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Hentschel, Adam: Auditorum Verbi requisita. Liegnitz, 1617.

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phorum albereit ordentlich vociret vnd
confirmiret oder bestetiget hat. Seines Herrn
Vatern Geist sey zwiefaltig bey jhm. 2. Reg. 2.
.
9. Von solcher Lehens Herschafft/ von
solchen Pfarrkindern/ kan man rühmen/ das
sie recht Ehrerbietige danckbare Leute sein/ als
die jhrer Alten Prediger Treuen dienste/ auchMatth. 2.
.
11.

die hinterlassenen Witwen vnd Waisen/ ge-
niessen lassen. Aber/ wer thut heute seine
Schätze/ mit den Weisen aus Morgenland
gegen dem PredigAmbt auf? Wer spendiret
vnd stiefftet heut etwas zu milden Sachen?
Jhrer viel meinen/ es sey alles verlohren/ was
dahin gewendet werde/ Jhrer viel helffens bey
andern/ die gleich gerne etwas darbey thäten/
hindern vnd wehren/ wo sie wissen vnd kön-
nen/ sagen mit Juda: Was sol dieser vnraht?
Ja/ die jetzige vndanckbare Weld gönnet vns
auch das nicht/ was die Alten gestifftet/ man
giebets aber mit grossem vnwillen/ gedencket/
Hos illi (qvodnec bene vertat) mittim haedos.
Man gibts aber sehr forthelhafftig. Solt man
verlebete Pastores vnd jre Widwen vnd Way-
sen vnterhalten/ niemand reichet jnen gerne ei-

nen

phorum albereit ordentlich vociret vnd
confirmiret oder beſtetiget hat. Seines Herrn
Vatern Geiſt ſey zwiefaltig bey jhm. 2. Reg. 2.
ꝟ.
9. Von ſolcher Lehens Herſchafft/ von
ſolchen Pfarrkindern/ kan man ruͤhmen/ das
ſie recht Ehrerbietige danckbare Leute ſein/ als
die jhrer Alten Prediger Treuen dienſte/ auchMatth. 2.
ꝟ.
11.

die hinterlaſſenen Witwen vnd Waiſen/ ge-
nieſſen laſſen. Aber/ wer thut heute ſeine
Schaͤtze/ mit den Weiſen aus Morgenland
gegen dem PredigAmbt auf? Wer ſpendiret
vnd ſtiefftet heut etwas zu milden Sachen?
Jhrer viel meinen/ es ſey alles verlohren/ was
dahin gewendet werde/ Jhrer viel helffens bey
andern/ die gleich gerne etwas darbey thaͤten/
hindern vnd wehren/ wo ſie wiſſen vnd koͤn-
nen/ ſagen mit Juda: Was ſol dieſer vnraht?
Ja/ die jetzige vndanckbare Weld goͤnnet vns
auch das nicht/ was die Alten geſtifftet/ man
giebets aber mit groſſem vnwillen/ gedencket/
Hos illi (qvodnec benè vertat) mittimꝰ hædos.
Man gibts aber ſehr forthelhafftig. Solt man
verlebete Paſtores vnd jre Widwen vnd Way-
ſen vnterhalten/ niemand reichet jnen gerne ei-

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[[39]/0039] phorum albereit ordentlich vociret vnd confirmiret oder beſtetiget hat. Seines Herrn Vatern Geiſt ſey zwiefaltig bey jhm. 2. Reg. 2. ꝟ. 9. Von ſolcher Lehens Herſchafft/ von ſolchen Pfarrkindern/ kan man ruͤhmen/ das ſie recht Ehrerbietige danckbare Leute ſein/ als die jhrer Alten Prediger Treuen dienſte/ auch die hinterlaſſenen Witwen vnd Waiſen/ ge- nieſſen laſſen. Aber/ wer thut heute ſeine Schaͤtze/ mit den Weiſen aus Morgenland gegen dem PredigAmbt auf? Wer ſpendiret vnd ſtiefftet heut etwas zu milden Sachen? Jhrer viel meinen/ es ſey alles verlohren/ was dahin gewendet werde/ Jhrer viel helffens bey andern/ die gleich gerne etwas darbey thaͤten/ hindern vnd wehren/ wo ſie wiſſen vnd koͤn- nen/ ſagen mit Juda: Was ſol dieſer vnraht? Ja/ die jetzige vndanckbare Weld goͤnnet vns auch das nicht/ was die Alten geſtifftet/ man giebets aber mit groſſem vnwillen/ gedencket/ Hos illi (qvodnec benè vertat) mittimꝰ hædos. Man gibts aber ſehr forthelhafftig. Solt man verlebete Paſtores vnd jre Widwen vnd Way- ſen vnterhalten/ niemand reichet jnen gerne ei- nen Matth. 2. ꝟ. 11.

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Zitationshilfe: Hentschel, Adam: Auditorum Verbi requisita. Liegnitz, 1617, S. [39]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/523604/39>, abgerufen am 14.11.2019.