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Arnold, Gottfried: Unpartheyische Kirchen- und Ketzer-Historie. Bd. 2 (T. 3/4). Frankfurt (Main), 1700.

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Th. III. C. II. Von D. Henrico Cunrado,
[Spaltenumbruch] Jahr
MDC.
biß
MDCC
40. Daß der sichtige greifliche und zerstörliche
leib des menschen auff dieser welt gäntzlich
und gantz absterbe.
41. Von der aufferstehung der todten.
42. Von der universal neuen oder wiederge-
burth insgemein.
43. Wodurch und auff was weise/ und durch
wen diese neue geburt geschehen werde?
44. Daß die Auserwehlten neue leiber bekom-
men werden.
45. Was der same sey/ von welchem GOtt ei-
nem jeglichen seinen eigenen neuen leib geben
wird.
46. Von wasmateria die neuen leiber der aus-
erwehlten seyn werden.
47. Was vor äusserliche gestalt oder ansehen
dieselben neuen leiber haben werden?
48. Was vor herrlicher und wunderbarer eigen-
schafft sonsten die neuen leiber der auserwehl-
ten seyn werden.
49. Von der speise und tranck derselben neuen
Leiber/ und wie dieselben zum ewigen leben
conserviret und erhalten werden.
50. Daß aller auserwehlten leiber ein einiger
leib seyn werden.
51. Daß die auserwehlten mit Christo und
GOtt ewiglich vereiniget seyn werden.
52. Daß die auserwehlten in jenem leben Gott-
von angesicht zu angesicht sehen/ anschauen
und recht vollkömmlich erkennen werden.
53. Summarischer beschluß und wiederho-
lung alles dessen/ so in diesem gantzen tractatu
angezogen worden.

12. Sonsten hat Colberg aus einem manu-
scripto
einen auszug in seine Platonischen Chri-
stenthum P. I. c. 2. p. 122. u. f. gesetzet. Da-
hero aus diesem nichts weiter hieher zusetzen nö-
thig seyn wird/ weil selbiges buch ohne dem be-
Sperbers
cabalisti-
sche gebe-
te.
kant gnug ist. Jm übrigen ist auch anno 1675.
zu Amsterdam ein büchlein von Sperbern her-
aus kommen/ voller Cabalisticarum Precatio
num
aus der Schrifft und Psalmen/ welches
auch sonst teutsch gedruckt ist. Anno 1674. ist zu
Isagoge.Hamburg publiciret worden Isagoge in ve-
ram triunius DEI & naturae cognitionem
concinnata a Julio Sperbero, anno Domini
1608. nunc vero primum publici juris facta:
in qua multa quoque praeclara de materia lapi-
dis philosophici ejusque usu mirabilissimo con-
tinentur.
Wider welchen zwar einer im folgen-
den jahr in dem Leiptziger catalogo eine Herma-
thenam
heraus zugeben versprochen unter dem
namen Misarti Rhetachillei: Es ist aber selbt-
ge schrifft meines wissens nicht zum vorschein
gekommen/ vermuthlich weil der widerleger et-
wa zu schwach befunden worden. Wie denn
auch sonsten niemand bekant ist/ der sich an
Sperbers schrifften ex professo gemachet hätte/
ohne was hie und da eintzeln wider ihn vorge-
bracht worden/ da man aber gemeiniglich die
wiederlegung etwa mit dem Titul eines Ethusi
asten oder Weigelianers zu absolviren gemeinet.
Abraham von Franckenberg gedencket noch in
seinen brieffen eines MSti von Sperbern: von
den wundern der dreyenzeiten und anderer;
item, de incarnatione Filii DEI; item, de ani-
ma hominis;
und eines grossen schönen volumi-
nis, opus magicum
genant/ welches beym Für-
sten von der Lignitz gewesen/ und ihm nebenst
andern MStis genommen worden sey.

[Spaltenumbruch]

13. Endlich setze ich diesen noch einen scri-Jahr
MDC.
biß
MDCC

benten bey/ nemlich Matthaeum Weihern
von Wesel/ der zwar auch im 16. seculo gele-
bet/ und schon anno 1560. im 39. jahr seines al-
ters zu Wesel verstorben/ aber in Teutschland
erst im 17. seculo in schrifften bekant worden.
Es hat aber dieser mann sich auch eigentlich zuWeihers
leben.

keiner sonderbaren secte gehalten/ ob er wol ge-
meiniglich unter die Wiedertäuffer gerechnet
wird/ wider welche er aber selbst öffentlich ge-
schrieben gehabt. Schon anno 1579. ist inSchriff-
ten.

Holländischer sprache ein büchlein von ihm be-
kant worden: Gründliche unterrichtung
von vielen hochwichtigen
articuln/ wel-
ches hernach auch hochteutsch in Franckfurt bey
Johann Weissen/ und etlich mal in Holland/
als anno 1658. zu Amsterdam und sonsten auff-
gelegt ist. Jn selbiger edition stehet in der
vorrede p. 4. und 5. dieses von dem auctore:
Der selige Matthaeus Weiher ist gewiß ein
hocherleuchteter und heimlicher freund
GOttes gewesen/ der die
theologie aus
dem buche seines leidens durch innerli-
che schmertzen in der schule GOttes ge-
lernet und
studiret hat. Und diß war
sein bester rath/ ein jeder solte sich selbst
suchen/ da er sich gesucht und gefunden
hätte/ und da sie allein zu überkommen
und zu kriegen seyn/ nemlich bey GOtt
dem springenden brunnen aller weiß-
heit und güte. Und solte sich keiner/ der
nicht betrogen seyn wolte/ aus fremden
unflätigen cisternen oder wasser-gruben
laben lassen.

14. Von denen schrifften selbsten ist diesesVeran-
lassung
dieses
büchleins.

noch anzumercken/ daß der mann selbige nicht
selber bey lebzeiten geschrieben/ sondern sie erst
nach seinem tode von andern gesammlet und
publiciret worden/ und zwar aus folgender ver-
anlassung. Es war in seiner familie ein junger
mensch/ Johann Spe genant/ der seine reden
und vermahnungen fleißig anmerckte/ und dann
vor sich auffschrieb/ woraus hernach und denen
gesammleten send-briefen dieses büchlein ent-
standen. Die summa desselben/ wie es zwey
theile in sich hält/ nemlich die briefe und die
mündliche sprüche/
ist folgende:

1. Der erste send-brieff. Durch was mit-Jnhalt
der send-
briefe.

tel man zur klarheit Göttlicher gnade komme.
2. Von der allerlistigsten klugheit der mensch-
lichen natur.
3. Eine vorbereitung zu dem eingang der ver-
heissungen GOttes.
4. Wie wir mit rechter inwendiger armut dem
HErrn näher kommen/ denn mit angemastem
reichthum.
5. Wozu die Schrifft gegeben sey/ und wie
man das gewissen auffs höchste begnügen
müsse: item, vom unterscheid zwischen der
menschlichen gerechtigkeit/ und der gerech-
tigkeit/ die vor GOtt gilt.
6. Eine Christliche vermahnung von viel un-
terschiedlichen puncten/ allen Christen sehr
dienstlich und verträglich.
7. Welches da sey der ordentliche weg zu Chri-
sto zu kommen/ sehr dienstlich vor die jugend.
8. Wie ein mensch/ der des HErrn weg begie-
rig ist/ sich täglich üben soll.
9. Wie man zu dem besten theil/ das GOtt
selbst ist/ durch viel leiden kommen müsse.
10. Ein
Th. III. C. II. Von D. Henrico Cunrado,
[Spaltenumbruch] Jahr
MDC.
biß
MDCC
40. Daß der ſichtige greifliche und zerſtoͤrliche
leib des menſchen auff dieſer welt gaͤntzlich
und gantz abſterbe.
41. Von der aufferſtehung der todten.
42. Von der univerſal neuen oder wiederge-
burth insgemein.
43. Wodurch und auff was weiſe/ und durch
wen dieſe neue geburt geſchehen werde?
44. Daß die Auserwehlten neue leiber bekom-
men werden.
45. Was der ſame ſey/ von welchem GOtt ei-
nem jeglichen ſeinen eigenen neuen leib geben
wird.
46. Von wasmateria die neuen leiber der aus-
erwehlten ſeyn werden.
47. Was vor aͤuſſerliche geſtalt oder anſehen
dieſelben neuen leiber haben werden?
48. Was vor herꝛlicher und wunderbarer eigen-
ſchafft ſonſten die neuen leiber der auseꝛwehl-
ten ſeyn werden.
49. Von der ſpeiſe und tranck derſelben neuen
Leiber/ und wie dieſelben zum ewigen leben
conſerviret und erhalten werden.
50. Daß aller auserwehlten leiber ein einiger
leib ſeyn werden.
51. Daß die auserwehlten mit Chriſto und
GOtt ewiglich vereiniget ſeyn werden.
52. Daß die auserwehlten in jenem leben Gott-
von angeſicht zu angeſicht ſehen/ anſchauen
und recht vollkoͤmmlich erkennen werden.
53. Summariſcher beſchluß und wiederho-
lung alles deſſen/ ſo in dieſem gantzen tractatu
angezogen worden.

12. Sonſten hat Colberg aus einem manu-
ſcripto
einen auszug in ſeinē Platoniſchen Chri-
ſtenthum P. I. c. 2. p. 122. u. f. geſetzet. Da-
hero aus dieſem nichts weiter hieher zuſetzen noͤ-
thig ſeyn wird/ weil ſelbiges buch ohne dem be-
Sperbers
cabaliſti-
ſche gebe-
te.
kant gnug iſt. Jm uͤbrigen iſt auch anno 1675.
zu Amſterdam ein buͤchlein von Sperbern her-
aus kommen/ voller Cabaliſticarum Precatio
num
aus der Schrifft und Pſalmen/ welches
auch ſonſt teutſch gedruckt iſt. Anno 1674. iſt zu
Iſagoge.Hamburg publiciret worden Iſagoge in ve-
ram triunius DEI & naturæ cognitionem
concinnata à Julio Sperbero, anno Domini
1608. nunc vero primum publici juris facta:
in qua multa quoque præclara de materia lapi-
dis philoſophici ejuſque uſu mirabiliſſimo con-
tinentur.
Wider welchen zwar einer im folgen-
den jahr in dem Leiptziger catalogo eine Herma-
thenam
heraus zugeben verſprochen unter dem
namen Miſarti Rhetachillei: Es iſt aber ſelbt-
ge ſchrifft meines wiſſens nicht zum vorſchein
gekommen/ vermuthlich weil der widerleger et-
wa zu ſchwach befunden worden. Wie denn
auch ſonſten niemand bekant iſt/ der ſich an
Sperbers ſchrifften ex profeſſo gemachet haͤtte/
ohne was hie und da eintzeln wider ihn vorge-
bracht worden/ da man aber gemeiniglich die
wiederlegung etwa mit dem Titul eines Ethuſi
aſten oder Weigelianers zu abſolviren gemeinet.
Abraham von Franckenberg gedencket noch in
ſeinen brieffen eines MSti von Sperbern: von
den wundern der dreyenzeiten und anderer;
item, de incarnatione Filii DEI; item, de ani-
ma hominis;
und eines groſſen ſchoͤnen volumi-
nis, opus magicum
genant/ welches beym Fuͤr-
ſten von der Lignitz geweſen/ und ihm nebenſt
andern MStis genommen worden ſey.

[Spaltenumbruch]

13. Endlich ſetze ich dieſen noch einen ſcri-Jahr
MDC.
biß
MDCC

benten bey/ nemlich Matthæum Weihern
von Weſel/ der zwar auch im 16. ſeculo gele-
bet/ und ſchon anno 1560. im 39. jahr ſeines al-
ters zu Weſel verſtorben/ aber in Teutſchland
erſt im 17. ſeculo in ſchrifften bekant worden.
Es hat aber dieſer mann ſich auch eigentlich zuWeihers
leben.

keiner ſonderbaren ſecte gehalten/ ob er wol ge-
meiniglich unter die Wiedertaͤuffer gerechnet
wird/ wider welche er aber ſelbſt oͤffentlich ge-
ſchrieben gehabt. Schon anno 1579. iſt inSchriff-
ten.

Hollaͤndiſcher ſprache ein buͤchlein von ihm be-
kant worden: Gruͤndliche unterrichtung
von vielen hochwichtigen
articuln/ wel-
ches hernach auch hochteutſch in Franckfurt bey
Johann Weiſſen/ und etlich mal in Holland/
als anno 1658. zu Amſterdam und ſonſten auff-
gelegt iſt. Jn ſelbiger edition ſtehet in der
vorrede p. 4. und 5. dieſes von dem auctore:
Der ſelige Matthæus Weiher iſt gewiß ein
hocherleuchteter und heimlicher freund
GOttes geweſen/ der die
theologie aus
dem buche ſeines leidens durch innerli-
che ſchmertzen in der ſchule GOttes ge-
lernet und
ſtudiret hat. Und diß war
ſein beſter rath/ ein jeder ſolte ſich ſelbſt
ſuchen/ da er ſich geſucht und gefunden
haͤtte/ und da ſie allein zu uͤberkommen
und zu kriegen ſeyn/ nemlich bey GOtt
dem ſpringenden brunnen aller weiß-
heit und guͤte. Und ſolte ſich keiner/ der
nicht betrogen ſeyn wolte/ aus fremden
unflaͤtigen ciſternen oder waſſer-gruben
laben laſſen.

14. Von denen ſchrifften ſelbſten iſt dieſesVeran-
laſſung
dieſes
buͤchleins.

noch anzumercken/ daß der mann ſelbige nicht
ſelber bey lebzeiten geſchrieben/ ſondern ſie erſt
nach ſeinem tode von andern geſammlet und
publiciret worden/ und zwar aus folgender ver-
anlaſſung. Es war in ſeiner familie ein junger
menſch/ Johann Spe genant/ der ſeine reden
und vermahnungen fleißig anmerckte/ und dañ
vor ſich auffſchrieb/ woraus hernach und denen
geſammleten ſend-briefen dieſes buͤchlein ent-
ſtanden. Die ſumma deſſelben/ wie es zwey
theile in ſich haͤlt/ nemlich die briefe und die
muͤndliche ſpruͤche/
iſt folgende:

1. Der erſte ſend-brieff. Durch was mit-Jnhalt
der ſend-
briefe.

tel man zur klarheit Goͤttlicher gnade kom̃e.
2. Von der allerliſtigſten klugheit der menſch-
lichen natur.
3. Eine vorbereitung zu dem eingang der ver-
heiſſungen GOttes.
4. Wie wir mit rechter inwendiger armut dem
HErꝛn naͤher kom̃en/ denn mit angemaſtem
reichthum.
5. Wozu die Schrifft gegeben ſey/ und wie
man das gewiſſen auffs hoͤchſte begnuͤgen
muͤſſe: item, vom unterſcheid zwiſchen der
menſchlichen gerechtigkeit/ und der gerech-
tigkeit/ die vor GOtt gilt.
6. Eine Chriſtliche vermahnung von viel un-
terſchiedlichen puncten/ allen Chriſten ſehr
dienſtlich und vertraͤglich.
7. Welches da ſey der ordentliche weg zu Chri-
ſto zu kommen/ ſehr dienſtlich vor die jugend.
8. Wie ein menſch/ der des HErꝛn weg begie-
rig iſt/ ſich taͤglich uͤben ſoll.
9. Wie man zu dem beſten theil/ das GOtt
ſelbſt iſt/ durch viel leiden kommen muͤſſe.
10. Ein
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[16/0028] Th. III. C. II. Von D. Henrico Cunrado, 40. Daß der ſichtige greifliche und zerſtoͤrliche leib des menſchen auff dieſer welt gaͤntzlich und gantz abſterbe. 41. Von der aufferſtehung der todten. 42. Von der univerſal neuen oder wiederge- burth insgemein. 43. Wodurch und auff was weiſe/ und durch wen dieſe neue geburt geſchehen werde? 44. Daß die Auserwehlten neue leiber bekom- men werden. 45. Was der ſame ſey/ von welchem GOtt ei- nem jeglichen ſeinen eigenen neuen leib geben wird. 46. Von wasmateria die neuen leiber der aus- erwehlten ſeyn werden. 47. Was vor aͤuſſerliche geſtalt oder anſehen dieſelben neuen leiber haben werden? 48. Was vor herꝛlicher und wunderbarer eigen- ſchafft ſonſten die neuen leiber der auseꝛwehl- ten ſeyn werden. 49. Von der ſpeiſe und tranck derſelben neuen Leiber/ und wie dieſelben zum ewigen leben conſerviret und erhalten werden. 50. Daß aller auserwehlten leiber ein einiger leib ſeyn werden. 51. Daß die auserwehlten mit Chriſto und GOtt ewiglich vereiniget ſeyn werden. 52. Daß die auserwehlten in jenem leben Gott- von angeſicht zu angeſicht ſehen/ anſchauen und recht vollkoͤmmlich erkennen werden. 53. Summariſcher beſchluß und wiederho- lung alles deſſen/ ſo in dieſem gantzen tractatu angezogen worden. 12. Sonſten hat Colberg aus einem manu- ſcripto einen auszug in ſeinē Platoniſchen Chri- ſtenthum P. I. c. 2. p. 122. u. f. geſetzet. Da- hero aus dieſem nichts weiter hieher zuſetzen noͤ- thig ſeyn wird/ weil ſelbiges buch ohne dem be- kant gnug iſt. Jm uͤbrigen iſt auch anno 1675. zu Amſterdam ein buͤchlein von Sperbern her- aus kommen/ voller Cabaliſticarum Precatio num aus der Schrifft und Pſalmen/ welches auch ſonſt teutſch gedruckt iſt. Anno 1674. iſt zu Hamburg publiciret worden Iſagoge in ve- ram triunius DEI & naturæ cognitionem concinnata à Julio Sperbero, anno Domini 1608. nunc vero primum publici juris facta: in qua multa quoque præclara de materia lapi- dis philoſophici ejuſque uſu mirabiliſſimo con- tinentur. Wider welchen zwar einer im folgen- den jahr in dem Leiptziger catalogo eine Herma- thenam heraus zugeben verſprochen unter dem namen Miſarti Rhetachillei: Es iſt aber ſelbt- ge ſchrifft meines wiſſens nicht zum vorſchein gekommen/ vermuthlich weil der widerleger et- wa zu ſchwach befunden worden. Wie denn auch ſonſten niemand bekant iſt/ der ſich an Sperbers ſchrifften ex profeſſo gemachet haͤtte/ ohne was hie und da eintzeln wider ihn vorge- bracht worden/ da man aber gemeiniglich die wiederlegung etwa mit dem Titul eines Ethuſi aſten oder Weigelianers zu abſolviren gemeinet. Abraham von Franckenberg gedencket noch in ſeinen brieffen eines MSti von Sperbern: von den wundern der dreyenzeiten und anderer; item, de incarnatione Filii DEI; item, de ani- ma hominis; und eines groſſen ſchoͤnen volumi- nis, opus magicum genant/ welches beym Fuͤr- ſten von der Lignitz geweſen/ und ihm nebenſt andern MStis genommen worden ſey. Sperbers cabaliſti- ſche gebe- te. Iſagoge. 13. Endlich ſetze ich dieſen noch einen ſcri- benten bey/ nemlich Matthæum Weihern von Weſel/ der zwar auch im 16. ſeculo gele- bet/ und ſchon anno 1560. im 39. jahr ſeines al- ters zu Weſel verſtorben/ aber in Teutſchland erſt im 17. ſeculo in ſchrifften bekant worden. Es hat aber dieſer mann ſich auch eigentlich zu keiner ſonderbaren ſecte gehalten/ ob er wol ge- meiniglich unter die Wiedertaͤuffer gerechnet wird/ wider welche er aber ſelbſt oͤffentlich ge- ſchrieben gehabt. Schon anno 1579. iſt in Hollaͤndiſcher ſprache ein buͤchlein von ihm be- kant worden: Gruͤndliche unterrichtung von vielen hochwichtigen articuln/ wel- ches hernach auch hochteutſch in Franckfurt bey Johann Weiſſen/ und etlich mal in Holland/ als anno 1658. zu Amſterdam und ſonſten auff- gelegt iſt. Jn ſelbiger edition ſtehet in der vorrede p. 4. und 5. dieſes von dem auctore: Der ſelige Matthæus Weiher iſt gewiß ein hocherleuchteter und heimlicher freund GOttes geweſen/ der die theologie aus dem buche ſeines leidens durch innerli- che ſchmertzen in der ſchule GOttes ge- lernet und ſtudiret hat. Und diß war ſein beſter rath/ ein jeder ſolte ſich ſelbſt ſuchen/ da er ſich geſucht und gefunden haͤtte/ und da ſie allein zu uͤberkommen und zu kriegen ſeyn/ nemlich bey GOtt dem ſpringenden brunnen aller weiß- heit und guͤte. Und ſolte ſich keiner/ der nicht betrogen ſeyn wolte/ aus fremden unflaͤtigen ciſternen oder waſſer-gruben laben laſſen. Jahr MDC. biß MDCC Weihers leben. Schriff- ten. 14. Von denen ſchrifften ſelbſten iſt dieſes noch anzumercken/ daß der mann ſelbige nicht ſelber bey lebzeiten geſchrieben/ ſondern ſie erſt nach ſeinem tode von andern geſammlet und publiciret worden/ und zwar aus folgender ver- anlaſſung. Es war in ſeiner familie ein junger menſch/ Johann Spe genant/ der ſeine reden und vermahnungen fleißig anmerckte/ und dañ vor ſich auffſchrieb/ woraus hernach und denen geſammleten ſend-briefen dieſes buͤchlein ent- ſtanden. Die ſumma deſſelben/ wie es zwey theile in ſich haͤlt/ nemlich die briefe und die muͤndliche ſpruͤche/ iſt folgende: Veran- laſſung dieſes buͤchleins. 1. Der erſte ſend-brieff. Durch was mit- tel man zur klarheit Goͤttlicher gnade kom̃e. 2. Von der allerliſtigſten klugheit der menſch- lichen natur. 3. Eine vorbereitung zu dem eingang der ver- heiſſungen GOttes. 4. Wie wir mit rechter inwendiger armut dem HErꝛn naͤher kom̃en/ denn mit angemaſtem reichthum. 5. Wozu die Schrifft gegeben ſey/ und wie man das gewiſſen auffs hoͤchſte begnuͤgen muͤſſe: item, vom unterſcheid zwiſchen der menſchlichen gerechtigkeit/ und der gerech- tigkeit/ die vor GOtt gilt. 6. Eine Chriſtliche vermahnung von viel un- terſchiedlichen puncten/ allen Chriſten ſehr dienſtlich und vertraͤglich. 7. Welches da ſey der ordentliche weg zu Chri- ſto zu kommen/ ſehr dienſtlich vor die jugend. 8. Wie ein menſch/ der des HErꝛn weg begie- rig iſt/ ſich taͤglich uͤben ſoll. 9. Wie man zu dem beſten theil/ das GOtt ſelbſt iſt/ durch viel leiden kommen muͤſſe. 10. Ein

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Zitationshilfe: Arnold, Gottfried: Unpartheyische Kirchen- und Ketzer-Historie. Bd. 2 (T. 3/4). Frankfurt (Main), 1700, S. 16. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/arnold_ketzerhistorie02_1700/28>, abgerufen am 29.09.2020.