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Martens, Eduard von: Die preussische Expedition nach Ost-Asien. Nach amtlichen Quellen. Zoologischer Teil. Zweiter Band. Berlin, 1867.

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Nacktschnecken von Japan.
Drittel, zur rechten Seite, wie bei unseren Limax. Keine auffallende
Schleimpore am hinteren Ende. Kiefer gebogen, gerippt.

Philomycus Rafinesque 1820 (ungenügend beschrieben); Fe-
russac 1821 (mit Recht Limax Carolinensis Bose als solcher erkannt);
Meghimation Hasselt 1823; Incilaria Benson 1842; Tebennophorus
Binney 1842. Vgl. Keferstein, Mal. Blätter XIII. 1866.

Philomycus bilineatus Benson sp. Taf. 5., Fig. 1.

Namekusi, Japanische Encyclopädie, Heft 54, fol. 8.

Incilaria bilineata Benson Ann. mag. n. h. IX. 1842. p. 186.

Langgestreckt, schlank, fast cylindrisch, 63 Mill. lang, 4--8
breit. Rücken rund, schwach granulirt. Fühler schwach konisch,
obere 51/2 Mill. lang, blauschwarz, untere 11/2 Mill. lang, zur unteren
Hälfte weiss. Gesicht mit 4 schwarzen Längsstrichen. Der Kopf
versteckt sich unter dem vorderen freien Ende des Mantels; ebenso
ist längs den Seiten bis zur Fussspitze der freie Rand des Mantels
zu verfolgen, deutlich an Spiritusexemplaren, während des Lebens
aber des vielen Schleimes wegen kaum zu erkennen. Mantel röth-
lichgrau, bei einzelnen Exemplaren mehr braun, immer mit zahl-
reichen kleinen schwärzlichen Flecken von ungleichmässiger Form
und Dichtigkeit; jederseits ein schwarzes Längsband, das eine kurze
Strecke hinter dem vorderen Mantelrand beginnt, über dem Athem-
loch verläuft, nach hinten allmälich herabsteigt und endlich an dem
hinteren Körperende mit dem der anderen Seite beinahe zusammen-
trifft; meistens auch noch ein ähnliches, minder scharf gezeichnetes,
mehr unterbrochenes Band in der Mittellinie des Mantels. Athem-
loch an der rechten Seite, sehr weit vorn; ein Schlitz von da bis
zum Mantelrand, wie bei den europäischen Nacktschnecken. Kopf
und Fuss blass ockergelb, Fussrand gestrichelt, Fussspitze etwas
abgerundet, flach, ein wenig über das Ende des Mantels vorragend,
ohne bemerkbare Drüsenöffnung. Schleim reichlich, weisslich. Kiefer
in der Mitte mit fünf schwachen Leisten, die am Rand nicht vor-
springen, seitlich glatt.

Yokohama, in einem hohlen Baum, Sept. 1860. Auch um
Nangasaki, Febr. 1861.

Auf den Inseln Sando und Tabusima (Tobisima bei Sie-
bold, beide an der Westseite des nördlicheren Theils von Nipon)
A. Adams.

Philomycus Carolinensis (Limax) Bosc. Fer. hist. nat. pl. 6.
Fig. 3., cop. Adams gen. 79., 3. ist sehr ähnlich und man muss schon

Nacktschnecken von Japan.
Drittel, zur rechten Seite, wie bei unseren Limax. Keine auffallende
Schleimpore am hinteren Ende. Kiefer gebogen, gerippt.

Philomycus Rafinesque 1820 (ungenügend beschrieben); Fe-
russac 1821 (mit Recht Limax Carolinensis Bose als solcher erkannt);
Meghimation Hasselt 1823; Incilaria Benson 1842; Tebennophorus
Binney 1842. Vgl. Keferstein, Mal. Blätter XIII. 1866.

Philomycus bilineatus Benson sp. Taf. 5., Fig. 1.

Namekusi, Japanische Encyclopädie, Heft 54, fol. 8.

Incilaria bilineata Benson Ann. mag. n. h. IX. 1842. p. 186.

Langgestreckt, schlank, fast cylindrisch, 63 Mill. lang, 4—8
breit. Rücken rund, schwach granulirt. Fühler schwach konisch,
obere 5½ Mill. lang, blauschwarz, untere 1½ Mill. lang, zur unteren
Hälfte weiss. Gesicht mit 4 schwarzen Längsstrichen. Der Kopf
versteckt sich unter dem vorderen freien Ende des Mantels; ebenso
ist längs den Seiten bis zur Fussspitze der freie Rand des Mantels
zu verfolgen, deutlich an Spiritusexemplaren, während des Lebens
aber des vielen Schleimes wegen kaum zu erkennen. Mantel röth-
lichgrau, bei einzelnen Exemplaren mehr braun, immer mit zahl-
reichen kleinen schwärzlichen Flecken von ungleichmässiger Form
und Dichtigkeit; jederseits ein schwarzes Längsband, das eine kurze
Strecke hinter dem vorderen Mantelrand beginnt, über dem Athem-
loch verläuft, nach hinten allmälich herabsteigt und endlich an dem
hinteren Körperende mit dem der anderen Seite beinahe zusammen-
trifft; meistens auch noch ein ähnliches, minder scharf gezeichnetes,
mehr unterbrochenes Band in der Mittellinie des Mantels. Athem-
loch an der rechten Seite, sehr weit vorn; ein Schlitz von da bis
zum Mantelrand, wie bei den europäischen Nacktschnecken. Kopf
und Fuss blass ockergelb, Fussrand gestrichelt, Fussspitze etwas
abgerundet, flach, ein wenig über das Ende des Mantels vorragend,
ohne bemerkbare Drüsenöffnung. Schleim reichlich, weisslich. Kiefer
in der Mitte mit fünf schwachen Leisten, die am Rand nicht vor-
springen, seitlich glatt.

Yokohama, in einem hohlen Baum, Sept. 1860. Auch um
Nangasaki, Febr. 1861.

Auf den Inseln Sando und Tabusima (Tobisima bei Sie-
bold, beide an der Westseite des nördlicheren Theils von Nipon)
A. Adams.

Philomycus Carolinensis (Limax) Bosc. Fer. hist. nat. pl. 6.
Fig. 3., cop. Adams gen. 79., 3. ist sehr ähnlich und man muss schon

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[16/0036] Nacktschnecken von Japan. Drittel, zur rechten Seite, wie bei unseren Limax. Keine auffallende Schleimpore am hinteren Ende. Kiefer gebogen, gerippt. Philomycus Rafinesque 1820 (ungenügend beschrieben); Fe- russac 1821 (mit Recht Limax Carolinensis Bose als solcher erkannt); Meghimation Hasselt 1823; Incilaria Benson 1842; Tebennophorus Binney 1842. Vgl. Keferstein, Mal. Blätter XIII. 1866. Philomycus bilineatus Benson sp. Taf. 5., Fig. 1. Namekusi, Japanische Encyclopädie, Heft 54, fol. 8. Incilaria bilineata Benson Ann. mag. n. h. IX. 1842. p. 186. Langgestreckt, schlank, fast cylindrisch, 63 Mill. lang, 4—8 breit. Rücken rund, schwach granulirt. Fühler schwach konisch, obere 5½ Mill. lang, blauschwarz, untere 1½ Mill. lang, zur unteren Hälfte weiss. Gesicht mit 4 schwarzen Längsstrichen. Der Kopf versteckt sich unter dem vorderen freien Ende des Mantels; ebenso ist längs den Seiten bis zur Fussspitze der freie Rand des Mantels zu verfolgen, deutlich an Spiritusexemplaren, während des Lebens aber des vielen Schleimes wegen kaum zu erkennen. Mantel röth- lichgrau, bei einzelnen Exemplaren mehr braun, immer mit zahl- reichen kleinen schwärzlichen Flecken von ungleichmässiger Form und Dichtigkeit; jederseits ein schwarzes Längsband, das eine kurze Strecke hinter dem vorderen Mantelrand beginnt, über dem Athem- loch verläuft, nach hinten allmälich herabsteigt und endlich an dem hinteren Körperende mit dem der anderen Seite beinahe zusammen- trifft; meistens auch noch ein ähnliches, minder scharf gezeichnetes, mehr unterbrochenes Band in der Mittellinie des Mantels. Athem- loch an der rechten Seite, sehr weit vorn; ein Schlitz von da bis zum Mantelrand, wie bei den europäischen Nacktschnecken. Kopf und Fuss blass ockergelb, Fussrand gestrichelt, Fussspitze etwas abgerundet, flach, ein wenig über das Ende des Mantels vorragend, ohne bemerkbare Drüsenöffnung. Schleim reichlich, weisslich. Kiefer in der Mitte mit fünf schwachen Leisten, die am Rand nicht vor- springen, seitlich glatt. Yokohama, in einem hohlen Baum, Sept. 1860. Auch um Nangasaki, Febr. 1861. Auf den Inseln Sando und Tabusima (Tobisima bei Sie- bold, beide an der Westseite des nördlicheren Theils von Nipon) A. Adams. Philomycus Carolinensis (Limax) Bosc. Fer. hist. nat. pl. 6. Fig. 3., cop. Adams gen. 79., 3. ist sehr ähnlich und man muss schon

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Zitationshilfe: Martens, Eduard von: Die preussische Expedition nach Ost-Asien. Nach amtlichen Quellen. Zoologischer Teil. Zweiter Band. Berlin, 1867, S. 16. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/berg_ostasienzoologie02_1867/36>, abgerufen am 15.10.2019.