Am Dienstag, dem 19. November 2019, finden von 9 bis 14 Uhr Wartungsarbeiten an unseren Servern statt. Bitte beachten Sie, dass die DTA-Seiten in dieser Zeit nicht erreichbar sein werden.
Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Dach, Simon: Schuldiges Trawer-Gedicht/ Bey hochbetrawerlichem wiewol seligem Hintritt aus dieser Welt Der ... Frawen Margarethen Tugendreich/ Freyfrawen zu Kitlitz/ etc. Des ... Herrn Georg von Rauschken/ Churfl. Brandenb. geheimbten Raths und Cammer-Herrn/ wie auch des ... HoffGerichts in Preussen ... Praesidenten ... Gemählinn. Königsberg, 1655.

Bild:
<< vorherige Seite
Ach nur einmal Witwer wer-
Steiget über alles Leid/ (den
Vnd die Freude seiner Zeit
Dreymal decken mit der Erden/
Diß ist Leiden das kein Mann/
Wer er sey/ ertragen kan.
Abraham der Held im Glauben
Schicket kaum sich in die Noht
Als er sehen muß den Tod
Seine Sara ihm nun rauben/
Jacob ringt mit GOtt und siegt
Der für Rahels Tod erliegt.
Solt' es uns denn Wunder nehmen
Herr/ wenn du den Wittwerstand/
Der dreymal dich dir erwand/
Jetzt voraus dich lässest zähmen/
Vnd für dieser Schmertzen Last
Findest weder Trost noch Rast.
Zwar du bist uns das in Preussen
Was den Griechen Hercul war/
Der der Vngehewer Schar
Da zu boden muste schmeissen
Der
Ach nur einmal Witwer wer-
Steiget uͤber alles Leid/ (den
Vnd die Freude ſeiner Zeit
Dreymal decken mit der Erden/
Diß iſt Leiden das kein Mann/
Wer er ſey/ ertragen kan.
Abraham der Held im Glauben
Schicket kaum ſich in die Noht
Als er ſehen muß den Tod
Seine Sara ihm nun rauben/
Jacob ringt mit GOtt und ſiegt
Der fuͤr Rahels Tod erliegt.
Solt' es uns denn Wunder nehmen
Herr/ wenn du den Wittwerſtand/
Der dreymal dich dir erwand/
Jetzt voraus dich laͤſſeſt zaͤhmen/
Vnd fuͤr dieſer Schmertzen Laſt
Findeſt weder Troſt noch Raſt.
Zwar du biſt uns das in Preuſſen
Was den Griechen Hercul war/
Der der Vngehewer Schar
Da zu boden muſte ſchmeiſſen
Der
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb facs="#f0002"/>
        <lg type="poem">
          <lg>
            <l><hi rendition="#in">A</hi>ch nur einmal Witwer wer-</l><lb/>
            <l>Steiget u&#x0364;ber alles Leid/ (den</l><lb/>
            <l>Vnd die Freude &#x017F;einer Zeit</l><lb/>
            <l>Dreymal decken mit der Erden/</l><lb/>
            <l>Diß i&#x017F;t Leiden das kein Mann/</l><lb/>
            <l>Wer er &#x017F;ey/ ertragen kan. </l>
          </lg><lb/>
          <lg>
            <l>Abraham der Held im Glauben</l><lb/>
            <l>Schicket kaum &#x017F;ich in die Noht</l><lb/>
            <l>Als er &#x017F;ehen muß den Tod</l><lb/>
            <l>Seine Sara ihm nun rauben/</l><lb/>
            <l>Jacob ringt mit GOtt und &#x017F;iegt</l><lb/>
            <l>Der fu&#x0364;r Rahels Tod erliegt. </l>
          </lg><lb/>
          <lg>
            <l>Solt' es uns denn Wunder nehmen</l><lb/>
            <l>Herr/ wenn du den Wittwer&#x017F;tand/</l><lb/>
            <l>Der dreymal dich dir erwand/</l><lb/>
            <l>Jetzt voraus dich la&#x0364;&#x017F;&#x017F;e&#x017F;t za&#x0364;hmen/</l><lb/>
            <l>Vnd fu&#x0364;r die&#x017F;er Schmertzen La&#x017F;t</l><lb/>
            <l>Finde&#x017F;t weder Tro&#x017F;t noch Ra&#x017F;t. </l>
          </lg><lb/>
          <lg>
            <l>Zwar du bi&#x017F;t uns das in Preu&#x017F;&#x017F;en</l><lb/>
            <l>Was den Griechen Hercul war/</l><lb/>
            <l>Der der Vngehewer Schar</l><lb/>
            <l>Da zu boden mu&#x017F;te &#x017F;chmei&#x017F;&#x017F;en</l><lb/>
            <fw type="catch" place="bottom">Der</fw><lb/>
          </lg>
        </lg>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0002] Ach nur einmal Witwer wer- Steiget uͤber alles Leid/ (den Vnd die Freude ſeiner Zeit Dreymal decken mit der Erden/ Diß iſt Leiden das kein Mann/ Wer er ſey/ ertragen kan. Abraham der Held im Glauben Schicket kaum ſich in die Noht Als er ſehen muß den Tod Seine Sara ihm nun rauben/ Jacob ringt mit GOtt und ſiegt Der fuͤr Rahels Tod erliegt. Solt' es uns denn Wunder nehmen Herr/ wenn du den Wittwerſtand/ Der dreymal dich dir erwand/ Jetzt voraus dich laͤſſeſt zaͤhmen/ Vnd fuͤr dieſer Schmertzen Laſt Findeſt weder Troſt noch Raſt. Zwar du biſt uns das in Preuſſen Was den Griechen Hercul war/ Der der Vngehewer Schar Da zu boden muſte ſchmeiſſen Der

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Preußen 17 digital - Digitalisierung des im VD 17 nachgewiesenen Bestandes preußischer Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin: Bereitstellung der Bilddigitalisate. (2014-11-04T17:43:40Z)

Weitere Informationen:

Diese Transkription wurde automatisch durch OCR erfasst.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/635951916
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/635951916/2
Zitationshilfe: Dach, Simon: Schuldiges Trawer-Gedicht/ Bey hochbetrawerlichem wiewol seligem Hintritt aus dieser Welt Der ... Frawen Margarethen Tugendreich/ Freyfrawen zu Kitlitz/ etc. Des ... Herrn Georg von Rauschken/ Churfl. Brandenb. geheimbten Raths und Cammer-Herrn/ wie auch des ... HoffGerichts in Preussen ... Praesidenten ... Gemählinn. Königsberg, 1655, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/635951916/2>, abgerufen am 13.11.2019.