich iſt es merkwuͤrdig, daß
GOtt Selber, wenn die Bibel in Seinem
Namen redet, Sich beſonders auf Seine
Werke zu beziehen, und ſie den Menſchen,
als ein unleugbares Zeugniß Seiner All-
macht, vor Augen zu ſtellen pfleget. Jch
bin der HErr/
ſind Seine Worte, Der
alles thut; Der den Himmel ausbrei-
tet allein/ und die Erde weit machet
ohne Gehuͤlfen.
(*) Jch habe die Er-
de gemacht/ und den Menſchen darauf
geſchaffen. Jch bins/ Deſſen Haͤnde
den Himmel ausgebreitet haben/ und
habe alle ſeinem Heer geboten.
(†)

Durch dieß alles aber hat der lieb-
reiche GOTT nicht allein ſeit einigen tau-
ſend Jahren Sich den Menſchen gezeiget,
ſondern auch hauptſaͤchlich dabey den End-
zweck gehabt, daß ſie Jhn daraus erkennen
ſollten, oder, wie die Schrift ſelbſt redet,
daß ſie den HERRN ſuchen ſollten/
ob ſie doch Jhn fuͤlen und finden moͤg-
ten.
(m) Er hat ihnen Vernunft/
Sprache/ Augen/ Ohren/ Verſtand

und
(l) Act. XIV, 17.
(*) Eſ. XLIV, 24.
(†) Eſ. XLV, 12.
(m) Act. XVII, 27.
<TEI>
  <text>
    <front>
      <div type="preface" n="1">
        <p>
          <pb facs="#f0020"/>
          <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Vorrede.</hi> </fw><lb/> <hi rendition="#fr">bare Zeiten gegeben/ un&#x017F;ere Herzen<lb/>
erfu&#x0364;llet mit Spei&#x017F;e und Freuden.</hi> <note place="foot" n="(l)"><hi rendition="#aq">Act. XIV,</hi> 17.</note>
        </p><lb/>
        <p>Vornemlich i&#x017F;t es merkwu&#x0364;rdig, daß<lb/>
GOtt Selber, wenn die Bibel in Seinem<lb/>
Namen redet, Sich be&#x017F;onders auf Seine<lb/>
Werke zu beziehen, und &#x017F;ie den Men&#x017F;chen,<lb/>
als ein unleugbares Zeugniß Seiner All-<lb/>
macht, vor Augen zu &#x017F;tellen pfleget. <hi rendition="#fr">Jch<lb/>
bin der HErr/</hi> &#x017F;ind Seine Worte, <hi rendition="#fr">Der<lb/>
alles thut; Der den Himmel ausbrei-<lb/>
tet allein/ und die Erde weit machet<lb/>
ohne Gehu&#x0364;lfen.</hi> <note place="foot" n="(*)"><hi rendition="#aq">E&#x017F;. XLIV,</hi> 24.</note> <hi rendition="#fr">Jch habe die Er-<lb/>
de gemacht/ und den Men&#x017F;chen darauf<lb/>
ge&#x017F;chaffen. Jch bins/ De&#x017F;&#x017F;en Ha&#x0364;nde<lb/>
den Himmel ausgebreitet haben/ und<lb/>
habe alle &#x017F;einem Heer geboten.</hi> <note place="foot" n="(&#x2020;)"><hi rendition="#aq">E&#x017F;. XLV,</hi> 12.</note></p><lb/>
        <p>Durch dieß alles aber hat der lieb-<lb/>
reiche GOTT nicht allein &#x017F;eit einigen tau-<lb/>
&#x017F;end Jahren Sich den Men&#x017F;chen gezeiget,<lb/>
&#x017F;ondern auch haupt&#x017F;a&#x0364;chlich dabey den End-<lb/>
zweck gehabt, daß &#x017F;ie Jhn daraus erkennen<lb/>
&#x017F;ollten, oder, wie die Schrift &#x017F;elb&#x017F;t redet,<lb/><hi rendition="#fr">daß &#x017F;ie den HERRN &#x017F;uchen &#x017F;ollten/<lb/>
ob &#x017F;ie doch Jhn fu&#x0364;len und finden mo&#x0364;g-<lb/>
ten.</hi> <note place="foot" n="(m)"><hi rendition="#aq">Act. XVII,</hi> 27.</note> <hi rendition="#fr">Er hat ihnen Vernunft/<lb/>
Sprache/ Augen/ Ohren/ Ver&#x017F;tand</hi><lb/>
<fw place="bottom" type="catch">und</fw><lb/></p>
      </div>
    </front>
  </text>
</TEI>
[0020] Vorrede. bare Zeiten gegeben/ unſere Herzen erfuͤllet mit Speiſe und Freuden. (l) Vornemlich iſt es merkwuͤrdig, daß GOtt Selber, wenn die Bibel in Seinem Namen redet, Sich beſonders auf Seine Werke zu beziehen, und ſie den Menſchen, als ein unleugbares Zeugniß Seiner All- macht, vor Augen zu ſtellen pfleget. Jch bin der HErr/ ſind Seine Worte, Der alles thut; Der den Himmel ausbrei- tet allein/ und die Erde weit machet ohne Gehuͤlfen. (*) Jch habe die Er- de gemacht/ und den Menſchen darauf geſchaffen. Jch bins/ Deſſen Haͤnde den Himmel ausgebreitet haben/ und habe alle ſeinem Heer geboten. (†) Durch dieß alles aber hat der lieb- reiche GOTT nicht allein ſeit einigen tau- ſend Jahren Sich den Menſchen gezeiget, ſondern auch hauptſaͤchlich dabey den End- zweck gehabt, daß ſie Jhn daraus erkennen ſollten, oder, wie die Schrift ſelbſt redet, daß ſie den HERRN ſuchen ſollten/ ob ſie doch Jhn fuͤlen und finden moͤg- ten. (m) Er hat ihnen Vernunft/ Sprache/ Augen/ Ohren/ Verſtand und (l) Act. XIV, 17. (*) Eſ. XLIV, 24. (†) Eſ. XLV, 12. (m) Act. XVII, 27.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727/20
Zitationshilfe: Brockes, Barthold Heinrich: Jrdisches Vergnügen in Gott. Bd. 2. Hamburg, 1727, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/brockes_vergnuegen02_1727/20>, abgerufen am 12.11.2019.