Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785.

Bild:
<< vorherige Seite
Sechszehntes Capitel.

Um dieses Instrument zu gebrauchen, fülle man
das Behältniß A mit reiner entzündbarer Luft, und das
Bassin B mit Wasser, und drehe die Hähne D und s auf,
so wird das aus B herabfallende Wasser entzündbare Luft
aus A heraus, und durch die Sprungröhre K in die Luft
treiben. Läßt man einen elektrischen Funken aus der
messingenen Kugel m in die Kugel n gehen, so wird der
brennbare Luftstral, der aus der Röhre K hervorgeht, ent-
zündet. Um die Lampe auszulöschen, verschließe man
zuerst den Hahn s, und dann den Hahn D.

Um das Behältniß A mit brennbarer Luft zu
füllen, welche auf die gewöhnliche Art und mit dem
gewöhnlichen Apparatus zubereitet wird, fülle man
vorläufig A mit Wasser, stelle den Fuß R unter Was-
ser auf ein Bret in einer großen mit Wasser gefüll-
ten Wanne, damit die gebogne Glasröhre, durch wel-
che die brennbare Luft geht, bequem unter den Fuß der
Lampe gebracht werden könne. Wenn die Luft fast alles
Wasser ausgetrieben hat, drehe man den Hahn F zu, so
ist der Apparatus zum Gebrauch fertig. Man kann die-
ses Instrument auch sehr bequem gebrauchen, um eine
Quantität brennbare Luft zu gelegentlichen Versuchen,
z. B. zu Ladung der elektrischen Pistole 2c. leicht aufzube,
wahren. Auch ist es bequem ein Licht zum gemeinen Ge-
brauche daran anzuzünden, da der geringste Funken aus
einem Elektrophor, oder einer kleinen Flasche schon hinrei-
chend ist, die brennbare Luft zu entzünden.

Man kann auch nach Gelegenheit eine kleine Batte-
rie von Pistolen mit brennbarer Luft machen, wodurch
man sich viel Vergnügen verschaffen kann, da man ent-
weder eine Pistole nach der andern, oder alle zusammen,
nach Gefallen abfeuern kann.

Folgenden Versuch hat Herr Kinnersley mit sei-
nem elektrischen Luftthermometer angestellt, welches wir
oben im zweyten Capitel S. 26 beschrieben haben.

Sechszehntes Capitel.

Um dieſes Inſtrument zu gebrauchen, fülle man
das Behältniß A mit reiner entzündbarer Luft, und das
Baſſin B mit Waſſer, und drehe die Hähne D und s auf,
ſo wird das aus B herabfallende Waſſer entzündbare Luft
aus A heraus, und durch die Sprungröhre K in die Luft
treiben. Läßt man einen elektriſchen Funken aus der
meſſingenen Kugel m in die Kugel n gehen, ſo wird der
brennbare Luftſtral, der aus der Röhre K hervorgeht, ent-
zündet. Um die Lampe auszulöſchen, verſchließe man
zuerſt den Hahn s, und dann den Hahn D.

Um das Behältniß A mit brennbarer Luft zu
füllen, welche auf die gewöhnliche Art und mit dem
gewöhnlichen Apparatus zubereitet wird, fülle man
vorläufig A mit Waſſer, ſtelle den Fuß R unter Waſ-
ſer auf ein Bret in einer großen mit Waſſer gefüll-
ten Wanne, damit die gebogne Glasröhre, durch wel-
che die brennbare Luft geht, bequem unter den Fuß der
Lampe gebracht werden könne. Wenn die Luft faſt alles
Waſſer ausgetrieben hat, drehe man den Hahn F zu, ſo
iſt der Apparatus zum Gebrauch fertig. Man kann die-
ſes Inſtrument auch ſehr bequem gebrauchen, um eine
Quantität brennbare Luft zu gelegentlichen Verſuchen,
z. B. zu Ladung der elektriſchen Piſtole 2c. leicht aufzube,
wahren. Auch iſt es bequem ein Licht zum gemeinen Ge-
brauche daran anzuzünden, da der geringſte Funken aus
einem Elektrophor, oder einer kleinen Flaſche ſchon hinrei-
chend iſt, die brennbare Luft zu entzünden.

Man kann auch nach Gelegenheit eine kleine Batte-
rie von Piſtolen mit brennbarer Luft machen, wodurch
man ſich viel Vergnügen verſchaffen kann, da man ent-
weder eine Piſtole nach der andern, oder alle zuſammen,
nach Gefallen abfeuern kann.

Folgenden Verſuch hat Herr Kinnersley mit ſei-
nem elektriſchen Luftthermometer angeſtellt, welches wir
oben im zweyten Capitel S. 26 beſchrieben haben.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <pb facs="#f0230" n="210"/>
            <fw place="top" type="header">Sechszehntes Capitel.</fw>
            <p>Um die&#x017F;es In&#x017F;trument zu gebrauchen, fülle man<lb/>
das Behältniß A mit reiner entzündbarer Luft, und das<lb/>
Ba&#x017F;&#x017F;in B mit Wa&#x017F;&#x017F;er, und drehe die Hähne D und s auf,<lb/>
&#x017F;o wird das aus B herabfallende Wa&#x017F;&#x017F;er entzündbare Luft<lb/>
aus A heraus, und durch die Sprungröhre K in die Luft<lb/>
treiben. Läßt man einen elektri&#x017F;chen Funken aus der<lb/>
me&#x017F;&#x017F;ingenen Kugel m in die Kugel n gehen, &#x017F;o wird der<lb/>
brennbare Luft&#x017F;tral, der aus der Röhre K hervorgeht, ent-<lb/>
zündet. Um die Lampe auszulö&#x017F;chen, ver&#x017F;chließe man<lb/>
zuer&#x017F;t den Hahn s, und dann den Hahn D.</p>
            <p>Um das Behältniß A mit brennbarer Luft zu<lb/>
füllen, welche auf die gewöhnliche Art und mit dem<lb/>
gewöhnlichen Apparatus zubereitet wird, fülle man<lb/>
vorläufig A mit Wa&#x017F;&#x017F;er, &#x017F;telle den Fuß R unter Wa&#x017F;-<lb/>
&#x017F;er auf ein Bret in einer großen mit Wa&#x017F;&#x017F;er gefüll-<lb/>
ten Wanne, damit die gebogne Glasröhre, durch wel-<lb/>
che die brennbare Luft geht, bequem unter den Fuß der<lb/>
Lampe gebracht werden könne. Wenn die Luft fa&#x017F;t alles<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er ausgetrieben hat, drehe man den Hahn F zu, &#x017F;o<lb/>
i&#x017F;t der Apparatus zum Gebrauch fertig. Man kann die-<lb/>
&#x017F;es In&#x017F;trument auch &#x017F;ehr bequem gebrauchen, um eine<lb/>
Quantität brennbare Luft zu gelegentlichen Ver&#x017F;uchen,<lb/>
z. B. zu Ladung der elektri&#x017F;chen Pi&#x017F;tole 2c. leicht aufzube,<lb/>
wahren. Auch i&#x017F;t es bequem ein Licht zum gemeinen Ge-<lb/>
brauche daran anzuzünden, da der gering&#x017F;te Funken aus<lb/>
einem Elektrophor, oder einer kleinen Fla&#x017F;che &#x017F;chon hinrei-<lb/>
chend i&#x017F;t, die brennbare Luft zu entzünden.</p>
            <p>Man kann auch nach Gelegenheit eine kleine Batte-<lb/>
rie von Pi&#x017F;tolen mit brennbarer Luft machen, wodurch<lb/>
man &#x017F;ich viel Vergnügen ver&#x017F;chaffen kann, da man ent-<lb/>
weder eine Pi&#x017F;tole nach der andern, oder alle zu&#x017F;ammen,<lb/>
nach Gefallen abfeuern kann.</p>
            <p>Folgenden Ver&#x017F;uch hat Herr Kinnersley mit &#x017F;ei-<lb/>
nem elektri&#x017F;chen Luftthermometer ange&#x017F;tellt, welches wir<lb/>
oben im zweyten Capitel S. 26 be&#x017F;chrieben haben.</p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[210/0230] Sechszehntes Capitel. Um dieſes Inſtrument zu gebrauchen, fülle man das Behältniß A mit reiner entzündbarer Luft, und das Baſſin B mit Waſſer, und drehe die Hähne D und s auf, ſo wird das aus B herabfallende Waſſer entzündbare Luft aus A heraus, und durch die Sprungröhre K in die Luft treiben. Läßt man einen elektriſchen Funken aus der meſſingenen Kugel m in die Kugel n gehen, ſo wird der brennbare Luftſtral, der aus der Röhre K hervorgeht, ent- zündet. Um die Lampe auszulöſchen, verſchließe man zuerſt den Hahn s, und dann den Hahn D. Um das Behältniß A mit brennbarer Luft zu füllen, welche auf die gewöhnliche Art und mit dem gewöhnlichen Apparatus zubereitet wird, fülle man vorläufig A mit Waſſer, ſtelle den Fuß R unter Waſ- ſer auf ein Bret in einer großen mit Waſſer gefüll- ten Wanne, damit die gebogne Glasröhre, durch wel- che die brennbare Luft geht, bequem unter den Fuß der Lampe gebracht werden könne. Wenn die Luft faſt alles Waſſer ausgetrieben hat, drehe man den Hahn F zu, ſo iſt der Apparatus zum Gebrauch fertig. Man kann die- ſes Inſtrument auch ſehr bequem gebrauchen, um eine Quantität brennbare Luft zu gelegentlichen Verſuchen, z. B. zu Ladung der elektriſchen Piſtole 2c. leicht aufzube, wahren. Auch iſt es bequem ein Licht zum gemeinen Ge- brauche daran anzuzünden, da der geringſte Funken aus einem Elektrophor, oder einer kleinen Flaſche ſchon hinrei- chend iſt, die brennbare Luft zu entzünden. Man kann auch nach Gelegenheit eine kleine Batte- rie von Piſtolen mit brennbarer Luft machen, wodurch man ſich viel Vergnügen verſchaffen kann, da man ent- weder eine Piſtole nach der andern, oder alle zuſammen, nach Gefallen abfeuern kann. Folgenden Verſuch hat Herr Kinnersley mit ſei- nem elektriſchen Luftthermometer angeſtellt, welches wir oben im zweyten Capitel S. 26 beſchrieben haben.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte: Bereitstellung der Texttranskription. (2013-06-18T11:17:52Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Elena Kirillova: Bearbeitung der digitalen Edition. (2013-06-18T11:17:52Z)
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-06-18T11:17:52Z)

Weitere Informationen:

  • Bogensignaturen: nicht übernommen
  • Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert
  • Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): nicht ausgezeichnet
  • Kustoden: nicht übernommen
  • rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/230
Zitationshilfe: Adams, George: Versuch über die Electricität. Leipzig, 1785, S. 210. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/adams_elektricitaet_1785/230>, abgerufen am 21.09.2020.