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Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699.

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und derer Curen.
fluß der Feuchtigkeit schlipfferig und
weichlich und endlich schlägt dar zu
das Zipperlein und dessen Pein/ wel-
ches alles das überflüßige sauffen
verursachet. Dannenhero nen-
net gar fein der berühmte
Crato sol-
che Säuffer flüßige Leute. Sie

beraubet also vor der Zeit den Verstand
und machet noch darzu blind/

Invadit que oculos caeca caligine nubes,
Curas lethaeo pocula more fugant.
(r)

Das überflüßige Sauffen dempffet den
Appetit/ und schwächet den Magen/ ver-
kürtzet das Leben/ (s) bringet allerhand
Unheil mit sich/ (t) für allen aber bringet
es die Schwind- und Wassersucht. Die-
ser grosse Schade soll billich einem Chri-
sten/ zumahlen einen jungen Menschen
von der leidigen Sauff-Sucht abschre-
cken. Wem zu rathen ist/ dem stehet

auch
(r) Crittas Elegiis.
(s) Macrob. Santur-
nal. l. 7. c.
7.
(t) Moronus Dire-
ctor. Med. p. 130. Walther. Sylv.
med. p. 505. Harsdorf.
Lust u. Lehr-
reich. Gesch. cent. 2. N. 63. p. 182.
Dietrich. Jatr. Hippocr. p. 1039. sq.

und derer Curen.
fluß der Feuchtigkeit ſchlipfferig uñ
weichlich und endlich ſchlaͤgt dar zu
das Zipperlein und deſſen Pein/ wel-
ches alles das uͤberfluͤßige ſauffen
verurſachet. Dannenhero nen-
net gar fein der beruͤhmte
Crato ſol-
che Saͤuffer fluͤßige Leute. Sie

beraubet alſo vor der Zeit den Verſtand
und machet noch darzu blind/

Invadit que oculos cæca caligine nubes,
Curas lethæo pocula more fugant.
(r)

Das uͤberfluͤßige Sauffen dempffet den
Appetit/ und ſchwaͤchet den Magen/ ver-
kuͤrtzet das Leben/ (s) bringet allerhand
Unheil mit ſich/ (t) fuͤr allen aber bringet
es die Schwind- und Waſſerſucht. Die-
ſer groſſe Schade ſoll billich einem Chri-
ſten/ zumahlen einen jungen Menſchen
von der leidigen Sauff-Sucht abſchre-
cken. Wem zu rathen iſt/ dem ſtehet

auch
(r) Crittas Elegiis.
(s) Macrob. Santur-
nal. l. 7. c.
7.
(t) Moronus Dire-
ctor. Med. p. 130. Walther. Sylv.
med. p. 505. Harsdorf.
Luſt u. Lehr-
reich. Geſch. cent. 2. N. 63. p. 182.
Dietrich. Jatr. Hippocr. p. 1039. ſq.
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[15/0041] und derer Curen. fluß der Feuchtigkeit ſchlipfferig uñ weichlich und endlich ſchlaͤgt dar zu das Zipperlein und deſſen Pein/ wel- ches alles das uͤberfluͤßige ſauffen verurſachet. Dannenhero nen- net gar fein der beruͤhmte Crato ſol- che Saͤuffer fluͤßige Leute. Sie beraubet alſo vor der Zeit den Verſtand und machet noch darzu blind/ Invadit que oculos cæca caligine nubes, Curas lethæo pocula more fugant. (r) Das uͤberfluͤßige Sauffen dempffet den Appetit/ und ſchwaͤchet den Magen/ ver- kuͤrtzet das Leben/ (s) bringet allerhand Unheil mit ſich/ (t) fuͤr allen aber bringet es die Schwind- und Waſſerſucht. Die- ſer groſſe Schade ſoll billich einem Chri- ſten/ zumahlen einen jungen Menſchen von der leidigen Sauff-Sucht abſchre- cken. Wem zu rathen iſt/ dem ſtehet auch (r) Crittas Elegiis. (s) Macrob. Santur- nal. l. 7. c. 7. (t) Moronus Dire- ctor. Med. p. 130. Walther. Sylv. med. p. 505. Harsdorf. Luſt u. Lehr- reich. Geſch. cent. 2. N. 63. p. 182. Dietrich. Jatr. Hippocr. p. 1039. ſq.

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Zitationshilfe: Abel, Heinrich Kaspar: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig, 1699, S. 15. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/abel_leibmedicus_1699/41>, abgerufen am 23.08.2019.