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Auerbach, Berthold: Brief an Daniel Sanders. Berlin, 22. Dezember 1869.

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Was soll ich Ihnen sagen lieber
Dr[.] Sanders? Wie soll ich es an-
stellen, um nicht eitel und lob-
süchtig zu erscheinen? Nun ich
glaube doch keines von beidem zu
sein.

Es thut mir leid, daß Freund
Oppenheim Ihnen nicht geschrieben:
Hier machte Ihre Rezension allgemein
den Eindruck des Gezwungenen und
davon, daß Sie, wie Sie ja so
spontan mir kundgeben, an dem
Buche wiederholtes Wohlgefallen
gefunden haben, davon ließ sich
in Ihrer Rezension keine Spur
finden.

Was soll ich Ihnen sagen lieber
Dr[.] Sanders? Wie soll ich es an-
stellen, um nicht eitel und lob-
süchtig zu erscheinen? Nun ich
glaube doch keines von beidem zu
sein.

Es thut mir leid, daß Freund
Oppenheim Ihnen nicht geschrieben:
Hier machte Ihre Rezension allgemein
den Eindruck des Gezwungenen und
davon, daß Sie, wie Sie ja so
spontan mir kundgeben, an dem
Buche wiederholtes Wohlgefallen
gefunden haben, davon ließ sich
in Ihrer Rezension keine Spur
finden.

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[[1r]/0001] Berlin,22. Dez. 69. Was soll ich Ihnen sagen lieber Dr. Sanders? Wie soll ich es an- stellen, um nicht eitel u. lob- süchtig zu erscheinen? Nun ich glaube doch keines von beidem zu sein. Es thut mir leid, daß Freund Oppenheim Ihnen nicht geschrieben: Hier machte Ihre Rezension allgemein den Eindruck des Gezwungenen u. davon, daß Sie, wie Sie ja so spontan mir kundgeben, an dem Buche wiederholtes Wohlgefallen gefunden haben, davon ließ sich in Ihrer Rezension keine Spur finden.

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Zitationshilfe: Auerbach, Berthold: Brief an Daniel Sanders. Berlin, 22. Dezember 1869, S. [1r]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/auerbach_sanders2_1869/1>, abgerufen am 17.09.2019.