Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785.

Bild:
<< vorherige Seite

Die leidner Flasche.
eben soviel Elektricität ausgestoßen habe, als sie mit der
innern aufgenommen hat.

85. Versuch.

Man bringe den Knopf einer isolirten Flasche in
Berührung mit einem positiven Conductor, verbinde die
äußere Belegung mit dem Küssen oder mit einem negati-
ven Conductor, und drehe den Cylinder, so wird die Fla-
sche mit ihrer eignen Elektricität geladen, und die elektri-
sche Materie wird aus der äußern Belegung in die innere
übergeführt.

86. Versuch.

Man lade die beyden Flaschen, Fig. 43, positiv;
verbinde ihre äußern Belegungen durch einen Drath oder
eine Kette, und bringe ihre Knöpfe an einander, so wird
kein Funken dazwischen entstehen, und die Flaschen wer-
den nicht entladen werden, weil keine Seite der andern
etwas abzugeben hat.

87. Versuch.

Man lade die isolirte Flasche, Fig. 43, negativ,
und die andere positiv, verbinde die Belegungen mit einer
Kette, und bringe die Knöpfe zusammen, so wird ein
Schlag entstehen, und die Flaschen werden entladen wer-
den. Stellt man ein brennendes licht zwische beyde Knö-
pfe, so wird der Schlag auf eine sehr angenehme Art, und
auf eine Entfernung von einigen Zollen durch die Flamme
gehen. Man s. Fig. 44.

88. Versuch.

Man befestige ein Quadrantenelektrometer auf den
Knopf einer Leidner Flasche, und lade dieselbe negativ;
wenn sie die völlige Ladung erhalten hat, so wird der Zei-
ger auf dem 90sten Grade stehen. Man setze nun die
Flasche mit dem Elektrometer an einen positiven Condu-

Die leidner Flaſche.
eben ſoviel Elektricität ausgeſtoßen habe, als ſie mit der
innern aufgenommen hat.

85. Verſuch.

Man bringe den Knopf einer iſolirten Flaſche in
Berührung mit einem poſitiven Conductor, verbinde die
äußere Belegung mit dem Küſſen oder mit einem negati-
ven Conductor, und drehe den Cylinder, ſo wird die Fla-
ſche mit ihrer eignen Elektricität geladen, und die elektri-
ſche Materie wird aus der äußern Belegung in die innere
übergeführt.

86. Verſuch.

Man lade die beyden Flaſchen, Fig. 43, poſitiv;
verbinde ihre äußern Belegungen durch einen Drath oder
eine Kette, und bringe ihre Knöpfe an einander, ſo wird
kein Funken dazwiſchen entſtehen, und die Flaſchen wer-
den nicht entladen werden, weil keine Seite der andern
etwas abzugeben hat.

87. Verſuch.

Man lade die iſolirte Flaſche, Fig. 43, negativ,
und die andere poſitiv, verbinde die Belegungen mit einer
Kette, und bringe die Knöpfe zuſammen, ſo wird ein
Schlag entſtehen, und die Flaſchen werden entladen wer-
den. Stellt man ein brennendes licht zwiſche beyde Knö-
pfe, ſo wird der Schlag auf eine ſehr angenehme Art, und
auf eine Entfernung von einigen Zollen durch die Flamme
gehen. Man ſ. Fig. 44.

88. Verſuch.

Man befeſtige ein Quadrantenelektrometer auf den
Knopf einer Leidner Flaſche, und lade dieſelbe negativ;
wenn ſie die völlige Ladung erhalten hat, ſo wird der Zei-
ger auf dem 90ſten Grade ſtehen. Man ſetze nun die
Flaſche mit dem Elektrometer an einen poſitiven Condu-

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <p><pb facs="#f0091" n="71"/><fw place="top" type="header">Die leidner Fla&#x017F;che.</fw> eben &#x017F;oviel Elektricität ausge&#x017F;toßen habe, als &#x017F;ie mit der<lb/>
innern aufgenommen hat.</p>
            </div>
            <div n="4">
              <head>85. Ver&#x017F;uch.</head><lb/>
              <p>Man bringe den Knopf einer i&#x017F;olirten Fla&#x017F;che in<lb/>
Berührung mit einem po&#x017F;itiven Conductor, verbinde die<lb/>
äußere Belegung mit dem Kü&#x017F;&#x017F;en oder mit einem negati-<lb/>
ven Conductor, und drehe den Cylinder, &#x017F;o wird die Fla-<lb/>
&#x017F;che mit ihrer eignen Elektricität geladen, und die elektri-<lb/>
&#x017F;che Materie wird aus der äußern Belegung in die innere<lb/>
übergeführt.</p>
            </div>
            <div n="4">
              <head>86. Ver&#x017F;uch.</head><lb/>
              <p>Man lade die beyden Fla&#x017F;chen, Fig. 43, po&#x017F;itiv;<lb/>
verbinde ihre äußern Belegungen durch einen Drath oder<lb/>
eine Kette, und bringe ihre Knöpfe an einander, &#x017F;o wird<lb/>
kein Funken dazwi&#x017F;chen ent&#x017F;tehen, und die Fla&#x017F;chen wer-<lb/>
den nicht entladen werden, weil keine Seite der andern<lb/>
etwas abzugeben hat.</p>
            </div>
            <div n="4">
              <head>87. Ver&#x017F;uch.</head><lb/>
              <p>Man lade die i&#x017F;olirte Fla&#x017F;che, Fig. 43, negativ,<lb/>
und die andere po&#x017F;itiv, verbinde die Belegungen mit einer<lb/>
Kette, und bringe die Knöpfe zu&#x017F;ammen, &#x017F;o wird ein<lb/>
Schlag ent&#x017F;tehen, und die Fla&#x017F;chen werden entladen wer-<lb/>
den. Stellt man ein brennendes licht zwi&#x017F;che beyde Knö-<lb/>
pfe, &#x017F;o wird der Schlag auf eine &#x017F;ehr angenehme Art, und<lb/>
auf eine Entfernung von einigen Zollen durch die Flamme<lb/>
gehen. Man &#x017F;. Fig. 44.</p>
            </div>
            <div n="4">
              <head>88. Ver&#x017F;uch.</head><lb/>
              <p>Man befe&#x017F;tige ein Quadrantenelektrometer auf den<lb/>
Knopf einer Leidner Fla&#x017F;che, und lade die&#x017F;elbe negativ;<lb/>
wenn &#x017F;ie die völlige Ladung erhalten hat, &#x017F;o wird der Zei-<lb/>
ger auf dem 90&#x017F;ten Grade &#x017F;tehen. Man &#x017F;etze nun die<lb/>
Fla&#x017F;che mit dem Elektrometer an einen po&#x017F;itiven Condu-
</p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[71/0091] Die leidner Flaſche. eben ſoviel Elektricität ausgeſtoßen habe, als ſie mit der innern aufgenommen hat. 85. Verſuch. Man bringe den Knopf einer iſolirten Flaſche in Berührung mit einem poſitiven Conductor, verbinde die äußere Belegung mit dem Küſſen oder mit einem negati- ven Conductor, und drehe den Cylinder, ſo wird die Fla- ſche mit ihrer eignen Elektricität geladen, und die elektri- ſche Materie wird aus der äußern Belegung in die innere übergeführt. 86. Verſuch. Man lade die beyden Flaſchen, Fig. 43, poſitiv; verbinde ihre äußern Belegungen durch einen Drath oder eine Kette, und bringe ihre Knöpfe an einander, ſo wird kein Funken dazwiſchen entſtehen, und die Flaſchen wer- den nicht entladen werden, weil keine Seite der andern etwas abzugeben hat. 87. Verſuch. Man lade die iſolirte Flaſche, Fig. 43, negativ, und die andere poſitiv, verbinde die Belegungen mit einer Kette, und bringe die Knöpfe zuſammen, ſo wird ein Schlag entſtehen, und die Flaſchen werden entladen wer- den. Stellt man ein brennendes licht zwiſche beyde Knö- pfe, ſo wird der Schlag auf eine ſehr angenehme Art, und auf eine Entfernung von einigen Zollen durch die Flamme gehen. Man ſ. Fig. 44. 88. Verſuch. Man befeſtige ein Quadrantenelektrometer auf den Knopf einer Leidner Flaſche, und lade dieſelbe negativ; wenn ſie die völlige Ladung erhalten hat, ſo wird der Zei- ger auf dem 90ſten Grade ſtehen. Man ſetze nun die Flaſche mit dem Elektrometer an einen poſitiven Condu-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte: Bereitstellung der Texttranskription. (2013-06-18T11:17:52Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Elena Kirillova: Bearbeitung der digitalen Edition. (2013-06-18T11:17:52Z)
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-06-18T11:17:52Z)

Weitere Informationen:

  • Bogensignaturen: nicht übernommen
  • Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert
  • Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): nicht ausgezeichnet
  • Kustoden: nicht übernommen
  • rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/91
Zitationshilfe: Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785, S. 71. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/91>, abgerufen am 28.10.2020.