Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Arnold, Gottfried: Unpartheyische Kirchen- und Ketzer-Historie. Bd. 2 (T. 3/4). Frankfurt (Main), 1700.

Bild:
<< vorherige Seite

Th. III. C. I. Von AEgidio Guthmann/ Paulo Lautensack/
[Spaltenumbruch] Jahr
MDC.
biß
MDCC.
osophische sondern heidnische teuffelische bü-
cher erklärten. Von diesen heidnischen büchern
hater sonderlich sehr viel erinnert/ und unter an-
dern folgendes: Was sind nun die heidni-
Wie auch
den Heyd-
nischen
Autoribus
zu schulen.
sche schreiber und ihre bücher als grobe
eitelkeit. Denn eben wie ihre heidni-
sche lehr-jungen/ so Christen get aufft
seyn/ ihre bücher aus ihren eigenen kräff-
ten ohne angesuchte Gnade des H. Gei-
stesschreiben/ und viel papier damit un-
nützlich anwenden: also sind auch ihre
heidnische bücher ohne verstand des H.
Geistes zusammen aus ihren eigenen
köpffen gedichtet und gesponnen/ auch
zusammen gezogen und beschrieben wor-
den/ den sie mit ihren geschmückten an-
zügen und gezierten worten einen sol-
chen deckmantel anzogen/ daß sie mit
ihrer Sophisterey schier die gantze welt
betrogen/ und auff ihre seite gebracht.
Wo bleibt denn der H. Geist? Ja es hat
die Heidenschafft in den Christlichen
schulen dermassen über hand genommen
und die lehrmeister wenig oder gar-
nichts vonden Biblischen schrifften des
A. und N. Testaments zu sagen wißen.
So doch GOtt der HErr befohlen/ die
furcht GOttes einzuprägen/
im VI. B. c.
6. p. 205. Item p.
105. Die Heidnische bü-
cher werden in unsern hohen und niedern
schulen heutiges tages gantz unchrist-
lich verführisch fürgelesen/ also daß man
gäntzlich dafür hält/ es könne keiner ein
lehrer in H. Schrifft und andern kün-
sten werden/ er müße denn zuvor die
Heydnische sophisterey gantz und gar
eingefressen haben/ welches vor GOtt
dem HErrn ein grosser greuel/ GOttes-
lästerung/ und den Christen ein ewiger
schand-mackel ist/ daß sie nicht wollen
gedencken/ wie die Altväter/ Patriar-
chen/ Propheten/ Könige/ die Weisen/
die Apostel und andere Christen solcher
Sophisterey in Heidnischen büchern gar
nicht gebrauchen/ noch dessen geachtet
haben/ denn sie haben den rechten/ wah-
ren ewigen Kunstmeister gehabt/ der ih-
nen kunst/ verstand und weißheit gege-
ben/ der ihnen das licht der erkantniß in
ihren hertzen angezündet. Siehe auch

p. 208. u. f. 222. 271. 301. 358. 401.

14. Und dieses wäre von gedachtem seriben-
t
en gesaget/ in welchem ein liebhaber der weiß-
heit finden wird/ was er bey vielen andern/ son-
derlich bey denen Academischen lehrern vergeb-
lich suchen möchte. Diesem können wir allhier
beyfügen einen andern mann/ der ebenfalls wie
Guthmann noch im 16. seculo gelebet/ aber erst-
Lauten-
sacks leben
und
schrifften.
lich im 17. recht bekant worden/ nemlich Paulum
Lautensack einen Mahler und Organisten
in Nürnberg. Diesen hat der obenangezogene
D. Andreae nebenst jenen auch unter die leute/ so
von ungemeiner wissenschafft gewesen/ gesetzet.
Vid Myth. l.c. Ob er gleich die dunckelheit sei-
ner schrifften dabey gestehet/ seine schrifften aber
sind theils im vorigen seculo, theils im anfang
des 17. herauskommen. Schon A. 1545. ist ein tra-
ctat
von ihm publiciret worde/ dessen titul und
Vortrag
und inhalt
derselben.
inhalt folgender ist: Eine anzeigung vom
ersten bild und seinem buch: wie sich Gott
der einige zu erkennen gebe. Auslegung
[Spaltenumbruch] der dritten materien/ inhalt als namen
Jahr
MDC.
biß
MDCC.

und himmlischer personen mit zeugniß
ihrer bücher: wie alles mit CHristo
muß gecreutziget werden/ alsdenn wird
geoffenbaret die herrligkeit GOttes in
JEsu CHristo. Anzeigung von GOtt/
worauff das buch stehet. Anfang des
buchs der offenbarung JEsu CHristi in-
halt. Die andere farbe
(als blau) in
dem ersten halben regenbogen/ darin-
nen sich der Vater als im Sohn läst ab-
mahlen. Die dritte farb
(als roth) in
dem ersten halben regenbogen/ darin-
nen sich der Sohn GOttes im himmel
ist offenbaren. Die vierte farbe
(als
grün) des ersten halben regenbogen/
darinne sich die dritte person der Heil.
Geist ist abmahlen. Der andere halbe
regenbogen mit seinen vier farben. Die
andere farb des halben regenbogen
blau im anderntheil/ darinnen sich die per-
son des Vaters im Sohn ist abmahlen.
Die dritte farbe des andern halben re-
genbogen als roht/ darinnen sich der
Sohn GOttes als in seinem wort ist of-
fenbaren. Die vierte farb des regenbo-
gen als grün/ des letztern/ darinnen sich
der H. Geist ist offenbaren als ein be-
schliesser aller dinge. Der zwölf sterne in-
halt auff der cron der Jungfrau Mariä.
Offenbarung des titels Christi geheim-
niß beym Evangelisten/ die vereini-
gung des anfangs und des endes verglei-
chung. Die offenbarung JEsu CHri-
sti nach der menschheit/ wie allhie ange-
zeigt ist. Offenbarung der zwölff stern
geister bey ihnenhaben/ wie gezeigt. An-
zeigung der andern materien von der
dreyheit. Auslegung der dritten ma-
terien inhalt/ als namen und himmli-
sche personen mit zeugniß ihrer bücher.
Wie alles mit Christo muß gecreutziget/
alsdenn wird offenbar die herrligkeit
GOttes in JEsu CHristo. Die äusser-
liche schrifft am verschlossenen buch des
lebens. Die erste farbe des ersten hal-
benregenbogen/ buchstab/ geist. Die an-
dere farbe (als blau) im ersten halben re-
genbogen/ darinnen sich der Vater als im
Sohn ist abmahlen. Die dritte farbe (als
roth. Die vierte farbe (grün.) Des worts
inhalt ist offenbar/ erstlich die gelbe far-
be. Die anderefarbe blau. Worauf die
12.
Act. des glaubens gegründet sind. Offen-
bar das heilige himlische Jerusalem von
GOtt erbauet. Wie sich GOtt und
das wort in CHristo erwiesen dreyfaltig
und seyn. Endlicher beschluß aller din-
gein dem einigen Gott der gantzen welt.

15. Noch zuvor anno 1538. ist dieses büch-
lein heraus kommen: Eine anzeigung mit
schrifft/ was in der Fr. Gundelfingerin
behausung vor gemählde angestellet ist.

Jn diesen hat er sonderlich die offenbarung Jo-Ausle-
gung der
Offenba-
rung Jo-
dannis.

hannis geheimnißweise ausgelegt und appli-
ci
rt/ wovon er in der vorrede p. 3. 4. dieses mel-
det: Dieweil die welt des einigen haupt-
buchs offenbarung weder wissen noch
hören will/ mit samt seinen geheimnissen
darinnen verleibet/ so solches ihr wird

ange-

Th. III. C. I. Von Ægidio Guthmann/ Paulo Lautenſack/
[Spaltenumbruch] Jahr
MDC.
biß
MDCC.
oſophiſche ſondern heidniſche teuffeliſche buͤ-
cher erklaͤrten. Von dieſen heidniſchen buͤchern
hater ſonderlich ſehr viel erinnert/ und unter an-
dern folgendes: Was ſind nun die heidni-
Wie auch
den Heyd-
niſchen
Autoribus
zu ſchulen.
ſche ſchreiber und ihre buͤcher als grobe
eitelkeit. Denn eben wie ihre heidni-
ſche lehr-jungen/ ſo Chriſten get aufft
ſeyn/ ihre buͤcher aus ihren eigenen kraͤff-
ten ohne angeſuchte Gnade des H. Gei-
ſtesſchreiben/ und viel papier damit un-
nuͤtzlich anwenden: alſo ſind auch ihre
heidniſche buͤcher ohne verſtand des H.
Geiſtes zuſammen aus ihren eigenen
koͤpffen gedichtet und geſponnen/ auch
zuſammen gezogen und beſchrieben wor-
den/ den ſie mit ihren geſchmuͤckten an-
zuͤgen und gezierten worten einen ſol-
chen deckmantel anzogen/ daß ſie mit
ihrer Sophiſterey ſchier die gantze welt
betrogen/ und auff ihre ſeite gebracht.
Wo bleibt denn der H. Geiſt? Ja es hat
die Heidenſchafft in den Chriſtlichen
ſchulen dermaſſen uͤber hand genommen
und die lehrmeiſter wenig oder gar-
nichts vonden Bibliſchen ſchrifften des
A. und N. Teſtaments zu ſagen wißen.
So doch GOtt der HErr befohlen/ die
furcht GOttes einzupraͤgen/
im VI. B. c.
6. p. 205. Item p.
105. Die Heidniſche buͤ-
cher werden in unſern hohen und niedern
ſchulen heutiges tages gantz unchriſt-
lich verfuͤhriſch fuͤrgeleſen/ alſo daß man
gaͤntzlich dafuͤr haͤlt/ es koͤnne keiner ein
lehrer in H. Schrifft und andern kuͤn-
ſten werden/ er muͤße denn zuvor die
Heydniſche ſophiſterey gantz und gar
eingefreſſen haben/ welches vor GOtt
dem HErrn ein groſſer greuel/ GOttes-
laͤſterung/ und den Chriſten ein ewiger
ſchand-mackel iſt/ daß ſie nicht wollen
gedencken/ wie die Altvaͤter/ Patriar-
chen/ Propheten/ Koͤnige/ die Weiſen/
die Apoſtel und andere Chriſten ſolcher
Sophiſterey in Heidniſchen buͤchern gar
nicht gebrauchen/ noch deſſen geachtet
haben/ denn ſie haben den rechten/ wah-
ren ewigen Kunſtmeiſter gehabt/ der ih-
nen kunſt/ verſtand und weißheit gege-
ben/ der ihnen das licht der erkantniß in
ihren hertzen angezuͤndet. Siehe auch

p. 208. u. f. 222. 271. 301. 358. 401.

14. Und dieſes waͤre von gedachtem ſeriben-
t
en geſaget/ in welchem ein liebhaber der weiß-
heit finden wird/ was er bey vielen andern/ ſon-
derlich bey denen Academiſchen lehrern vergeb-
lich ſuchen moͤchte. Dieſem koͤnnen wir allhier
beyfuͤgen einen andern mann/ der ebenfalls wie
Guthmann noch im 16. ſeculo gelebet/ aber erſt-
Lauten-
ſacks leben
und
ſchrifften.
lich im 17. recht bekant worden/ nemlich Paulum
Lautenſack einen Mahler und Organiſten
in Nuͤrnberg. Dieſen hat der obenangezogene
D. Andreæ nebenſt jenen auch unter die leute/ ſo
von ungemeiner wiſſenſchafft geweſen/ geſetzet.
Vid Myth. l.c. Ob er gleich die dunckelheit ſei-
ner ſchrifften dabey geſtehet/ ſeine ſchrifften aber
ſind theils im vorigen ſeculo, theils im anfang
des 17. herauskom̃en. Schon A. 1545. iſt ein tra-
ctat
von ihm publiciret wordē/ deſſen titul und
Vortrag
und inhalt
derſelben.
inhalt folgender iſt: Eine anzeigung vom
eꝛſten bild uñ ſeinem buch: wie ſich Gott
der einige zu erkennen gebe. Auslegung
[Spaltenumbruch] der dritten materien/ inhalt als namen
Jahr
MDC.
biß
MDCC.

und himmliſcher perſonen mit zeugniß
ihrer buͤcher: wie alles mit CHriſto
muß gecreutziget werden/ alsdenn wird
geoffenbaret die herrligkeit GOttes in
JEſu CHriſto. Anzeigung von GOtt/
worauff das buch ſtehet. Anfang des
buchs der offenbarung JEſu CHriſti in-
halt. Die andere farbe
(als blau) in
dem erſten halben regenbogen/ darin-
nen ſich der Vater als im Sohn laͤſt ab-
mahlen. Die dritte farb
(als roth) in
dem erſten halben regenbogen/ darin-
nen ſich der Sohn GOttes im himmel
iſt offenbaren. Die vierte farbe
(als
gruͤn) des erſten halben regenbogen/
darinne ſich die dritte perſon der Heil.
Geiſt iſt abmahlen. Der andere halbe
regenbogen mit ſeinen vier farben. Die
andere farb des halben regenbogen
blau im andeꝛntheil/ daꝛiñen ſich die peꝛ-
ſon des Vaters im Sohn iſt abmahlen.
Die dritte farbe des andern halben re-
genbogen als roht/ darinnen ſich der
Sohn GOttes als in ſeinem wort iſt of-
fenbaren. Die vierte farb des regenbo-
gen als gruͤn/ des letztern/ darinnen ſich
der H. Geiſt iſt offenbaren als ein be-
ſchlieſſer aller dinge. Der zwoͤlf ſterne in-
halt auff der cron der Jungfrau Mariaͤ.
Offenbarung des titels Chriſti geheim-
niß beym Evangeliſten/ die vereini-
gung des anfangs und des endes verglei-
chung. Die offenbarung JEſu CHri-
ſti nach der menſchheit/ wie allhie ange-
zeigt iſt. Offenbarung der zwoͤlff ſtern
geiſter bey ihnenhaben/ wie gezeigt. An-
zeigung der andern materien von der
dreyheit. Auslegung der dritten ma-
terien inhalt/ als namen und himmli-
ſche perſonen mit zeugniß ihrer buͤcher.
Wie alles mit Chriſto muß gecreutziget/
alsdenn wird offenbar die herꝛligkeit
GOttes in JEſu CHriſto. Die aͤuſſer-
liche ſchrifft am verſchloſſenen buch des
lebens. Die erſte farbe des erſten hal-
benregenbogen/ buchſtab/ geiſt. Die an-
dere farbe (als blau) im erſten halben re-
genbogen/ dariñen ſich der Vater als im
Sohn iſt abmahlen. Die dritte farbe (als
roth. Die vierte farbe (gruͤn.) Des worts
inhalt iſt offenbar/ erſtlich die gelbe far-
be. Die anderefarbe blau. Worauf die
12.
Act. des glaubens gegruͤndet ſind. Offen-
bar das heilige himliſche Jeruſalem von
GOtt erbauet. Wie ſich GOtt und
das wort in CHriſto erwieſen dreyfaltig
und ſeyn. Endlicher beſchluß aller din-
gein dem einigen Gott deꝛ gantzen welt.

15. Noch zuvor anno 1538. iſt dieſes buͤch-
lein heraus kommen: Eine anzeigung mit
ſchrifft/ was in der Fr. Gundelfingerin
behauſung vor gemaͤhlde angeſtellet iſt.

Jn dieſen hat er ſonderlich die offenbarung Jo-Ausle-
gung der
Offenba-
rung Jo-
dannis.

hannis geheimnißweiſe ausgelegt und appli-
ci
rt/ wovon er in der vorrede p. 3. 4. dieſes mel-
det: Dieweil die welt des einigen haupt-
buchs offenbarung weder wiſſen noch
hoͤꝛen will/ mit ſamt ſeinen geheimniſſen
darinnen verleibet/ ſo ſolches ihr wird

ange-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0018" n="6"/><fw place="top" type="header">Th. <hi rendition="#aq">III.</hi> C. <hi rendition="#aq">I.</hi> Von <hi rendition="#aq">Ægidio</hi> Guthmann/ <hi rendition="#aq">Paulo</hi> Lauten&#x017F;ack/</fw><lb/><cb/><note place="left">Jahr<lb/><hi rendition="#aq">MDC.</hi><lb/>
biß<lb/><hi rendition="#aq">MDCC.</hi></note><hi rendition="#aq">o&#x017F;ophi</hi>&#x017F;che &#x017F;ondern heidni&#x017F;che teuffeli&#x017F;che bu&#x0364;-<lb/>
cher erkla&#x0364;rten. Von die&#x017F;en heidni&#x017F;chen bu&#x0364;chern<lb/>
hater &#x017F;onderlich &#x017F;ehr viel erinnert/ und unter an-<lb/>
dern folgendes: <hi rendition="#fr">Was &#x017F;ind nun die heidni-</hi><lb/><note place="left">Wie auch<lb/>
den Heyd-<lb/>
ni&#x017F;chen<lb/><hi rendition="#aq">Autoribus</hi><lb/>
zu &#x017F;chulen.</note><hi rendition="#fr">&#x017F;che &#x017F;chreiber und ihre bu&#x0364;cher als grobe<lb/>
eitelkeit. Denn eben wie ihre heidni-<lb/>
&#x017F;che lehr-jungen/ &#x017F;o Chri&#x017F;ten get aufft<lb/>
&#x017F;eyn/ ihre bu&#x0364;cher aus ihren eigenen kra&#x0364;ff-<lb/>
ten ohne ange&#x017F;uchte Gnade des H. Gei-<lb/>
&#x017F;tes&#x017F;chreiben/ und viel papier damit un-<lb/>
nu&#x0364;tzlich anwenden: al&#x017F;o &#x017F;ind auch ihre<lb/>
heidni&#x017F;che bu&#x0364;cher ohne ver&#x017F;tand des H.<lb/>
Gei&#x017F;tes zu&#x017F;ammen aus ihren eigenen<lb/>
ko&#x0364;pffen gedichtet und ge&#x017F;ponnen/ auch<lb/>
zu&#x017F;ammen gezogen und be&#x017F;chrieben wor-<lb/>
den/ den &#x017F;ie mit ihren ge&#x017F;chmu&#x0364;ckten an-<lb/>
zu&#x0364;gen und gezierten worten einen &#x017F;ol-<lb/>
chen deckmantel anzogen/ daß &#x017F;ie mit<lb/>
ihrer Sophi&#x017F;terey &#x017F;chier die gantze welt<lb/>
betrogen/ und auff ihre &#x017F;eite gebracht.<lb/>
Wo bleibt denn der H. Gei&#x017F;t? Ja es hat<lb/>
die Heiden&#x017F;chafft in den Chri&#x017F;tlichen<lb/>
&#x017F;chulen derma&#x017F;&#x017F;en u&#x0364;ber hand genommen<lb/>
und die lehrmei&#x017F;ter wenig oder gar-<lb/>
nichts vonden Bibli&#x017F;chen &#x017F;chrifften des<lb/>
A. und N. Te&#x017F;taments zu &#x017F;agen wißen.<lb/>
So doch GOtt der HErr befohlen/ die<lb/>
furcht GOttes einzupra&#x0364;gen/</hi> im <hi rendition="#aq">VI.</hi> B. <hi rendition="#aq">c.<lb/>
6. p. 205. Item p.</hi> 105. <hi rendition="#fr">Die Heidni&#x017F;che bu&#x0364;-<lb/>
cher werden in un&#x017F;ern hohen und niedern<lb/>
&#x017F;chulen heutiges tages gantz unchri&#x017F;t-<lb/>
lich verfu&#x0364;hri&#x017F;ch fu&#x0364;rgele&#x017F;en/ al&#x017F;o daß man<lb/>
ga&#x0364;ntzlich dafu&#x0364;r ha&#x0364;lt/ es ko&#x0364;nne keiner ein<lb/>
lehrer in H. Schrifft und andern ku&#x0364;n-<lb/>
&#x017F;ten werden/ er mu&#x0364;ße denn zuvor die<lb/>
Heydni&#x017F;che &#x017F;ophi&#x017F;terey gantz und gar<lb/>
eingefre&#x017F;&#x017F;en haben/ welches vor GOtt<lb/>
dem HErrn ein gro&#x017F;&#x017F;er greuel/ GOttes-<lb/>
la&#x0364;&#x017F;terung/ und den Chri&#x017F;ten ein ewiger<lb/>
&#x017F;chand-mackel i&#x017F;t/ daß &#x017F;ie nicht wollen<lb/>
gedencken/ wie die Altva&#x0364;ter/ Patriar-<lb/>
chen/ Propheten/ Ko&#x0364;nige/ die Wei&#x017F;en/<lb/>
die Apo&#x017F;tel und andere Chri&#x017F;ten &#x017F;olcher<lb/>
Sophi&#x017F;terey in Heidni&#x017F;chen bu&#x0364;chern gar<lb/>
nicht gebrauchen/ noch de&#x017F;&#x017F;en geachtet<lb/>
haben/ denn &#x017F;ie haben den rechten/ wah-<lb/>
ren ewigen Kun&#x017F;tmei&#x017F;ter gehabt/ der ih-<lb/>
nen kun&#x017F;t/ ver&#x017F;tand und weißheit gege-<lb/>
ben/ der ihnen das licht der erkantniß in<lb/>
ihren hertzen angezu&#x0364;ndet. Siehe auch</hi><lb/><hi rendition="#aq">p.</hi> 208. u. f. 222. 271. 301. 358. 401.</p><lb/>
            <p>14. Und die&#x017F;es wa&#x0364;re von gedachtem <hi rendition="#aq">&#x017F;eriben-<lb/>
t</hi>en ge&#x017F;aget/ in welchem ein liebhaber der weiß-<lb/>
heit finden wird/ was er bey vielen andern/ &#x017F;on-<lb/>
derlich bey denen <hi rendition="#aq">Academi</hi>&#x017F;chen lehrern vergeb-<lb/>
lich &#x017F;uchen mo&#x0364;chte. Die&#x017F;em ko&#x0364;nnen wir allhier<lb/>
beyfu&#x0364;gen einen andern mann/ der ebenfalls wie<lb/>
Guthmann noch im 16. <hi rendition="#aq">&#x017F;eculo</hi> gelebet/ aber er&#x017F;t-<lb/><note place="left">Lauten-<lb/>
&#x017F;acks leben<lb/>
und<lb/>
&#x017F;chrifften.</note>lich im 17. recht bekant worden/ nemlich <hi rendition="#aq">Paulum</hi><lb/><hi rendition="#fr">Lauten&#x017F;ack</hi> einen Mahler und Organi&#x017F;ten<lb/>
in Nu&#x0364;rnberg. Die&#x017F;en hat der obenangezogene<lb/><hi rendition="#aq">D. Andreæ</hi> neben&#x017F;t jenen auch unter die leute/ &#x017F;o<lb/>
von ungemeiner wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chafft gewe&#x017F;en/ ge&#x017F;etzet.<lb/><hi rendition="#aq">Vid Myth. l.c.</hi> Ob er gleich die dunckelheit &#x017F;ei-<lb/>
ner &#x017F;chrifften dabey ge&#x017F;tehet/ &#x017F;eine &#x017F;chrifften aber<lb/>
&#x017F;ind theils im vorigen <hi rendition="#aq">&#x017F;eculo,</hi> theils im anfang<lb/>
des 17. herauskom&#x0303;en. Schon <hi rendition="#aq">A.</hi> 1545. i&#x017F;t ein <hi rendition="#aq">tra-<lb/>
ctat</hi> von ihm <hi rendition="#aq">publicir</hi>et word&#x0113;/ de&#x017F;&#x017F;en <hi rendition="#aq">titul</hi> und<lb/><note place="left">Vortrag<lb/>
und inhalt<lb/>
der&#x017F;elben.</note>inhalt folgender i&#x017F;t: <hi rendition="#fr">Eine anzeigung vom<lb/>
e&#xA75B;&#x017F;ten bild un&#x0303; &#x017F;einem buch: wie &#x017F;ich Gott<lb/>
der einige zu erkennen gebe. Auslegung<lb/><cb/>
der dritten materien/ inhalt als namen</hi><note place="right">Jahr<lb/><hi rendition="#aq">MDC.</hi><lb/>
biß<lb/><hi rendition="#aq">MDCC.</hi></note><lb/><hi rendition="#fr">und himmli&#x017F;cher per&#x017F;onen mit zeugniß<lb/>
ihrer bu&#x0364;cher: wie alles mit CHri&#x017F;to<lb/>
muß gecreutziget werden/ alsdenn wird<lb/>
geoffenbaret die herrligkeit GOttes in<lb/>
JE&#x017F;u CHri&#x017F;to. Anzeigung von GOtt/<lb/>
worauff das buch &#x017F;tehet. Anfang des<lb/>
buchs der offenbarung JE&#x017F;u CHri&#x017F;ti in-<lb/>
halt. Die andere farbe</hi> (als blau) <hi rendition="#fr">in<lb/>
dem er&#x017F;ten halben regenbogen/ darin-<lb/>
nen &#x017F;ich der Vater als im Sohn la&#x0364;&#x017F;t ab-<lb/>
mahlen. Die dritte farb</hi> (als roth) <hi rendition="#fr">in<lb/>
dem er&#x017F;ten halben regenbogen/ darin-<lb/>
nen &#x017F;ich der Sohn GOttes im himmel<lb/>
i&#x017F;t offenbaren. Die vierte farbe</hi> (als<lb/>
gru&#x0364;n) <hi rendition="#fr">des er&#x017F;ten halben regenbogen/<lb/>
darinne &#x017F;ich die dritte per&#x017F;on der Heil.<lb/>
Gei&#x017F;t i&#x017F;t abmahlen. Der andere halbe<lb/>
regenbogen mit &#x017F;einen vier farben. Die<lb/>
andere farb des halben regenbogen<lb/>
blau im ande&#xA75B;ntheil/ da&#xA75B;in&#x0303;en &#x017F;ich die pe&#xA75B;-<lb/>
&#x017F;on des Vaters im Sohn i&#x017F;t abmahlen.<lb/>
Die dritte farbe des andern halben re-<lb/>
genbogen als roht/ darinnen &#x017F;ich der<lb/>
Sohn GOttes als in &#x017F;einem wort i&#x017F;t of-<lb/>
fenbaren. Die vierte farb des regenbo-<lb/>
gen als gru&#x0364;n/ des letztern/ darinnen &#x017F;ich<lb/>
der H. Gei&#x017F;t i&#x017F;t offenbaren als ein be-<lb/>
&#x017F;chlie&#x017F;&#x017F;er aller dinge. Der zwo&#x0364;lf &#x017F;terne in-<lb/>
halt auff der cron der Jungfrau Maria&#x0364;.<lb/>
Offenbarung des titels Chri&#x017F;ti geheim-<lb/>
niß beym Evangeli&#x017F;ten/ die vereini-<lb/>
gung des anfangs und des endes verglei-<lb/>
chung. Die offenbarung JE&#x017F;u CHri-<lb/>
&#x017F;ti nach der men&#x017F;chheit/ wie allhie ange-<lb/>
zeigt i&#x017F;t. Offenbarung der zwo&#x0364;lff &#x017F;tern<lb/>
gei&#x017F;ter bey ihnenhaben/ wie gezeigt. An-<lb/>
zeigung der andern materien von der<lb/>
dreyheit. Auslegung der dritten ma-<lb/>
terien inhalt/ als namen und himmli-<lb/>
&#x017F;che per&#x017F;onen mit zeugniß ihrer bu&#x0364;cher.<lb/>
Wie alles mit Chri&#x017F;to muß gecreutziget/<lb/>
alsdenn wird offenbar die her&#xA75B;ligkeit<lb/>
GOttes in JE&#x017F;u CHri&#x017F;to. Die a&#x0364;u&#x017F;&#x017F;er-<lb/>
liche &#x017F;chrifft am ver&#x017F;chlo&#x017F;&#x017F;enen buch des<lb/>
lebens. Die er&#x017F;te farbe des er&#x017F;ten hal-<lb/>
benregenbogen/ buch&#x017F;tab/ gei&#x017F;t. Die an-<lb/>
dere farbe (als blau) im er&#x017F;ten halben re-<lb/>
genbogen/ darin&#x0303;en &#x017F;ich der Vater als im<lb/>
Sohn i&#x017F;t abmahlen. Die dritte farbe (als<lb/>
roth. Die vierte farbe (gru&#x0364;n.) Des worts<lb/>
inhalt i&#x017F;t offenbar/ er&#x017F;tlich die gelbe far-<lb/>
be. Die anderefarbe blau. Worauf die</hi> 12.<lb/><hi rendition="#aq">Act.</hi> <hi rendition="#fr">des glaubens gegru&#x0364;ndet &#x017F;ind. Offen-<lb/>
bar das heilige himli&#x017F;che Jeru&#x017F;alem von<lb/>
GOtt erbauet. Wie &#x017F;ich GOtt und<lb/>
das wort in CHri&#x017F;to erwie&#x017F;en dreyfaltig<lb/>
und &#x017F;eyn. Endlicher be&#x017F;chluß aller din-<lb/>
gein dem einigen Gott de&#xA75B; gantzen welt.</hi></p><lb/>
            <p>15. Noch zuvor <hi rendition="#aq">anno</hi> 1538. i&#x017F;t die&#x017F;es bu&#x0364;ch-<lb/>
lein heraus kommen: <hi rendition="#fr">Eine anzeigung mit<lb/>
&#x017F;chrifft/ was in der Fr. Gundelfingerin<lb/>
behau&#x017F;ung vor gema&#x0364;hlde ange&#x017F;tellet i&#x017F;t.</hi><lb/>
Jn die&#x017F;en hat er &#x017F;onderlich die offenbarung Jo-<note place="right">Ausle-<lb/>
gung der<lb/>
Offenba-<lb/>
rung Jo-<lb/>
dannis.</note><lb/>
hannis geheimnißwei&#x017F;e ausgelegt und <hi rendition="#aq">appli-<lb/>
ci</hi>rt/ wovon er in der vorrede <hi rendition="#aq">p.</hi> 3. 4. die&#x017F;es mel-<lb/>
det: <hi rendition="#fr">Dieweil die welt des einigen haupt-<lb/>
buchs offenbarung weder wi&#x017F;&#x017F;en noch<lb/>
ho&#x0364;&#xA75B;en will/ mit &#x017F;amt &#x017F;einen geheimni&#x017F;&#x017F;en<lb/>
darinnen verleibet/ &#x017F;o &#x017F;olches ihr wird</hi><lb/>
<fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#fr">ange-</hi></fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[6/0018] Th. III. C. I. Von Ægidio Guthmann/ Paulo Lautenſack/ oſophiſche ſondern heidniſche teuffeliſche buͤ- cher erklaͤrten. Von dieſen heidniſchen buͤchern hater ſonderlich ſehr viel erinnert/ und unter an- dern folgendes: Was ſind nun die heidni- ſche ſchreiber und ihre buͤcher als grobe eitelkeit. Denn eben wie ihre heidni- ſche lehr-jungen/ ſo Chriſten get aufft ſeyn/ ihre buͤcher aus ihren eigenen kraͤff- ten ohne angeſuchte Gnade des H. Gei- ſtesſchreiben/ und viel papier damit un- nuͤtzlich anwenden: alſo ſind auch ihre heidniſche buͤcher ohne verſtand des H. Geiſtes zuſammen aus ihren eigenen koͤpffen gedichtet und geſponnen/ auch zuſammen gezogen und beſchrieben wor- den/ den ſie mit ihren geſchmuͤckten an- zuͤgen und gezierten worten einen ſol- chen deckmantel anzogen/ daß ſie mit ihrer Sophiſterey ſchier die gantze welt betrogen/ und auff ihre ſeite gebracht. Wo bleibt denn der H. Geiſt? Ja es hat die Heidenſchafft in den Chriſtlichen ſchulen dermaſſen uͤber hand genommen und die lehrmeiſter wenig oder gar- nichts vonden Bibliſchen ſchrifften des A. und N. Teſtaments zu ſagen wißen. So doch GOtt der HErr befohlen/ die furcht GOttes einzupraͤgen/ im VI. B. c. 6. p. 205. Item p. 105. Die Heidniſche buͤ- cher werden in unſern hohen und niedern ſchulen heutiges tages gantz unchriſt- lich verfuͤhriſch fuͤrgeleſen/ alſo daß man gaͤntzlich dafuͤr haͤlt/ es koͤnne keiner ein lehrer in H. Schrifft und andern kuͤn- ſten werden/ er muͤße denn zuvor die Heydniſche ſophiſterey gantz und gar eingefreſſen haben/ welches vor GOtt dem HErrn ein groſſer greuel/ GOttes- laͤſterung/ und den Chriſten ein ewiger ſchand-mackel iſt/ daß ſie nicht wollen gedencken/ wie die Altvaͤter/ Patriar- chen/ Propheten/ Koͤnige/ die Weiſen/ die Apoſtel und andere Chriſten ſolcher Sophiſterey in Heidniſchen buͤchern gar nicht gebrauchen/ noch deſſen geachtet haben/ denn ſie haben den rechten/ wah- ren ewigen Kunſtmeiſter gehabt/ der ih- nen kunſt/ verſtand und weißheit gege- ben/ der ihnen das licht der erkantniß in ihren hertzen angezuͤndet. Siehe auch p. 208. u. f. 222. 271. 301. 358. 401. Jahr MDC. biß MDCC. Wie auch den Heyd- niſchen Autoribus zu ſchulen. 14. Und dieſes waͤre von gedachtem ſeriben- ten geſaget/ in welchem ein liebhaber der weiß- heit finden wird/ was er bey vielen andern/ ſon- derlich bey denen Academiſchen lehrern vergeb- lich ſuchen moͤchte. Dieſem koͤnnen wir allhier beyfuͤgen einen andern mann/ der ebenfalls wie Guthmann noch im 16. ſeculo gelebet/ aber erſt- lich im 17. recht bekant worden/ nemlich Paulum Lautenſack einen Mahler und Organiſten in Nuͤrnberg. Dieſen hat der obenangezogene D. Andreæ nebenſt jenen auch unter die leute/ ſo von ungemeiner wiſſenſchafft geweſen/ geſetzet. Vid Myth. l.c. Ob er gleich die dunckelheit ſei- ner ſchrifften dabey geſtehet/ ſeine ſchrifften aber ſind theils im vorigen ſeculo, theils im anfang des 17. herauskom̃en. Schon A. 1545. iſt ein tra- ctat von ihm publiciret wordē/ deſſen titul und inhalt folgender iſt: Eine anzeigung vom eꝛſten bild uñ ſeinem buch: wie ſich Gott der einige zu erkennen gebe. Auslegung der dritten materien/ inhalt als namen und himmliſcher perſonen mit zeugniß ihrer buͤcher: wie alles mit CHriſto muß gecreutziget werden/ alsdenn wird geoffenbaret die herrligkeit GOttes in JEſu CHriſto. Anzeigung von GOtt/ worauff das buch ſtehet. Anfang des buchs der offenbarung JEſu CHriſti in- halt. Die andere farbe (als blau) in dem erſten halben regenbogen/ darin- nen ſich der Vater als im Sohn laͤſt ab- mahlen. Die dritte farb (als roth) in dem erſten halben regenbogen/ darin- nen ſich der Sohn GOttes im himmel iſt offenbaren. Die vierte farbe (als gruͤn) des erſten halben regenbogen/ darinne ſich die dritte perſon der Heil. Geiſt iſt abmahlen. Der andere halbe regenbogen mit ſeinen vier farben. Die andere farb des halben regenbogen blau im andeꝛntheil/ daꝛiñen ſich die peꝛ- ſon des Vaters im Sohn iſt abmahlen. Die dritte farbe des andern halben re- genbogen als roht/ darinnen ſich der Sohn GOttes als in ſeinem wort iſt of- fenbaren. Die vierte farb des regenbo- gen als gruͤn/ des letztern/ darinnen ſich der H. Geiſt iſt offenbaren als ein be- ſchlieſſer aller dinge. Der zwoͤlf ſterne in- halt auff der cron der Jungfrau Mariaͤ. Offenbarung des titels Chriſti geheim- niß beym Evangeliſten/ die vereini- gung des anfangs und des endes verglei- chung. Die offenbarung JEſu CHri- ſti nach der menſchheit/ wie allhie ange- zeigt iſt. Offenbarung der zwoͤlff ſtern geiſter bey ihnenhaben/ wie gezeigt. An- zeigung der andern materien von der dreyheit. Auslegung der dritten ma- terien inhalt/ als namen und himmli- ſche perſonen mit zeugniß ihrer buͤcher. Wie alles mit Chriſto muß gecreutziget/ alsdenn wird offenbar die herꝛligkeit GOttes in JEſu CHriſto. Die aͤuſſer- liche ſchrifft am verſchloſſenen buch des lebens. Die erſte farbe des erſten hal- benregenbogen/ buchſtab/ geiſt. Die an- dere farbe (als blau) im erſten halben re- genbogen/ dariñen ſich der Vater als im Sohn iſt abmahlen. Die dritte farbe (als roth. Die vierte farbe (gruͤn.) Des worts inhalt iſt offenbar/ erſtlich die gelbe far- be. Die anderefarbe blau. Worauf die 12. Act. des glaubens gegruͤndet ſind. Offen- bar das heilige himliſche Jeruſalem von GOtt erbauet. Wie ſich GOtt und das wort in CHriſto erwieſen dreyfaltig und ſeyn. Endlicher beſchluß aller din- gein dem einigen Gott deꝛ gantzen welt. Lauten- ſacks leben und ſchrifften. Vortrag und inhalt derſelben. Jahr MDC. biß MDCC. 15. Noch zuvor anno 1538. iſt dieſes buͤch- lein heraus kommen: Eine anzeigung mit ſchrifft/ was in der Fr. Gundelfingerin behauſung vor gemaͤhlde angeſtellet iſt. Jn dieſen hat er ſonderlich die offenbarung Jo- hannis geheimnißweiſe ausgelegt und appli- cirt/ wovon er in der vorrede p. 3. 4. dieſes mel- det: Dieweil die welt des einigen haupt- buchs offenbarung weder wiſſen noch hoͤꝛen will/ mit ſamt ſeinen geheimniſſen darinnen verleibet/ ſo ſolches ihr wird ange- Ausle- gung der Offenba- rung Jo- dannis.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/arnold_ketzerhistorie02_1700
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/arnold_ketzerhistorie02_1700/18
Zitationshilfe: Arnold, Gottfried: Unpartheyische Kirchen- und Ketzer-Historie. Bd. 2 (T. 3/4). Frankfurt (Main), 1700, S. 6. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/arnold_ketzerhistorie02_1700/18>, abgerufen am 24.09.2020.