Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921.

Bild:
<< vorherige Seite

weckung von Reue und Leid, und die Bitte um
Erleuchtung. Bete ungefähr wie folgt:

Mein Gott, ich glaube, daß du
hier gegenwärtig bist; ich bete dich
an aus dem Grunde meines Her-
zens
.

Wegen meiner Sünden, o Herr,
verdiene ich in der Hölle zu sein;
o höchstes Gut, von ganzem Her-
zen tut es mir leid, daß ich dich
beleidigt habe
.

Mein Gott, aus Liebe zu Jesus
und Maria erleuchte mich in die-
ser Betrachtung, damit sie mir
heilsam werde
.

Dann bete ein Ave Maria zur seligsten
Jungfrau, damit sie dir Licht erflehe, und in
gleicher Absicht ein Ehre sei dein Vater zu Ehren
des heiligen Joseph, des heiligen Schutzengels,
und deines Schutzpatrons. Diese Uebungen
verrichte mit Aufmerksamkeit, aber kurz, und
gehe bald zur Erwägung über.

Bei der Erwägung bediene dich für gewöhn-
lich eines Buches, worin die Heilswahrheiten
behandelt werden.*) Lies langsam und auf-
merksam die Betrachtung oder einen Teil da-
von. Fühlst du dich von einer Wahrheit be-
sonders ergriffen, so magst du die Lesung unter-
brechen. Der heilige Franz von Sales sagt,
man solle es dabei wie die Bienen machen, die
so lange auf einer Blume sitzen bleiben, als
sie Honig darin finden, und dann erst auf eine

*) Du kannst die Betrachtung auch über die Ge-
danken und Ratschläge Seite 199 anstellen, indem du
jedesmal über den einen oder andern Punkt nach-
denkst und dabei betest und gute Vorsätze fassest.

weckung von Reue und Leid, und die Bitte um
Erleuchtung. Bete ungefähr wie folgt:

Mein Gott, ich glaube, daß du
hier gegenwärtig bist; ich bete dich
an aus dem Grunde meines Her-
zens
.

Wegen meiner Sünden, o Herr,
verdiene ich in der Hölle zu sein;
o höchstes Gut, von ganzem Her-
zen tut es mir leid, daß ich dich
beleidigt habe
.

Mein Gott, aus Liebe zu Jesus
und Maria erleuchte mich in die-
ser Betrachtung, damit sie mir
heilsam werde
.

Dann bete ein Ave Maria zur seligsten
Jungfrau, damit sie dir Licht erflehe, und in
gleicher Absicht ein Ehre sei dein Vater zu Ehren
des heiligen Joseph, des heiligen Schutzengels,
und deines Schutzpatrons. Diese Uebungen
verrichte mit Aufmerksamkeit, aber kurz, und
gehe bald zur Erwägung über.

Bei der Erwägung bediene dich für gewöhn-
lich eines Buches, worin die Heilswahrheiten
behandelt werden.*) Lies langsam und auf-
merksam die Betrachtung oder einen Teil da-
von. Fühlst du dich von einer Wahrheit be-
sonders ergriffen, so magst du die Lesung unter-
brechen. Der heilige Franz von Sales sagt,
man solle es dabei wie die Bienen machen, die
so lange auf einer Blume sitzen bleiben, als
sie Honig darin finden, und dann erst auf eine

*) Du kannst die Betrachtung auch über die Ge-
danken und Ratschläge Seite 199 anstellen, indem du
jedesmal über den einen oder andern Punkt nach-
denkst und dabei betest und gute Vorsätze fassest.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div>
          <p><pb facs="#f0029" xml:id="F9_001_1921_pb0028_0001" n="28"/>
weckung von Reue und Leid, und die Bitte um<lb/>
Erleuchtung. Bete ungefähr wie folgt:</p>
          <p><hi rendition="#g">Mein Gott, ich glaube, daß du<lb/>
hier gegenwärtig bist; ich bete dich<lb/>
an aus dem Grunde meines Her-<lb/>
zens</hi>.</p>
          <p><hi rendition="#g">Wegen meiner Sünden, o Herr</hi>,<lb/><hi rendition="#g">verdiene ich in der Hölle zu sein</hi>;<lb/><hi rendition="#g">o höchstes Gut, von ganzem Her-<lb/>
zen tut es mir leid, daß ich dich<lb/>
beleidigt habe</hi>.</p>
          <p><hi rendition="#g">Mein Gott, aus Liebe zu Jesus<lb/>
und Maria erleuchte mich in die-<lb/>
ser Betrachtung, damit sie mir<lb/>
heilsam werde</hi>.</p>
          <p>Dann bete ein Ave Maria zur seligsten<lb/>
Jungfrau, damit sie dir Licht erflehe, und in<lb/>
gleicher Absicht ein Ehre sei dein Vater zu Ehren<lb/>
des heiligen Joseph, des heiligen Schutzengels,<lb/>
und deines Schutzpatrons. Diese Uebungen<lb/>
verrichte mit Aufmerksamkeit, aber kurz, und<lb/>
gehe bald zur Erwägung über.</p>
          <p>Bei der Erwägung bediene dich für gewöhn-<lb/>
lich eines Buches, worin die Heilswahrheiten<lb/>
behandelt werden.<note place="foot" n="*)"><p>Du kannst die Betrachtung auch über die Ge-<lb/>
danken und Ratschläge Seite 199 anstellen, indem du<lb/>
jedesmal über den einen oder andern Punkt nach-<lb/>
denkst und dabei betest und gute Vorsätze fassest.</p></note> Lies langsam und auf-<lb/>
merksam die Betrachtung oder einen Teil da-<lb/>
von. Fühlst du dich von einer Wahrheit be-<lb/>
sonders ergriffen, so magst du die Lesung unter-<lb/>
brechen. Der heilige Franz von Sales sagt,<lb/>
man solle es dabei wie die Bienen machen, die<lb/>
so lange auf einer Blume sitzen bleiben, als<lb/>
sie Honig darin finden, und dann erst auf eine<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[28/0029] weckung von Reue und Leid, und die Bitte um Erleuchtung. Bete ungefähr wie folgt: Mein Gott, ich glaube, daß du hier gegenwärtig bist; ich bete dich an aus dem Grunde meines Her- zens. Wegen meiner Sünden, o Herr, verdiene ich in der Hölle zu sein; o höchstes Gut, von ganzem Her- zen tut es mir leid, daß ich dich beleidigt habe. Mein Gott, aus Liebe zu Jesus und Maria erleuchte mich in die- ser Betrachtung, damit sie mir heilsam werde. Dann bete ein Ave Maria zur seligsten Jungfrau, damit sie dir Licht erflehe, und in gleicher Absicht ein Ehre sei dein Vater zu Ehren des heiligen Joseph, des heiligen Schutzengels, und deines Schutzpatrons. Diese Uebungen verrichte mit Aufmerksamkeit, aber kurz, und gehe bald zur Erwägung über. Bei der Erwägung bediene dich für gewöhn- lich eines Buches, worin die Heilswahrheiten behandelt werden. *) Lies langsam und auf- merksam die Betrachtung oder einen Teil da- von. Fühlst du dich von einer Wahrheit be- sonders ergriffen, so magst du die Lesung unter- brechen. Der heilige Franz von Sales sagt, man solle es dabei wie die Bienen machen, die so lange auf einer Blume sitzen bleiben, als sie Honig darin finden, und dann erst auf eine *) Du kannst die Betrachtung auch über die Ge- danken und Ratschläge Seite 199 anstellen, indem du jedesmal über den einen oder andern Punkt nach- denkst und dabei betest und gute Vorsätze fassest.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Dieses Werk stammt vom Projekt Digitization Lifecycle am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Anmerkungen zur Transkription:

Bei der Zeichenerkennung wurde nach Vorgabe des DLC modernisiert.

In Absprache mit dem MPI wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht erfasst:

  • Bogensignaturen und Kustoden
  • Kolumnentitel
  • Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide zugunsten der Identifizierung von titleParts verzichtet.
  • Bei Textpassagen, die als Abschnittsüberschrift ausgeweisen werden können, wird auf die zusätzliche Auszeichnung des Layouts verzichtet.
  • Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.

Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit q ausgezeichnet.

Weiche und harte Zeilentrennungen werden identisch als 002D übernommen. Der Zeilenumbruch selbst über lb ausgezeichnet.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921/29
Zitationshilfe: Anonym: Führer zum Himmel. Gebet- und Belehrungsbuch für christliche Eheleute, hrsg. von einem Priester des Redemptoristenordens. Dülmen, 1921, S. 28. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/anonym_fuehrer_1921/29>, abgerufen am 21.09.2020.